Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Werder Bremen

Werder Bremen

2
:
6

Halbzeitstand
0:3
Bayer 04 Leverkusen

Bayer 04 Leverkusen


WERDER BREMEN
BAYER 04 LEVERKUSEN
15.
30.
45.








60.
75.
90.














Umgestellte Werder-Defensive wirkt hilflos gegen furioses Bayer

6:2! Havertz und Co. nehmen Bremens Abwehr auseinander

Mit einem furiosen 6:2-Erfolg bei Werder Bremen schoss sich Bayer Leverkusen den Frust von der Seele. Gegen eine meist überforderte Bremer Abwehr, die ohne ihren Chef Moisander hatte auskommen müssen, hatten die schnellen Leverkusener Offensivkräfte um Brandt, Bellarabi und Co. nur selten Mühe. Allerdings drohte die Partie trotz einer 3:0-Pausenführung nach dem Wechsel kurzzeitig noch einmal zu kippen.

Leverkusener Freudentanz: Kevin Volland zusammen mit Karim Bellarabi (li.) und Mitchell Weiser
Leverkusener Freudentanz: Kevin Volland zusammen mit Karim Bellarabi (li.) und Mitchell Weiser
© Picture AllianceZoomansicht

Werder-Coach Florian Kohfeldt musste kurzfristig auf Abwehrchef Moisander verzichten und baute seine Elf verglichen mit dem 2:0-Auswärtssieg auf Schalke auf zwei Positionen personell um: Neben Langkamp spielte auch Friedl für Kainz von Beginn an.

Leverkusens Trainer Heiko Herrlich nahm nach der bitteren 2:3-Niederlage beim FC Zürich in der Europa League vier Veränderungen vor: Tah, Weiser, Brandt und Volland verdrängten Bailey Kiese Thelin, Kohr und Jedvaj wieder auf die Bank.

Werder lief die Werkself von Beginn an hoch an und suchte seinerseits bei Ballbesitz im neuformierten 3-5-2-System den Weg nach vorne. Das Publikum im Weser-Stadion sah eine Menge intensiver Zweikämpfe sowie eine erste Halbchance für die Bremer durch Augustinsson (7.). Im direkten Gegenzug kombinierte sich Bayer dann blitzschnell erstmals in den gegnerischen Strafraum und kam gleich zum Torerfolg: Volland verwertete eine Bellarabi-Hereingabe eiskalt (8.).

Die Bremer gaben eine passende Antwort und erhöhten fortan den Druck. Mit knapp 64 Prozent Ballbesitz im Rücken näherten sich die Grün-Weißen immer wieder dem von Hradecky gehüteten Bayer-Tor. Die dickste Möglichkeit hatten dabei Augustinsson, der am Finnen scheiterte, sowie Kruse, dessen Nachschuss von Wendell kurz vor der Linie abgegrätscht wurde (23.).

Allerdings leistete sich die uneingespielte Bremer Hintermannschaft auch immer wieder Blackouts: Binnen zwei Minuten verlor Bayern-Leihgabe Friedl gleich zweimal den Ball im Spielaufbau. Jedoch konnten weder Bellarabi (28.) noch Havertz (30.) dies ausnutzen. Auf der Gegenseite verfehlte Kruse den Ausgleich nur um Haaresbreite (31.).

Doch statt des möglichen 1:1 fing sich Werder nach einem Ballverlust von Osako in der Umschaltbewegung einen Konter sowie den zweiten Gegentreffer: Pavlenka konnte eine Bellarabi-Flanke nicht festhalten, sodass Brandt als Nutznießer auf 2:0 erhöhte (38.). Aus Sicht der Hanseaten kam es vor dem Pausenpfiff gar noch schlimmer: Einen Konter in der 45. Minute veredelte Bellarabi mit einem Lupfer über Pavlenka zum 3:0-Halbzeitstand.

Mit Pizarro kommt kurz Hoffnung zurück

Im zweiten Durchgang ging es munter weiter mit Offensivfußball - mit einem Unterschied: Pizarro stand fortan anstelle von Friedl auf dem Rasen. Und der Peruaner sorgte tatsächlich für neue Hoffnung bei den Fans der Grün-Weißen, als er in der 60. Minute nach Zuspiel von Klaassen lässig zum 1:3 einschob. Und tatsächlich: Nur 120 Sekunden später war der Ball erneut in Leverkusens Kasten: Osako hatte nach einer Klaassen-Ecke den Ball über die Linie gedrückt. Jedoch wurden die Bremer Nerven zunächst noch auf die Probe gestellt, denn erst durch das Okay des VAR erteilte Schiedsrichter Marco Fritz dem Treffer die Gültigkeit. Überprüft worden war eine Abseitsposition Osakos, doch der Ball kam letztlich nicht von Langkamp, sondern vom Gegenspieler.

Zur kompletten Wende kam es allerdings nicht mehr, denn die Werkself nutzte ihre Konterchancen gegen aufgerückte Bremer eiskalt aus: Havertz stellte nach einem Schnellangriff zunächst den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her (67.), ehe Dragovic nach einer Ecke auf 5:2 erhöhte, dabei aber auch von einem Stellungsfehler Pavlenkas profitierte (72.). Den Schlusspunkt setzte Havertz, der eine Weiser-Flanke unter Mithilfe des Bremers Langkamp im Tor unterbrachte (77.). Bei besserer Chancenverwertung hätte das Spiel gar noch höher ausfallen können, doch auch Werder-Keeper Pavlenka verhinderte mehrfach Schlimmeres.

Für Werder geht es am Mittwoch (18.30 Uhr) im DFB-Pokal bei Weiche Flensburg weiter. Bayer ist am gleichen Tag (20.45 Uhr) in der zweiten Runde bei Borussia Mönchengladbach zu Gast. In der Liga ist Bremen am Sonntag (18 Uhr) in Mainz zu Gast, Leverkusen empfängt tags zuvor (15.30 Uhr) die TSG 1899 Hoffenheim.

Bundesliga, 2018/19, 9. Spieltag
Werder Bremen - Bayer 04 Leverkusen 2:6
Werder Bremen - Bayer 04 Leverkusen 2:6
Es läuft gut

Bremen und Werder-Coach Florian Kohfeldt absolvieren bislang eine gute Spielzeit. Nun kommt Bayer zu den Werderanern.
© picture alliance

vorheriges Bild nächstes Bild
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Werder Bremen
Aufstellung:
Pavlenka (5) - 
Veljkovic (5)    
S. Langkamp (5)    
Friedl (5,5)    
Sahin (4,5)    
Augustinsson (4,5) - 
Klaassen (3) - 
Osako (4)        
M. Kruse (4)    

Einwechslungen:
46. Pizarro (3)     für Friedl
70. Rashica für Sahin
79. Möhwald für Osako

Trainer:
Kohfeldt
Bayer 04 Leverkusen
Aufstellung:
Hradecky (3) - 
Tah (4)    
S. Bender (3,5) , 
Dragovic (2,5)    
Weiser (2,5) , 
Havertz (2)            
L. Bender (3)        
Wendell (3) - 
Bellarabi (1,5)        
Brandt (2)    
Volland (1,5)        

Einwechslungen:
52. Bailey (4) für Bellarabi
59. Kohr (2,5) für L. Bender
81. Alario für Havertz

Trainer:
Herrlich

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Volland (8., Linksschuss, Bellarabi)
0:2
Brandt (38., Rechtsschuss, Bellarabi)
0:3
Bellarabi (45., Rechtsschuss, Volland)
1:3
Pizarro (60., Linksschuss, Klaassen)
2:3
Osako (62., Linksschuss)
2:4
Havertz (67., Linksschuss, Volland)
2:5
Dragovic (72., Linksschuss, Brandt)
2:6
Havertz (77., Linksschuss, Weiser)
Gelbe Karten
Bremen:
S. Langkamp
(1. Gelbe Karte)
,
Veljkovic
(2.)
Leverkusen:
Volland
(1. Gelbe Karte)
,
Tah
(1.)

Spieldaten

Werder Bremen       Bayer 04 Leverkusen
Tore 2 : 6 Tore
 
Torschüsse 14 : 18 Torschüsse
 
gespielte Pässe 587 : 391 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 496 : 309 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 91 : 82 Fehlpässe
 
Passquote 84% : 79% Passquote
 
Ballbesitz 60% : 40% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 52% : 48% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 9 : 8 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 8 : 9 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 1 Abseits
 
Ecken 6 : 6 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
28.10.2018 18:00 Uhr
Zuschauer:
40400
Spielnote:  1
fast jeder Angriff endete mit einem Abschluss – ein Fußballfest mit offenen Toren und offenem Visier.
Chancenverhältnis:
6:13
Eckenverhältnis:
6:6
Schiedsrichter:
Marco Fritz (Korb)   Note 2,5
wenige Sekunden vor dem 0:1 hätte es Einwurf für Werder geben müssen, nicht für Leverkusen – eine Situation, bei der der VA nicht eingreifen darf. Ansonsten sichere Leitung, lag richtig bei persönlichen Strafen sowie bei der Anerkennung des 2:3.
Spieler des Spiels:
Karim Bellarabi
Vorlage für Volland (8.), Chance vergeben (28.), Vorlage für Brandt (38.), Chance genutzt (45.), Pfosten (51.), raus (52.): Karim Bellarabi war sehr aktiv – und dabei auch sehr gut.

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein Voice & VR eMagazine