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TSG Hoffenheim

TSG Hoffenheim

2
:
0

Halbzeitstand
1:0
Bayern München

Bayern München


TSG HOFFENHEIM
BAYERN MÜNCHEN
15.
30.
45.





60.
75.
90.














Insgesamt zu harmlose Münchner kassieren erste Saisonniederlage

Doppelpacker Uth friert den FC Bayern ein

Der FC Bayern München musste am 3. Spieltag ein 0:2 bei der TSG 1899 Hoffenheim schlucken. Nach bärenstarken ersten 20 Minuten fing sich der Rekordmeister durch einen schnell ausgeführten Einwurf zunächst überraschend das 0:1 ein - und musste nach dem Seitenwechsel auch noch das 0:2 hinnehmen. Trotz namhafter Joker wie Robben, Ribery und James fiel dem FCB am Ende nichts mehr ein - und so feierten die Kraichgauer ihren Doppelpacker Uth.

TSG 1899 Hoffenheim
Den Meister geschlagen: Die TSG 1899 Hoffenheim fuhr gegen den FC Bayern München ein 2:0 ein.
© Getty ImagesZoomansicht

Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann reagierte auf das 2:2 gegen Bayer 04 Leverkusen vor der Länderspielpause mit vier personellen Wechseln: Nordtveit, Kaderabek, Demirbay und Geiger rückten für Toljan (zum BVB gewechselt), Vogt (angeschlagen), Rupp (Bank) und Wagner (muskuläre Probleme) rein. Außerdem nicht im Kader: FCB-Leihgabe Gnabry, die aufgrund einer Sprunggelenkverletzung passen musste.

Bayern-Coach Carlo Ancelotti nahm derweil nach dem spät erreichten wie hochverdienten 2:0 gegen Werder Bremen ganze fünf Veränderungen vor: Martinez, Rafinha, Rudy, Müller und Coman ersetzten Süle (Bank), Alaba (Sprunggelenksverletzung während der WM-Qualifikation mit Österreich), Vidal (nicht fit genug nach der Länderspielpause), Robben und Ribery (jeweils auf der Bank).

"Wir haben das Gefühl, dass wir sie ärgern können, das haben wir letzte Saison auch zweimal geschafft", hatte 1899-Coach Nagelsmann vor diesem Spitzenspiel nochmals die vergangene Saison in Erinnerung gerufen, in der die Kraichgauer durch ein 1:0 den ersten Sieg überhaupt in ihrer Geschichte gegen den großen FCB errungen hatten.

Lewandowski setzt den Ball an die Latte

Von diesem angekündigten Selbstvertrauen war zunächst nichts zu sehen: Mit erdrückendem Pressing, präzisem Passspiel und perfekter Raumdeckung schnürte der FC Bayern den Gastgeber tief hinten ein. Die Hoffenheimer wussten sich lange Zeit ausschließlich mit Befreiungsschlägen zu helfen. Beinahe hätte sich 1899 auch das 0:1 gefangen: Nach starker Müller-Flanke von der linken Seite kam Lewandowski zwar nur minimal mit dem rechten Außenrist ran, bugsierte den Ball aber trotzdem gefährlich Richtung Baumanns Tor. Die Kugel touchierte am Ende sogar noch leicht die Querlatte (7.).

Was dem Rekordmeister, der teilweise über 70 Prozent Ballbesitz generierte, gegen eine solide TSG-Abwehr in dieser Phase vorzuwerfen war? Die Konsequenz in den finalen Zuspielen - reihenweise wurden zu vorhersehbare Pässe in Schnittstellen oder in leere Räume gesetzt.

Kramaric schaltet schnell, Uth nutzt FCB-Schläfrigkeit

Mark Uth
Doppelpacker: Mark Uth.
© Getty Images

Dass die TSG am Ende aber mit einer Führung in die Pause gehen würde, war dann auch nicht zu erwarten. Es passierte aber, weil die Hintermannschaft der Münchner ein wenig einnickte: Hummels schoss den Ball, nachdem dieser bereits die rechte Seitenauslinie überquert hatte, wieder ins Feld und weit in die TSG-Hälfte. Kramaric schaltete nun schnell, ließ sich einen zweiten Ball geben und warf diesen zackig in den Lauf des durchstartenden Uth. Der Angreifer schloss wuchtig aus 16 Metern aus vollem Lauf mit links links unten zum 1:0 (27.) ab. Neuer streckte sich vergebens.

Auch die FCB-Beschwerden bei Schiedsrichter Daniel Siebert sollten sich übrigens als falsch herausstellen, denn FIFA-Regel 2 (Der Ball) besagt: "Gelangt während des Spiels ein zweiter Ball aufs Spielfeld, hat der Schiedsrichter das Spiel nur zu unterbrechen, falls der Ball das Spiel beeinträchtigt." Dies war hier nicht der Fall, da Hummels' absichtlicher Schlag weit in der anderen Hälfte gelandet war.

Somit ging es mit einem überraschenden 1:0 für 1899 für beide Teams in die Katakomben - weil Neuer das 0:2 nach einem Zuber-Schuss verhinderte (42.) und Tolissos Kopfball nach Rudy-Freistoß zu zentral geriet und in den Armen von Hoffenheims Keeper Baumann landete (45.).

Uth erhöht und schläfert den FCB ein

Aus der Pause kam der Rekordmeister und Favorit mit etwas Wut im Bauch heraus - Coman (47.), Lewandowski (48.) und erneut Coman mit einem saftigen Abschluss knapp über die Querlatte (50.) näherten sich dem 1:1 an. Doch an diesem Abend waren die FCB-Akteure einfach nicht kaltschnäuzig genug - ganz im Gegensatz zu TSG-Angreifer Uth.

Denn vom 26-Jährigen sowie von ganz Hoffenheim bekamen die Münchner eine Lektion in Sachen Effektivität - erneut zu sehen in der 51. Minute, als das 2:0 für die Gastgeber fiel: Die Münchner bekamen zunächst den Ball nicht vor dem eigenen Strafraum geklärt (unter anderem kam Müller nicht in den Zweikampf), dann ging es schnell. Amiri legte links in den Sechzehner für Zuber ab, der Schweizer hob clever den Kopf und spielte im Rückraum den freien Uth an. Der Angreifer fackelte nicht lange und schnürte mit einem präzisen Linksschuss ins linke untere Eck zum 2:0 einen sauberen Doppelpack.

Bärenstark: Mit seinen beiden Treffer hatte Uth damit fünf der bisherigen neun TSG-Pflichtspieltore in dieser Saison erzielt.

Auch Robben, Ribery und James bringen keine Wende mehr

FC Bayern München
Ratlose Münchner Gesichter: Thiago Alcantara, Javi Martinez, Franck Ribery und James Rodriguez (v.l.n.r.).
© Getty Images

Der 26-Jährige war außerdem daran schuld, dass sich der FC Bayern in der Folge schlicht eingefroren zeigte: Thiago, Tolisso & Co. spielten gegen den dicht gestaffelten 1899-Abwehrverbund oftmals zu langsam, außerdem fehlte es an zündenden Ideen. So brachten auch die Hereinnahmen von Robben, Ribery und Neuzugang James (Debüt für den FCB) nichts mehr Gewinnbringendes ein. Lediglich Lewandowski und Robben waren dem 1:2 am Ende nahe (85.).

Mit sieben Punkten auf dem Konto startet Hoffenheim somit in erste Europa-League-Woche der Vereinsgeschichte: Am Donnerstag (19 Uhr) geht es gegen den SC Braga. Die nach den 90 Minuten etwas ratlosen Bayern empfangen am Dienstag (20.45 Uhr) den RSC Anderlecht in der Champions-League. In der Liga geht es für 1899 gegen Hertha (Sonntag, 13.30 Uhr) und für den FCB gegen Mainz (Samstag, 15.30 Uhr) weiter.

1. Bundesliga, 2017/18, 3. Spieltag
TSG Hoffenheim - Bayern München 2:0
TSG Hoffenheim - Bayern München 2:0
Alte Bekannte

Rudy (li.) und Süle (re.) kommen zurück an alte Wirkungsstätte.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

TSG Hoffenheim
Aufstellung:
Baumann (2) - 
Bicakcic (2) , 
Nordtveit (3) , 
B. Hübner (1,5)        
Kaderabek (4)    
Zuber (2,5)        
Geiger (3)    
Demirbay (3) , 
Nad. Amiri (2,5) - 
Uth (1)            
Kramaric (2,5)

Einwechslungen:
63. Polanski für Geiger
69. N. Schulz für Zuber
75. Ochs für Uth

Trainer:
Nagelsmann
Bayern München
Aufstellung:
Neuer (3,5)    
Kimmich (4) , 
Javi Martinez (4,5) , 
Hummels (2,5)    
Rafinha (2,5)    
Rudy (4)    
Tolisso (4) , 
Thiago (4,5) - 
T. Müller (4)    
Coman (2) - 

Einwechslungen:
57. Robben (3) für Rudy
78. James für T. Müller
78. F. Ribery für Rafinha

Trainer:
Ancelotti

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Uth (27., Linksschuss, Kramaric)
2:0
Uth (51., Linksschuss, Zuber)
Gelbe Karten
Hoffenheim:
B. Hübner
(1. Gelbe Karte)
,
Zuber
(1.)
,
Kaderabek
(1.)
Bayern:
Hummels
(1. Gelbe Karte)

Spieldaten

TSG Hoffenheim       Bayern München
Tore 2 : 0 Tore
 
Torschüsse 6 : 23 Torschüsse
 
gespielte Pässe 271 : 655 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 169 : 578 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 102 : 77 Fehlpässe
 
Passquote 62% : 88% Passquote
 
Ballbesitz 28% : 72% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 43% : 57% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 15 : 9 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 9 : 15 Gefoult worden
 
Abseits 2 : 3 Abseits
 
Ecken 2 : 4 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
09.09.2017 18:30 Uhr
Zuschauer:
30150 (ausverkauft)
Spielnote:  1,5
temporeich auf hohem technischen Niveau, kurzweilig und spannend.
Chancenverhältnis:
4:6
Eckenverhältnis:
2:4
Schiedsrichter:
Daniel Siebert (Berlin)   Note 3
korrekt, die Szene vor dem 1:0 laufen zu lassen, in der Zweikampfbewertung allerdings keine klare Linie.
Spieler des Spiels:
Mark Uth
Mit Raffinesse, Kaltschnäuzigkeit und zwei Toren entschied Mark Uth das Spiel, forderte viele Bälle in die Tiefe und rackerte fleißig gegen den Ball.

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