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Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt

4
:
1

Halbzeitstand
2:0
Hannover 96

Hannover 96


EINTRACHT FRANKFURT
HANNOVER 96
15.
30.
45.




60.
75.
90.












Frankfurt stellt Rekord ein - Muslija gibt Bundesliga-Debüt

Frankfurter Befreiungsschlag: Jovic hat das letzte Wort

Hannover 96 bleibt das Sorgenkind der Liga. Auch in Frankfurt gingen die Niedersachsen leer aus, unterlagen auch aufgrund einer schwachen ersten Hälfte mit 1:4 und warten folglich weiterhin auf den ersten Saisonsieg - auswärts hat 96 seit mittlerweile 16 Spielen nicht mehr gewonnen. Die Eintracht stellte zudem einen Klubrekord ein.

Auf geht's: Kostic, Rebic, Allan, Ndicka und Russ (v.l.) bejubeln das 1:0.
Auf geht's: Kostic, Rebic, Allan, Ndicka und Russ (v.l.) bejubeln das 1:0.
© imagoZoomansicht

Frankfurts Coach Adi Hütter wechselte nach der 1:3-Niederlage in Gladbach gleich fünfmal. Torro, de Guzman, Rebic, Allan und Russ spielten für den angeschlagenen Abraham sowie Willems, Fernandes, Müller und Gacinovic (alle Bank). Russ führte die SGE in seinem 300. Bundesligaspiel als Kapitän aufs Feld und hoffte dabei auf seinen 100. Sieg im Oberhaus, während Vize-Weltmeister Rebic 2018/19 erstmals in der Startelf auflief.

Hannovers Trainer André Breitenreiter ließ auch rotieren. Im Vergleich zur 1:3-Heimniederlage gegen Hoffenheim kamen Albornoz, Felipe, Korb und Fossum für Ostrzolek, Wimmer (Rückenbeschwerden), Maina (muskuläre Probleme) und Bakalorz zum Einsatz.

Beide Trainer vertrauten auf eine Fünferkette, die Eintracht spielte allerdings mit zwei Achtern (de Guzman/Allan), Hannover mit zwei Sechsern (Schwegler/Walace).

Frankfurt diktiert Tempo und Rythmus

Den besseren Start erwischte die Eintracht, die hoch verteidigte und den Gegner früh störte. Frankfurt war die aktivere Mannschaft, machte viel Betrieb und hatte nach 18 Minuten die erste gute Chance des Spiels: Nach einer Ecke verfehlte ein Torro-Kopfball das Tor nur knapp. Das war für lange Zeit jedoch die einzige nennenswerte Möglichkeit.

Frankfurt diktierte Tempo und Rhythmus, kam aber trotz optischer Überlegenheit zu selten zu Abschlüssen - im finalen Drittel fehlte es an Genauigkeit. Und Hannover? Die 96er agierten abwartend, lauerten auf Konter, brachten nach vorne im gesamten ersten Durchgang aber gar nichts zustande. Aufgrund des Spielverlaufs überraschte es wenig, dass die Begegnung höhepunktarm blieb.

Haller glänzt als Vorbereiter - Breitenreiter geht ins Risiko

Erstmals in der Startelf, gleich getroffen: Ante Rebic (r.).
Erstmals in der Startelf, gleich getroffen: Ante Rebic (r.).
© imago

Doch dann kam die 36. Minute: Die Gäste bekamen den Ball im Anschluss an eine Ecke nicht entscheidend geklärt, das Leder kehrte postwendend in hohem Bogen zurück. Im Sechzehner setzte sich Haller im Luftkampf gegen Anton durch und köpfte zu Ndicka im Zentrum. Der Franzose bedankte sich, schob zum 1:0 ein und durfte sein erstes Bundesliga-Tor überhaupt bejubeln.

Ein Aufbäumen der Hannoveraner war danach nicht zu erkennen, vielmehr blieb Frankfurt am Drücker und legte noch vor dem Halbzeitpfiff nach: Haller tankte sich gegen zwei Gegenspieler durch, der Ball kam zu Rebic, der Sorg abschüttelte und Esser keine Chance ließ - 2:0 (45.+1).

Breitenreiter reagierte, brachte mit Weydandt und Wood zum Seitenwechsel frische Offensivleute und erhöhte so das Risiko - Füllkrug und Walace blieben draußen. Und die Niedersachsen kamen schwungvoller aus der Kabine, waren nun selbst um offensive Akzente bemüht, kamen aber nur zu einigen Standards, die wirkungslos verpufften.

Eintracht kontert schwungvolle 96er eiskalt aus

Frankfurt schaute sich das an, lauerte auf Konter und schlug nach 59 Minuten eiskalt zu: Haller gewann einmal mehr ein wichtiges Kopfballduell und schickte Rebic auf die Reise, der Sorg stehen ließ, anschließend Anton abschüttelte und mit Übersicht querlegte zu de Guzman, der nur noch ins leere Tor einschieben musste - 3:0.

Muslijas bemerkenswertes Debüt

Tabellenrechner 1.Bundesliga

Damit war die Messe gelesen. Frankfurt schaltete anschließend in den Verwaltungsmodus, kontrollierte das Geschehen aber weitgehend nach Belieben. Die Hannoveraner, bei denen Muslija noch zu seinem Bundesliga-Debüt kam, blieben zwar bemüht, allerdings auch weiterhin völlig harmlos. Bezeichnend: Bis zur 85. Minute gab es keinen einzigen wirklich gefährlichen Abschluss der Gäste.

Der erste war dann aber auch gleich drin - und es war ein Zusammenspiel der Einwechselspieler: Weydandt schickte Wood auf rechts, der anschließend präzise zu Muslija flankte. Dieser fackelte nicht lange, zimmerte den Ball aus zentraler Position in die Maschen zum 1:3 und markierte so in seinem ersten Spiel gleich sein erstes Tor. Das letzte Wort hatten aber die Hausherren, denn kurz vor Schluss schickte de Guzman den eingewechselten Jovic steil. Der Serbe bedankte sich und traf überlegt ins lange Eck zum 4:1-Endstand.

Für die SGE war es der fünfte Sieg in Folge gegen die Roten, was gleichbedeutend mit der Einstellung eines Vereinsrekords war - fünf Siege in Folge gelangen den Hessen zuvor nur gegen Duisburg (2000-2008), Dresden (1993-1995), Kaiserslautern (1972-1974) und Hertha BSC (1963-1968). Mehr als ein netter Nebenfakt dürfte das aber nicht für die Hessen sein, denen schon wieder eine englische Woche bevorsteht: Am Donnerstag kommt Lazio Rom im Rahmen der Europa League in die Commerzbank-Arena 21 Uhr. Hannover empfängt erst am Samstag (15.30 Uhr) den VfB Stuttgart.

Bundesliga, 2018/19, 6. Spieltag
Eintracht Frankfurt - Hannover 96 4:1
Eintracht Frankfurt - Hannover 96 4:1
Schlusspunkt

Für den 4:1-Endstand sorgte der eingewechselte Jovic, der Hannovers Keeper Esser keine Chance ließ.
© imago

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Eintracht Frankfurt
Aufstellung:
Trapp (3) - 
Russ (3,5)    
Hasebe (3,5) , 
Ndicka (2,5)    
da Costa (3,5) , 
Kostic (4)    
Torro (3)    
de Guzman (2,5)    
Allan (4) - 
Haller (1,5)    
Rebic (1,5)        

Einwechslungen:
60. Jovic (2,5)     für Haller
78. Willems für Kostic
82. Gacinovic für Rebic

Trainer:
Hütter
Hannover 96
Aufstellung:
Esser (3,5) - 
Sorg (5,5)    
Felipe (5,5) , 
Anton (5,5)        
Korb (4)    
Albornoz (4,5) - 
Schwegler (5) , 
Walace (5)    
Fossum (5) - 
Bebou (5) - 
Füllkrug (4)    

Einwechslungen:
46. Wood (4) für Walace
46. Weydandt (4,5) für Füllkrug
69. Muslija     für Korb

Trainer:
Breitenreiter

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Ndicka (36., Linksschuss, Haller)
2:0
Rebic (45. + 1, Rechtsschuss, Haller)
3:0
de Guzman (59., Rechtsschuss, Rebic)
3:1
Muslija (86., Rechtsschuss, Wood)
4:1
Jovic (89., Linksschuss, de Guzman)
Gelbe Karten
Frankfurt:
Torro
(1. Gelbe Karte)
Hannover:
Sorg
(3. Gelbe Karte)
,
Anton
(2.)

Spieldaten

Eintracht Frankfurt       Hannover 96
Tore 4 : 1 Tore
 
Torschüsse 16 : 4 Torschüsse
 
gespielte Pässe 320 : 470 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 210 : 355 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 110 : 115 Fehlpässe
 
Passquote 66% : 76% Passquote
 
Ballbesitz 41% : 59% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 49% : 51% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 16 : 12 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 11 : 16 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 3 Abseits
 
Ecken 3 : 4 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
30.09.2018 15:30 Uhr
Zuschauer:
46300
Spielnote:  3,5
nach schwachem Beginn war es nur die Eintracht, die für Unterhaltung sorgte.
Chancenverhältnis:
6:1
Eckenverhältnis:
3:4
Schiedsrichter:
Robert Hartmann (Wangen)   Note 3
brachte die Partie souverän zu Ende, auch wenn er generell zu großzügig pfiff: Hätte Ndicka (8.), Allan (18.), Anton (35.) und Rebic (50.) Gelb zeigen müssen.
Spieler des Spiels:
Ante Rebic
Da war er wieder, wie wir ihn aus dem Pokalfinale und von der WM kennen: Ante Rebic legte sich und seinen wuchtigen Körper voll ins Zeug, schoss ein Tor und bereitete eins prima vor.

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