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Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt

0
:
1

Halbzeitstand
0:1
VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg


EINTRACHT FRANKFURT
VFL WOLFSBURG
15.
30.
45.









60.
75.
90.











Frankfurt scheitert zweimal am Aluminium

Wolfsburg siegt dank Didavi in Frankfurt

Spektakuläre 25 Minuten vor der Pause entschieden die Partie zwischen Eintracht Frankfurt und dem VfL Wolfsburg zu Gunsten der Wölfe. Die Eintracht hatte Feldvorteile und mehr Ballbesitz, stand bei zwei Aluminiumtreffern aber mit der Glücksgöttin Fortuna auf Kriegsfuß. Das Jubiläumsspiel von Frankfurts Neuzugang ging so daneben.

Daniel Didavi
Der Ball liegt im Frankfurter Tor, Wolfsburgs Torschütze Daniel Didavi dreht ab.
© imagoZoomansicht

Frankfurts Trainer Niko Kovac sah gegenüber dem 0:0 in Freiburg nur eine Notwendigkeit für einen Wechsel: Kevin-Prince Boateng stand erstmals in der Frankfurter Startelf, für ihn musste Kamada auf die Bank. Der Deutsch-Ghanaer kam so zu seinem 100. Bundesligaeinsatz

Wolfsburgs Coach Andries Jonker nahm im Vergleich zur 0:3-Niederlage gegen Borussia Dortmund vier Änderungen vor: Tisserand stand für Uduokhai in der Abwehr. Erstmals begann Arnold, für den U-21-Europameister musste Bazoer weichen. Zudem ersetzten Guilavogui und Dimata die erkrankten Blaszczykowski und Hinds (beide grippaler Infekt).

Dass bei beiden Teams in der Sommerpause ein Umbruch erfolgt war, war sowohl der Eintracht als auch dem VfL in der Anfangsphase anzumerken. In der zerfahrenen ersten Viertelstunde suchten beide Mannschaften noch ihren Rhythmus, spielerisch gelang fast nichts. Ein Arnold-Freistoß, den Eintracht-Keeper Hradecky aber in der 10. Minute entschärfte, war der einzige Höhepunkt.

Ab der 20. Minute explodierte die Partie urplötzlich. Zunächst zwang Gacinovic VfL-Keeper Casteels zu einer Glanztat (20.). Zwei Ecken später klatschte ein wuchtiger Kopfball von Haller an den linken Innenpfosten und von da ins Feld zurück (21.). Und im direkten Gegenzug veredelte Didavi eine Guilavogui-Hereingabe zur Führung für die Wölfe (22.)!

Es war Feuer in der Partie - und zwar gehörig. In der 29. Minute zeigte Schiedsrichter Benjamin Cortus zunächst auf den Elfmeterpunkt, nachdem Camacho Boateng im Strafraum zweifelsfrei getroffen hatte. Doch nach dem Videobeweis nahm Cortus seine Entscheidung zurück, weil Boateng zuvor im Abseits gestanden war. Korrekte Entscheidung.

Die Eintracht drängte noch vor der Pause weiterhin auf den Ausgleich, Wolfsburg war ausschließlich mit Abwehraufgaben beschäftigt. Haller (41.) sowie zweimal de Guzman (41., 44.) ließen ein durchaus mögliches 1:1 liegen. Sekunden vor dem Pausenpfiff hatte die Eintracht ein zweites Mal Pech. Haller steckte auf Gacinovic durch, dieser überlupfte Casteels, sein Ball landete aber nur an der Querlatte. So ging es nach hoch spektakulären 25 Minuten mit der knappen Wölfe-Führung in die Pause.

Frankfurt drängt, findet aber keine Lücke

Unverändert kamen beide Teams wieder aus den Kabinen, Anlass zu Wechseln bestand allerdings auch nicht. Die ersten Akzente in Durchgang zwei setzte Wolfsburg, Frankfurt benötigte einige Zeit, um wieder in die Partie zu finden.

Nach rund zehn gespielten Minuten in Hälfte zwei war die Eintracht aber wieder präsent. De Guzman vergab die nächste Ausgleichschance, fast schon kläglich scheiterte der Kanadier freistehend aus knapp zehn Metern an Casteels (55.). Die Hessen blieben auch in der Folgezeit am Drücker, hatte deutliche optische Vorteile und mehr Ballbesitz. Wolfsburg lauerte auf Konter, konnte sich phasenweise aber nur selten aus der Umklammerung befreien.

Doch bei allem Engagement und Aufwand fehlte der Eintracht in den Offensivaktionen die letzte Genauigkeit. Die Flanken und Hereingaben fanden nur selten einen Abnehmer, zudem agierten die Wölfe in der Abwehr äußerst konzentriert. Der zweite Durchgang erreichte so nicht mehr die Intensität der ersten Hälfe und hatte nur wenige Höhepunkte zu bieten.

Koen Casteels gegen Sebastien Haller
Wolfsburgs Keeper Casteels pariert gegen Frankfurts Haller (re.).
© imago

Frankfurt versuchte bis zum Schlusspfiff aber alles, um doch noch den Ausgleich zu erzielen. Doch die Passgenauigkeit blieb ein Problem, zudem ließen auch die Kräfte nach, je mehr sich der Abpfiff näherte. Die Eintracht erhöhte das Risiko, so dass sich Räume für den VfL boten. Allerdings konnten die Wölfe daraus kein Kapital schlagen, so dass es letztendlich beim knappen 1:0-Erfolg für Wolfsburg blieb. Frankfurt wartet damit auch nach dem zweiten Spiel auf den ersten Sieg und das erste Tor.

Die Frankfurter spielen nach der Länderspielpause samstags (15.30 Uhr) in Gladbach. Für Wolfsburg steht zeitgleich das Niedersachsen-Derby gegen Hannover 96 an.

1. Bundesliga, 2017/18, 2. Spieltag
Eintracht Frankfurt - VfL Wolfsburg 0:1
Eintracht Frankfurt - VfL Wolfsburg 0:1
Erstes Heimspiel der neuen Saison...

...für Eintracht Frankfurt am 2. Spieltag: Die SGE erwartete den VfL Wolfsburg.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Eintracht Frankfurt
Aufstellung:
Hradecky (2,5) - 
Abraham (4,5)    
Hasebe (3,5) , 
Falette (4,5) - 
G. Fernandes (4)        
Chandler (4)    
de Guzman (4,5)    
Gacinovic (4) , 
Willems (3,5)    
Haller (3,5) , 

Einwechslungen:
65. Hrgota     für G. Fernandes
72. da Costa für de Guzman
78. Tawatha für Willems

Trainer:
Kovac
VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Casteels (2) - 
Tisserand (3) , 
Camacho (3,5) , 
Knoche (4)    
Verhaegh (4) , 
Gerhardt (4,5) - 
Guilavogui (2,5) , 
Arnold (3,5) - 
Dimata (3,5)    
Didavi (3)        
Gomez (4,5)    

Einwechslungen:
52. Bazoer (4,5)     für Dimata
72. Malli für Didavi
78. Uduokhai für Knoche

Trainer:
Jonker

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Didavi (22., Rechtsschuss, Guilavogui)
Gelbe Karten
E. Frankfurt:
Chandler
(1. Gelbe Karte)
,
G. Fernandes
(2.)
,
Hrgota
(1.)
Wolfsburg:
Bazoer
(1. Gelbe Karte)

Spieldaten

Eintracht Frankfurt       VfL Wolfsburg
Tore 0 : 1 Tore
 
Torschüsse 13 : 7 Torschüsse
 
gespielte Pässe 379 : 417 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 292 : 325 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 87 : 92 Fehlpässe
 
Passquote 77% : 78% Passquote
 
Ballbesitz 49% : 51% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 47% : 53% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 18 : 20 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 19 : 18 Gefoult worden
 
Abseits 5 : 2 Abseits
 
Ecken 7 : 2 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
26.08.2017 15:30 Uhr
Zuschauer:
46000
Spielnote:  4
chancenreiche und unterhaltsame erste Hälfte, aber ein unansehnlicher zweiter Durchgang; insgesamt viele Fehler und Unterbrechungen.
Chancenverhältnis:
8:3
Eckenverhältnis:
7:2
Schiedsrichter:
Benjamin Cortus (Röthenbach a. d. Pegnitz)   Note 3
teilweise etwas kleinlich, insgesamt aber ohne größere Fehler.
Spieler des Spiels:
Koen Casteels
In der heißen Phase hielt Torhüter Koen Casteels seine Mannschaft mit mehreren starken Paraden gegen Gacinovic und Haller im Spiel.

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