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1. FC Köln

1. FC Köln

2
:
3

Halbzeitstand
1:2
VfB Stuttgart

VfB Stuttgart


1. FC KÖLN
VFB STUTTGART
15.
30.
45.





60.
75.
90.











Kölns Misere gegen den VfB hält an - Korkut bleibt ungeschlagen

Horn patzt, Gomez dankt, Köln bangt

Der 1. FC Köln kann offenbar nicht mehr zu Hause gegen Stuttgart gewinnen und muss weiter auf den ersten Heim-Dreier gegen den VfB seit dem 29. Oktober 2000 warten. Auch im zehnten Versuch reichte es für die abstiegsbedrohten Rheinländer nicht - und das trotz starker erster Hälfte. Unter dem Strich kamen den FC zwei individuelle Fehler teuer zu stehen. Durch das 3:2 blieb der VfB unter Trainer Korkut auch im fünften Spiel ungeschlagen, feierte gar den vierten Sieg in Serie.

Blitzstart: Kölns Claudio Pizarro, hier im Duell mit Christian Gentner (l.), glückte ein frühes Tor.
Blitzstart: Kölns Claudio Pizarro, hier im Duell mit Christian Gentner (l.), glückte ein frühes Tor.
© imagoZoomansicht

Kölns Trainer Stefan Ruthenbeck musste im Vergleich zum 2:1-Auswärtscoup in Leipzig auf Jannes Horn (Erkältung) verzichten und schenkte dafür Routinier Pizarro sein Vertrauen. Auf der anderen Seite handelte VfB-Coach Tayfun Korkut getreu dem Motto "Never change a winnig team" und brachte dieselbe Elf wie beim 1:0 gegen Eintracht Frankfurt.

Sieben Minuten dauerte es, ehe klar war, dass der VfB Stuttgart den Rekord des 1. FC Kaiserslautern von vier 1:0-Siegen in Serie aus der Saison 1997/98 nicht einstellen würde: Insua verlor den Ball an Höger, der die Kugel zu Osako brachte. Der Japaner wiederum hatte das Auge für Pizarro im Sechzehner, der sich bedankte, sicher ins rechte Eck vollendete und damit zugleich zum viertältesten Torjäger der Bundesliga-Geschichte avancierte. Nebenbei hat er damit in den letzten 20 Jahren in jedem Kalenderjahr mindestens ein Bundesliga-Tor erzielt.

Ruthenbecks Idee, Pizarro und Osako hängend hinter der einzigen Spitze Terodde spielen zu lassen, hatte gezündet - und die Führung war auch durchaus verdient. Die Kölner hatten zu Beginn mehr investiert, waren um Ball- und Spielkontrolle bemüht, während der VfB aus einer gesicherten Deckung auf Konter lauern wollte.

Nach dem Rückstand war der VfB dann aber gezwungen, umzustellen - und das aus zwei Gründen: Einerseits musste man einem Rückstand hinterherjagen, andererseits wurde man vom FC mehr und mehr gezwungen, selbst das Spiel zu machen. Das klappte nur bedingt, da die Kölner in den Zweikämpfen schlicht wacher waren, so zu leichten Ballgewinnen kamen und die Schwaben immer wieder in Bedrängnis brachten (Hector, 19./ Pizarro, 23.).

Vom VfB kam offensiv sehr wenig. Die erste nennenswerte Chance der Gäste gab es in der 26. Minute, als Thommy nach Gentner-Flanke knapp links vorbeischoss. Wie man es besser macht, das zeigten die Kölner, die immer wieder gefährlich vor Zieler auftauchten, sich aber vorhalten lassen mussten, dass sie nicht nachlegten: Terodde schoss daneben (30), Osakos vermeintliches 2:0 wurde nach Videobeweis zu Recht nicht gegeben (37.), während Pizarro nicht an Zieler vorbeikam (41.).

Höger zu ungestüm, Horn patzt, Gomez wendet das Blatt

Zwei Vorlagen, zwei Tore, brutale Effizienz: Die Stuttgarter Erik Thommy und Mario Gomez (r.).
Zwei Vorlagen, zwei Tore, brutale Effizienz: Die Stuttgarter Erik Thommy und Mario Gomez (r.).
© imagoZoomansicht

Die Schlussphase der ersten Hälfte stellte den Spielverlauf dann aber komplett auf den Kopf. Zuerst ging Höger zu ungestüm ins Duell mit Thommy und ließ sich zu leicht narren. Die folgende Flanke nutzte Gomez, um aus zentraler Position den Ausgleich zu markieren (45.). Doch damit nicht genug, denn in der Nachspielzeit unterlief Horn ein bitterböser Torwartfehler: Dem FC-Schlussmann rutschte ein haltbarer 16-Meter-Schuss von Gomez durch die Arme - der Ball überquerte die Linie und traf die Kölner mitten ins Mark (45.+2).

Die Ereignisse aus der Schlussphase des ersten Durchgangs blieben nicht ohne Wirkung. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein anderes Bild. Auf einmal strahlten die Stuttgarter mehr Ruhe und Stabilität aus, ließen sich in Zweikämpfen nicht mehr so leicht übertölpeln und gaben zusehends gegen immer hektischer agierende Kölner den Takt vor.

Nackenschlag durch Beck - Jojics Treffer fällt zu spät

In der 57. Minute folgte der nächste Nackenschlag für den FC: Beck vollstreckte aus 15 Metern ins rechte Eck und erhöhte auf 3:1 - erneut glänzte Thommy als Vorbereiter. Danach blieben die Geißböcke, bei denen Ruthenbeck mit den Einwechslungen von Bittencourt (60.) und Cordoba (69.) das Risiko peu à peu erhöhte, zwar durchaus bemüht, allerdings fehlten ihnen inzwischen die Ideen, um den VfB ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.

Stuttgart stellte in der Schlussphase komplett auf Verwaltung um, agierte zu diesem Zweck auch nun mit einer Fünferreihe; Badstuber hatte sich hinten miteingereiht. Die Schwaben beschränkten sich zum Ende hin darauf, die Räume zuzustellen, was letztlich lange völlig ausreichte. Doch dann trat der kurz zuvor eingewechselte Jojic zum Freistoß an, versenkte das Leder mustergültig aus 16 Metern in die Maschen zum 3:2 und hauchte seiner Mannschaft so neues Leben ein (86.). Köln warf in der Schlussphase alles nach vorne, konnte den Bock letztlich aber doch nicht mehr umstoßen.

Während die Stuttgarter am kommenden Wochenende erneut sonntags gefordert sind, es geht gegen RB Leipzig (15.30 Uhr), haben die Kölner tags darauf eines der von vielen Fans so ungeliebten Montagsspiele vor der Brust: Der FC reist an die Weser zum SV Werder Bremen (20.30 Uhr).

Bundesliga, 2017/18, 25. Spieltag
1. FC Köln - VfB Stuttgart 2:3
1. FC Köln - VfB Stuttgart 2:3
Blick nach vorn

"Die Wichtigkeit jedes Spiels ist enorm", fasste Stefan Ruthenbeck vor dem Duell gegen den VfB Stuttgart zusammen.
© imago

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1. FC Köln
Aufstellung:
T. Horn (5) - 
Sörensen (4)        
Jorge Meré (3,5) , 
Heintz (3) - 
Risse (5) , 
Koziello (2,5)    
Höger (5) , 
J. Hector (3)    
Osako (4,5) , 
Pizarro (2,5)        

Einwechslungen:
60. Bittencourt (4) für Pizarro
69. Cordoba für Sörensen
83. Jojic     für Koziello

Trainer:
Ruthenbeck
VfB Stuttgart
Aufstellung:
Zieler (2,5) - 
Beck (3)    
Baumgartl (3,5)    
Pavard (3) , 
Insua (4) - 
Badstuber (4,5)    
Ascacibar (4,5)    
Gentner (3)    
Er. Thommy (2)    
Gomez (2)            
Ginczek (5)    

Einwechslungen:
66. Aogo für Ascacibar
77. Akolo für Er. Thommy
90. + 2 Kaminski für Ginczek

Trainer:
Korkut

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Pizarro (7., Linksschuss, Osako)
1:1
Gomez (45., Rechtsschuss, Er. Thommy)
1:2
Gomez (45. + 2, Rechtsschuss, Er. Thommy)
1:3
Beck (57., Linksschuss, Er. Thommy)
2:3
Jojic (86., direkter Freistoß, Rechtsschuss)
Gelbe Karten
Köln:
Sörensen
(8. Gelbe Karte)
Stuttgart:
Badstuber
(2. Gelbe Karte)
,
Baumgartl
(3.)
,
Gomez
(2.)

Spieldaten

1. FC Köln       VfB Stuttgart
Tore 2 : 3 Tore
 
Torschüsse 12 : 9 Torschüsse
 
gespielte Pässe 559 : 370 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 441 : 264 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 118 : 106 Fehlpässe
 
Passquote 79% : 71% Passquote
 
Ballbesitz 60% : 40% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 56% : 44% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 16 : 13 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 13 : 14 Gefoult worden
 
Abseits 4 : 0 Abseits
 
Ecken 3 : 3 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
04.03.2018 15:30 Uhr
Stadion:
Rhein-Energie-Stadion, Köln
Zuschauer:
50000 (ausverkauft)
Spielnote:  3,5
gut 30 Minuten war noch ein gewisses spielerisches Niveau vorhanden, danach gab es viel Kampf und wenig klare Linie.
Chancenverhältnis:
5:4
Eckenverhältnis:
3:3
Schiedsrichter:
Sören Storks (Velen)   Note 2
unauffällig und souverän; korrekt, Osakos Tor zum vermeintlichen 2:0 nach Videobeweis nicht zu geben (37., Zieler hatte die Hand auf dem Ball).
Spieler des Spiels:
Erik Thommy
Er tat sich lange Zeit schwer, trieb dann vermehrt an, eroberte viele Bälle und verteilte diese geschickt. Erik Thommy bereitete so alle drei VfB-Tore vor.

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