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Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt

2
:
2

Halbzeitstand
0:1
Borussia Dortmund

Borussia Dortmund


EINTRACHT FRANKFURT
BORUSSIA DORTMUND
15.
30.
45.











60.
75.
90.













Chancenfestival: Frankfurt und Dortmund trennen sich 2:2

Wolf hat das letzte Wort - Hasebe heldenhaft

Auch ein zwischenzeitlicher Zwei-Tore-Vorsprung genügt Borussia Dortmund nicht, um bei Eintracht Frankfurt seine Schwächephase (drei Spiele ohne Sieg) zu beenden. Bei den Hessen kam der BVB nur zu einem 2:2. In Frankfurt lieferten sich die Kontrahenten ein echtes Chancenfestival mit etliche Möglichkeiten auf beiden Seiten - die letzte entschärfte Hasebe heldenhaft auf der Linie.

Keinen Sieger gab es im Duell zwischen Frankfurt und Dortmund.
© imagoZoomansicht

Frankfurts Trainer Niko Kovac genügte im Vergleich zum 2:1-Sieg in Hannover ein personeller Wechsel: Willems ersetzte Tawatha (Bank).

Auf der anderen Seite wirbelte Dortmunds Coach Peter Bosz seine Startelf gegenüber dem 1:1 gegen APOEL Nikosia in der Champions League kräftig durcheinander: Subotic (erster BVB-Einsatz seit März 2016), Toljan, Sahin, Castro und Philipp durften für Sokratis (Rotsperre), Schmelzer (nicht im Kader), Toprak (Zerrung im Oberschenkel), Kagawa und Yarmolenko (beide Bank) ran.

Von der ersten Minute an lieferten sich die Kontrahenten eine intensive Partie, die sich eher durch kernige Zweikämpfe als spielerische Glanzpunkte auszeichnete. Wenn der Ball in der Anfangsphase in der gefährlichen Zone auftauchte, dann hatte stets ein Dortmunder Offensivmann seine Füße im Spiel. Philipp brachte sich zweimal in Abschlussposition (6., 11.), traf aber jeweils einen Gegenspieler statt das SGE-Tor.

Bartra auf Sahin - so einfach kann's gehen

Eine gute Viertelstunde brauchten die Hessen, um zu erkennen, dass die neuformierte BVB-Abwehr mit Weigl und Subotic in der Innenverteidiger alles andere als unverwundbar war. Vor allem Rebic beschäftigte die Defensive der Westfalen, einen heißen Zweikampf mit Bartra nahe der Strafraumkante ließ Referee Robert Hartmann laufen (18.). Offensichtlich ärgerte sich die Frankfurter Mannschaft noch über den ausgebliebenen Pfiff, in der Gegenbewegung fand die SGE nämlich keinen Zugriff. Bartra marschierte unbedrängt rechts nach vorne, flankte flach in das Sturmzentrum auf Sahin - der türkische Nationalspieler war einen Schritt schneller als Hasebe und musste aus sieben Metern nur noch einschieben (19.).

Nach dem Gegentreffer musste sich Frankfurt kurz schütteln, ehe die Kovac-Schützlinge den Schalter endgültig umlegten und Dortmunds Abwehr vor gewaltige Probleme stellte: Wolf scheiterte freistehend per Heber an Bürki (31.), Rebic versprang der Ball in einer aussichtsreichen Position (33.) und Haller zielte bei einem Drehschuss nicht genau genug (34.). Nachdem sich Chandler ohne Einwirkung eines Gegenspielers am Knie verletzt hatte und ausgewechselt wurde (37., Salcedo kam), ließen die Hessen einige weitere vielversprechende Kontergelegenheiten leichtfertig liegen.

Philipp erhöht

Mit Wiederbeginn klappten die Teams ihre Visiere komplett hoch - was folgte, war eine wilde Phase mit Vollgasfußball. Die Torchancen gehörten vor allem den Gästen: Innerhalb von zehn Minuten fehlten gleich drei Dortmundern Zentimeter, dazu ließ Aubameyang gleich zweimal das 2:0 liegen. Einmal geriet der Gabuner in Rücklage (51.), beim anderen Mal fand er im Eins-gegen-eins in Hradecky seinen Meister (53.). Zig Hochkaräter ließ der BVB liegen, bis Philipp beim Chancen-Festival genug hatte. Götze legte nach einem Ballgewinn im Mittelfeld für Philipp auf, der noch ein paar Meter ging und dann mit dem linken Fuß aus 15 Metern präzise nach rechts vollstreckte (57.).

Frankfurts doppelte Antwort

Damit nahm der ehemalige Freiburger allerdings keineswegs Druck vom Kessel - im Gegenteil: Die Eintracht antwortete mit wütenden Angriffen - und dem schnellen Anschluss. Bürki streckte Rebic links im Strafraum zu Boden, Haller verwandelte den fälligen Elfmeter eiskalt nach rechts oben (64.). Frankfurt war heiß gelaufen, während die Borussia einfach nicht in die Ordnung fand. Beispiel gefällig? Gacinovic fand die Lücke in der Innenverteidigung, Wolf stieß hinein und versenkte frei vor Bürki in die linke Ecke. Und schon stand es 2:2 (68.).

Das war es in Frankfurt noch lange nicht, die SGE hatte Oberwasser und drängte auf das dritte Tor. Gacinovics Kopfball geriet zu zentral (71.), Hallers Volleyschuss parierte Bürki stark (78.). Die Spannung blieb bis zum Ende groß, besonders für die SGE wurde es noch einmal brenzlig. Erst prüfte Debütant Sancho Hradecky, von wo der Ball zu Sahin gelangte. Aus acht Metern zog der türkische Nationalspieler ab - Hasebe klärte heldenhaft auf der Linie (90.). Dann war Schluss.

Frankfurt ist am kommenden Dienstagabend (20:45 Uhr) in der zweiten Pokalrunde beim Viertligisten 1. FC Schweinfurt gefordert. Dortmund tritt zur gleichen Zeit beim Drittligisten 1. FC Magdeburg an.

1. Bundesliga, 2017/18, 9. Spieltag
Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund 2:2
Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund 2:2
Schwere Aufgabe

Eintracht Frankfurt um Trainer Niko Kovac traf am 9. Spieltag auf den Tabellenführer aus Dortmund.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Eintracht Frankfurt
Aufstellung:
Hradecky (1,5) - 
Russ (3,5)    
Hasebe (4) , 
Abraham (3,5)    
Chandler (3,5)    
Gacinovic (3)    
K.-P. Boateng (3)    
Willems (3,5) - 
M. Wolf (2,5)        
Haller (2,5)    
Rebic (3)

Einwechslungen:
37. Salcedo (4,5) für Chandler
59. Hrgota (5,5) für Russ
76. Tawatha für M. Wolf

Trainer:
Kovac
Borussia Dortmund
Aufstellung:
Bürki (2,5)    
Bartra (4,5)    
Weigl (4,5)        
Subotic (3,5) , 
Toljan (4) - 
Sahin (3,5)    
Castro (4)    
M. Götze (3) - 
C. Pulisic (3,5) , 
Philipp (3)        
Aubameyang (5)    

Einwechslungen:
58. Zagadou (4) für Weigl
58. Kagawa (3,5) für Castro
84. Sancho für Philipp

Trainer:
Bosz

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Sahin (19., Linksschuss, Bartra)
0:2
Philipp (57., Linksschuss, M. Götze)
1:2
Haller (64., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Rebic)
2:2
M. Wolf (68., Rechtsschuss, Gacinovic)
Gelbe Karten
E. Frankfurt:
Gacinovic
(2. Gelbe Karte)
,
K.-P. Boateng
(2.)
Dortmund:
Weigl
(1. Gelbe Karte)
,
Bürki
(2.)
,
Bartra
(1.)

Spieldaten

Eintracht Frankfurt       Borussia Dortmund
Tore 2 : 2 Tore
 
Torschüsse 14 : 20 Torschüsse
 
gespielte Pässe 281 : 475 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 182 : 372 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 99 : 103 Fehlpässe
 
Passquote 65% : 78% Passquote
 
Ballbesitz 38% : 62% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 44% : 56% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 14 : 11 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 10 : 14 Gefoult worden
 
Abseits 5 : 4 Abseits
 
Ecken 4 : 4 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
21.10.2017 15:30 Uhr
Zuschauer:
51500 (ausverkauft)
Spielnote:  1,5
ein spektakuläres Spiel mit offenem Visier, das vor allem in der zweiten Hälfte großen Unterhaltungswert bot.
Chancenverhältnis:
7:9
Eckenverhältnis:
4:4
Schiedsrichter:
Robert Hartmann (Wangen)   Note 3,5
ob es korrekt war, Rebics Tor wegen Abseits abzuerkennen, konnten selbst die TV-Bilder nicht eindeutig belegen (16.). Bartra hätte für sein Foul mit offener Sohle an Haller die Rote Karte sehen müssen (90./+2). Bürki nur Gelb zu zeigen, war indes vertretbar, da die Intention bestand, den Ball zu blocken. Der Keeper konnte nicht ahnen, dass Rebic am Ball vorbeitritt (63.).
Spieler des Spiels:
Lukas Hradecky
In der zweiten Hälfte war Lukas Hradecky mehrmals gefordert: Er parierte stark gegen Aubameyang sowie Pulisic und rettete gegen Sancho (90.).

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