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Hamburger SV

Hamburger SV

0
:
2

Halbzeitstand
0:0
RB Leipzig

RB Leipzig


HAMBURGER SV
RB LEIPZIG
15.
30.
45.






60.
75.
90.









Videobeweis: Aytekin nimmt Elfmeter zurück

Keitas Hammer ist Leipzigs Dosenöffner

RB Leipzig hat mit einem 2:0-Erfolg beim Hamburger SV den 3. Spieltag eröffnet und damit eine erfolgreiche Generalprobe vor dem ersten Champions-League-Spiel der Vereinsgeschichte abgeliefert. Die Sachsen mussten sich gegen gut organisierte Hamburger lange in Geduld üben, ehe Keita den Hamburger Riegel knackte.

Christian Mathenia
Hamburgs Schlussmann Christian Mathenia wehrt einen Schuss von Timo Werner ab.
© Picture AllianceZoomansicht

HSV-Coach Markus Gisdol musste im Vergleich zum 3:1-Erfolg in Köln zweimal wechseln: Mavraj fehlte aufgrund seiner Gelb-Rot-Sperre im Abwehrzentrum, Hunt fiel wegen seines beim FC erlittenen Muskelfaserrisses aus. Jung in der Innenverteidigung und Holtby auf der "Zehn" ersetzten das Duo im Hamburger 4-2-3-1-System.

Die Gäste aus Leipzig wechselten nach dem 4:1-Sieg gegen Freiburg ebenfalls doppelt. RB-Coach Ralph Hasenhüttl gab Klostermann eine Pause und besetzte die Rechtsverteidigerposition durch Bernardo. Der schwedische Antreiber Forsberg musste wegen einer Erkältung passen, weshalb Bruma starten durfte.

Bei Hamburger Schietwetter wurde der 3. Spieltag der Saison eröffnet. Die Leipziger drückten mit ihrem laufintensiven Spiel der Partie gleich den Stempel auf, Keita (4.) und Augustin (6., Außenpfosten) ließen jedoch erste Chancen liegen.

Kostic überhastet

Der HSV hatte zwar deutlich weniger Ballbesitz als die Gäste, versteckte sich aber keineswegs. Die Gisdol-Elf setzte vor allem auf die Karte "Schnelles Umschalten": Demme konnte Wood noch soeben abgrätschen (21.), bei Hahns Antritt drei Minuten später kamen die Leipziger dann aber nicht mehr hinterher. Da Kostic aber nicht die nötige Ruhe im Abschluss behielt, blieb es beim 0:0. Das galt auch weitere 180 Sekunden später, als Walace einen tückischen Aufsetzer knapp neben das RB-Tor platzierte.

Von den Gästen war in der Folge nicht mehr so viel zu sehen, auch weil von den Außenverteidigern zu wenig angeschoben wurde. Sabitzer und Keita blieben hinter den Spitzen Werner/Augustin zwar bemüht, aber sie konnten das Angriffsduo nicht wirklich in Szene setzen.

Aytekin revidiert Elfmeterpfiff

Sekunden vor dem Pausenpfiff wurde es dann noch einmal spannend: Werner ging nach einem Zweikampf mit Ekdal zu Boden, Schiedsrichter Deniz Aytekin zeigte zunächst auf den Elfmeterpunkt. Doch der Referee hielt Rücksprache mit dem Videocenter in Köln und revidierte daraufhin seine Entscheidung, da der Hamburger zunächst den Ball spielte und erst dann Werner am Fuß traf (45.+1).

Ohne personelle Wechsel ging es in den zweiten Durchgang, indem die Leipziger zunächst nicht mit der letzten Überzeugung aufs Hamburger Tor spielten, auch weil die HSV-Defensive es schaffte, den Ball weitgehend aus dem eigenen Sechzehner herauszuhalten. Offensiv trat der Dino auch nicht wirklich in Erscheinung und spielte es nur selten schnörkellos nach vorne: Wood ließ für Waldschmidt prallen, der dann aber verzog (60.).

Keitas Hammer, Werners Sprint

Kurz darauf schepperte es im Tor der Hamburger. Keita hatte nach einem blitzschnell ausgeführten Freistoß den Ball aus gut 20 Metern und für Mathenia schwer haltbar ins rechte Toreck gehämmert (67.). HSV-Coach Gisdol ging anschließend ins Risiko, nahm Ekdal runter und schickte dafür Schipplock aufs Feld. Um ein Haar hätte der Hamburger Trainer alles richtig gemacht, denn RB-Keeper Gulacsi verhinderte Sekunden später gegen den HSV-Angreifer den Ausgleich (74.).

Naby Keita
Ab zum Jubeln: Naby Keita nach seinem Treffer zum 1:0.
© Getty ImagesZoomansicht

Im Stile einer Spitzenmannschaft nutzte Leipzig Sekunden später die direkte Konterchance gegen aufgerückte Hamburger: Nach Kampls Steilpass war Werner allen Feldspielern davongelaufen und blieb auch im Abschluss cool - 2:0 (75.).

Hamburgs Widerstand war damit gebrochen, Kampl (80.) und Sabitzer (86.) hätten sogar noch auf 3:0 erhöhen können. Doch es blieb letztlich beim 2:0-Sieg der Leipziger, die die letzten Sekunden in Unterzahl bestritten. Keita hatte das Feld verletzt verlassen. Einen Ersatz gab es nicht, da Coach Hasenhüttl schon dreimal gewechselt hatte.

Hamburg gastiert kommende Woche in seinem dritten Freitagabendspiel in Folge bei Hannover 96 (20.30 Uhr). Leipzig empfängt am Mittwoch (20.45 Uhr) die AS Monaco zum ersten Champions-League-Spiel der Vereinsgeschichte. In der Liga geht es für die Sachsen am Samstag (18.30 Uhr) gegen Mönchengladbach weiter.

1. Bundesliga, 2017/18, 3. Spieltag
Hamburger SV - RB Leipzig 0:2
Hamburger SV - RB Leipzig 0:2
Eingenetzt

Timo Werner bleibt nach tollem Solo vor Mathenia cool und trifft zum 2:0 für Leipzig.
© picture alliance

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hamburger SV
Aufstellung:
Mathenia (3,5) - 
Diekmeier (4,5) , 
K. Papadopoulos (3)    
Jung (3,5) , 
van Drongelen (4)    
Ekdal (4)    
Walace (4,5)    
Hahn (4,5) , 
Holtby (4) , 
Kostic (3,5)    
Wood (5)

Einwechslungen:
37. Waldschmidt (5) für Kostic
71. G. Sakai für van Drongelen
74. Schipplock für Ekdal

Trainer:
Gisdol
RB Leipzig
Aufstellung:
Gulacsi (2) - 
Bernardo (4)    
Orban (3)    
Upamecano (2,5) , 
Halstenberg (3,5) - 
Keita (2)        
Demme (3) - 
Sabitzer (3,5) , 
Bruma (3,5)    
Augustin (3,5)    
Ti. Werner (2)    

Einwechslungen:
59. Klostermann (3) für Bernardo
69. Kampl für Bruma
78. Y. Poulsen für Augustin

Trainer:
Hasenhüttl

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Keita (67., Rechtsschuss, Sabitzer)
0:2
Ti. Werner (75., Rechtsschuss, Kampl)
Gelbe Karten
HSV:
Walace
(1. Gelbe Karte)
Leipzig:
Keita
(2. Gelbe Karte)

Spieldaten

Hamburger SV       RB Leipzig
Tore 0 : 2 Tore
 
Torschüsse 9 : 19 Torschüsse
 
gespielte Pässe 236 : 504 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 130 : 399 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 106 : 105 Fehlpässe
 
Passquote 55% : 79% Passquote
 
Ballbesitz 32% : 68% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 42% : 58% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 14 : 11 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 11 : 14 Gefoult worden
 
Abseits 2 : 3 Abseits
 
Ecken 4 : 14 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
08.09.2017 20:30 Uhr
Zuschauer:
50231
Spielnote:  3
die erste Hälfte war ein packendes Duell auf Augenhöhe, nach der Pause geriet die Partie durch Leipzigs Dauerdruck einseitig.
Chancenverhältnis:
3:7
Eckenverhältnis:
4:14
Schiedsrichter:
Deniz Aytekin (Oberasbach)   Note 2
nahm nach Rücksprache mit dem Videoassistenten den Strafstoß für RB (Ekdal gegen Werner, 45.) zu Recht zurück, war ein souveräner Leiter.
Spieler des Spiels:
Timo Werner
Sein Solo zum 2:0 war unwiderstehlich. Timo Werner war von Diekmeier und Sakai nicht mal per Foul zu halten und bestätigte seine Top-Form.

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