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RB Leipzig

RB Leipzig

2
:
2

Halbzeitstand
2:1
Bor. Mönchengladbach

Bor. Mönchengladbach


RB LEIPZIG
BOR. MÖNCHENGLADBACH
15.
30.
45.





60.
75.
90.








Keita sieht nach üblem Tritt gegen Kramer die Rote Karte

Debütant Augustin und Schlenzer Stindl

RB Leipzig war im Topspiel des 4. Spieltags über die gesamten ersten 45 Minuten spielerisch klar überlegen, brachte aber "nur" ein 2:1 mit in den zweiten Abschnitt. Dort drehten dann starke Gladbacher auf - und verdienten sich letzten Endes ein 2:2. Eventuell wäre für die Fohlen gar noch mehr drin gewesen. Unschön aus Leipziger Sicht: Rückkehrer Keita sah glatt Rot.

Jean-Kevin Augustin
Traf erstmals für seinen neuen Klub RB Leipzig: Stürmer Jean-Kevin Augustin (links, ehemals Paris Saint-Germain).
© Getty ImagesZoomansicht

Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl warf nach dem 1:1 im ersten Champions-League-Spiel der Vereinsgeschichte gegen den französischen Meister Monaco die Rotationsmaschine an, um nach dem 2:0 gegen den HSV den nächsten Ligadreier einfahren zu können: Orban, Halstenberg, Sabitzer (allesamt geschont und deswegen nicht im Kader), Demme und Poulsen (beide Bank) wurden durch Bernardo, Laimer, Kampl, Keita und Augustin ersetzt. Vor allem Keitas Rückkehr nach Adduktorenproblemen freute Hasenhüttl: "Wenn Keita fit ist, dann ist er einfach ein Weltklassespieler."

Dieter Hecking hatte derweil eine passende Antwort auf das schwache 0:1 gegen Frankfurt zu finden - und das mit einem dezimierten Aufgebot. Denn: Neben den Langzeitverletzten Drmic, Doucouré, Strobl, Benes und Traoré konnten auch Grifo (Kapselverletzung im Knie) und Jantschke (Aufbautraining nach Muskelfaserriss) weiterhin nicht mitwirken. Und so reagierte der Gladbacher Coach lediglich mit einer personellen Veränderung: Hofmann beackerte anstelle von Herrmann (Bank) die rechte offensive Seite.

Hofmann lässt das 1:0 liegen

Jener Hofmann war es auch, der den favorisierten Gastgeber beinahe schockte: In der 2. Minute wurde der 25-Jährige von Borussen-Kapitän Stindl im Rückraum freigespielt, der Angreifer feuerte die Kugel allerdings viel zu überhastet weit übers Tor von Gulacsi. Diese Möglichkeit durfte jedoch als kleines Strohfeuer bezeichnet werden, denn Leipzig dominierte den ersten Durchgang beinahe nach Belieben: Keita, Kampl, Laimer und Forsberg trieben den Ball reihenweise mit präzisem Passspiel nach vorne.

Werner, Hazard und Augustin treffen

Die logische Konsequenz war die 1:0-Führung: Laimer behauptete zunächst im Mittelfeld den Ball stark, ehe er Kampl mitnahm. Der ehemalige Leverkusener bediente nun den auf dem linken Flügel komplett freien Bernardo. Dessen Flachpass landete im Zentrum beim deutschen Nationalspieler Werner, der nicht lange fackelte und ins rechte untere Eck abschloss. Sommer war zwar noch dran, bekam aber nur noch die Fingerspitzen ran (17.). Für Werner war es bereits das vierte Saisontor und zudem sein 38. Bundesliga-Tor insgesamt - und das mit 21 Jahren, sechs Monaten und zehn Tagen.

Timo Werner
Es läuft rund für Timo Werner: Der deutsche Nationalspieler steht bereits bei vier Bundesliga-Saisontoren 2017/18.
© Getty ImagesZoomansicht

Die Fohlen blieben aber im Spiel - weil RB ein nettes Präsent überreichte: Bernardo schubste und traf Hofmann leicht, den fälligen Elfmeter verwandelte Hazard souverän (25.). Allzu lange hielten sich die Sachsen mit dem Gegentor aber nicht auf: Nach einem feinen Steckpass von Wirbelwind Keita, der abermals mit beeindruckender Ballsicherheit trotz ärgster Bedrängnis auffiel, war Augustin frei durch und schob lockerleicht vor Sommer zum 2:1 ein (31.). Beim 2:1 blieb es auch nach 45 Minuten, obwohl RB noch einmal fahrlässig verteidigte und Raffael die Großchance aufs 2:2 anbot. Der Brasilianer schob die Kugel allerdings minimal rechts am Tor vorbei (45.+1).

Stindl hat den Dreh raus

Die zweiten 45 Minuten begannen im Grunde spiegelverkehrt zu den ersten: Nach einem RB-Konter über Werner hatte Forsberg die Großchance zum 3:1 (46.), obwohl Gladbach das spielerische deutlich bessere Team auf einmal war. Die Elf vom Niederrhein setzte sich immer wieder am Leipziger Sechzehner fest - und kam in der 61. Minute zum verdienten Ausgleich: Nach einem unglücklich geführten Zweikampf zwischen den Leipzigern Demme und Keita, schlenzte Stindl die Kugel aus 16 Metern zum 2:2 unhaltbar ins rechte obere Eck. Für den deutschen Nationalspieler und Confed-Cup-Sieger war es bereits der neunte Bundesliga-Treffer im Jahr 2017 - kein Gladbacher traf in diesem Zeitraum öfter.

Elfmeter? Rot für Keita!

In der Schlussphase erhöhten die Rheinländer den Druck sogar noch weiter, wenngleich RB-Torwart Gulacsi nicht mehr ernsthaft geprüft werden konnte. Außenverteidiger Wendt kam mit einem Abschluss aus spitzem Winkel dem 3:2-Siegtreffer noch am nächsten (89.). Grund zum Hadern hatten die Borussen aber auch: Upamecano kam im Strafraum einen Schritt gegen Stindl zu spät, der Nationalspieler fiel - doch es gab keinen Elfmeter. Auch der Videobeweis wurde nicht beansprucht (70.).

Lars Stindl
Brachte seiner Borussia mit einem feinen Schlenzer einen Punkt ein: Lars Stindl.
© Getty Images

Etwas zu kommunizieren hatte Schiedsrichter Marco Fritz dann aber trotzdem: Keita rauschte überhart mit dem gestreckten Bein voraus in Kramer hinein, traf den Weltmeister mit den Stollen im Gesicht und sah dafür zu Recht die Rote Karte (84.). Letzten Endes der unrühmliche Höhepunkt einer hochinteressanten Partie, die zu einem insgesamt gerechten 2:2 führte.

Leipzig, das sich mit dem siebten Saisonpunkt weiterhin oben positioniert, spielt am kommenden Dienstag (20.30 Uhr) während der englischen Woche in Augsburg. Gladbach (fünf Zähler) muss ebenfalls am Dienstag ran: Bereits um 18.30 Uhr geht es gegen den VfB Stuttgart.

1. Bundesliga, 2017/18, 4. Spieltag
RB Leipzig - Bor. Mönchengladbach 2:2
RB Leipzig - Bor. Mönchengladbach 2:2
Entspannt

Am Samstagabend empfängt RB Leipzig die Borussia aus Mönchengladbach. Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl präsentiert sich vor Anpfiff gut gelaunt.
© imago

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

RB Leipzig
Aufstellung:
Gulacsi (3) - 
Klostermann (3) , 
Ilsanker (3) , 
Upamecano (3) , 
Bernardo (3,5) - 
Laimer (4) , 
Keita (3,5)    
Kampl (3)    
Forsberg (4)        
Ti. Werner (2,5)        
Augustin (2)        

Einwechslungen:
58. Demme (4,5) für Augustin
76. Bruma für Kampl
85. Y. Poulsen für Forsberg

Trainer:
Hasenhüttl
Bor. Mönchengladbach
Aufstellung:
Sommer (3) - 
Elvedi (3,5) , 
Ginter (4) , 
Vestergaard (3,5) , 
Wendt (3) - 
Kramer (3) , 
Zakaria (2,5) - 
Hofmann (3)    
Hazard (3,5)    
Stindl (2)            

Einwechslungen:
46. Herrmann (3,5) für Hofmann

Trainer:
Hecking

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Ti. Werner (17., Rechtsschuss, Bernardo)
1:1
Hazard (25., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Hofmann)
2:1
Augustin (31., Rechtsschuss, Keita)
2:2
Stindl (61., Rechtsschuss, Zakaria)
Rote Karten
Leipzig:
Keita
(84., rohes Spiel, Kramer)
Gladbach:
-
Gelbe Karten
Leipzig:
Ti. Werner
(1. Gelbe Karte)
Gladbach:
Stindl
(2. Gelbe Karte)

Spieldaten

RB Leipzig       Bor. Mönchengladbach
Tore 2 : 2 Tore
 
Torschüsse 9 : 10 Torschüsse
 
gespielte Pässe 545 : 494 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 450 : 391 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 95 : 103 Fehlpässe
 
Passquote 83% : 79% Passquote
 
Ballbesitz 52% : 48% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 52% : 48% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 13 : 12 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 11 : 13 Gefoult worden
 
Abseits 3 : 2 Abseits
 
Ecken 3 : 2 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
16.09.2017 18:30 Uhr
Zuschauer:
42558 (ausverkauft)
Spielnote:  2
spannende Partie mit gutem Unterhaltungswert. Fußballerisch zeigten Leipzig in der ersten und die Gäste in der zweiten Halbzeit gutes Niveau.
Chancenverhältnis:
3:6
Eckenverhältnis:
3:2
Schiedsrichter:
Marco Fritz (Korb)   Note 4
war insgesamt Herr der Lage und entschied beim Elfmeter zum 1:1 sowie Keitas Platzverweis richtig. Allerdings mit zwei weniger schweren und einem klaren Fehler. Hätte Zakaria für dessen Ellenbogeneinsatz gegen Keita Gelb geben müssen (42.) und übersah Werners knappe Abseitsstellung vor dessen Chance (60.). Upamecanos Tritt gegen Stindl hätte indes einen Elfmeter nach sich ziehen müssen (71.).
Spieler des Spiels:
Lars Stindl
Seine Aktionen hatten Hand und Fuß, dazu mit einem sehenswerten Schlenzer zum 2:2: Lars Stindl stresste die Leipziger und zog seine Kollegen mit.

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