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Borussia Dortmund

Borussia Dortmund

3
:
2

Halbzeitstand
0:1
Bayern München

Bayern München


BORUSSIA DORTMUND
BAYERN MÜNCHEN
15.
30.
45.




60.
75.
90.
















Borussia Dortmund baut Vorsprung auf Bayern München weiter aus

Furioser BVB! Nach Lewandowski-Doppelpack drehen Reus & Co. auf

Das 99. Bundesliga-Aufeinandertreffen zwischen Borussia Dortmund und Bayern München hielt, was es versprach. Beide deutsche Aushängeschilder lieferten sich einen höchst intensiven, immens spannenden und tor- wie chancenreichen Kampf - mit dem besseren Ende für den BVB, der sich nach zwei Lewandowski-Gegentoren richtig stark präsentierte und letztlich ein 3:2 einfuhr.

Marco Reus
Die Ohren gespitzt: BVB-Kapitän Marco Reus & Co. ließen den Signal-Iduna-Park beben.
© picture allianceZoomansicht

Dortmunds Trainer Lucien Favre fuhr im Vergleich zum 0:2 bei Atletico Madrid in der Champions League, der zugleich ersten Niederlage im 16. Pflichtspiel in dieser Saison, mit ganzen fünf personellen Wechseln auf: Torwart Hitz, Zagadou, Weigl, Bruun Larsen und Götze rückten für den nicht rechtzeitig fit gewordenen Keeper Bürki (Oberschenkelprobleme), Toprak, Delaney, Pulisic und Paco Alcacer (allesamt auf der Bank) in die Startelf.

Bayern-Coach Niko Kovac beließ es indes gegenüber dem 2:0 gegen AEK Athen in der Königsklasse bei exakt derselben Elf. Das bedeutete auch: Aus einer Rückkehr von Robben (Knieblockade) wurde nichts, der Niederländer fehlte gänzlich.

Dominante Bayern und konternde Dortmunder

Also mussten Lewandowski, Gnabry oder auch Ribery für offensive Akzente sorgen - und das Dreigestirn lieferte ab. Denn vom Anpfiff weg schob der Rekordmeister in dieser äußerst intensiven wie emotionsgeladenen Partie kraftvoll an, setzte die BVB-Hintermannschaft massiv unter Druck und suchte den Weg zum Tor. Das alles führte auch direkt zu ersten Torchancen: Lewandowski (2.), Ribery (17.), Gnabry (18.), erneut Lewandowski (23.) und erneut Ribery (24.) verpassten allerdings das 1:0.

Dortmund indes stand weitestgehend tief, gab den Ball immer wieder zu schnell her - und auch Konterchancen gab es nicht zuhauf. Und dennoch sprangen zwischenzeitlich zwei große Möglichkeiten heraus: Götze spielte dabei zunächst eine Fünf-gegen-zwei-Situation zu schlecht aus (6.), ehe Reus nach einem zu behäbigen Abwehrverhalten von Hummels frei durch war, auf Neuer zueilte und mit einem zu schwachen Flachschuss an seinem Nationalmannschaftskollegen scheiterte (10.).

Robert Lewandowski (rechts)
Hände hoch und Zeit zum Feiern: Vorlagengeber Serge Gnabry klatscht mit 1:0-Schütze Robert Lewandowski ab.
© picture alliance

Gnabry butterzart, Lewandowski humorlos

Insgesamt war aber einfach der FC Bayern in dieser ersten Halbzeit überlegen - und belohnte sich schließlich mit dem verdienten 1:0: Kimmich fand mit Übersicht Gnabry rechts am Strafraum, der Flügelangreifer flankte perfekt ins Zentrum zum freistehenden Lewandowski - und der Pole nickte locker ein (26.). Wenig später hätte zudem der agile Ribery nach einem tollen Solo fast das 2:0 nachgelegt, Torwart Hitz stand dem Franzosen aber im Weg (33.). Letztlich blieb es beim 1:0 nach 45 Minuten, weil sich die Schwarz-Gelben gegen fortan etwas defensiver stehende Münchner nichts mehr erarbeiten konnten.

Antwort Dortmund, Gegen-Antwort Bayern

Nach dem Seitenwechsel kam indes Dortmund auf und setzte die Hintermannschaft aus München mächtig unter Druck - was direkt zu einem Foulelfmeter führte: Nach starkem Zuspiel von Sancho legte sich Reus die Kugel clever an Neuer vorbei, spürte den Kontakt und fiel. Reus selbst lief an, verlud Neuer und traf halbrechts halbhoch zum 1:1 (49.). Lange hielt die Führung aber nicht. Warum? Weil der FC Bayern mit einer starken Kombination prompt zum 2:1 kam: Über rechts ging's los, Gnabry legte schlussendlich mit der Hacke für den nicht im Abseits stehenden Kimmich ab - und die Flanke des Außenverteidigers fand den vor dem Tor lauernden Lewandowski. Es brauchte nur noch eingeköpft werden - und der Doppelpack für den Polen war eingetütet (52.).

Ruck durchs Team: Reus & Co. geben Gas!

Axel Witsel, Jacob Bruun Larsen und Marco Reus
Spiel gedreht, Sieg eingefahren und gejubelt: Axel Witsel, Jacob Bruun Larsen und Marco Reus.
© imago

Das urplötzliche 1:2 verlieh Dortmund allerdings mächtig Auftrieb, denn auf einmal überrollte ein spritziger BVB eine etwas zu passive Bayern-Defensive reihenweise. Und obwohl Reus (59., starke Kimmich-Rettung) und Joker Paco Alcacer (62.) zunächst zwei hundertprozentige Chancen aufs 2:2 liegen ließen, kamen die von immens lautstarken BVB-Fans angetriebenen Favre-Schützlinge zum verdienten 2:2. Witsel baute hierbei zunächst über Dahoud auf, ehe das Zuspiel auf den rechten Flügel zu Piszczek folgte. Der Pole flankte präzise ins Zentrum, wo Reus den Volley riskierte und diesen perfekt links unten ins Eck schoss (67.). Doch damit nicht genug: Nach feiner Hacken-Vorlage von Reus fand Witsel mit einem Steilpass auch noch Paco Alcacer, der freistehend vor Neuer auftauchte, lässig abwartete und mit einem Chip zum 3:2 vollendete (73.).

Schwarz-Gelb distanziert den amtierenden Meister

Nun war also wieder der in den ersten 45 Minuten überlegene FC Bayern gefragt - allerdings kam nicht mehr allzu viel von der Kovac-Elf. Eine unfreiwillige Reus-Freistoßverlängerung (77.), Ribery mit etlichen Flankenversuchen, ein Neuer-Kopfball in der Nachspielzeit (90.+5) und ein spätes Abseitstor von Lewandowski (90.+5) waren nur noch wenige Anzeichen in Richtung 3:3.

Dortmund, das mit diesem furiosen 3:2 in einem starken Topspiel den Gast aus München auf nunmehr sieben Punkte distanziert hat, gastiert nach der Länderspielpause am Samstag beim FSV Mainz (15.30 Uhr). Der FC Bayern empfängt dann gleichzeitig Fortuna Düsseldorf.

Bundesliga, 2018/19, 11. Spieltag
Borussia Dortmund - Bayern München 3:2
Borussia Dortmund - Bayern München 3:2
Im Gespräch

Sebastian Kehl und Hasan Salihamidzic vor der Partie.
© picture alliance

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Borussia Dortmund
Aufstellung:
Hitz (3)    
Piszczek (2,5) , 
Akanji (2,5)    
Zagadou (2,5) , 
Hakimi (3) - 
Weigl (5)        
Witsel (2) - 
Sancho (2) , 
Reus (1)            
Bruun Larsen (4)    
M. Götze (4)    

Einwechslungen:
46. Dahoud (2) für Weigl
59. Paco Alcacer (2)     für M. Götze
82. Delaney für Bruun Larsen

Trainer:
Favre
Bayern München
Aufstellung:
Neuer (4)    
Kimmich (2) , 
J. Boateng (3) , 
Hummels (5)    
Alaba (3) - 
Goretzka (4) - 
Gnabry (3)    
T. Müller (3)    
F. Ribery (3)    
Lewandowski (2)        

Einwechslungen:
65. Süle     für Hummels
74. Renato Sanches für Gnabry
82. Wagner     für T. Müller

Trainer:
Kovac

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Lewandowski (26., Kopfball, Gnabry)
1:1
Reus (49., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Reus)
1:2
Lewandowski (52., Kopfball, Kimmich)
2:2
Reus (67., Rechtsschuss, Piszczek)
3:2
Paco Alcacer (73., Rechtsschuss, Witsel)
Gelbe Karten
Dortmund:
Weigl
(1. Gelbe Karte)
,
Akanji
(1.)
,
Hitz
(1.)
Bayern:
F. Ribery
(2. Gelbe Karte)
,
Süle
(1.)
,
Wagner
(2.)

Spieldaten

Borussia Dortmund       Bayern München
Tore 3 : 2 Tore
 
Torschüsse 11 : 10 Torschüsse
 
gespielte Pässe 465 : 602 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 374 : 509 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 91 : 93 Fehlpässe
 
Passquote 80% : 85% Passquote
 
Ballbesitz 43% : 57% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 62% : 38% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 4 : 8 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 8 : 4 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 5 Abseits
 
Ecken 0 : 6 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
10.11.2018 18:30 Uhr
Zuschauer:
81365 (ausverkauft)
Spielnote:  1
ein Spitzenspiel, das seinen Namen mehr als verdiente. Es war beste Werbung für den Fußball, die beide Teams auf hohem Niveau darboten. Tempo, Finesse, Spannung - all das besaß die berauschende Partie im Überfluss.
Chancenverhältnis:
7:3
Eckenverhältnis:
0:6
Schiedsrichter:
Manuel Gräfe (Berlin)   Note 1
lag bei allen kniffligen Entscheidungen richtig, weil die Abstimmung zwischen dem Schiedsrichter und seinen Assistenten perfekt funktionierte. Die Leistung des zu jeder Zeit souverän agierenden Gräfes war eines Topspiels würdig.
Spieler des Spiels:
Marco Reus
Er war doppelter Torschütze, Kopf seiner Elf und Einpeitscher der Massen: Marco Reus brillierte in jeder Beziehung – vom allzu üppigen Umgang mit seinen Chancen mal abgesehen.

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