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SC Freiburg

SC Freiburg

2
:
4

Halbzeitstand
1:1
TSG Hoffenheim

TSG Hoffenheim


SC FREIBURG
TSG HOFFENHEIM
15.
30.
45.



60.
75.
90.











Kramarics Doppelpack und Demirbays Traumtor

Nach neun Spielen: Hoffenheim gewinnt wieder

Die TSG Hoffenheim hat erstmals seit dem 1. November 2009 wieder in Freiburg gewonnen. Nach zuvor sieben erfolglosen Anläufen zeigten sich die Kraichgauer im Baden-Derby als das effektivere Team und zwangen Freiburg verdient in die Knie. Damit hat Hoffenheim seine Sieglos-Serie von sieben Ligaspielen beendet - Freiburg wartet dagegen noch auf den ersten Punktgewinn im neuen Jahr.

Andrej Kramaric
Entscheidend an Hoffenheims Sieg beteiligt: Andrej Kramaric traf beim 4:2 gegen Freiburg doppelt.
© imagoZoomansicht

Freiburgs Trainer Christian Streich musste auf den "gesperrten" Grifo verzichten. Der Standardspezialist war gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber Hoffenheim zum Zuschauen gezwungen. Dieser Bedingung hatte der Sport-Club entsprechen müssen, um das Leihgeschäft des 25-Jährigen zu finalisieren - Höler ersetzte Grifo. Gegenüber der 1:3-Auswärtspleite bei Eintracht Frankfurt nahm Streich drei weitere Änderungen in seiner Anfangsformation vor: Günter, Stenzel und Petersen begannen für Kübler, Waldschmidt und Niederlechner.

Im Vergleich zur 1:3-Heimniederlage gegen den FC Bayern tauschte TSG-Coach Julian Nagelsmann seine erste Elf dreimal: Geiger feierte sein Startelfdebüt, den 20-Jährigen hatte ein hartnäckige Oberschenkelverletzung außer Gefecht gesetzt. Zudem starteten Szalai und Grillitsch - Posch, Bittencourt und Belfodil nahmen zunächst auf der Bank Platz. Nachdem die Dreierkette gegen Bayern über weite Strecken überfordert gewirkt hatte, ließ Nagelsmann seine Mannschaft mit einer Viererkette auflaufen, davor bildeten Demirbay, Grillitsch, Geiger und Kramaric das Mittelfeld.

Pressing schmeckt TSG nicht

Spielerisch brauchte die Begegnung eine Weile, um auf Touren zu kommen. Die Hoffenheimer hatten zwar von Beginn an etwas mehr Spielanteile, wussten mit diesen aber nicht sonderlich viel anzufangen. Das lag zu einem großen Teil auch am Sport-Club, der präsent in den Zweikämpfen war und den Gast mit hohem Pressing früh unter Druck setzte.

Es dauerte bis zur 19. Minute, ehe es erstmals richtig gefährlich wurde: Freiburgs Rechtsverteidiger Stenzel hatte den Ball ohne große Not zurück Richtung eigenes Tor gespielt. Doch weder Schlussmann Schwolow noch Innenverteidiger Heintz fühlten sich für den Pass zuständig. Nutznießer der Situation: Joelinton. Der Brasilianer sprintete dazwischen und hatte anschließend beim Abschluss aus zwölf Metern keine Schwierigkeiten.

Freiburgs verdienter Ausgleich

Hoffenheim hatte die erste Chance gleich genutzt und den SC in Zugzwang gebracht. Die Antwort der Breisgauer ließ nicht lange auf sich warten: Freiburg erhöhte die Schlagzahl und drängte fortan auf den Ausgleich, allerdings leisteten sich die Gastgeber zu viele einfache Fehler im Spielaufbau und erleichterten den clever agierenden Kraichgauern so das Leben.

Die TSG ließ den SC gewähren, wohl in der Hoffnung den nächsten Konter setzen zu können. Die Streich-Elf blieb weiter griffig und bissig und verdiente sich so den Ausgleich: Nach einer Ecke von der rechten Seite stieg Gulde am kurzen Pfosten am höchsten, sein wuchtiger Kopfball ging noch ans Aluminium, doch beim Nachschuss stand Höler goldrichtig und schob aus fünf Metern zum 1:1 ein (44.).

Die Ruhe vor dem Sturm

Nach dem Seitenwechsel benötigten beide Teams dann erst einmal gut 15 Minuten, um wieder den Rhythmus zu finden. Gerade als die Freiburger besser aufkamen, leistete sich Stenzel seinen nächsten Schnitzer, indem er Schulz am linken Strafraumeck elfmeterwürdig foulte. Den fälligen Strafstoß versenkte Kramaric souverän (59.).

Nach der erneuten Hoffenheimer Führung entwickelte sich eine rasante Partie, mit ausgezeichneten Torchancen auf beiden Seiten. Zunächst stellte Kramaric mit seinem zweiten Treffer des Tages auf 3:1: Ein scharfer Pass von Grillitsch reichte, um fast die komplette Freiburger Hintermannschaft auszuhebeln. Im Anschluss stand Gulde gegen die heranstürmenden Demirbay, Kaderabek und eben Kramaric auf verlorenem Posten (72.).

Sport-Club lässt nicht locker

Der Sport-Club steckte aber auch nach dem Zwei-Tore-Rückstand nicht auf. Wieder war es eine Ecke, die für Jubel im Schwarzwald-Stadion sorgte: Niederlechner setzte sich im Zentrum gegen den körperlich unterlegenen Geiger durch und setzte den Kopfball an Baumann vorbei ins Netz (77.). In der Schlussphase lockerte Freiburg seine Defensivreihe und hatte durch Petersen und Waldschmidt gleich zwei gute Chancen auf den Ausgleich.

Mitten in die Freiburger Angriffswellen sorgte Demirbay mit seinem Traumtor für die endgültige Entscheidung: Der 25-Jährige kam aus gut 20 Metern halblinker Position frei zum Abschluss und jagte den Ball mit seinem starken linken Fuß an die Unterkante der Latte, von dort sprang der Ball klar hinter die Torlinie (85.).

Nächstes Derby für Streich-Elf

Die Freiburger, die weiter auf ihren ersten Punktgewinn im neuen Jahr warten, beschließen am kommenden Sonntag (18 Uhr) mit einem Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart den 20. Spieltag. Die TSG empfängt am Samstag (15.30 Uhr) die auswärtsstarke Fortuna Düsseldorf.

Bundesliga, 2018/19, 19. Spieltag
SC Freiburg - TSG Hoffenheim 2:4
SC Freiburg - TSG Hoffenheim 2:4
Bereit

Das Stadion in Freiburg
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

SC Freiburg
Aufstellung:
Schwolow (2,5) - 
P. Stenzel (5)    
Gulde (3) , 
Heintz (4,5) , 
C. Günter (2) - 
Haberer (3,5) , 
R. Koch (4) - 
Gondorf (4,5)    
Frantz (3,5)    
Höler (3)        

Einwechslungen:
65. Waldschmidt für Höler
66. Niederlechner     für P. Stenzel
74. Ravet für Gondorf

Trainer:
Streich
TSG Hoffenheim
Aufstellung:
Baumann (2,5) - 
Kaderabek (4,5) , 
Vogt (4)    
B. Hübner (3,5) , 
N. Schulz (2,5)        
Grillitsch (1,5)    
Demirbay (2)    
Geiger (4,5)    
Kramaric (2)        
Joelinton (2)    
Szalai (4,5)    

Einwechslungen:
64. Posch für Szalai
78. Nad. Amiri für Geiger
89. Brenet für N. Schulz

Trainer:
Nagelsmann

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Joelinton (19., Linksschuss)
1:1
Höler (42., Rechtsschuss, Gulde)
1:2
Kramaric (59., Foulelfmeter, Rechtsschuss, N. Schulz)
1:3
Kramaric (72., Linksschuss, Demirbay)
2:3
Niederlechner (77., Kopfball, C. Günter)
2:4
Demirbay (85., Linksschuss)
Gelbe Karten
Freiburg:
-
Hoffenheim:
N. Schulz
(4. Gelbe Karte)
,
Grillitsch
(4.)

Spieldaten

SC Freiburg       TSG Hoffenheim
Tore 2 : 4 Tore
 
Torschüsse 20 : 16 Torschüsse
 
gespielte Pässe 358 : 503 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 261 : 410 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 97 : 93 Fehlpässe
 
Passquote 73% : 82% Passquote
 
Ballbesitz 43% : 57% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 56% : 44% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 17 : 16 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 15 : 16 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 0 Abseits
 
Ecken 6 : 1 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
26.01.2019 15:30 Uhr
Zuschauer:
23900
Spielnote:  2,5
nach eher mäßigen 30 Minuten entwickelte sich trotz einiger einfacher Fehler eine sehr ereignisreiche und bis zum 2:4 auch spannende Partie.
Chancenverhältnis:
9:10
Eckenverhältnis:
6:1
Schiedsrichterin:
Bibiana Steinhaus (Langenhagen)   Note 3,5
ohne spielentscheidenden Fehler, aber keine klare und konsequente Linie bei der Zweikampfbewertung sowie Kommunikation mit den Spielern.
Spieler des Spiels:
Florian Grillitsch
Herz und Hirn des Hoffenheimer Spiels: Florian Grillitsch tat sich in Durchgang eins als Abfangjäger der SC-Konter hervor und initiierte zahlreiche Angriffe umsichtig und ballsicher.

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