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Werder Bremen

Werder Bremen

1
:
1

Halbzeitstand
0:1
TSG Hoffenheim

TSG Hoffenheim


WERDER BREMEN
TSG HOFFENHEIM
15.
30.
45.








60.
75.
90.










Hoffenheim seit neun Bundesliga-Spielen ungeschlagen

Rashica und Werder verpassen den Sieg - und entkommen der Pleite

Ein Hochgeschwindigkeits-Spiel zwischen Werder Bremen und der TSG Hoffenheim endete trotz zahlreicher Hochkaräter in der Schlussphase 1:1. Bitterer ist das für den SVW, für den der eingewechselte Rashica beste Chancen ausließ - doch um ein Haar hätte Kaderabek alle drei Zähler mit in den Kraichgau genommen. Beide Mannschaften verpassen den Sprung in Richtung internationale Plätze.

So nah und doch so fern: Der eingewechselte Milot Rashica verpasste den Siegtreffer mehrfach.
© imagoZoomansicht

Werder-Coach Florian Kohfeldt änderte seine Anfangsformation nach der 1:2-Niederlage in Dortmund auf drei Positionen: Harnik, Rashica (beide Bank) und Sahin (nicht im Kader) rotierten raus, dafür rückten Möhwald, Osako und Johannes Eggestein rein.

Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann nahm nach dem 0:0 gegen Gladbach dagegen nur eine Änderung vor, Nelson (Bank) wurde von Szalai vertreten.

Werder hatte den Platz als einziges Bundesliga-Team in der laufenden Spielzeit noch nie ohne eigenen Treffer verlassen, in Bundesliga-Partien zwischen Bremen und der TSG waren bislang durchschnittlich dreieinhalb Tore gefallen. So fulminant wie diese Zahlen anmuten, begann das Duell zweier direkter Tabellennachbarn, die in Richtung der internationalen Plätze schielen, auch. Beide Mannschaften spielten konsequent nach vorne, Hoffenheim aus kontrolliertem Ballbesitz heraus, der SVW durch permanent gefährliche Gegenstöße. Nach zwölf Minuten vergab Kramaric aus wenigen Metern den ersten Hochkaräter - Langkamp wurde mehr oder weniger angeschossen. Postwendend klopfte auch Werder erstmals an, Osako visierte halbrechts im Sechzehner das kurze Eck an, traf aber nur das Außennetz (12.).

Rollentausch - TSG kontert Werder aus

Der nächste Konter der Hausherren wurde noch gefährlicher: Johannes Eggestein, von Bicakcic abgegrätscht, machte die Situation noch einmal scharf, in dem er Kruse am zweiten Pfosten bediente - dessen Direktabnahme blockte Adams (16.). Es blieb auch in der Folge ein Schlagabtausch der Offensiven. Den Bann brach die Nagelsmann-Elf, in einer Phase, in der es zu einem spielerischen Rollentausch kam. Die TSG konterte über den pfeilschnellen Schulz, der im Rücken der Abwehr Bittencourt bediente - 1:0 für 1899 (31.). Die Partie genehmigte sich eine kleine Verschnaufpause, ehe Kramaric Pavlenka mit einem Freistoß prüfte (45.+1) - und Gebre Selassies Kopfball-Aufsetzer nur auf der Querlatte landete (45.+2).

Gebre Selassie unbewacht

Direkt nach Wiederbeginn brannte Werder ein wahres Chancenfeuerwerk ab. Gebre Selassie (46.), Osako (47.) und Langkamp (48.) scheiterten noch mehr an sich selbst, Kruse (48., 49.) und abermals Osako näherten sich schon eher an. Nach einem Hoffenheimer Doppelwechsel - die Mehrfachbelastung der letzten Wochen machte sich bemerkbar - schlug der SVW aber doch zu, begünstigt von ersten defensiven Nachlässigkeiten der TSG: Augustinsson brachte eine Flanke an den zweiten Pfosten, der unzulänglich bewachte Gebre Selassie konnte am unkoordiniert herauslaufenden Baumann vorbei zum 1:1-Ausgleich einköpfen (57.). Der Gastgeber war bemüht, umgehend nachzulegen, 1899 bekam Eggestein (60.) und Möhwald (63.) bei ihren Abschlüssen im Strafraum aber noch rechtzeitig gestört.

Wenig später ging der frisch eingewechselte Rashica nach einem Kruse-Steckpass im Gäste-Sechzehner zu Boden, für Schiedsrichter Markus Schmidt war Hübners leichtes Einsteigen aber nicht elfmeterwürdig (64.). In der Folge warf auch Hoffenheim wieder mehr in die offensive Waagschale, die 1899-Akteure kamen nun aber nicht mehr durch. Werder machte fast permanent Alarm, die Offensivspieler verzettelten sich jedoch durch die Bank. Beispiele: Eggestein, der sich - zunächst freistehend - zu viel Zeit ließ (74.) und Rashica, der zwei Haken zu viel schlug und dann drei TSG-Verteidiger vor der Nase hatte (75.).

Kein Hochkaräter landet im Netz

Unglücklich: Milot Rashica schießt diesen Hochkaräter über den Querbalken.
© imagoZoomansicht

Kurz vor Schluss ging der Wahnsinn aber erst so richtig los: Tragischste Figur war Rashica, der an eine abgefälschte Hereingabe gelangte, aus elf Metern aber das fast leere Tor verfehlte (89.). Anschließend konnte er freistehend Baumann nicht überwinden, den Nachschuss vergab diesmal Möhwald (90.+2). Nachdem auch Kainz' Distanzschuss nur Zentimeter über den Querbalken gezischt war (90.+3), hatten hadernde Werderaner sogar noch Glück, dass der völlig allein gelassene Kaderabek nach einem Diagonalpass mit seinem Kopfball aus fünf Metern auf ganzer Linie scheiterte (90.+4).

Die Bremer bleiben Neunter, halten auch punktemäßig Kontakt zu den internationalen Rängen - die TSG rutscht dagegen vorübergehend aus diesen heraus. Werder gastiert am Samstag (15.30 Uhr) bei RasenBallsport Leipzig. Hoffenheim schließt die Hinrunde am Sonntag (18 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Mainz 05 ab.

Bundesliga, 2018/19, 16. Spieltag
Werder Bremen - TSG Hoffenheim 1:1
Werder Bremen - TSG Hoffenheim 1:1
Gute Laune

Vor dem Heimspiel gegen Hoffenheim positiv gestimmt: Werder-Trainer Florian Kohfeldt.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Werder Bremen
Aufstellung:
Pavlenka (2,5) - 
Gebre Selassie (3)    
Langkamp (4) , 
Moisander (3) , 
Augustinsson (2) - 
M. Eggestein (2,5) - 
Möhwald (3) , 
Klaassen (4)    
Osako (3,5)    
J. Eggestein (3,5)    
M. Kruse (2,5)    

Einwechslungen:
64. Rashica für Klaassen
78. Kainz für J. Eggestein
86. Pizarro für Osako

Trainer:
Kohfeldt
TSG Hoffenheim
Aufstellung:
Baumann (2)    
K. Adams (3,5) , 
Posch (3) , 
Bicakcic (3)    
Kaderabek (3) , 
Demirbay (3) , 
Bittencourt (2,5)        
N. Schulz (3)    
Kramaric (3,5) - 
Joelinton (4) , 
Szalai (4,5)    

Einwechslungen:
53. B. Hübner (4) für Bicakcic
53. Grillitsch (3,5) für Bittencourt
66. Nelson für Szalai

Trainer:
Nagelsmann

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Bittencourt (31., Rechtsschuss, N. Schulz)
1:1
Gebre Selassie (57., Kopfball, Augustinsson)
Gelbe Karten
Bremen:
-
Hoffenheim:
N. Schulz
(3. Gelbe Karte)

Spieldaten

Werder Bremen       TSG Hoffenheim
Tore 1 : 1 Tore
 
Torschüsse 26 : 14 Torschüsse
 
gespielte Pässe 512 : 481 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 391 : 369 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 121 : 112 Fehlpässe
 
Passquote 76% : 77% Passquote
 
Ballbesitz 51% : 49% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 44% : 56% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 7 : 13 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 13 : 7 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 3 Abseits
 
Ecken 6 : 3 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
19.12.2018 20:30 Uhr
Zuschauer:
40003
Spielnote:  2
eine temporeiche Partie mit zwei verschiedenen Halbzeiten, in denen erst die Gäste und dann die Gastgeber den Ton angaben.
Chancenverhältnis:
9:6
Eckenverhältnis:
6:3
Schiedsrichter:
Markus Schmidt (Stuttgart)   Note 2
ein unaufgeregter Spielleiter, der in allen wichtigen Entscheidungen richtig lag.
Spieler des Spiels:
Ludwig Augustinsson
Unermüdlich auf links unterwegs, sorgte Ludwig Augustinsson für starke Vorstöße und starke Flanken – eine davon führte zum Bremer Ausgleich durch Gebre Selassie.

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