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Hertha BSC

Hertha BSC

0
:
3

Halbzeitstand
0:1
RB Leipzig

RB Leipzig


HERTHA BSC
RB LEIPZIG
15.
30.
45.




60.
75.
90.









Hertha BSC verliert verdient - und lässt viele 1:1-Chancen liegen

Berlin kriegt RB-Doppelpacker Werner nicht gebremst

Werner, Werner und ein Traumtor von Matheus Cunha setzten der Berliner Hertha im Topspiel des 10. Spieltags gehörig zu und führten letztlich zu einem verdienten 3:0-Erfolg von RB Leipzig. Bitter vor allem aus Sicht der Hauptstädter, dass die beiden Leistungsträger Kalou und Kapitän Ibisevic zwischenzeitlich viele Chancen aufs 1:1 hatten liegen lassen.

Timo Werner (links) und Matheus Cunha
Die beiden RB-Matchwinner in Berlin: Doppelpacker Timo Werner und Matheus Cunha.
© imagoZoomansicht

Hertha-Coach Pal Dardai, der mit seinem Team zuletzt drei Bundesliga-Unentschieden in Folge erreicht hatte (in Mainz, gegen Freiburg und in Dortmund), nahm im Vergleich zum erfolgreichen 2:0-Pokalsieg bei Zweitligist Darmstadt drei Veränderungen vor: Lustenberger, Mittelstädt und Kapitän Ibisevic durften von Beginn an ran, während Darida, Dilrosun und Selke auf die Bank rutschten.

Leipzigs Trainer Ralf Rangnick schmiss derweil gegenüber dem 2:0 im DFB-Pokal gegen die TSG 1899 Hoffenheim die Rotationsmaschine noch mehr an und wechselte stolze sechsmal: Ilsanker, Upamecano, Halstenberg, Klostermann, Poulsen (allesamt auf der Bank) und Augustin (Adduktorenprobleme) mussten weichen für Mukiele, Kapitän Orban, Saracchi, Bruma, Matheus Cunha und Werner. Passen musste indes auch Forsberg (Leistenprobleme).

Werner krönt frühe RB-Drangphase

Kurios auch, dass Matheus Cunha nach fünf Joker-Einsätzen erstmals in der Bundesliga von Beginn an ran durfte - und der 19-jährige Brasilianer zuvor in dieser Saison in allen (!) neun internationalen Spielen der Sachsen von Beginn an spielte und dabei fünf Tore erzielte. Von dem Angreifer und seinen Kollegen Werner oder Bruma war zu Spielbeginn auch direkt richtig viel zu sehen: Mit forschem Pressing, schnellem Umschalten nach Balleroberungen sowie dem zügigen Suchen des Torabschlusses erwischten die Sachsen die Alte Dame auf dem falschen Fuß.

Nach einer starken Parade von Hertha-Torwart Jarstein nach einem Werner-Flachschuss (1.) und einem Sabitzer-Abschluss (3.) folgte mit dem zeitigen 1:0 auch der gerechte Lohn für RB: Nach einer Flanke rechts in den Fünfmeterraum stieg zunächst Orban hoch und brachte die Kugel links vors Tor. Dort prüfte zunächst Berlins Mittelstädt mit einem unfreiwilligen Kopfball aufs eigene Tor seinen Torwart Jarstein, der mit den Armen und dem Kopf parierte. Werner aber setzte nach und drückte den Ball aus kurzer Distanz mit dem rechten Knie über die Linie (7.).

Kalou, Kalou, Ibisevic, Ibisevic

Zwar verbuchten die Sachsen auch im Anschluss dank spielerischer Überlegenheit Möglichkeiten durch Matheus Cunha (19.) oder Werner (28.), allerdings kam nun auch Berlin immer besser zurecht. Auch nach vorne generierten die Hauptstädter starke Ideen - und hätten sich vor der Pause mit dem 1:1 belohnen müssen: Aus bester Lage vergab zunächst Kalou (9.), der Ivorer nickte wenige Meter vor dem RB-Gehäuse rechts vorbei (21.), der überraschte Ibisevic agierte links vor dem Tor zu hastig (41.) und erneut Ibisevic traf aus spitzem Winkel und nach feiner Kalou-Vorlage die falsche Entscheidung - schoss Schlussmann Gulacsi an (44.).

Werner legt nach

Wenngleich die Gastgeber im zweiten Abschnitt von Beginn an Pressing zeigen wollten, änderte das nichts daran, dass RB erneut wie zum Auftakt dominierte. Gerade über die pfeilschnellen Bruma und Werner wurde es prompt mehrere Male gefährlich. Während der deutsche Nationalspieler dabei zweimal höchst aussichtsreich an Hertha-Torwart Jarstein verzweifelte (48. und 51.), machte er es in Minute 53 besser: Nach feinem Bruma-Zuspiel spitzelte Werner, der in den ersten 45 Minuten eine Zehenprellung davongetragen und deswegen unter leichten Schmerzten weitergespielt hatte, den Ball hier gekonnt ins linke untere Eck - 2:0.

Salomon Kalou (Mitte)
Nichts zu holen: Salomon Kalou (Mitte) und Hertha BSC ging gegen RBL leer aus.
© imago

Schlenzer von Matheus Cunha

Doch damit nicht genug: Ein kreativ aufgelegter Matheus Cunha zauberte nach einer weiteren vergebenen Großchance von Werner (74.) noch einmal auf, ließ Gegenspieler Maier lässig stehen und zirkelte die Kugel links oben in den Knick. Das erste Bundesliga-Tor für den Brasilianer in dessen erstem Bundesliga-Spiel von Anfang an (75.). In der Folge musste sich ein im zweiten Durchgang schwaches Berlin gar noch bedanken, dass die Sachsen weitere Möglichkeiten nicht noch zu einem 4:0 oder 5:0 nutzten.

Hertha BSC, das mit diesem 0:3 nun seit vier Ligaspielen nicht mehr gewonnen hat und im Tableau etwas abgerutscht ist, gastiert am Samstag (15.30 Uhr) in Düsseldorf. Ein seit zehn Pflichtspielen ungeschlagenes Leipzig, das zudem in der Spitzengruppe der Bundesliga rangiert, hat in der Europa League zunächst die Reise nach Schottland zu Celtic Glasgow vor der Brust (Donnerstag, 21 Uhr), ehe Leverkusen am Sonntag (15.30 Uhr) folgt.

Bundesliga, 2018/19, 10. Spieltag
Hertha BSC - RB Leipzig 0:3
Hertha BSC - RB Leipzig 0:3
Lächelnd

RB-Coach Ralf Rangnick vor der Partie.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hertha BSC
Aufstellung:
Jarstein (1,5) - 
Stark (4,5) , 
Lustenberger (4,5) , 
Rekik (5) - 
Lazaro (4) , 
Duda (4,5) , 
Maier (4,5) , 
Plattenhardt (5)    
Kalou (4,5)    
Mittelstädt (4) - 
Ibisevic (4)            

Einwechslungen:
59. Selke (4,5) für Ibisevic
59. Dilrosun (4) für Plattenhardt
67. Leckie     für Kalou

Trainer:
Dardai
RB Leipzig
Aufstellung:
Gulacsi (2) - 
Mukiele (4,5)    
Konaté (4) , 
Orban (2,5)    
Saracchi (3) - 
Demme (3) - 
Sabitzer (2,5)    
Kampl (3,5)    
Bruma (2,5) - 
Matheus Cunha (2)    
Ti. Werner (1,5)            

Einwechslungen:
46. Klostermann (2,5) für Mukiele
78. Y. Poulsen für Ti. Werner
83. Laimer für Kampl

Trainer:
Rangnick

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Ti. Werner (7., Rechtsschuss)
0:2
Ti. Werner (53., Rechtsschuss, Bruma)
0:3
Matheus Cunha (75., Linksschuss)
Gelbe Karten
Hertha:
Ibisevic
(3. Gelbe Karte)
,
Leckie
(1.)
Leipzig:
Sabitzer
(4. Gelbe Karte)

Spieldaten

Hertha BSC       RB Leipzig
Tore 0 : 3 Tore
 
Torschüsse 13 : 23 Torschüsse
 
gespielte Pässe 446 : 487 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 338 : 381 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 108 : 106 Fehlpässe
 
Passquote 76% : 78% Passquote
 
Ballbesitz 48% : 52% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 52% : 48% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 6 : 15 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 12 : 6 Gefoult worden
 
Abseits 4 : 2 Abseits
 
Ecken 3 : 7 Ecken
 
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Pl. Torhüter Sp. Weisse Westen
1.
Gulacsi, Peter
Gulacsi, Peter
RB Leipzig
11
6x
 
2.
Bürki, Roman
Bürki, Roman
Borussia Dortmund
10
4x
 
3.
Sommer, Yann
Sommer, Yann
Bor. Mönchengladbach
11
4x
 
4.
Jarstein, Rune
Jarstein, Rune
Hertha BSC
10
3x
 
5.
Bredlow, Fabian
Bredlow, Fabian
1. FC Nürnberg
7
2x
+ 9 weitere
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Spielinfo

Anstoß:
03.11.2018 18:30 Uhr
Zuschauer:
50382
Spielnote:  2,5
unterhaltsame Partie mit vielen Chancen, aber fußballerisch nicht auf dem höchsten Niveau, das galt insbesondere für die erste Halbzeit.
Chancenverhältnis:
7:10
Eckenverhältnis:
3:7
Schiedsrichter:
Deniz Aytekin (Oberasbach)   Note 2
die Gelbe Karte für Ibisevic nach Foul an Konaté war zu hart (38.). Ansonsten eine souveräne Spielleitung.
Spieler des Spiels:
Timo Werner
Er ließ zwar die eine oder andere Großchance liegen, mit seinen Treffern zum 1:0 und zum 2:0 ebnete der sehr spielfreudige Timo Werner den Leipzigern aber den Weg zum Sieg.

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