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Bor. Mönchengladbach

Bor. Mönchengladbach

3
:
3

Halbzeitstand
1:1
TSG Hoffenheim

TSG Hoffenheim


BOR. MÖNCHENGLADBACH
TSG HOFFENHEIM
15.
30.
45.








60.
75.
90.












Gladbach und Hoffenheim liefern sich wilde Achterbahnfahrt

Verrücktes 3:3 - Ginter hat das letzte Wort

Ein kurzweiliges, intensives und hitziges Spiel boten Borussia Mönchengladbach und die TSG Hoffenheim am Samstagnachmittag. Am Ende hieß es nach einer wilden Achterbahnfahrt verdientermaßen 3:3. Die Fohlen, die sehr offensiv standen und nimmermüde offensiv anrannten kamen erst in der 90. Minute zum Ausgleich - und selbst danach hätte der Nachmittag für beide Mannschaften noch ganz anders laufen können...

Benjamin Hübner
Alleine gelassen: Hoffenheims Benjamin Hübner (3.v.r.) köpft zum 1:0 ein.
© imagoZoomansicht

Mönchengladbachs Trainer Dieter Hecking krempelte seine Startelf nach der 0:2-Niederlage bei Bayer 04 Leverkusen auf vier Positionen um: Cuisance, Herrmann, Hofmann und Wendt spielten für Grifo, Kramer, Vestergaard und Zakaria.

Für zwei personelle Wechsel entschied sich Hoffenheims Coach Julian Nagelsmann im Vergleich zum 3:0-Sieg gegen den VfL Wolfsburg und ließ Amiri und Polanski für Geiger und Rupp beginnen.

Beide Trainer setzten auf taktische Flexibilität in ihren Systemen. Die Borussia spielte in Ballbesitz in einer 3-4-1-2-Grundordung, gegen den Ball in einem 5-1-3-1. Bei der TSG war es in der Vorwärts- ein 3-3-2-2 und in der Rückwärtsbewegung ein 5-3-2. Somit war vor allem das Zentrum verdichtet. Dieses versuchten zwei taktisch sehr diszipliniert auftretende Teams mit vielen Pässen aufzuweichen, fanden aber zunächst nur selten ein Durchkommen.

Hübner legt vor - Joker Drmic gleicht aus

Durch eine Standardsituation ging dann Hoffenheim in Führung: Kramaric zirkelte den ruhenden Ball vors Tor, wo Hübner seinem Bewacher Elvedi entwischte und aus der Nahdistanz relativ frei zum 1:0 einköpfte (13.). Den Fohlen gelang beinahe die direkte Antwort, doch Herrmanns Flugkopfball aus fünf Metern wurde von einem starken Baumann-Reflex entschärft (15.). In der Folge wurde die Partie deutlich rassiger und hitziger. Dabei riss das Verletzungspech der Gladbacher nicht ab - Bobadilla musste mit einer Verletzung am rechten Oberschenkel vorzeitig raus (19.). Für ihn sprang Drmic ein (21.).

Davon recht unbeeindruckt übernahm die Borussia mehr und mehr die Spielkontrolle und hatte den Ausgleich durch Wendt auf dem Fuß (25.). 1899 lauerte dagegen auf Konter und war mit einem solchen beinahe selbst erfolgreich - Kramaric schob aber aus aussichtsreicher Position knapp am Ziel vorbei (28.). Nach über einer halben Stunde kamen dann auch die Fohlen auf die Anzeigetafel: Ein Steilpass von Cuisance passte perfekt in den Lauf von Drmic. Über den herausgeeilten Baumann sprang der Ball an den Brust-Arm-Bereich des Jokers, der daraufhin zum 1:1 ins leere Tor einschob (33.). Nach Einsicht der Videobilder wurde der Treffer bestätigt - kein Handspiel! Kurz vor der Pause wäre Gladbach beinahe auch noch die Führung gelungen, doch erst schoss Hazard knapp vorbei (44.), dann scheiterte Herrmann an einer Baumann-Glanzparade (45.+2).

Elfmeter und zwei Tore in zwei Minuten

Oliver Baumann & Josip Drmic
Kein Handspiel: Mönchengladbachs Josip Drmic (r., gegen Oliver Baumann) schiebt zum 1:1 ein.
© imagoZoomansicht

Personell unverändert ging es in die zweite Hälfte, in der Mönchengladbach aktiver war und spielerisch mehr anbot. Gegen eher abwartende, aber defensiv kompakte Gäste blieben hochkarätige Abschlüsse jedoch aus. Dem versuchte Nagelsmann entgegenzuwirken und schickte wenig später mit Uth einen zusätzlichen Stürmer auf den Rasen (53.). Kurz darauf ging die TSG wieder in Führung: Im Strafraum legte sich Gnabry den Ball an Hofmann vorbei und nahm den plumpen Tritt seines Gegenspielers dankend an - Elfmeter! Kramaric trat zum Strafstoß an und versenkte diesen sicher zum 2:1 im oberen linken Eck (58.).

Fortan lief die Borussia immer wieder an, war sichtlich bemüht, fand aber einfach kein Durchkommen gegen tief und kompakt verteidigende Kraichgauer, die mit Gegenangriffen gefährlich blieben (Uth, 60.; Amiri, 62.). Hecking reagierte und ließ Raffael von der Leine (70., für Herrmann). Kaum war der Joker auf dem Feld, durften die Fohlen schon jubeln: Hofmann sezierte die Abwehrkette von 1899 mit einem klugen Pass, der Stindl erreichte. Der Kapitän schon freistehend zum 2:2 ein und beendete damit seine Durststrecke von 14 torlosen Spielen (72.). Der Jubel über den Ausgleich hielt aber gerade einmal eine Minute: Hofmann blieb im Mittelfeld am Schiedsrichter hängen. Den Ballverlust bestrafte Hoffenheim eiskalt - Grillitsch schloss den Konter zum 3:2 ab (73.).

Irre Schlussphase - Ginter stellt auf 3:3

Die Fohlen blieben engagiert und offensiv, warfen dabei alles nach vorne. Elvedi verlängerte einen Cuisance-Freistoß mit dem Kopf, doch Baumann verhinderte den sicher geglaubten Treffer mit der nächsten Glanztat (81.). Auf der anderen Seite konterte Hoffenheim über Schulz, der vom linken Sechzehnereck die Unterkante der Latte traf (82.). Eine verrückte Schlussphase brachte nimmermüde anrennenden Gladbachern dann doch noch den verdienten Ausgleich: Bei einer Ecke kam Raffael an den Ball und schickte die Kugel flach durch zahlreiche Beine in der Spielertraube hindurch zu Ginter, der am zweiten Pfosten zum 3:3 einschob (90.). In der Nachspielzeit hätte es sogar noch einen Sieger geben können doch hüben Ginter (90.+2) und drüben Kramaric (90.+2) verpassten knapp.

Für die Borussia geht es nach der Länderspielpause am Sonntag (1. April, 18 Uhr) mit dem Auswärtsspiel beim 1. FSV Mainz 05 weiter. Die TSG ist bereits am Samstag (31. März, 15.30 Uhr) zu Hause gegen den 1. FC Köln in der Pflicht.

Bundesliga, 2017/18, 27. Spieltag
Bor. Mönchengladbach - TSG Hoffenheim 3:3
Bor. Mönchengladbach - TSG Hoffenheim 3:3
Unter Druck

Gladbach erwartete am 27. Spieltag die TSG aus Hoffenheim - und stand unter Zugzwang. Denn: Das Team von Trainer Dieter Hecking hatte bis dato nur eines der vergangenen sieben Ligaspiele gewonnen.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Bor. Mönchengladbach
Aufstellung:
Sommer (2,5) - 
Jantschke (4) , 
Ginter (2)    
Elvedi (3,5) - 
Herrmann (4)    
Cuisance (2) , 
Wendt (3)    
Hofmann (3,5) - 
Stindl (2,5)        
T. Hazard (3,5) - 
Bobadilla    

Einwechslungen:
21. Drmic (2,5)     für Bobadilla
70. Raffael für Herrmann
81. F. Johnson für Wendt

Trainer:
Hecking
TSG Hoffenheim
Aufstellung:
Baumann (3,5) - 
Akpoguma (3) , 
Vogt (3) , 
B. Hübner (2)        
Kaderabek (3,5) , 
Polanski (4,5)        
N. Schulz (2,5) - 
Nad. Amiri (4)    
Grillitsch (3)    
Gnabry (4)    
Kramaric (2)    

Einwechslungen:
53. Uth (2,5) für Polanski
74. Szalai für Gnabry
81. Nordtveit für Nad. Amiri

Trainer:
Nagelsmann

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
B. Hübner (13., Kopfball, Kramaric)
1:1
Drmic (33., Linksschuss, Cuisance)
1:2
Kramaric (58., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Gnabry)
2:2
Stindl (72., Rechtsschuss, Hofmann)
2:3
Grillitsch (73., Rechtsschuss, Uth)
3:3
Ginter (90., Rechtsschuss, Raffael)
Gelbe Karten
Gladbach:
-
Hoffenheim:
B. Hübner
(8. Gelbe Karte)

Spieldaten

Bor. Mönchengladbach       TSG Hoffenheim
Tore 3 : 3 Tore
 
Torschüsse 23 : 13 Torschüsse
 
gespielte Pässe 595 : 373 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 512 : 295 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 83 : 78 Fehlpässe
 
Passquote 86% : 79% Passquote
 
Ballbesitz 62% : 38% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 55% : 45% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 11 : 15 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 15 : 11 Gefoult worden
 
Abseits 3 : 4 Abseits
 
Ecken 9 : 3 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
17.03.2018 15:30 Uhr
Stadion:
Borussia-Park, Mönchengladbach
Zuschauer:
51049
Spielnote:  1,5
große Dramatik, Tore und Chancen en masse, im Schlussdrittel ein offener Schlagabtausch.
Chancenverhältnis:
10:8
Eckenverhältnis:
9:3
Schiedsrichter:
Martin Petersen (Stuttgart)   Note 2
gute Gesamtleitung, lag richtig, den Treffer von Drmic, obwohl dieser mit der Hand am Ball war, anzuerkennen, hätte Hübner (22.) nach Foul an Hofmann verwarnen müssen.
Spieler des Spiels:
Michael Cuisance
Auf ungewohnter Position als alleiniger Sechser defensiv insgesamt stabil, setzte Michael Cuisance spielerische Akzente, bereitete das 1:1 glänzend vor.

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