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SC Freiburg

SC Freiburg

1
:
1

Halbzeitstand
1:0
Werder Bremen

Werder Bremen


SC FREIBURG
WERDER BREMEN
15.
30.
45.



60.
75.
90.










Günter zieht mit Iashvilli gleich - Johannes Eggesteins Premiere

Höler als tragische Figur - Werder schlägt spät zu

Werder Bremen hat nach drei Niederlagen in Folge mal wieder einen Punkt geholt - in Freiburg rannten die Hanseaten dabei lange Zeit einem Rückstand hinterher, hatten am Ende aber das nötige Quäntchen Glück: Freiburg nutzte seine Chancen nicht - und kassierte in der Nachspielzeit das 1000. Bundesliga-Gegentor der Klubgeschichte.

Chance vergeben: Davy Klaassen (r.) vergibt in der 33. Minute eine gute Chance.
Chance vergeben: Davy Klaassen (r.) vergibt in der 33. Minute eine gute Chance.
© imagoZoomansicht

Freiburgs Trainer Christian Streich musste nach dem 1:3 gegen Mainz auf Höfler (Innenbandriss im Knie) verzichten und beorderte zudem Frantz sowie Kleindienst auf die Bank. Gondorf, Terrazzino und Höler waren neu dabei, während Günter sein 147. Bundesligaspiel für Freiburg bestritt und damit nach Einsätzen mit den Klub-Legenden Alexander Iashvili und Ralf Kohl gleichzog. Nur fünf Spieler liegen in dieser Liste nun vor ihm: Den Rekord hält Andreas Zeyer mit 236 Partien, dahinter folgen Julian Schuster (185), Richard Golz (180), Boubacar Diarra (153) und Stefan Müller (151).

Werder Bremens Coach Florian Kohfeldt musste im Vergleich zum 1:3 gegen Gladbach einen Tausch vornehmen: Bargfrede fiel aufgrund von Achillessehnenproblemen aus und wurde von Johannes Eggestein vertreten. Der 20-Jährige stand damit in der Bundesliga zum ersten Mal überhaupt in der Startelf.

Sport-Club setzt auf Fernschüsse - Bremen wird aktiver

Die Partie brauchte eine Weile, um auf Touren zu kommen. Doch dann wurde den Zuschauern durchaus ansprechender Fußball geboten. Freiburg hatte die Initiative und rannte immer wieder an. Die Breisgauer fanden die Lücken in der aufmerksamen Deckung der Hanseaten aber nicht und griffen auch deshalb immer wieder auf das Mittel "Fernschüsse" zurück - Waldschmidt (11.) verzog knapp, Stenzel (17.) und Gondorf (21.) scheiterten an SVW-Keeper Pavlenka.

In der 21. Minute stockte dann jedem, der es mit Freiburg hält, wohl ein wenig der Atem, als Schlussmann Schwolow der Ball zu weit vom Fuß sprang und Harnik auf einmal die ganze dicke Chance hatte. Der Österreicher schoss aber aus kurzer Entfernung nur Schwolow an, sodass es beim 0:0 blieb. Es sollte nicht die einzige gute Gelegenheit der Gäste bleiben. Werder, das anfangs sehr passiv agierte und primär darauf bedacht war, hinten nichts zuzulassen, wurde nach einer knappen halben Stunde aktiver und kam prompt zu Chancen: Nachdem Schwolow einen Klaassen-Distanzhammer zur Seite abgewehrt hatte, schoss Harnik aus spitzem Winkel knapp links vorbei (31.), ehe Klaassen nur zwei Minuten später völlig freistehend aus sechs Metern zu unplatziert aufs Tor köpfte.

Videobeweis kommt zum Einsatz - zu Moisanders Leidwesen

Umjubelt: Freiburgs Elfmeterschütze Luca Waldschmidt (r.).
Umjubelt: Freiburgs Elfmeterschütze Luca Waldschmidt (r.).
© imagoZoomansicht

Bremen hatte Oberwasser und war der Führung in dieser Phase näher, doch dann hatte Moisander bei Waldschmidts Schuss den Arm im eigenen Sechzehner zu weit draußen. Zum Leidwesen des Finnen sprang ihm der Ball an die Hand. Schiedsrichter Bastian Dankert ließ zunächst zum Unmut der Gastgeber weiterspielen, revidierte seine Entscheidung aber nach Ansicht der TV-Bilder. Waldschmidt packte die Chance beim Schopf und brachte seine Farben mit einem satten wie platzierten Elfmeter in den rechten Winkel in Führung (42.). Mit dem 1:0 ging es in die Pause, auch weil Schwolow in der Nachspielzeit einen satten Klaassen-Schuss parierte (45.+2).

Durchgang zwei begann recht flott: Johannes Eggestein gab aus der Distanz eine erste Duftmarke ab (47.), ehe auf der Gegenseite Pavlenka gleich zweimal exzellent parierte - zuerst gegen Waldschmidt (50.), dann gegen Gondorf (59.). Danach verflachte die Partie jedoch zusehends. Der Sport-Club war mehr und mehr darauf bedacht, den knappen Vorsprung zu halten, während Werder offensiv die Ideen fehlten. Die Hanseaten agierten zu statisch, hatten gerade im letzten Drittel zu wenig Bewegung und machten es den Gastgeber so auch recht leicht.

In der Schlussphase nahm die Partie dann jedoch wieder Fahrt auf - und das so richtig: Zuerst scheiterte der eingewechselte Osako per Kopf an Schwolow (82.), danach machte Höler eine unglückliche Figur: Der 24-Jährige scheiterte zuerst an Pavlenka (85.), traf danach den Pfosten (87.) und legte nach einer Kruse-Ecke im Fünf-Meter-Raum in der Nachspielzeit auch noch unglücklich für Augustinsson auf. Der Schwede bedankte sich und markierte den 1:1-Ausgleich (90.+2).

Freiburg ist am kommenden Samstag (15.30) in Dortmund gefordert, Bremen empfängt zur gleichen Zeit den FC Bayern.

Bundesliga, 2018/19, 12. Spieltag
SC Freiburg - Werder Bremen 1:1
SC Freiburg - Werder Bremen 1:1
Begrüßung

Freiburgs Coach Christian Streich (r.) begrüßt Gäste-Coach Florian Kohfeldt.
© imago

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

SC Freiburg
Aufstellung:
Schwolow (2) - 
Gulde (3) , 
R. Koch (2,5) , 
Heintz (3) - 
P. Stenzel (2,5) , 
Haberer (3) , 
Gondorf (3,5)    
C. Günter (3)    
Terrazzino (4,5)    
Höler (5) , 
Waldschmidt (2)        

Einwechslungen:
68. Petersen für Terrazzino
80. Frantz für Gondorf
89. P. Kammerbauer für Waldschmidt

Trainer:
Streich
Werder Bremen
Aufstellung:
Pavlenka (1,5) - 
Gebre Selassie (3,5) , 
Veljkovic (3) , 
Moisander (4)    
Augustinsson (2,5)    
Sahin (5)        
J. Eggestein (3)    
Klaassen (4) - 
M. Kruse (4)    
Harnik (4)    

Einwechslungen:
63. Osako für Harnik
63. Rashica für Sahin
77. Pizarro für J. Eggestein

Trainer:
Kohfeldt

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Waldschmidt (42., Handelfmeter, Linksschuss)
1:1
Augustinsson (90. + 2, Linksschuss)
Gelbe Karten
Freiburg:
-
Bremen:
Moisander
(2. Gelbe Karte)
,
Sahin
(3.)

Spieldaten

SC Freiburg       Werder Bremen
Tore 1 : 1 Tore
 
Torschüsse 23 : 19 Torschüsse
 
gespielte Pässe 450 : 521 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 358 : 423 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 92 : 98 Fehlpässe
 
Passquote 80% : 81% Passquote
 
Ballbesitz 47% : 53% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 63% : 37% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 7 : 11 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 9 : 6 Gefoult worden
 
Abseits 3 : 1 Abseits
 
Ecken 5 : 3 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
25.11.2018 15:30 Uhr
Zuschauer:
24000 (ausverkauft)
Spielnote:  2
abwechslungsreiche, spannende Partie mit vielen Chancen auf beiden Seiten, aber eben auch mit leichten spielerischen Mängeln.
Chancenverhältnis:
10:8
Eckenverhältnis:
5:3
Schiedsrichter:
Bastian Dankert (Rostock)   Note 2
unauffälliger und sicherer Leiter; korrekt, nach Videobeweis beim Handspiel von Moisander auf Elfmeter zu entscheiden.
Spieler des Spiels:
Jiri Pavlenka
Mitspieler Ludwig Augustinsson nannte ihn „unseren Superman“ – zu Recht. Keeper JIRI PAVLENKA ermöglichte Werder Bremens späten Ausgleich mit mehreren starken Paraden erst.

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