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Werder Bremen

Werder Bremen

1
:
0

Halbzeitstand
0:0
Hamburger SV

Hamburger SV


WERDER BREMEN
HAMBURGER SV
15.
30.
45.




60.
75.
90.








HSV seit elf Ligaspielen ohne Dreier - Werder Bremen siegt 1:0

Bargfredes Wille leitet Hamburger Nackenschlag ein

Derby Nummer 108 - und wieder Existenzkampf: Der SV Werder Bremen und der Hamburger SV duellierten sich erneut in einem Nord-Derby, das unter dem Vorzeichen des erbitterten Abstiegskampfes stand. Beiden Klubs war in einer arg durchwachsenen Partie über den gesamten Spielverlauf anzumerken, wie viel auf dem Spiel stand. Doch etwas mehr wollte der SVW den Sieg - und wurde spät belohnt. Der HSV taumelt indes immer weiter der 2. Bundesliga entgegen.

SV Werder Bremen
Die Erlösung: Der SV Werder Bremen feiert den späten Siegtreffer im 108. Nord-Derby.
© Getty ImagesZoomansicht

Bremens Coach Florian Kohfeldt vertraute im Vergleich zum 0:1 in Freiburg, das eine Serie von sieben Punkten aus drei Partien beendet hatte, beinahe derselben Startelf: Lediglich Johannsson rückte für Kapitän Junuzovic auf die Bank.

HSV-Trainer Bernd Hollerbach baute hingegen nach dem 0:2 gegen Leverkusen, dem inzwischen zehnten Ligaspiel in Folge ohne Dreier, auf drei Positionen um: Jatta, Hunt und Hahn durften anstelle von Mavraj, Salihovic und Arp (allesamt auf der Bank) von Beginn an ran. Für den flinken Jatta (10. Bundesliga-Spiel für die Rothosen) war es im Übrigen der erste Einsatz seit dem 0:3 in Leverkusen am 6. Spieltag.

Jatta verpasst

Derweil hatten die Hamburger angekündigt, mit Mut agieren zu wollen - unter anderem der Ex-Bremer Hunt hatte dies unterstrichen: "Es ist noch nichts entschieden. Aber klar ist: Uns hilft auch keiner! Wir müssen es selbst richten." Worten, denen er und sein Team durchaus Taten folgen ließen.

Die Rothosen stellten sich im gesamten ersten Abschnitt vor allem defensiv gut an, ließen im 4-2-3-1-System nichts anbrennen und landeten vorn ein paar Nadelstiche. Allerdings fehlte es in letzter Instanz an der zündenden Idee, der Durchschlagskraft oder einfach am Quäntchen Glück: So verpasste Jatta nach Vorlage von Hunt knapp (17.), ehe Jung wie Hahn bei einem kurzen Tohuwabohu im SVW-Strafraum den Ball verfehlten (25.).

Bremen akut harmlos

Von den gastgebenden Grün-Weißen kam indes wenig bis nichts: Kruse hing komplett in der Luft, wurde von seinen Gegenspielern konsequent aus dem Spiel genommen und konnte sich auch nach dem Fallenlassen als Aufbauspieler wenig präsentieren. Lediglich Kainz traute sich mal einen Abschluss zu - was sich bereits in der 2. Minute ereignete.

Zwei Spielunterbrechungen

Die Höhepunkte in der ersten Halbzeit sollten letztlich zwei kurzzeitige Spielunterbrechungen werden - und zwar aus negativer Sicht: Weil im Gästeblock schier ohne Unterbrechung Pyrotechnik abgebrannt wurde, musste Schiedsrichter Felix Zwayer die Spieler gleich zweimal zur Mittellinie bitten (4. und 44.). Etliche Aufforderungen des Stadionsprechers brachten nicht den erwünschten Ertrag.

Werder wird stärker

Zurück zum Sportlichen - und ab in die zweiten 45 Minuten: Etwas weniger verkrampft begann Werder hier und näherte sich direkt an. Doch Douglas Santos konnte in höchster Bedrängnis gerade noch vor dem lauernden Augustinsson bereinigen (46.). Nicht nur bei dieser Aktion zeigte sich deutlich: Das Spiel der Werderaner wurde zielstrebiger wie druckvoller, während vom nun äußerst defensiv ausgerichteten Hamburger SV bis auf einen gefährlichen Hunt-Abschluss nach einem Tempogegenstoß (61.) wenig Entlastendes kam.

Was sich allerdings auch klar zeigte: Gerade in den entscheidenden Momenten scheiterten die Grün-Weißen reihenweise an den punktgenauen Pässen. Fehler ereigneten sich nahe der HSV-Abwehr schlichtweg zu häufig, sodass Werder nur selten in die Abschlussposition kam.

Bargfrede lässt nicht locker - und wird belohnt

Einmal aber sollte sich der im grün-weißen Lager etwas mehr vorhandene Siegeswille auszahlen: Bargfrede blieb nach einer zu kurzen HSV-Klärung dran und eroberte die Kugel. Anschließend brachte er den Ball im Fallen zu Joker Johannsson. Nach dessen Abschluss, der durch die Beine von Mathenia ging, grätschten van Drongelen und Belfodil, der sich nicht im Abseits befunden hatte, auf der Torlinie. Letztlich ging der Ball vom Hamburger ins Tor - und die Werder-Spieler lagen sich innig in den Armen (86.). Pures Entsetzten dagegen in den HSV-Gesichtern...

Gästeblock im Bremer Stadion
Das Zünden von Pyrotechnik im Gästeblock sorgte in Bremen für zwei Spielunterbrechungen.
© Getty Images

Werder Bremen läutet am Freitagabend (20.30 Uhr) den nächsten Spieltag mit dem Gastspiel in Gladbach ein. Der Hamburger SV, der nun seit elf Ligaspielen nicht mehr gewonnen hat, hat am Samstag den nächsten Abstiegskrimi vor der Brust. Es geht gegen Mainz 05 (15.30 Uhr).

Bundesliga, 2017/18, 24. Spieltag
Werder Bremen - Hamburger SV 1:0
Werder Bremen - Hamburger SV 1:0
Ansturm

Die Fans nähern sich dem Stadion. Die Polizei sorgt dafür, dass es vor dem Weserstadion ruhig bleibt.
© Picture Alliance

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Werder Bremen
Aufstellung:
Pavlenka (3) - 
Veljkovic (4) , 
Moisander (3) , 
Augustinsson (4,5)    
Bargfrede (3)    
M. Eggestein (3,5) , 
Delaney (4) - 
Junuzovic (4)        
Kainz (5)    

Einwechslungen:
73. Belfodil für Kainz
84. Johannsson für Junuzovic
90. + 2 Gondorf für Bargfrede

Trainer:
Kohfeldt
Hamburger SV
Aufstellung:
Mathenia (3) - 
G. Sakai (4)    
Jung (4,5)    
Walace (4,5) - 
Jatta (4)        
Hunt (4) , 
Kostic (5,5) - 
Hahn (5,5)

Einwechslungen:
77. Wood für Jatta
90. Arp für Jung

Trainer:
Hollerbach

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
van Drongelen (86., Eigentor, Linksschuss, Johannsson)
Gelbe Karten
Bremen:
Augustinsson
(3. Gelbe Karte)
HSV:
Jatta
(1. Gelbe Karte)

Spieldaten

Werder Bremen       Hamburger SV
Tore 1 : 0 Tore
 
Torschüsse 14 : 6 Torschüsse
 
gespielte Pässe 536 : 289 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 431 : 182 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 105 : 107 Fehlpässe
 
Passquote 80% : 63% Passquote
 
Ballbesitz 65% : 35% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 44% : 56% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 16 : 15 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 15 : 15 Gefoult worden
 
Abseits 3 : 4 Abseits
 
Ecken 11 : 2 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
24.02.2018 18:30 Uhr
Stadion:
Weser-Stadion, Bremen
Zuschauer:
42100 (ausverkauft)
Spielnote:  5
über weite Strecken unansehnliche, von Hektik und Fehlern geprägte Partie auf schwachem spielerischem Niveau.
Chancenverhältnis:
5:2
Eckenverhältnis:
11:2
Schiedsrichter:
Felix Zwayer (Berlin)   Note 2,5
Schwächen in der Zweikampfbewertung, hätte etwa Kainz für den Gesichtstreffer gegen Sakai mindestens Gelb geben müssen (20.). Souverän aber im Umgang mit den Ausschreitungen der Gästefans. Korrekt die Anerkennung des Siegtores: Belfodils Position bei Ballabgabe als gleiche Höhe auszulegen, war ebenso vertretbar, wie das Einsteigen gegen van Drongelen nicht als Foul zu werten.
Spieler des Spiels:
Philipp Bargfrede
Gewohnt aufmerksam als Abräumer, zudem setzte Philipp Bargfrede den Offensivimpuls vorm Siegtor. Personifizierte so die Bremer Derby-Tugenden.

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