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1. FC Köln

1. FC Köln

3
:
4

Halbzeitstand
3:1
SC Freiburg

SC Freiburg


1. FC KÖLN
SC FREIBURG
15.
30.
45.










60.
75.
90.











Bundesligadebüt von Stefan Ruthenbeck misslungen

3:4 nach 3:0: Köln verliert Endspiel gegen Freiburg

Der Trainerwechsel beim 1. FC Köln hat keine Wirkung gezeigt: Die Geißböcke verloren das dramatische "Endspiel" gegen den SC Freiburg nach 3:0-Führung noch mit 3:4 und warten weiterhin auf den ersten Ligasieg. Freiburg feierte den ersten Auswärtssieg und schloss nach Punkten mit dem Hamburger SV auf.

Schneetreiben in Köln
So sah's vor Anpfiff im Kölner Stadion aus.
© Getty Images

Kölns Interimstrainer Stefan Ruthenbeck nahm gegenüber der 0:1-Niederlage in der Europa League bei Roter Stern Belgrad zwei Änderungen vor: Klünter und Heintz spielten für Clemens und den gesperrten Osako.

Freiburgs Trainer Christian Streich musste im Vergleich zum 0:0 im Heimspiel gegen Hamburg notgedrungen einmal umstellen: Innenverteidiger Söyüncü fiel mit muskulären Problemen aus, dafür meldete sich Lienhart wieder zurück.

Heftiger Schneefall in Köln sorgte für eine zweimalige Verschiebung des Anpfiffs, erst um 14 Uhr konnte Schiedsrichter Dr. Robert Kampka das Spiel freigeben. Zuvor hatten 120 Helfer bereits seit mehreren Stunden versucht, die weiße Pracht vom Spielfeld zu schaffen. Letztendlich mit Erfolg, zumindest die rot markierten Linien waren einigermaßen zu erkennen. Anhaltender Schneefall sorgte aber weiterhin für extrem schwierige Bedingungen - manche Stellen waren geräumt, auf anderen lag eine geschlossene Schneedecke.

Von den widrigen Umständen ließen sich die Kölner aber nicht beirren, im Gegenteil. Der FC machte von Beginn an deutlich, dass er die wohl letzte Chance auf den Klassenerhalt ergreifen will. Mit viel Einsatz und Leidenschaft kauften die Geißböcke den Freiburgern den Schneid ab - und belohnten sich für ihren mutigen Beginn nach nur acht Minuten mit der Führung: Jojic steckte auf Klünter durch, der Freiburgs Keeper Schwolow mit einem platzierten Schuss ins rechte Eck keine Abwehrchance ließ.

Kampka auf der Suche nach dem ominösen Punkt

Sehrou Guirassy, Dr. Robert Kampka und Salih Özcan
Wo ist der Elfmeterpunkt? Schiedsrichter Dr. Robert Kampka (Mi.) und die Kölner Guirassy (li.) und Özcan.
© imago

Die frühe Führung wirkte wie ein Befreiungsschlag, von Selbstzweifeln eines noch sieglosen Tabellenschlusslichts war bei den Kölner nichts zu sehen. Nach einer Viertelstunde drang Guirassy von links in den Strafraum ein, ließ Koch an der Grundlinie aussteigen und wurde dann von Schuster unfair angegangen - Elfmeter! Vor der Ausführung musste allerdings erst einmal der Punkt gesucht werden, Schiedsrichter Kampka schritt zur Tat! Guirassy ließ sich von dieser Kuriosität nicht ablenken und verwandelte sicher zum 2:0 (16.).

Damit nicht genug der Rückschläge für Freiburg: Unmittelbar nach dem 0:2 musste Lienhart verletzt raus, für den gerade von einer Muskelverletzung genesenen Österreicher kam Stanko. Der US-Amerikaner hatte sich kaum sortiert, da unterlief ihm auch schon ein Eigentor zum 0:3 (29.). Doch der SC ließ sich von den ganzen Hiobsbotschaften nicht entmutigen. Bereits mit der Einwechslung von Angreifer Kleindienst für Kapitän Schuster (18.) hatte Streich ein Zeichen gesetzt. Freiburg kämpfte sich mehr und mehr in die Partie zurück, in der 39. Minute meldete Petersen seine Farben mit dem 1:3 zurück. Der SC-Torjäger jagte einen Ravet-Freistoß volley unter die Querlatte. Sekunden vor dem Pausenpfiff scheiterte Petersen dann am Außennetz. Dann setzte Kampka den turbulenten 45 Minuten ein Ende, mit dem 3:1 für den FC ging es in die Kabinen.

Ohne personelle Änderungen auf beiden Seiten ging es nach Wiederanpfiff weiter. Allerdings waren nun die Platzverhältnisse deutlich besser, die Helfer hatten in der Pause nochmals ganze Arbeit geleistet. Köln agierte nun etwas defensiver, war zunächst auf eine stabile Abwehr und Sicherheit bedacht, schaltete bei eigenem Ballbesitz aber weiterhin schnell um. Freiburg kam so zu mehr Spielanteilen, aus dem Spiel heraus konnten sich die Breisgauer zunächst aber nicht durchsetzen. Lediglich durch Standardsituationen sorgte der SC für Gefahr.

Es waren dann die Geißböcke, die die erste Chance im zweiten Durchgang hatten. Nach einem langen Pass von Jojic nahm Guirassy den Ball gekonnt an und schloss aus der Drehung ab, doch Schwolow tauchte runter und parierte den Schuss des Franzosen (54.). In der Folgezeit änderte sich nur wenig am Spielgeschehen, Freiburg hatte optische Vorteile, Köln setzte auf Konter. In der 65. Minute gelang den Freiburgern dann der Anschlusstreffer - durch einen Standard. Nach einer Ravet-Ecke stieg Haberer am höchsten und köpfte zum 2:3 ein.

Petersen setzt dem Wahnsinn ein Ende

Nils Petersen
Der Schlusspunkt: Freiburgs Petersen überwindet Kölns Keeper Horn zum Siegtor für den SC.
© Getty Images

Das Tor läutete eine spektakuläre und dramatische Schlussphase ein. Beim FC nahm die Verunsicherung minütlich zu, Freiburg witterte seine Chance und nutzte diese eiskalt durch Standards aus. In der 88. Minute foulte Özcan Höfler im Strafraum, den fälligen Elfmeter verwandelte Petersen sicher zum 3:3 (90.). Und in der vierten Minute der Nachspielzeit leistete sich Guirassy im eigenen Strafraum ein völlig überflüssiges Handspiel. Wieder zeigte Kampka auf dem Punkt, wieder trat Petersen an. Der SC-Torjäger wählte dieses Mal die linke Ecke und schoss mit seinem 4:3-Siegtor (90.+5) die Kölner ganz nah an den Abgrund zur zweiten Liga.

Köln spielt am kommenden Mittwoch (20.30 Uhr) beim FC Bayern München. Freiburg empfängt schon übermorgen am Dienstag (20.30 Uhr) Borussia Mönchengladbach.

1. Bundesliga, 2017/18, 15. Spieltag
1. FC Köln - SC Freiburg 3:4
1. FC Köln - SC Freiburg 3:4
Wintereinbruch

Vor dem Kellerduell zwischen dem 1. FC Köln und Freiburg gingen heftige Schneefälle nieder.
© picture alliance

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1. FC Köln
Aufstellung:
T. Horn (2,5) - 
Sörensen (4) , 
J. Horn (4) , 
Heintz (3,5) - 
Olkowski (4,5) , 
M. Lehmann (4,5)    
Özcan (4)    
Rausch (4,5)    
Jojic (5)    
Klünter (3)            
Guirassy (5)        

Einwechslungen:
70. Bisseck für Jojic
72. Risa für Rausch
79. Clemens für Klünter

Trainer:
Ruthenbeck
SC Freiburg
Aufstellung:
Schwolow (2,5) - 
R. Koch (3,5) , 
Schuster        
Lienhart    
P. Stenzel (4) , 
C. Günter (2,5) - 
Höfler (3)    
Haberer (2,5)        
Ravet (2,5) , 
Terrazzino (4,5)    
Petersen (1)            

Einwechslungen:
17. Stanko (4) für Lienhart
18. Kleindienst (2,5)     für Schuster
63. Kath für Terrazzino

Trainer:
Streich

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Klünter (8., Linksschuss, Jojic)
2:0
Guirassy (16., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Guirassy)
3:0
Stanko (29., Eigentor, Linksschuss, Rausch)
3:1
Petersen (39., Linksschuss, Ravet)
3:2
Haberer (65., Kopfball, Ravet)
3:3
Petersen (90., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Höfler)
3:4
Petersen (90. + 5, Handelfmeter, Rechtsschuss)
Gelbe Karten
Köln:
Klünter
(3. Gelbe Karte)
,
Özcan
(2.)
,
Guirassy
(2.)
Freiburg:
Haberer
(3. Gelbe Karte)
,
Höfler
(4.)
,
Kleindienst
(1.)

Spieldaten

1. FC Köln       SC Freiburg
Tore 3 : 4 Tore
 
Torschüsse 6 : 25 Torschüsse
 
gespielte Pässe 242 : 459 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 127 : 338 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 115 : 121 Fehlpässe
 
Passquote 52% : 74% Passquote
 
Ballbesitz 34% : 66% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 46% : 54% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 21 : 16 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 14 : 20 Gefoult worden
 
Abseits 3 : 0 Abseits
 
Ecken 4 : 9 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
10.12.2017 14:00 Uhr
Zuschauer:
45100
Spielnote:  1
ein dramatischer Spielverlauf und beste Unterhaltung.
Chancenverhältnis:
5:12
Eckenverhältnis:
4:9
Schiedsrichter:
Dr. Robert Kampka (Mainz)   Note 1
unter schwierigsten Bedingungen bewertete das Team alle entscheidenden Situationen richtig.
Spieler des Spiels:
Nils Petersen
Mit einem herrlichen Tor leitete Nils Petersen die Aufholjagd ein, im zweiten Durchgang behielt der Angreifer vom Punkt zweimal die Nerven.

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