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SC Freiburg

SC Freiburg

3
:
1

Halbzeitstand
1:1
Bor. Mönchengladbach

Bor. Mönchengladbach


SC FREIBURG
BOR. MÖNCHENGLADBACH
15.
30.
45.





60.
75.
90.









Borussia kann im Breisgau weiterhin nicht gewinnen

Petersens Blitzstart - Freiburg feiert gegen Gladbach

Seit dem 23. März 2002 wartet Borussia Mönchengladbach auf drei Punkte in Freiburg. Auch im elften Anlauf konnte die Fohlenelf an der Dreisam nicht gewinnen, musste sich in einem abwechslungsreichen Spiel letztlich sogar mit 1:3 geschlagen geben.

Sicher vom Punkt: Nils Petersen brachte den SC in der ersten Minute in Führung.
Sicher vom Punkt: Nils Petersen brachte den SC in der ersten Minute in Führung.
© imagoZoomansicht

Freiburgs Trainer Christian Streich konnte wieder auf Kapitän Frantz, der beim 1:1 bei Hertha BSC aufgrund von Wadenproblemen hatte passen müssen, zurückgreifen und beorderte diesen ebenso in die Startelf wie Petersen. Terrazzino und Sallai landeten auf der Bank.

Borussia-Coach Dieter Hecking vertraute mit einer Ausnahme auf die selbe Elf wie beim 4:0-Heimsieg gegen den 1. FSV Mainz 05: Lediglich Zakaria erhielt den Vorzug vor Neuhaus (Bank).

Viel besser hätten die Freiburger nicht in die Partie starten können. Gleich der erste Angriff mündete nämlich in der Führung: Geade mal zehn Sekunden waren gespielt, da wurde Waldschmidt im Sechzehner bedient und vom herauseilenden Gladbacher Schlussmann Sommer von den Beinen geholt. Schiedsrichter Robert Hartmann entschied auf Strafstoß, den Petersen sicher zum 1:0 nutzte (1.). Mit der Führung im Rücken igelten sich die Hausherren in der Folge ein wenig in der eigenen Hälfte ein und wollten mal schauen, wie die Gladbacher denn reagieren würden. Und die Reaktion dürfte den Breisgauern nicht unbedingt gefallen haben.

Gladbachs starke Reaktion

Denn: Gladbach schüttelte sich nur kurz und spielte unbeeindruckt auf den Ausgleich. Die Fohlenelf hatte mehr vom Spiel, übte großen Druck aus und hatte nach sechs Minuten Pech, als Elvedi nur den rechten Pfosten traf. Die Borussen überbrückten das Mittelfeld schnell und agierten im finalen Drittel sehr flexibel. Hazard (12.) und Plea (17.) setzten weitere Akzente, während Günter nur Sekunden später auf der Gegenseite für Entlastung sorgte. Nach 19 Minuten zeigte Hartmann wieder auf den Punkt, diesmal aber auf den im Freiburger Strafraum - Heintz hatte Stindl gefoult. Hazard trat an, verwandelte sehr sicher zum 1:1 und stellte so die Zeiger wieder auf null.

Die Gladbacher hatten sich für ihren großen Aufwand in diesem temporeichen Spiel belohnt. Keine Frage, der Ausgleich war absolut verdient - dem Spielverlauf tat dies keinen Abbruch, es blieb ein flottes Duell mit Chancen hüben wie drüben, wenngleich diese nicht von allerhöchster Qualität waren. Auffällig in dieser Phase war, dass der SC die Gladbacher Defensive immer wieder mit einfachen langen Bällen in Bedrängnis brachte - gerade auf den Außen entpuppte sich die Borussia als anfällig. Weil aber Sommer gegen Kübler zur Stelle war (44.) und auf der Gegenseite Hofmann Schwolow aus der Distanz nicht bezwingen konnte (45.+1), ging es mit dem 1:1 in die Kabinen.

Hecking wechselt, Freiburg trifft, Sommer-Ausflug bestraft

Drin das Ding: Thorgan Hazard (l.) trifft zum 1:1.
Drin das Ding: Thorgan Hazard (l.) trifft zum 1:1.
© imago

Hecking wechselte zum Wiederanpfiff und brachte Herrmann für Plea, der zuvor nicht sonderlich in Erscheinung getreten war. Die ersten Akzente in Hälfte zwei setzten Stindl (48.) und Zakaria (51.), ehe auf der Gegenseite die Freiburger einen Konter mustergültig abschlossen: Nachdem Stindls Pass im Mittelfeld abgefangen worden war, ging es über Höfler und Haberer blitzschnell nach vorne, Waldschmidt vollendete schließlich gekonnt zum 2:1 (56.).

Anders als in Hälfte eins blieb diesmal der Gladbacher Sturmlauf aus, was zum Teil auch auf den Kräfteverschleiß zurückgeführt werden konnte. Zu einem anderen Teil aber auch auf die Freiburger selbst, die zwar über weite Strecken des Spiels weniger Ballbesitz hatten und eine schlechtere Zweikampfquote aufwiesen, dies jedoch durch enorme Laufarbeit kompensierten. Die Hausherren standen gut gestaffelt, schaffen es beinahe immer, Überzahl in Ballnähe zu schaffen und hielten so weitere Gefahr vom eigenen Kasten fern. Über Konter setzte der SC darüber hinaus immer mal wieder Nadelstiche (Waldschmidt, 72.; Sallai, 77.).

Mit der Einwechslung von Traoré für Lang läuteten die Gladbacher die Schlussoffensive ein. Die verpuffte jedoch, weil die Freiburger clever verteidigten und den Borussen die zündenden Ideen fehlten. Weil Sallai gleich zwei vielversprechende Kontergelegenheiten ungenutzt ließ (82.; 85.), blieb es bis zum Schluss spannend - in der Nachspielzeit fiel dann noch das 3:1, weil Sommer den Ball unfreiwillig zum eingewechselten Höler passte und dieser sehenswert aus 47,5 Metern zum Endstand traf.

Beide Mannschaften erwartet nun eine englische Woche: Im Rahmen der 2. Pokalrunde geht es für den SC am Mittwoch (20.45 Uhr) in den hohen Norden zu Holstein Kiel. Zur gleichen Zeit hat die Borussia Bayer Leverkusen zu Gast. In der Bundesliga geht es für Freiburg am darauffolgenden Samstag mit dem Gastspiel beim FC Bayern weiter (15.30 Uhr). Gladbach empfängt tags darauf zur gleichen Zeit Fortuna Düsseldorf.

Bundesliga, 2018/19, 9. Spieltag
SC Freiburg - Bor. Mönchengladbach 3:1
SC Freiburg - Bor. Mönchengladbach 3:1
Zwiegespräch

SC-Coach Christian Streich (l.) und Gladbachs Trainer Dieter Hecking vor dem Duell ihrer Mannschaften.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

SC Freiburg
Aufstellung:
Schwolow (3) - 
Kübler (2,5) , 
Gulde (2,5) , 
Heintz (3) , 
C. Günter (3) - 
R. Koch (2,5) , 
Höfler (2,5) - 
Haberer (2)    
Frantz (4)            
Waldschmidt (1,5)        
Petersen (2)    

Einwechslungen:
70. Sallai für Frantz
89. Höler     für Haberer
90. + 2 Lienhart für Waldschmidt

Trainer:
Streich
Bor. Mönchengladbach
Aufstellung:
Sommer (4,5) - 
Lang (3,5)    
Ginter (3,5) , 
Elvedi (3,5) , 
Wendt (3,5) - 
Strobl (4)    
Zakaria (3,5)    
Hofmann (3,5) - 
T. Hazard (3)    
Plea (4)    
Stindl (3,5)    

Einwechslungen:
46. Herrmann (4,5) für Plea
65. Neuhaus für Strobl
79. Traoré für Lang

Trainer:
Hecking

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Petersen (1., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Waldschmidt)
1:1
T. Hazard (20., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Stindl)
2:1
Waldschmidt (57., Linksschuss, Haberer)
3:1
Höler (90. + 4, Rechtsschuss)
Gelbe Karten
Freiburg:
Frantz
(1. Gelbe Karte)
Gladbach:
Zakaria
(3. Gelbe Karte)

Spieldaten

SC Freiburg       Bor. Mönchengladbach
Tore 3 : 1 Tore
 
Torschüsse 13 : 10 Torschüsse
 
gespielte Pässe 426 : 587 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 346 : 514 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 80 : 73 Fehlpässe
 
Passquote 81% : 88% Passquote
 
Ballbesitz 41% : 59% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 47% : 53% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 9 : 12 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 12 : 9 Gefoult worden
 
Abseits 0 : 1 Abseits
 
Ecken 3 : 10 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
26.10.2018 20:30 Uhr
Zuschauer:
24000 (ausverkauft)
Spielnote:  2,5
eine intensive Partie mit viel taktischer Disziplin und einigen sehenswerten Offensivaktionen, die in der zweiten Hälfte teilweise verflachte, aber bis zum spektakulären 3:1 spannend blieb.
Chancenverhältnis:
7:6
Eckenverhältnis:
3:10
Schiedsrichter:
Robert Hartmann (Wangen)   Note 3,5
beide Elfmeter waren direkt richtig entschieden, korrekt auch, beim Rückpass von Gulde (15.) weiterlaufen zu lassen, da der Ball mit dem Oberschenkel und nicht kontrolliert mit dem Fuß gespielt wurde. Ansonsten aber mit größeren Problemen in der Zweikampfbewertung. Hätte etwa beim Foul von Petersen an Strobl (18.) Gladbach den Vorteil vor dem Strafraum gewähren sollen.
Spieler des Spiels:
Luca Waldschmidt
Direkt war Luca Waldschmidt zur Stelle und zog den frühen Elfmeter, der zum 1:0 führte. Später veredelte der laufstarke und präsente Offensivmann eine herrliche Umschaltaktion zum 2:1.

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