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Bor. Mönchengladbach

Bor. Mönchengladbach

2
:
0

Halbzeitstand
0:0
VfB Stuttgart

VfB Stuttgart


BOR. MÖNCHENGLADBACH
VFB STUTTGART
15.
30.
45.



60.
75.
90.









Kramer steckt den nächsten Knock-out ein

Raffaels Saisonpremiere und VfB-Erinnerung

Auf dem aufsteigenden Ast: Die Borussia aus Mönchengladbach verlor lediglich eines der jüngsten elf Pflichtspiele (sechs Unentschieden, vier Siege). Neuester Arbeitsnachweis war der Heimauftritt gegen Bundesliga-Aufsteiger Stuttgart, als vor allem dank Doppelpacker Raffael ein verdientes 2:0 zu Buche stand. Für die Schwaben blieben Auswärtsfahrten weiter ertraglos.

Raffael
Strahlemann: Raffael brachte seiner Borussia aus Mönchengladbach mit einem Doppelpack einen verdienten Dreier ein.
© Getty ImagesZoomansicht

Mönchengladbachs Trainer Dieter Hecking konnte nach dem vor allem in der zweiten Halbzeit bärenstarken Auftritt und 2:2 bei Vizemeister RB Leipzig nicht auf dieselben elf Startspieler zurückgreifen. Zwei Wechsel waren zwangsläufig: Herrmann rückte für Hofmann (muskuläre Probleme) auf den rechten Flügel, außerdem hütete Sippel anstelle von Stammtorwart Sommer (Innenbanddehnung im Knie) das Gehäuse der Elf vom Niederrhein. Für den 29-jährigen ehemaligen Lauterer war dies der erste Bundesliga-Einsatz seit dem 14. Mai 2016 beim 2:0 in Darmstadt.

Stuttgarts Coach Hannes Wolf war im Vergleich zum 1:0 gegen ein schwaches Wolfsburg, das zugleich der zweite Dreier für den Aufsteiger in dieser noch jungen Saison gewesen war, ebenfalls zu zwei Wechseln gezwungen: Mangala ersetzte den nach einem Casteels-Kniestoß schwer verletzten Gentner (schwere Gehirnerschütterung sowie Frakturen des Augenhöhlenbodens, der Nase und des Oberkiefers), zudem rückte Asano anstelle von Siegtorschütze Akolo (Zerrung im Oberschenkel) von Beginn an aufs Feld.

Ball am Fuß, keine Ideen im Kopf

Der Plan der Schwaben an diesem frühen Dienstagabend war derweil klar ersichtlich: Vom Anpfiff weg staffelten sich die Stuttgarter immens tief in der eigenen Hälfte, verdichteten so die Räume und zogen nahe des Strafraums eine wie an der Schnur gezogene Fünferkette auf. Die Konsequenz daraus: Die Gladbacher hatten Ballbesitz en masse, ließen den Ball auch souverän durchs Mittelfeld laufen - vor dem gegnerischen Sechzehner aber ging der Elf vom Niederrhein (noch) der Ideenfluss abhanden.

Mehr als ein Flachschuss von Stindl (33.) oder ein harmloser Kopfball von Vestergaard (40.) sprang letztlich in den ersten 45 Minuten nicht heraus. Und auch die Schwaben, deren Offensivplan schnelle Konter beinhaltete, näherten sich kaum an. Lediglich Mangala donnerte einmal aus dem Hinterhalt drauf - knapp rechts vorbei (44.).

Beinharter Kramer 2.0

Was sonst noch auffiel in Abschnitt eins? Ein abermals beinharter Kramer, der bereits beim 2:2 in Leipzig einen rüden Fußtritt von Keita (Rote Karte) weggesteckt und anschließend weitergespielt hatte. Auch diesmal wurde der Weltmeister via eines unabsichtlichen Hinterkopf-Knock-outs von Donis niedergestreckt: Blut strömte, Watte wurde in die Nase gestopft, ein Pflaster auf die Stirn geklebt. Kramer stand wieder auf, betrat das Feld, warf die störenden Utensilien schnell wieder weg und spielte weiter. Allerdings nur bis zur Pause, denn in den Katakomben stellte sich heraus, dass dem Aufbauspieler übel und schwindlig war.

Raffael nimmt Tempo auf und trifft

Mit Wiederbeginn kam Neuzugang Cuisance (AS Nancy) herein - das Spiel änderte sich vorerst nicht: Nach einem Flachschuss von Terodde (46.) übernahm die Borussen-Elf sofort wieder das Kommando gegen einen nach wie vor tiefgestaffelten Gegner. Der Unterschied zu den ersten 45 Minuten: Die Fohlen ließen den Ball sichtlich schneller laufen, verlagerten das Geschehen auch zügiger über die Flügel.

Die logische Folge daraus war das verdiente 1:0: Raffael leitete dabei sein erstes Saisontor selbst mit einem Pass auf den rechten Flügel auf Elvedi mit ein. Am Ende stach der Brasilianer, der damit sein erstes Saisontor erzielte, in den Strafraum und verarbeitete die Flanke von der rechten Seite mit einem schwierigen Volley. Der Ball schlug mittig ein - und der VfB-Riegel war erstmals geknackt (57.).

Raffael macht den Deckel drauf

Borussia Mönchengladbach
Drei Punkte aufs Konto geschaufelt: Borussia Mönchengladbach.
© Getty Images

In der Schlussphase schlugen sich die Gäste schließlich selbst: Aogo hielt Hazard nach einem Standard kurz an der Schulter, was Referee Sören Storks nicht entging. Den fälligen Elfmeter verwandelte Raffael humorlos ins linke Eck - und sicherte seinem Team damit die drei wichtigen Punkte (74.). Für den Brasilianer dürften dabei Erinnerungen aufgekommen sein: Sein erstes von mittlerweile 73 Bundesliga-Toren erzielte der 32-Jährige gegen den VfB Stuttgart. Damals, genau genommen am 9. Februar 2008, traf Raffael für Hertha BSC beim 3:1-Auswärtssieg im Schwabenland.

Letztlich blieb es beim verdienten 2:0 für die Elf vom Niederrhein, weil auch Stuttgart viel zu spät riskanter auftrat und erst in den letzten Minuten zu Abschlüssen durch Terodde (81., 83.) und Beck (84., 90.+2) kam.

Mönchengladbach, das das Punktekonto nach fünf Spieltagen damit auf ordentliche acht Punkte aufgestockt hat, spielt am kommenden Samstag (18.30 Uhr) im Topspiel bei Borussia Dortmund. Stuttgart, das auch im dritten Auswärtsanlauf in dieser noch jungen Saison eine Pleite hat einstecken müssen (0:2 in Berlin, 1:3 auf Schalke), empfängt am gleichen Tag (15.30 Uhr) den FC Augsburg.

1. Bundesliga, 2017/18, 5. Spieltag
Bor. Mönchengladbach - VfB Stuttgart 2:0
Bor. Mönchengladbach - VfB Stuttgart 2:0
Ratlos

Sein einjähriges Jubliäum hat sich VfB-Coach Hannes Wolf sicher anders vorgestellt
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Bor. Mönchengladbach
Aufstellung:
Sippel (2,5) - 
Elvedi (2,5) , 
Ginter (3) , 
Vestergaard (3) , 
Wendt (3) - 
Kramer (3)    
Zakaria (3) - 
Herrmann (3,5)    
Hazard (3,5) - 
Stindl (3,5)    
Raffael (1,5)            

Einwechslungen:
46. Cuisance (3) für Kramer
70. F. Johnson für Herrmann
90. Bobadilla für Raffael

Trainer:
Hecking
VfB Stuttgart
Aufstellung:
Zieler (3) - 
Baumgartl (3) , 
Pavard (2,5) , 
Kaminski (3,5) - 
Beck (3) , 
Aogo (4,5)    
Mangala (4,5)    
Ascacibar (2,5) - 
Asano (5)    
Donis (3,5) - 
Terodde (2,5)        

Einwechslungen:
62. Brekalo für Asano
75. Ailton für Aogo
78. Burnic für Mangala

Trainer:
Wolf

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Raffael (57., Rechtsschuss, Elvedi)
2:0
Raffael (74., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Hazard)
Gelbe Karten
Gladbach:
-
Stuttgart:
Terodde
(1. Gelbe Karte)

Besondere Vorkommnisse
Zweiminütige Unterbrechung wegen wiederholten Abbrennens von Pyro-Fackeln im VfB-Block (60.).

Spieldaten

Bor. Mönchengladbach       VfB Stuttgart
Tore 2 : 0 Tore
 
Torschüsse 8 : 11 Torschüsse
 
gespielte Pässe 587 : 453 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 502 : 390 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 85 : 63 Fehlpässe
 
Passquote 86% : 86% Passquote
 
Ballbesitz 56% : 44% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 49% : 51% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 9 : 8 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 8 : 9 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 3 Abseits
 
Ecken 4 : 1 Ecken
 
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4.
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Spielinfo

Anstoß:
19.09.2017 18:30 Uhr
Zuschauer:
44063
Spielnote:  3,5
äußerst zäh vor der Pause, nach der Pause ansehnlicher mit mehr Schwung und Offensivdrang.
Chancenverhältnis:
2:5
Eckenverhältnis:
4:1
Schiedsrichter:
Sören Storks (Velen)   Note 2
allgemein eher großzügig, kleinlich beim Elfmeter, der aber vertretbar war. Souverän im Umgang mit den Pyro-Störern, sichere Gesamtleitung.
Spieler des Spiels:
Raffael
Für die entscheidenden Momente sorgte Raffael: Er nutzte volley die erste Borussen-Chance, dann verwandelte er eiskalt den Elfmeter.

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