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VfL Osnabrück

 - 

Dynamo Dresden

 
VfL Osnabrück

n.V. 1:3

Hinspiel: 1:1

Nach Hin- & Rückspiel: 2:4

Dynamo Dresden
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VfL Osnabrück
Dynamo Dresden
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.








91.
105.







106.
120.

Osnabrück muss nach einem Jahr wieder runter

Dresden reißt das Ruder rum und steigt auf

Dynamo Dresden gewinnt nach Verlängerung mit 3:1 (1:1, 0:1) beim VfL Osnabrück und steigt in die zweite Bundesliga auf. Der VfL konnte die Partie in der ersten Hälfte noch ausgeglichen gestalten und gar vor dem Pausenpfiff in Front gehen. Doch im zweiten Durchgang steigerten sich die Sachsen, kamen verdient zum Ausgleich und hatten auch in der Verlängerung die besseren Argumente auf ihrer Seite.

Harte Zweikämpfe zu Spielbeginn: Dresdens Kapitän Hübener und Osnabrücks Schmidt streiten um den Ballbesitz.
Harte Zweikämpfe zu Spielbeginn: Dresdens Kapitän Hübener und Osnabrücks Schmidt streiten um den Ballbesitz.
© picture allianceZoomansicht

Osnabrück-Coach Heiko Flottmann musste nach dem 1:1-Remis in Dresden auf den gelbgesperrten Siegert verzichten und beließ Krük nur auf der Bank. Schmidt und Andersen rutschten in die erste Elf.

Dynamo Dresdens-Trainer Ralf Loose setzte hingegen auf nur eine Änderung. Schuppan verteidigte nach abgessener Gelbsperre hinten links für Bührer.

Großes Abtasten war in der osnatel-Arena nicht angesagt. Vor vollbesetzten Rängen drückte der VfL von Beginn an mit der Sonne im Rücken auf den Führungstreffer. Dresden hielt mit großem Kampf dagegen.

Nur die großen Chancen ließen etwas auf sich warten. Dynamo kam durch Koch (4.) und Röttger (12.) zaghaft vor das Tor der Hausherren, Dresdens Keeper Kirsten war erstmals bei einem Tyrala-Freistoß gefordert (8.). Schließlich hatte Schnetzler freistehend die große Möglichkeit zum 1:0, vergab aber aus bester Position einen Kopfball kläglich (18.). Die Antwort der Loose-Elf? Esswein tankte sich rechts energisch durch, spitzelte Schahin frei und die Leihgabe aus Fürth umspielte VfL-Torwart Berbig mustergültig, schob scheinbar lässig ein - Nickenig grätschte das Spielgerät mit großem Einsatz noch von der Linie (21.).

Und Dynamo hatte jetzt alle Scheu abgelegt. Die Sachsen profitierten von einem Stockfehler Schnetzlers: Röttgen hatte freie Bahn, wollte aber im Eins-gegen-Eins mit Berbig einen Haken zu viel schlagen, der Torwart blieb erster Sieger (33.). Vor der Pause zogen die Hausherren noch einmal an. Tyrala prüfte Kirsten mit einem tückischen Schlenzer vergebens (43.), mehr Erfolg hatte Mauersberger, der eine maßgenaue Schnetzler-Flanke aus kurzer Distanz über die Linie drückte (45.).

Durchgang zwei begann mit einer hohen Fehlerquote auf beiden Seiten. Der VfL war sichtlich darum bemüht, das Spiel zu beruhigen und den Ball lange in den eigenen Reihen laufen zu lassen. Doch es fehlte an Passgenauigkeit und so kam Dresden trotz etlicher eigener Unzulänglichkeiten wieder ins Spiel. Röttger hatte bereits den Ausgleich auf dem Fuß (59.), doch es war Fiel mit einem abgefälschten Freistoß (61.), der die Gäste wieder zurück ins Aufstiegsrennen schoss.

Ich kann es gar nicht realisieren. Jetzt steht 'ne Feier an.Dani Schahin

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Der Ausgleich verschaffte Dresden die zweite Luft. Von Osnabrück ging jetzt kaum einmal etwas Konstruktives aus, die Schwarz-Gelben hatten auf fremden Platz das Spiel an sich gerissen und drängten auf das Siegtor. Doch mehr als ein schwacher Schuss durch Röttger (73.) war lange Zeit nicht drin. Erst in der Schlussphase waren die Gäste wieder näher dran. Esswein hämmerte den Ball unplatziert in Richtung Berbig (83.), mehrere Ecken sorgten für reichlich Brennstoff im VfL-Strafraum und Bührer köpfte einen Fiel-Freistoß mit dem Hinterkopf links vorbei (86.). Da auch Tyrala die letzte VfL-Chance vergab (88.), mussten beide Teams in die Verlängerung.

Der Dresdner Aufstiegsheld: Schahin (li.) gelang in der Verlängerung das vorentscheidende Tor für Dynamo.
Der Dresdner Aufstiegsheld: Schahin (li.) gelang in der Verlängerung das vorentscheidende Tor für Dynamo.
© picture-allianceZoomansicht

Und dort dauerte es nicht lange, ehe die Gäste für ihren weiterhin ungebremsten Vorwärtsdrang auch belohnt wurden. Auf Fiel-Ecke setzte sich Schahin am langen Pfosten durch und traf per Kopf zum 2:1 (94.). Der VfL reagierte mit der sofortigen Einwechslung von Stürmer Adler - der Zweitligist brauchte jetzt zwei schnelle Tore! Und Dresden musste Joker Müller verletzt austauchen, Kegel kam, das Wechselkontingent war damit erschöpft (98.).

Doch der Vorsprung war entscheidend. Zwar ließ sich die Loose-Elf in den letzten Minuten tief zurückfallen und spielte die guten Kontergelegenheiten nicht konzentriert zu Ende (Schahin 110., Esswein, 114.). Aber letztlich kam vom VfL zu wenig, um den Abstieg aus der zweiten Liga noch zu verhindern. Ein Weitschuss von Mauersbergger (112.), mehr war nicht zu vermelden. Und als Dredens Koch doch noch einen Gegenstoß zum 3:1 nutzte (119.), brachen bei Fans und Spielern aus Sachsen alle Dämme! Dresden ist zurück in Liga zwei!

Bilder zum Relegationskrimi vor zwei Jahren
Dresden gewinnt Krimi - VfL muss runter
Emotionales Duell

Hoch her ging es im Jahr 2011 in den beiden Relegationsspielen zwischen dem VfL Osnabrück und Dynamo Dresden. Am 24. Mai feierten die SGD-Anhänger an der Bremer Brücke den Aufstieg - nach Verlängerung.
© Getty Images / imago

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24.05.11
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Osnabrück
Aufstellung:
Berbig (3)    
Schnetzler (3) , 
Nickenig (4) , 
Mauersberger (5)        
Tauer (3,5)        
Engel (4,5)    
Hansen (4)    
Andersen (3,5)    
Tyrala (3) , 
Kastrati (4,5)    

Einwechslungen:
79. Pauli (3) für Kastrati
95. Adler für Hansen
102. Dercho für Tauer

Trainer:
Flottmann
Dynamo Dresden
Aufstellung:
Kirsten (2) - 
Jungnickel (2,5) , 
Jungwirth (3) , 
Hübener (3)    
Schuppan (3,5)    
Fiel (1,5)    
Solga (3)    
R. Koch (2,5)        
Röttger (3,5)    
Esswein (2,5)    
Schahin (2,5)        

Einwechslungen:
67. Bührer (3)     für Schuppan
74. G. Müller     für Röttger
98. Kegel für G. Müller

Trainer:
Loose

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Mauersberger (45., Kopfball, Schnetzler)
1:1
Fiel (61., direkter Freistoß, Linksschuss)
1:2
Schahin (94., Kopfball, Fiel)
1:3
R. Koch (119., Rechtsschuss, Schahin)
Gelbe Karten
Osnabrück:
Engel
(7. Gelbe Karte)
,
Tauer
(6.)
,
Mauersberger
(4.)
,
Andersen
(3.)
Dresden:
Solga
(5. Gelbe Karte)
,
Esswein
(9.)
,
Bührer
(4.)
,
Schahin
(5.)
,
R. Koch
(4.)

Spielinfo

Anstoß:
24.05.2011 20:30 Uhr
Stadion:
Osnatel-Arena, Osnabrück
Zuschauer:
16600 (ausverkauft)
Schiedsrichter:
Thorsten Kinhöfer (Herne)   Note 1
souveräne und fehlerlose Leistung in einem hektischen Spiel, klug auch der etwas verfrühte Abpfiff, als Dynamo-Fans auf das Spielfeld drängten.
Spieler des Spiels:
Cristian Fiel
ein Kämpfer mit Übersicht und Technik, dazu Standardspezialist und Vorbereiter des entscheidenden Tores.
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