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Hannover 96

Hannover 96

2
:
3

Halbzeitstand
0:1
RB Leipzig

RB Leipzig


HANNOVER 96
RB LEIPZIG
15.
30.
45.





60.
75.
90.




















RB zittert sich zu drei Punkten in Hannover

Verrückte Partie! Poulsen lässt Leipzig jubeln

Leipzig hat seine Ambitionen auf die Champions-League-Qualifikation unterstrichen und durch einen 3:2-Sieg bei Hannover 96 vorerst den vierten Platz, der zur Teilnahme an der Königsklasse berechtigt, erobert. Die Sachsen legten den gewohnten Power-Fußball an den Tag, lagen bereits verdient mit 2:0 in Front, mussten dann aber lange zittern und profitierten in einer komplett hektischen Schlussphase gar von einer Entscheidung des Video-Referees.

Yussuf Poulsen
Erleichterung pur: Yussuf Poulsen erzielte den 3:2-Siegtreffer für RB Leipzig.
© imagoZoomansicht

Hannovers Trainer André Breitenreiter wechselte im Vergleich zur 0:1-Pleite vor der Länderspielpause in Dortmund nur einmal: Harnik verdrängte Füllkrug auf die Reservebank.

Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl nahm nach dem 2:1-Heimsieg gegen den FC Bayern München gleich fünf Änderungen vor: Orban, Bernardo, Forsberg, Werner und Augustin durften für Upamecano, Kampl, Sabitzer, Poulsen (alle Bank) und Ilsanker (Kapselverletzung im Knie) von Beginn an ran.

Leipzig legte vom Anstoß weg den Vorwärtsgang ein und lief Hannovers Abwehrkette, die sich bei gegnerischem Ballbesitz von einer Dreier- in eine Fünferkette umformierte, ein ums andere Mal an. Bis auf zwei Abschlüsse durch Bruma (5./8.) fanden druckvolle Sachsen zunächst jedoch keine Lücken im Abwehrverbund der Gastgeber, hielten aber dennoch das Tempo extrem hoch.

Werner uneigennützig, Forsberg eiskalt

Durch dieses hohe Tempo und die Tatsache, dass Leipzig die berühmt-berüchtigte Pressing-Maschine wieder angeworfen hatte, stellte die Hasenhüttl-Elf Hannover vor einige Probleme. So auch in der 16. Minute, als RB nach einem gegnerischen Ballverlust im Mittelfeld blitzschnell umschaltete und über Augustin Werner in Szene setzte. Der Nationalspieler legte uneigennützig auf den mitgelaufenen Forsberg quer - 1:0.

Die Gäste, bei denen Anton verletztungsbedingt früh durch Elez ersetzt werden musste (18.), waren vor allem in den ersten 25 Minuten mit dem Umschaltspiel von Leipzig komplett überfordert, stabilisierten sich mit zunehmender Spielzeit jedoch ein wenig. Leipzig tat sich nun schwerer, hatte kurz vor der Pause jedoch noch gute Gelegenheiten, doch sowohl Werner (39.), Augustin (44./45.) als auch Bruma (45.+1) ließen Präzision vermissen.

Orban legt nach - Jonathas ganz schwach

Zur zweiten Hälfte hatte Breitenreiter reagiert, brachte Bebou für Korb und stellte auf 4-4-2 um. Zwar spielte Hannover nun gefälliger mit, doch Leipzig schlug trotzdem zeitig zu und stellte in der 54. Minute durch Jubilar Orban (50. Bundesligaspiel für RB), der nach einer stark getimten Keita-Flanke einnickte, auf 2:0. Hannover gab sich nicht auf und hätte sich eigentlich für die gezeigte Moral belohnen können, wenn nicht gar müssen, doch Jonathas scheiterte aus sechs Metern vor dem verwaisten Tor (61.) und Klaus zielte aus 16 Metern drüber (62.).

Waldemar Anton, Emil Forsberg und Philipp Tschauner
Zwei Schlüsselszenen: Während Leipzigs Emil-Forsberg (mi.) das 1:0 erzielt, verletzt sich Waldemar Anton (li.) am Oberschenkel und muss raus.
© imago

Nachdem es aus dem Spiel heraus nicht klappte, kam der Aufsteiger durch einen Standard wieder zurück: Schweglers Ecke landete auf dem Kopf von Sané - nur noch 1:2 (71.). Fast hätten die Niedersachsen durch einen Doppelschlag überrascht, doch Ostrzoleks Volley-Abnahme ging knapp vorbei (73.). Stattdessen glänzte Werner, von Forsberg auf die Reise geschickt, einmal mehr als Vorbereiter und legte mustergültig für den eingewechselten Poulsen auf (76.).

Verrückte Minuten in der HDI Arena

Dann wurde es verrückt: Während sich RB noch über die scheinbare Vorentscheidung freute, schlug Hannover erneut zu: Nach einer Sorg-Flanke aus dem rechten Halbfeld kam Füllkrug zum Kopfball und verkürzte - nur noch 2:3 (79.). In der 82. Minute brachte der Angreifer die HDI Arena kurzzeitig zum Toben, nachdem er aus elf Metern technisch hochwertig zum vermeintlichen 3:3 getroffen hatte. Doch Referee Guido Winkmann schaute sich die Entstehung des Treffers nach einem Hinweis des Video-Schiedsrichters Dr. Robert Kampka an der Seitenlinie noch einmal an und entschied dann auf Abseits des ehemaligen Nürnbergers. Die Folge: Treffer annulliert, weiter 3:2 für Leipzig.

Hektische Schlussphase mit Chancen auf beiden Seiten

In einer hektischen Schlussphase, vier Gelbe Karten innerhalb von drei Minuten (84. - 87.) sprachen eine deutliche Sprache, warf Hannover nun alles nach vorne und hatte Pech, dass Bakalorz aus sechs Metern nur den Pfosten traf (89.). Auf der anderen Seite vergab Poulsen die endgültige Entscheidung (90.). Das machte aber letztlich nichts mehr aus, denn die Sachsen brachten das Ergebnis über die Zeit und eroberten zumindest vorübergehend den vierten Platz, der zur Teilnahme an der Champions League berechtigt.

Für die Niedersachsen geht es bereits am nächsten Freitag (20.30 Uhr) mit einem Heimspiel gegen Bremen weiter, Leipzig empfängt am Donnerstag Olympique Marseille im Europa-League-Viertelfinale. In der Bundesliga wartet dann im Montagsspiel (20.30 Uhr) Bayer Leverkusen.

Bundesliga, 2017/18, 28. Spieltag
Hannover 96 - RB Leipzig 2:3
Hannover 96 - RB Leipzig 2:3
"Hannover sagt nein zum Produkt RB!"

Die Fans der Niedersachsen hatten vor dem Duell ihres Klubs mit Leipzig eine klare Meinung kundzutun.
© imago

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hannover 96
Aufstellung:
Tschauner (3)    
Sorg (3,5)    
S. Sané (4)        
Anton    
Korb (4)    
Ostrzolek (4,5) - 
Schwegler (3)    
Bakalorz (3,5) - 
Klaus (4,5) , 
Harnik (5) - 
Jonathas (5)    

Einwechslungen:
18. Elez (4) für Anton
46. Bebou (2,5) für Korb
63. Füllkrug     für Jonathas

Trainer:
Breitenreiter
RB Leipzig
Aufstellung:
Gulacsi (3,5) - 
Laimer (3,5) , 
Konaté (4) , 
Orban (3)        
Bernardo (3,5) - 
Demme (4)    
Keita (2,5)    
Forsberg (3)        
Bruma (3,5)    
Augustin (4)    

Einwechslungen:
60. Sabitzer (4)     für Bruma
68. Y. Poulsen     für Augustin
80. Upamecano     für Forsberg

Trainer:
Hasenhüttl

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Forsberg (16., Linksschuss, Ti. Werner)
0:2
Orban (54., Kopfball, Keita)
1:2
S. Sané (71., Kopfball, Schwegler)
1:3
Y. Poulsen (76., Rechtsschuss, Ti. Werner)
2:3
Füllkrug (79., Kopfball, Sorg)
Gelbe Karten
Hannover:
Sorg
(3. Gelbe Karte)
,
S. Sané
(6.)
,
Schwegler
(9.)
Leipzig:
Demme
(4. Gelbe Karte)
,
Keita
(7.)
,
Upamecano
(2.)
,
Sabitzer
(4.)

Spieldaten

Hannover 96       RB Leipzig
Tore 2 : 3 Tore
 
Torschüsse 13 : 15 Torschüsse
 
gespielte Pässe 369 : 485 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 245 : 389 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 124 : 96 Fehlpässe
 
Passquote 66% : 80% Passquote
 
Ballbesitz 44% : 56% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 60% : 40% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 16 : 17 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 17 : 16 Gefoult worden
 
Abseits 4 : 3 Abseits
 
Ecken 6 : 3 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
31.03.2018 15:30 Uhr
Stadion:
HDI Arena, Hannover
Zuschauer:
42300
Spielnote:  2,5
in der ersten Halbzeit einseitig zugunsten Leipzigs, aber fußballerisch oft zäh. Der hohe Unterhaltungswert der letzten halben Stunde tröstete über die Defizite zuvor hinweg.
Chancenverhältnis:
6:10
Eckenverhältnis:
6:3
Schiedsrichter:
Guido Winkmann (Kerken)   Note 4
ohne groben Fehler, aber inkonsequent in seiner Linie. Erst kleinlich, dann großzügig und am Ende wieder kleinlich. Übersah Werners minimale Abseitsstellung bei der Entstehung der Ecke vor dem 0:2. Lag aber beim per Videobeweis zurückgenommenen vermeintlichen 3:3 richtig, weil Füllkrug wenige Zentimeter im Abseits stand (82.).
Spieler des Spiels:
Timo Werner
Ihm gelang nicht alles, aber Timo Werner legte das 1:0 sowie das 3:1 auf und war auch sonst an fast allen relevanten Offensivaktionen von RB beteiligt.

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