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Werder Bremen

Werder Bremen

2
:
2

Halbzeitstand
2:0
1. FSV Mainz 05

1. FSV Mainz 05


WERDER BREMEN
1. FSV MAINZ 05
15.
30.
45.








60.
75.
90.













Belfodils Debüt-Treffer - FSV seit fünf Spielen ohne Sieg

Frei lässt Bremens Traum platzen

Werder Bremen stand kurz davor, noch vor der Winterpause die Abstiegsplätze zu verlassen. Doch die Hanseaten, die bereits 2:0 führten, kassierten in der letzten Minute gegen Mainz doch noch das 2:2 und müssen deshalb auf dem Relegationsplatz überwintern. Die Nullfünfer blieben zwar im fünften Spiel in Folge sieglos (0/2/3), dürften sich ob des Spielverlaufs diesmal aber als Gewinner gefühlt haben.

Jubeltraube: Die Bremer freuen sich über das schnelle 1:0 von Bargfrede (#44).
Jubeltraube: Die Bremer freuen sich über das schnelle 1:0 von Bargfrede (#44).
© imagoZoomansicht

Werder-Coach Florian Kohfeldt musste mit Junuzovic (Wade) und Kruse (Adduktoren) zwei schmerzhafte Ausfälle verkraften. Im Vergleich zum 0:1 in Leverkusen standen mit Bauer, Bargfrede und Belfodil drei Neue auf dem Platz. Sie spielten für Sané, Käuper und eben jenen Kruse. Kohfeldt kehrte darüber hinaus zur Viererkette zurück, in der Bauer die Position des Rechtsverteidigers bekleidete. Gebre Selassie agierte weiter vorne auf der Außenbahn.

Mainz-Trainer Sandro Schwarz wechselte nach dem 0:2 gegen den BVB viermal: Öztunali, De Blasis, Muto und Holtmann kamen für Gbamin (Oberschenkelprobleme), Serdar (krank), Berggreen und Quaison (beide Bank).

Werder glückte ein Traumstart: Delaney spitzelte Latza den Ball vom Fuß, Bargfrede übernahm und eilte nach vorne. Der Mittelfeldmann wurde nur halbherzig angegangen und bestrafte dies, indem er aus rund 20 Metern vollendete - 1:0 (2.).

Flotte Anfangsphase - Belfodils Premiere

Es war der Startschuss einer flotten Anfangsphase, in der beide Mannschaften das Mittelfeld schnell überbrückten und so viel Tempo machten. Es war recht unterhaltsam, auch wenn der eine oder andere Fehlpass den Spielfluss abwürgte. Die Mainzer hatten mehr Ballbesitz, Werder agierte dafür einen Tick zielstrebiger und strahlte so mehr Gefahr aus.

Die Zuschauer kamen unter dem Strich auf ihre Kosten, da die Kontrahenten eine hohe Intensität boten und immer wieder gefährliche Abschlüsse fabrizierten. Öztunali traf aus dem Hinterhalt nur die Latte (6.), während Kainz auf der Gegenseite an Schlussmann Zentner scheiterte (7.). Zehn Minuten später war der Mainzer Torhüter aber erneut geschlagen: Belfodil köpfte nach einer Freistoßflanke per Bogenlampe ins lange Eck ein - das erste Bundesliga-Tor des Franco-Algeriers.

Zentner und Pavlenka rücken ins Rampenlicht

Gleich klingelt's: FSV-Keeper Zentner schaut dem Ball bei Belfodils 2:0 hinterher.
Gleich klingelt's: FSV-Keeper Zentner schaut dem Ball bei Belfodils 2:0 hinterher.
© imagoZoomansicht

Das 2:0 war ein echter Wirkungstreffer, denn unmittelbar danach gerieten die Mainzer aus dem Tritt und mussten sich bei ihrem Schlussmann Zentner bedanken, dass sie nicht noch höher in Rückstand gerieten. Dieser hatte glänzend gegen Eggestein pariert, der aus Nahdistanz völlig frei zum Abschluss gekommen war (26.).

Eine bemerkenswerte Reaktion zeigte etwas später auf der Gegenseite aber auch Bremens Keeper Pavlenka, der mit einer Weltklasse-Parade den Anschlusstreffer von De Blasis verhinderte (34.). So blieb es bei der 2:0-Pausenführung der Hanseaten, die neben der größeren Effizienz auch bessere Zweikampfwerte aufzuweisen hatten und unter dem Strich verdient vorne lagen.

Systemumstellung von Schwarz - Mainz reicht ein langer Ball

Schwarz stellte zum Seitenwechsel um und brachte mit Berggreen einen weiteren Angreifer, opferte dafür mit Balogun einen Innenverteidiger. Das hatte auch einen Systemwechsel zur Folge, da die Nullfünfer fortan mit einer Dreierreihe verteidigten und dafür vorne mit zwei Spitzen attackierten. Sonderlich viel brachte das aber zunächst nicht ein. Zwar war der FSV sichtbar bemüht, allerdings fehlte es an Durchschlagskraft. Werder verteidigte geschickt, ließ kaum etwas anbrennen, hatte aber seine eigenen Offensivbemühungen radikal runtergefahren.

Insgesamt hatte die Partie nicht mehr die Qualität des ersten Durchgangs, was den Bremern in die Karten spielte. Werder verwaltete die eigene Führung und hatte gegen uninspirierte Rheinhessen meist leichtes Spiel. Ein langer Ball machte die Partie dann aber wieder spannend: Berggreen leitete den Ball per Kopf zum ebenfalls eingewechselten Quaison weiter, der sich um Moisander drehte und anschließend unter Bedrängnis den 1:2-Anschlusstreffer markierte (70.).

Mainz beweist Moral - Freis Premiere sorgt fürs Remis

Die Begegnung war danach wieder völlig offen, und die mittlerweile dominanten Mainzer drängten nun auf den Ausgleich. An Moral fehlte es den Rheinhessen nicht, unermüdlich probierten sie es, auch wenn sie in einer hektischen Schlussphase kaum Durchschlagskraft entwickelten. Bremen wähnte sich schon im sicheren Hafen, wurde praktisch mit der letzten Aktions des Spiels ganz bitter bestraft: Im Anschluss an einen Einwurf landet der Ball bei De Blasis, der das Auge für Frei hatte und diesen bediente. Der Schweizer bedankte sich und netzte zum 2:2-Endstand ein - auch für ihn war es der erste Bundesligatreffer seiner Laufbahn.

Bevor es in die Winterpause geht, sind beide Mannschaften noch einmal im DFB-Pokal gefordert. Werder Bremen empfängt am Mittwoch im Achtelfinale den SC Freiburg (18.30 Uhr), 24 Stunden zuvor tritt der 1. FSV Mainz 05 zuhause gegen den VfB Stuttgart an.

1. Bundesliga, 2017/18, 17. Spieltag
Werder Bremen - 1. FSV Mainz 05 2:2
Werder Bremen - 1. FSV Mainz 05 2:2
Weiter raus aus dem Keller

Der SV Werder Bremen (hier: Trainer Florian Kohfeldt) musste am 17. Spieltag gegen Mainz ran.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Werder Bremen
Aufstellung:
Pavlenka (3) - 
Ro. Bauer (3,5) , 
Veljkovic (3,5) , 
Moisander (4)    
Augustinsson (4) - 
Bargfrede (2)            
Gebre Selassie (3)    
Delaney (2) , 
Kainz (4)    
Belfodil (2,5)        

Einwechslungen:
65. Gondorf für Bargfrede
76. Hajrovic für Kainz
90. + 2 L. Sané für Belfodil

Trainer:
Kohfeldt
1. FSV Mainz 05
Aufstellung:
Zentner (3,5) - 
Donati (4) , 
Balogun (4,5)    
Diallo (5) , 
Brosinski (3,5)    
F. Frei (3)    
Latza (4,5)        
Öztunali (4) , 
De Blasis (3) , 
Holtmann (3) - 
Muto (5)    

Einwechslungen:
46. Berggreen (4)     für Balogun
60. Quaison (2)     für Muto
72. Maxim     für Latza

Trainer:
Schwarz

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Bargfrede (2., Rechtsschuss, Delaney)
2:0
Belfodil (17., Kopfball, Delaney)
2:1
Quaison (70., Rechtsschuss, Berggreen)
2:2
F. Frei (90. + 3, Linksschuss, De Blasis)
Gelbe Karten
Bremen:
Bargfrede
(2. Gelbe Karte)
,
Gebre Selassie
(3.)
Mainz:
Latza
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
,
Berggreen
(2.)
,
Maxim
(2.)

Spieldaten

Werder Bremen       1. FSV Mainz 05
Tore 2 : 2 Tore
 
Torschüsse 16 : 9 Torschüsse
 
gespielte Pässe 266 : 444 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 172 : 350 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 94 : 94 Fehlpässe
 
Passquote 65% : 79% Passquote
 
Ballbesitz 38% : 62% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 53% : 47% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 13 : 24 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 22 : 13 Gefoult worden
 
Abseits 2 : 4 Abseits
 
Ecken 8 : 5 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
16.12.2017 15:30 Uhr
Zuschauer:
38200
Spielnote:  2,5
mitreißender Schlagabtausch im ersten Abschnitt, dann etwas flacher, aber mit dramatischem Schlusspunkt.
Chancenverhältnis:
7:4
Eckenverhältnis:
8:5
Schiedsrichter:
Benjamin Cortus (Röthenbach a. d. Pegnitz)   Note 2
souveräne Spielleitung, sicher in der Zweikampfbewertung und bei den persönlichen Strafen.
Spieler des Spiels:

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