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Bor. Mönchengladbach

Bor. Mönchengladbach

1
:
1

Halbzeitstand
0:1
1. FSV Mainz 05

1. FSV Mainz 05


BOR. MÖNCHENGLADBACH
1. FSV MAINZ 05
15.
30.
45.








60.
75.
90.











Mönchengladbach hat große Probleme mit Mainzer Taktik

"Torjäger" Vestergaard rettet die Borussia

Borussia Mönchengladbach hat eine Heimniederlage gegen Mainz 05 dank eines Innenverteidigers mit Torjägerqualitäten vermieden. Jannik Vestergaard traf nach einem Eckstoß zum 1:1, was schon seinen dritten Saisontreffer bedeutete. Zuvor hatte Mainz deutlich mehr vom Spiel. Speziell die taktische Herangehensweise hat den Borussen große Schwierigkeiten bereitet.

Jean-Philippe Gbamin steigt höher als Yann Sommer
Jean-Philippe Gbamin springt höher als Yann Sommer und trifft so zum 1:0 für die Mainzer
© Picture AllianceZoomansicht

Gladbachs Trainer Dieter Hecking musste im Vergleich zum 3:1-Erfolg in Hoffenheim auf Mittelfeldmann Hofmann (Innenbandteilabriss) verzichten. Für ihn kehrte Raffael in den Angriff zurück. Hazard wurde aus der Spitze auf die Hofmann-Position versetzt.

Bei den Mainzern nahm Coach Sandro Schwarz zwei Veränderungen gegenüber dem 1:1 gegen Eintracht Frankfurt vor: Maxim und Serdar spielten für Frei (Bank) und Latza, der wegen eines Magen-Darm-Infekts kurzfristig ausfiel.

Bissige, aggressive und laufstarke Mainzer

Die Gäste aus Mainz benötigten im Borussia-Park keinerlei Eingewöhnungszeit. Die Schwarz-Elf war sofort drin im Spiel, lief die Mönchengladbacher mit allen drei Offensivkräften konsequent in deren Spielaufbau an und eroberte so mehrfach das Spielgerät zurück. Aus eigenen Umschaltbewegungen heraus resultierenden erste Abschlüsse von Serdar und De Blasis, die Sommer abwehren konnte (12.).

Keeper Sommer stand auch in der 19. Minute im Fokus, als er im Fünfer nach einer Bogenlampe von Gbamin zögerte und im Luftduell mit Diallo das Nachsehen hatte. Der Franzose köpfte vor dem Torhüter zum 1:0 ein. Für die Nullfünfer war es der verspätete Torjubel, denn schon zwei Minuten früher hätte Gbamin die Rheinhessen in Führung bringen können. Jedoch wurde der Mainzer bei der Schussbewegung leicht von Stindl getroffen und geriet damit aus dem Gleichgewicht. Weder Schiedsrichter Sven Jablonski noch Video-Assistent Wolfgang Stark schritten ein.

Zentner mit der Slapstick-Nummer des Jahres?

Die Borussen fingen sich in der unmittelbaren Phase nach dem Rückstand nur bedingt. Zwar spielten die Fohlen in mancher Szene schnell in die Spitze, aber mehr als einen Raffael-Schuss sowie ein harmloser Hazard-Lupfer sprang nicht heraus (beide 28.). Für die größte Torgefahr sorgte stattdessen Mainz-Keeper Zentner durch eine unfreiwillige Slapstick-Einlage: Der 23-Jährige schlug ein haarsträubendes Luftloch, rettete jedoch in letzter Sekunde vor Stindl (31.).

Mainz glänzte weiterhin durch eine optimale Raumaufteilung und büßte nur ein wenig Souveränität ein. Beinahe hätte die Schwarz-Elf dann sogar noch vor dem Pausenpfiff auf 2:0 gestellt: Doch nach Öztunalis Kunstschuss aus 13 Metern suchte der Referee die Review Area auf. Mit dem Ergebnis: kein Tor, da sich Serdar vor Öztunalis Schuss ein Foulspiel gegen Ginter geleistet hatte (39.).

Kein Elfmeter gegen Diallo

Gladbachs Trainer Hecking hätte schon zur Pause sein Wechselkontingent ausschöpfen können, doch der Borussen-Coach setzte nur durch die Hereinnahme von Kramer (für Jantschke) einen Impuls. Zwar machten die Fohlen nun auch mehr für die Offensive, die Durchschlagskraft blieb aber dieselbe wie vor dem Seitenwechsel. Bei Diallos Handspiel hatte Mainz derweil Glück, dass es keinen Handelfmeter gab (53.).

Gerade als der Schwung der Gladbacher wieder etwas zu verfliegen schien, glich die Borussia aus. Innenverteidiger Vestergaard, der schon in der Vorwoche getroffen hatte, köpfte nach einer Hazard-Ecke zum 1:1 ein (67.).

Tabellenrechner 1.Bundesliga

Alu-Pech bei Brosinski

Gladbachs Kombinationen liefen nun etwas runder. Auf der anderen Seite boten sich den Mainzer nun Freiräume gegen aufgerückte Borussen, sodass sich in der Schlussphase ein offenes Duell entwickelte, das beide Mannschaften für sich hätten entscheiden können. Die dickste Möglichkeit vergab Brosinski, der einen Freistoß aus 25 Metern an die Latte setzte (89.). Fischers Nachschuss wehrte Sommer zur Seite ab (90.) und sicherte seinem Klub damit zumindest den Punktgewinn.

Nach der Länderspielpause geht es für die Borussia am Samstag, 18. November, zum Abendspiel nach Berlin. Bereits am Nachmittag empfängt Mainz 1. FC Köln.

1. Bundesliga, 2017/18, 11. Spieltag
Bor. Mönchengladbach - 1. FSV Mainz 05 1:1
Bor. Mönchengladbach - 1. FSV Mainz 05 1:1
Fohlen-Aufschwung

Von den letzten sechs Partien hatte die Mannschaft von Dieter Hecking zuletzt vier gewonnen. Wie ging's am 11. Spieltag gegen Mainz weiter?
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Bor. Mönchengladbach
Aufstellung:
Sommer (4,5) - 
Jantschke (4)    
Elvedi (3,5) , 
Vestergaard (2,5)    
Wendt (5) - 
Ginter (4) , 
Zakaria (4)    
Hazard (4) , 
Grifo (3,5) - 
Stindl (4)        
Raffael (4,5)    

Einwechslungen:
46. Kramer (3) für Jantschke
59. Cuisance (4) für Zakaria
77. Herrmann für Raffael

Trainer:
Hecking
1. FSV Mainz 05
Aufstellung:
Zentner (3) - 
Donati (3,5) , 
Bell (3,5)    
Diallo (2)    
Brosinski (3) - 
Gbamin (2) - 
S. Serdar (2,5) , 
Maxim (3)    
Öztunali (3) , 
De Blasis (4)    
Muto (4)

Einwechslungen:
69. Fischer für De Blasis
79. F. Frei für Maxim

Trainer:
Schwarz

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Diallo (19., Kopfball, Gbamin)
1:1
Vestergaard (67., Kopfball, Hazard)
Gelbe Karten
Gladbach:
Stindl
(3. Gelbe Karte)
Mainz:
-

Spieldaten

Bor. Mönchengladbach       1. FSV Mainz 05
Tore 1 : 1 Tore
 
Torschüsse 9 : 20 Torschüsse
 
gespielte Pässe 591 : 344 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 492 : 276 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 99 : 68 Fehlpässe
 
Passquote 83% : 80% Passquote
 
Ballbesitz 62% : 38% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 59% : 41% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 5 : 14 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 14 : 5 Gefoult worden
 
Abseits 2 : 1 Abseits
 
Ecken 9 : 9 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
04.11.2017 15:30 Uhr
Zuschauer:
52659
Spielnote:  3
quälend lange Unterbrechungen in der ersten Hälfte und Irritationen bezüglich eines möglichen Einsatzes des Video-Assistenten gingen zu Lasten des Spielflusses, der Emotionen und damit des gesamten Fußballerlebnisses.
Chancenverhältnis:
6:9
Eckenverhältnis:
9:9
Schiedsrichter:
Sven Jablonski (Bremen)   Note 3,5
lag richtig, bei Diallos Tor keinen regelwidrigen Einsatz von Muto gegen Sommer zu erkennen (19.); ebenfalls korrekt, Öztunalis Treffer wegen Foulspiels von Serdar an Ginter zurückzunehmen (39.). Vertretbar, bei Diallos Handspiel nicht auf Strafstoß zu entscheiden (53.). Der große Makel bei einer sonst guten Leistung: Bei Stindls Einschreiten gegen Gbamin hätte es Strafstoß und die Rote Karte geben müssen, da aber wurde der Referee vom Video-Assistenten, der nicht eingriff, im Stich gelassen.
Spieler des Spiels:
Jean-Philippe Gbamin
Als zentraler Kopf im spielbestimmenden Dreier-Mittelfeld überzeugte Jean-Philippe Gbamin. Der Mainzer war defensiv stabil, vorne mit Akzenten.

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