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VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg

0
:
1

Halbzeitstand
0:0
FC Schalke 04

FC Schalke 04


VFL WOLFSBURG
FC SCHALKE 04
15.
30.
45.

60.
75.
90.









Der FC Schalke 04 untermauert Rang zwei

Traurige Wölfe nach Elfmeter-Fehlschuss und Eigentor

Bei Temperaturen knapp unter dem Nullpunkt duellierten sich der VfL Wolfsburg und der FC Schalke 04 bei einem Vergleich der Gegensätze mit Symbolkraft. Denn: S04 war als Tabellenzweiter angereist - und untermauerte an einem Abend mit wenigen Highlights mit einem etwas glücklichen 1:0-Sieg die Ansprüche Richtung internationales Geschäft. Die Wölfe dagegen ließen ein Geschenk liegen, verloren zum dritten Mal in Folge und blieben dick im Abstiegskampf stecken.

Unglücksrabe Robin Knoche
Unglücksrabe Robin Knoche: Aufgrund eines Eigentores verlor Wolfsburg gegen Schalke.
© Getty ImagesZoomansicht

VfL-Coach Bruno Labbadia baute im Vergleich zur deutlichen 0:3-Auswärtspleite bei der TSG 1899 Hoffenheim, der zugleich sechsten Bundesliga-Partie ohne Dreier, auf vier Positionen um: William in der Verteidigung, Rückkehrer Arnold im Mittelfeld und Brekalo sowie Dimata im Angriff rückten für Rexhbecaj (nicht im Kader), Mehmedi (Mittelfuß-Operation), Malli und den zuletzt schwachen Origi (jeweils auf der Bank) von Beginn an aufs Feld. Das Ziel war klar: Labbadia wollte seinen ersten Sieg als neuer VfL-Trainer einfahren - und die Wölfe insgesamt das erste Erfolgserlebnis seit dem 28. Januar (1:0 bei Hannover) verbuchen.

Schalke-Coach Domenico Tedesco richtete sein Team derweil ebenfalls auf Sieg aus, um die Ansprüche Richtung internationales Geschäft weiter untermauern zu können - und warf nach dem müden 1:0-Auswärtssieg beim 1. FSV Mainz 05 die Rotationsmaschine an: Stambouli, Oczipka, Meyer, Goretzka und Harit begannen anstelle von Kehrer (Beule am Auge), McKennie (Verdacht auf Zerrung), Schöpf, di Santo und Pjaca (jeweils Bank).

Casteels wird einmal geprüft - und wie

"Die Kritik, wir würden unansehnlichen Fußball spielen, trifft uns nicht", hatte Tedesco außerdem im Vorfeld verkündet. Die Kritiker dürften sich trotzdem in den ersten 45 Minuten bestätigt gesehen haben: Denn alle Feldspieler von S04 hielten sich einmal mehr komplett ans taktische Konzept, zogen sich bei Ballbesitz Wolfsburg zurück und lauerten auf Balleroberungen inklusive schneller Gegenschläge.

Spieler wie Harit oder Goretzka konnte ihren eigentlich vorhandenen Ideenreichtum auch kaum einbringen - bis auf eine einzige Szene in Minute 41: Goretzka hatte hierbei eine klasse Idee und steckte im Strafraum durch für Burgstaller. Der Österreicher legte den Ball ins Zentrum zu Nastasic, der aus kurzer Distanz hoch abzog. Manch ein Königsblauer hatte hier bestimmt schon den Jubelschrei auf den Lippen, doch sie alle hatten die Rechnung ohne Torwart Casteels gemacht. Der Wölfe-Schlussmann nämlich riss gekonnt die Arme hoch und parierte glänzend.

Wolfsburger Disziplin - mehr nicht

Auf der anderen Seite das ähnliche Bild: Die heimischen Niedersachsen probierten zwar im 4-1-4-1-System einiges, doch weder über die Flügel (William, Verhaegh) oder durchs Zentrum (Dimata) entstand wirklich Gefahr. Auch Didavi tat sich gegen den massierten Schalker Defensivriegel schwer. Wenig verwunderlich stand ein 0:0 nach 45 Minuten auf der Anzeigentafel.

Freche Aktion von Didavi

Wer nun glaubte, beide Teams würden nach dem Seitenwechsel mehr Risiko gehen und auf Sieg spielen, der irrte sich gewaltig. Die vermeintlichen "Highlights" bis zur 60. Minute ließen sich an wenigen Fingern abzählen: William versuchte es mal ohne Erfolg allein (50.), Harit verzog einen Abschluss (54.) und Arnold setzte einen Kopfball drüber, nachdem sich Torwart Fährmann verschätzt hatte. Außerdem erlaubte sich Didavi im Strafraum noch eine Schwalbe, auf die Referee Benjamin Cortus nicht hereinfiel (57.). Ansonten plätscherte das Spiel nur so vor sich hin.

Ein paar weitere Höhepunkte folgten, die immerhin etwas mehr Gewicht hatten: Joker Embolo scheiterte bei einer sehr guten Chance am stark herauskommenden Torwart Casteels (65.), außerdem setzte der Schweizer einen Distanzschuss links vorbei (69.). Zwischenzeitlich wechselte S04-Coach Tedesco derweil Insua ein - der Sommerneuzugang von Leganes absolvierte nach langer Verletzungspause damit endlich sein erstes Bundesliga-Spiel.

Ein Foul, ein Pfiff, ein Fehlschuss

In den Schlussminuten nahm die Partie dann auf einmal doch noch etwas an Fahrt auf - angefangen mit dem Elfmetergeschenk von Nastasic, der Gegenspieler Bazoer am Fuß traf. VfL-Kapitän Verhaegh, eigentlich als sicherer Schütze bekannt, übernahm Verantwortung - und scheiterte kläglich an Fährmann (75.). Anschließend beschwerten sich Coach Labbadia & Co. vehement, als Insua Arnold rüde von den Beinen holte und nur mit Gelb davonkam (84.).

Unglücksrabe Knoche

FC Schalke 04
Der nächste Dreier im Sack: Der FC Schalke 04 eilt von Sieg zu Sieg.
© Getty Images

Es sollte in diesen Minuten alles gegen Wolfsburg laufen - denn plötzlich fiel der Schalker Siegtreffer aufgrund eines Eigentores: Einen scharfen Pass von Embolo nach innen drückte Innenverteidiger Knoche unglücklich mit dem linken Fuß über die Linie (86.) und besiegelte damit die dritte Bundesliga-Pleite seines Teams in Folge.

Am nächsten Spieltag (Samstag, 31. März, 20.30 Uhr) nach der Länderspielpause bei Hertha BSC stehen die Niedersachsen dann auf ein Neues unter immensem Druck. Schalke dagegen, das fünf Dreier in Folge eingefahren hat, empfängt am selben Tag und fünf Stunden zuvor in der heimischen Veltins-Arena den SC Freiburg.

Bundesliga, 2017/18, 27. Spieltag
VfL Wolfsburg - FC Schalke 04 0:1
VfL Wolfsburg - FC Schalke 04 0:1
Freudige Ankunft

Der frühere Wolfsburger Naldo und Meyer entsteigen dem Bus des FC Schalke.
© picture-alliance

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Casteels (2) - 
Verhaegh (4,5)        
Bruma (4) , 
Knoche (4) , 
William (4) - 
Guilavogui (4) - 
Bazoer (4)    
Arnold (3,5) - 
Didavi (5) , 
Brekalo (3,5)    
Dimata (5)

Einwechslungen:
80. Osimhen für Bazoer
89. Origi für Brekalo
90. + 1 Steffen für Verhaegh

Trainer:
Labbadia
FC Schalke 04
Aufstellung:
Fährmann (2,5)    
Stambouli (3)    
Naldo (2) , 
Nastasic (3) - 
M. Meyer (4) , 
Bentaleb (4) , 
Oczipka (3,5) - 
Goretzka (4) - 
Harit (4,5)    
G. Burgstaller (4)    

Einwechslungen:
60. Embolo (2) für Harit
64. Insua     für Stambouli
80. Di Santo für G. Burgstaller

Trainer:
Tedesco

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Knoche (86., Eigentor, Linksschuss, Embolo)
Gelbe Karten
Wolfsburg:
-
Schalke:
Insua
(1. Gelbe Karte)

Besondere Vorkommnisse
Fährmann hält Foulelfmeter von Verhaegh (77.)

Spieldaten

VfL Wolfsburg       FC Schalke 04
Tore 0 : 1 Tore
 
Torschüsse 17 : 10 Torschüsse
 
gespielte Pässe 566 : 444 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 468 : 348 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 98 : 96 Fehlpässe
 
Passquote 83% : 78% Passquote
 
Ballbesitz 57% : 43% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 53% : 47% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 12 : 18 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 18 : 12 Gefoult worden
 
Abseits 0 : 2 Abseits
 
Ecken 5 : 2 Ecken
 
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Pl. Torhüter Sp. Weisse Westen
1.
Jarstein, Rune
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6
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2.
Hradecky, Lukas
Hradecky, Lukas
Bayer 04 Leverkusen
5
2x
 
3.
Müller, Florian
Müller, Florian
1. FSV Mainz 05
6
2x
 
4.
Bredlow, Fabian
Bredlow, Fabian
1. FC Nürnberg
7
2x
 
Gulacsi, Peter
Gulacsi, Peter
RB Leipzig
7
2x
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Spielinfo

Anstoß:
17.03.2018 18:30 Uhr
Stadion:
Volkswagen-Arena, Wolfsburg
Zuschauer:
27502
Spielnote:  4,5
lange ein Langweiler mit etlichen Unzulänglichkeiten, der verschossene Elfmeter und das späte Eigentor sind bezeichnend.
Chancenverhältnis:
4:3
Eckenverhältnis:
5:2
Schiedsrichter:
Benjamin Cortus (Röthenbach a. d. Pegnitz)   Note 5
kleinlich-konfuse Linie, fiel beim Strafstoßpfiff auf Bazoers Theatralik herein (75.), Gelb für Insuas rüde Attacke gegen Arnold (84.) ist gerade noch im vertretbaren Rahmen.
Spieler des Spiels:

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