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TSG Hoffenheim

TSG Hoffenheim

4
:
0

Halbzeitstand
1:0
RB Leipzig

RB Leipzig


TSG HOFFENHEIM
RB LEIPZIG
15.
30.
45.









60.
75.
90.











Nationalspieler schnürt den Doppelpack - Leipzig enttäuscht

Gnabry entscheidet die Partie aus 45 Metern

Die TSG Hoffenheim hat das kleine Ergebnistief nach drei sieglosen Spielen überwunden und einen 4:0-Sieg gegen RB Leipzig gefeiert. Dabei hatten die Kraichgauer die perfekten Antworten auf den Leipziger Matchplan parat und schlugen eiskalt zu. Im ersten Durchgang hatte Amiri die Kraichgauer nach einer schönen Kombination in Führung geschossen, nach der Pause zeigte RB in der Defensive nahezu Auflösungserscheinungen, sodass die TSG das Ergebnis noch in die Höhe schrauben konnte.

Peter Gulacsi
Der Alptraum eines jeden Torhüters: Peter Gulacsi streckt sich, kommt aber nicht mehr an den 45-Meter-Schuss von Serge Gnabry heran.
© imagoZoomansicht

Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann veränderte seine Startelf nach der 0:3-Auswärtsniederlage in Hamburg auf fünf Positionen: Vogt fehlte gelbgesperrt, Wagner angeschagen. Zudem rotierten Schulz, Grillitsch und Demirbay auf die Bank. Hübner, Kaderabek, Geiger, Rupp und Amiri standen in der Startelf.

Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl nahm gegenüber dem 2:0-Heimsieg gegen Bremen nur eine personelle Änderung vor und schickte Konaté für den mit Oberschenkelproblemen fehlenden Orban ins Rennen.

Rupp mit dem Tunnel - Amiri eiskalt

RB agierte von Beginn an mit mehr Ballbesitz, spielte mit den eher passiv lauernden Hoffenheimern Handball - immer wieder ging es von links nach rechts und wieder zurück, gefährlich in den Strafraum kamen die Sachsen zunächst aber nicht. Ganz anders die TSG: Geiger initiierte den ersten guten Angriff und löste eine Pressingsituation auf, indem er die Seite geschickt verlagerte. Rechts kam Kaderabek an den Ball, der aus dem Halbfeld flankte und Rupp fand. Gedankenschnell legte dieser den Ball mit dem ersten Kontakt (durch die Beine von Upamecano) für Amiri ab, der Gulacsi per platziertem Flachschuss überwand (13.)

Am Geschehen änderte sich in der Folge nichts, RB hatte weiterhin mehr Ballbesitz. Weil die TSG aber sicher stand und dem RB außer vielen Distanzschüssen nichts einfiel, hatten gute Chancen Seltenheitswert. Als es doch einmal schneller ging, wurde Halstenbergs Schuss links im Strafraum noch geblockt (27.). Hoffenheim setzte auf gelegentliche Nadelstiche, Kaderabek schloss einen solchen ab, scheiterte aber an Gulacsi (30.). Davon abgesehen wurde es nur selten brenzlig - zumeist, wenn Keita es auf eigene Faust versuchte und zu Tempodribblings ansetzte. Doch die Hausherren ließen bis zur Pause nichts mehr zu.

Hasenhüttl dürfte mit dem Auftritt seiner Elf nicht komplett zufrieden gewesen sein, davon zeugten zwei personelle Wechsel zur zweiten Hälfte. Bruma und Ilsanker kamen für Klostermann und Upamecano, die Viererkette wurde also gehörig durcheinander gewirbelt. Damit sollte die Offensive gestärkt werden, doch schnell zeigte sich ein unerwünschter Nebeneffekt: Nach einem langen Ball von Akpoguma aus der eigenen Hälfte fehlte die Abstimmung in der neuen RB-Defensive, sodass Gnabry völlig ungehindert auf Gulacsi zulaufen und einschieben durfte - 2:0 (52.).

Gnabry beweist Auge und Technik

Leipzig war nun noch mehr gefordert, auch Keeper Gulacsi stand weit vor seinem Tor, um etwaige Hoffenheimer Konter quasi als Libero abzufangen. Und auch das nutzte die TSG perfekt aus: Nach einem Ballgewinn im Mittelkreis bediente Amiri Gnabry, der kurz aufblickte und einfach abzog. Der perfekt getretene Ball wurde immer länger und schlug über dem zurückeilenden Gulacsi ein - ein Sahnetor aus gut 45 Metern (62.)!

Damit war die Partie gelaufen, Leipzig konnte sich nicht mehr entscheidend aufraffen. Zum Wermutstropfen der ansonsten wohl rundum zufriedenen Hoffenheimer geriet die Auswechslung von Hübner, der erst am Donnerstag ins Training zurückgekehrt war und nun in der 76. Minute das Feld leicht angeschlagen verließ. Die junge Leipziger Elf verpasste es in der Folge, auf den Verwaltungsmodus umzustellen, stattdessen bot sie der TSG weiterhin viele Räume zum Kontern. Einen davon nutzte Uth, der das Ergebnis auf 4:0 schraubte und damit den Endstand herstellte (87.).

Hoffenheim beendet somit die kleine Negativserie von drei Pflichtspielen ohne Sieg, am Donnerstag (19 Uhr) empfängt die TSG Ludogorez Rasgrad in der Europa League. Leipzig muss dagegen einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen und hat am Mittwoch (20.45 Uhr) gegen Besiktas Istanbul in der Champions League die Chance auf Wiedergutmachung.

1. Bundesliga, 2017/18, 14. Spieltag
TSG Hoffenheim - RB Leipzig 4:0
TSG Hoffenheim - RB Leipzig 4:0
Heimspiel gegen den Vizemeister

Der Siebte gegen den Zweiten: Die TSG 1899 Hoffenheim um Coach Julian Nagelsmann erwartete am 14. Spieltag RB Leipzig.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

TSG Hoffenheim
Aufstellung:
Baumann (2,5) - 
Akpoguma (2) , 
Posch (2) , 
B. Hübner (2)        
Kaderabek (2,5) , 
Zuber (4) - 
Geiger (2,5)    
Rupp (2,5) , 
Nad. Amiri (2,5)        
Uth (2,5)        
Gnabry (1,5)            

Einwechslungen:
65. Kramaric für Gnabry
70. Demirbay für Nad. Amiri
76. Nordtveit für B. Hübner

Trainer:
Nagelsmann
RB Leipzig
Aufstellung:
Gulacsi (4) - 
Klostermann (4,5)    
Konaté (4,5) , 
Upamecano (4)    
Halstenberg (4) - 
Demme (3)    
Keita (3,5) - 
Kampl (4,5) , 
Forsberg (4) - 
Ti. Werner (5) , 
Y. Poulsen (5)    

Einwechslungen:
46. Bruma (4) für Klostermann
46. Ilsanker (4,5) für Upamecano
71. Augustin für Y. Poulsen

Trainer:
Hasenhüttl

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Nad. Amiri (13., Rechtsschuss, Rupp)
2:0
Gnabry (52., Rechtsschuss, Akpoguma)
3:0
Gnabry (62., Rechtsschuss, Nad. Amiri)
4:0
Uth (87., Linksschuss)
Gelbe Karten
Hoffenheim:
Geiger
(3. Gelbe Karte)
,
Uth
(2.)
Leipzig:
-

Spieldaten

TSG Hoffenheim       RB Leipzig
Tore 4 : 0 Tore
 
Torschüsse 10 : 11 Torschüsse
 
gespielte Pässe 349 : 637 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 243 : 525 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 106 : 112 Fehlpässe
 
Passquote 70% : 82% Passquote
 
Ballbesitz 35% : 65% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 38% : 62% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 15 : 10 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 10 : 15 Gefoult worden
 
Abseits 4 : 2 Abseits
 
Ecken 0 : 7 Ecken
 
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Bürki, Roman
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2.
Baumann, Oliver
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TSG Hoffenheim
16
6x
 
3.
Ulreich, Sven
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Bayern München
11
5x
 
4.
Tschauner, Philipp
Tschauner, Philipp
Hannover 96
15
5x
 
5.
Fährmann, Ralf
Fährmann, Ralf
FC Schalke 04
16
5x
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Spielinfo

Anstoß:
02.12.2017 15:30 Uhr
Zuschauer:
28299
Spielnote:  2,5
temporeiche, technisch anspruchsvolle Partie, die früh entschieden war.
Chancenverhältnis:
7:1
Eckenverhältnis:
0:7
Schiedsrichter:
Daniel Siebert (Berlin)   Note 2
souveräne Leitung, kaum Fehler; knappe, aber absolut korrekte Abseitsentscheidung gegen Uth (34.).
Spieler des Spiels:
Serge Gnabry
Auch wenn Serge Gnabry sein Limit noch nicht erreicht hat, prägte und entschied der Stürmer mit zwei Toren und einem genialen Moment das Spiel.

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