Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
TSG Hoffenheim

TSG Hoffenheim

2
:
1

Halbzeitstand
1:0
SC Freiburg

SC Freiburg


TSG HOFFENHEIM
SC FREIBURG
15.
30.
45.


60.
75.
90.















Freiburgs Söyüncü erwischt einen schwarzen Nachmittag

Wagner und Kramaric nehmen die Einladungen an

Der SC Freiburg wollte im vierten Auswärtsspiel der Saison bei 1899 Hoffenheim erstmals Punkte einfahren, brachte sich bei diesem Vorhaben aber selbst um den durchaus möglichen Lohn: Söyüncü avancierte zum Pechvogel, legte Wagner den ersten Treffer haarsträubend auf und verursachte später einen unnötigen Strafstoß, den Kramaric für den 2:1-Endstand nutzte. Damit feierte die TSG den dritten Sieg am Stück - eine solche Serie gab es für die Kraichgauer letztmals zum Auftakt der Spielzeit 2010/11.

Streichs taktischer Kniff

Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann verzichtete gegenüber dem 2:1-Sieg in Ingolstadt auf jegliche Wechsel in seiner Anfangsformation. Sein Pendant Christian Streich nahm im Vergleich zum 1:0-Sieg gegen Frankfurt drei personelle Veränderungen vor: Ignjovski, Meffert und Torrejon (Saison-Debüt) rückten für Stenzel, Abrashi (Gehirnerschütterung) und Niederlechner ins Team.

"Die Funken werden sprühen", hatte TSG-Manager Alexander Rosen im Vorfeld versprochen. Zunächst überwog im Duell der Badener aber die Taktik: Auf die Dreierkette Nagelsmanns antwortete Streich überraschenderweise mit derselbigen, vor der Frantz und Meffert das Zentrum extrem verdichteten. Damit nahmen die Breisgauer im Kollektiv die Kreativzentrale der TSG aus dem Spiel. Darunter litt allerdings das eigene Offensivspiel, Sturmspitze Philipp erhielt kaum brauchbare Zuspiele.

Söyüncüs Geschenk für Wagner

Sandro Wagner (li.) umkurvt Alexander Schwolow
Torschütze Sandro Wagner (li.) umkurvt Freiburgs Keeper Alexander Schwolow.
© imagoZoomansicht

Nach einer knappen Viertelstunde fanden die Hausherren ein Mittel gegen den dichten Abwehrblock der SCF: sie bogen vermehrt auf die beiden Flügel ab. Daraus resultierten zwei Gelegenheiten von Wagner, jeweils setzte der baumlange Angreifer seinen Kopfball aber zu hoch an (18., 22.). Nach einem haarsträubenden Fehlpass von Söyüncü in die Füße des Angreifers hatte Wagner dann aber leichtes Spiel: Der Ex-Darmstädter steuerte alleine auf Schwolow zu, umkurvte ihn und netzte aus spitzem Winkel zum 1:0 ein (34.).

Der vermeidbare Gegentreffer führte zu einem Umdenken bei der Streich-Elf: Freiburg schob sein Konstrukt ein Stück nach vorne und versuchte, das Mittelfeld schneller zu überbrücken. Ein punktgenauer Diagonalball von Günter reichte sogar, um die gesamte TSG-Defensive auszuhebeln. Die Rechnung machten die Breisgauer aber ohne ihren Ex-Keeper Baumann, der Philipps Volley per Reflex entschärfte (39.). Defensiv allerdings bereitete Wandspieler Wagner Söyüncü & Co. weiter Probleme - wie bei einem Drehschuss, bei dem der Ball einen Meter rechts am Aluminium vorbeiflog (42.).

Niederlechner und Petersen: Volles Risiko

Mit Wiederanpfiff brachte Streich Stürmer Niederlechner für Abwehrmann Ignjovski und ging damit mehr Risiko ein. Das sorgte gleich für Verwirrung in der Defensive, Demirbay spazierte in Folge eines Fehlers im Aufbauspiel locker-leicht durch die Zentrale und wurde erst in höchster Not von Söyüncü abgegrätscht (50.).

Weil Freiburg in der Phase nach dem Seitenwechsel wenig Zugriff hatte und in erster Linie offensiv blass blieb, spielte Coach Streich mit Petersen (58., für Meffert) seine nächste Trumpfkarte. Damit löste er sein Mittelfeld fast gänzlich auf, vorne bildeten beide Joker gemeinsam mit Philipp ein Dreiergespann. Das kam dem Kurzpassspiel der Gäste nicht wirklich zugute, vielmehr griff der SCF noch vehementer zu langen Schlägen.

Niederlechner sticht - Kramaric antwortet

Zunächst brannte es allerdings bei einem Standard in der eigenen Hintermannschaft, Hübner nickte das Leder vor Schwolow aus Abseitsposition aber am Kasten vorbei (60.). Ansonsten hatten die Breisgauer optische Vorteile, erwirtschafteten daraus aber viel zu wenig Ertrag. Etwas überraschend kam Freiburg deshalb zum Ausgleich: Söyüncüs langer Schlag entpuppte sich als optimaler Assist für Niederlechner, der die Kugel im Strafraum annahm und sie an Baumann zu seinem ersten Bundesligatreffer vorbei ins Tor hob (78.).

Die Freude über den Ausgleich, der dem Sportclub den ersten Auswärtspunkt der Saison beschert hätte, währte allerdings nur kurz: Söyüncü stützte sich bei einem Luftduell im eigenen Sechzehner bei Rudy auf und verursachte so einen Elfmeter, den Kramaric frech in die Mitte verwandelte (81.). Elfmeter forderten die Freiburger dann selbst in der 85. Minute, nachdem Bicakcic bei einer Klärung den Weg von Niederlechner gekreuzt und diesen zu Fall gebracht hatte. Eine äußerst knifflige Szene, die Aytekin nicht für elfmeterwürdig hielt. Das war es dann auch. Die Breisgauer verließen die Kräfte, sodass die TSG den knappen Sieg sicher über die Zeit brachte.

Hoffenheim ist am Samstag (15.30 Uhr) in Leverkusen zu Gast, Freiburg empfängt zur selben Zeit den FC Augsburg.

Bundesliga, 2016/17, 7. Spieltag
TSG Hoffenheim - SC Freiburg 2:1
TSG Hoffenheim - SC Freiburg 2:1
Kalter Gruß

Im Vorfeld wurde Freiburgs Trainer Christian Streich von 1899-Manager Alexander Rosen für seine "Emotionalität an der Seitenlinie" gerügt.
© Getty Images

vorheriges Bild nächstes Bild
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

TSG Hoffenheim
Aufstellung:
Baumann (3) - 
Süle (3) , 
Vogt (2,5)    
B. Hübner (3,5)    
Toljan (4) , 
Kaderabek (3,5) - 
Rudy (3,5)        
Demirbay (3)    
Rupp (3,5)    
Wagner (2)    
Kramaric (2,5)    

Einwechslungen:
74. Polanski für Rupp
77. Nad. Amiri für Demirbay
82. Bicakcic für B. Hübner

Trainer:
Nagelsmann
SC Freiburg
Aufstellung:
Schwolow (3) - 
Höfler (4) , 
Torrejon (3,5)    
Söyüncü (5)    
Ignjovski (4,5)    
C. Günter (3) - 
Frantz (3)        
Meffert (4)    
O. Bulut (4,5) , 
Grifo (3,5) - 

Einwechslungen:
46. Niederlechner (2)     für Ignjovski
58. Petersen (3,5) für Meffert
77. Haberer     für Frantz

Trainer:
Streich

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Wagner (34., Rechtsschuss)
1:1
Niederlechner (78., Rechtsschuss, Söyüncü)
2:1
Kramaric (81., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Rudy)
Gelbe Karten
Hoffenheim:
Vogt
(2. Gelbe Karte)
,
Rudy
(2.)
Freiburg:
Torrejon
(1. Gelbe Karte)
,
Haberer
(2.)
,
Söyüncü
(2.)

Spieldaten

TSG Hoffenheim       SC Freiburg
Tore 2 : 1 Tore
 
Torschüsse 14 : 13 Torschüsse
 
gespielte Pässe 393 : 479 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 297 : 382 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 96 : 97 Fehlpässe
 
Passquote 76% : 80% Passquote
 
Ballbesitz 45% : 55% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 44% : 56% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 18 : 15 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 14 : 18 Gefoult worden
 
Abseits 3 : 7 Abseits
 
Ecken 8 : 5 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
15.10.2016 15:30 Uhr
Stadion:
Wirsol Rhein-Neckar-Arena, Sinsheim
Zuschauer:
28540
Spielnote:  3,5
eine taktisch geprägte, lange tempo- und ereignisarme Partie, die in der zweiten Hälfte deutlich an Fahrt und Spannung zunahm.
Chancenverhältnis:
8:4
Eckenverhältnis:
8:5
Schiedsrichter:
Deniz Aytekin (Oberasbach)   Note 3
neben kleineren Fehlern (falscher Foulpfiff bei Torrejon gegen Wagner, 19., und überzogenes Gelb gegen Haberer, 90./+3) traf er in den wichtigsten Szenen einer kniffligen Partie vertretbare Entscheidungen: Söyüncüs Einsteigen gegen Rudy (80.) war elfmeterwürdig, die Duelle Höfler gegen Kramaric (53.), Bicakcic gegen Niederlechner (85.) sowie Günter gegen Amiri (87.) jeweils nicht.
Spieler des Spiels:
Sandro Wagner
Der sehr lauf- und zweikampf- starke Sandro Wagner behauptete viele Bälle, blieb beim 1:0 ruhig im Abschluss und riss die Kollegen emotional mit.

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein Voice & VR eMagazine