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Werder Bremen

Werder Bremen

1
:
2

Halbzeitstand
1:0
1. FSV Mainz 05

1. FSV Mainz 05


WERDER BREMEN
1. FSV MAINZ 05
15.
30.
45.







60.
75.
90.













Werder gibt Spiel spät aus der Hand

Malli und De Blasis vermiesen Nouri das Debüt

Unter Interimstrainer Alexander Nouri fing Werder Bremen im Heimspiel gegen Mainz stark an und belohnte sich mit der Führung. Doch im zweiten Durchgang wurde der Druck der Gäste immer größer, der SVW kam kaum zu Entlastung. Durch zwei späte Tore konnten die 05er noch alle drei Punkte mitnehmen, während der SVW wieder mit leeren Händen dastand.

Der Mainzer Christian Clemens (li.) im Zweikampf mit Bremens Kapitän Clemens Fritz.
Der Mainzer Christian Clemens (li.) im Zweikampf mit Bremens Kapitän Clemens Fritz.
© imagoZoomansicht

Werder-Interimstrainer Nouri nahm nach dem 1:4 in Gladbach drei Wechsel vor. Manneh kam zu seinem Bundesliga-Debüt, dazu begannen Moisander und Hajrovic. Diagne, Yatabaré (beide nicht im Kader) und Ulisses Garcia (Bank) machten Platz.

Auch FSV-Coach Martin Schmidt tauschte im Vergleich zum 3:1 in Augsburg dreimal: Bungert, Clemens und Brosinski begannen für Bell (Bank), Onisiwo und Gbamin (beide nicht im Kader).

Hajrovic belohnt Bremer Bemühungen

Die Bremer legten einen extrem couragierten Start hin. Der neue Trainer hatte scheinbar die richtigen Worte gefunden, der SVW zeigte ein anderes Gesicht als in Gladbach. Nach nur vier Minuten hätte Manneh fast eine besondere Geschichte geschrieben, scheiterte aber aus kurzer Distanz an Lössl. Nach Halbchancen durch Gnabry (5.) und erneut Manneh (6.) belohnten sich die Norddeutschen nach zwölf Minuten für eine starke Anfangsphase: Hajrovic zog von links nach innen und setzte das Spielgerät sehenswert ins rechte Toreck.

Nach diesem Treffer nahm Werder das Tempo raus und überließ den Mainzern das Spiel. Doch die 05er taten sich schwer, Chancen zu kreieren - Bussmanns Abschluss blieb harmlos (20.). Nach 27 Zeigerumdrehungen kamen die Gäste nach einer Unstimmigkeit in der Bremer Defensive zur bis dato besten Chance, Öztunali drosch das Leder aus kurzer Distanz über den Kasten. Anschließend passierte nicht mehr viel und die Hausherren nahmen die knappe Führung mit in die Kabine.

Die Mainzer kamen besser aus der Pause und machten nun mehr - Borsinski verzog knapp (50.). Den Bremern fehlte nun im Mittelfeld der Zugriff, Hajrovics (52.) und Mannehs (54.) Schüsse aus der Distanz waren harmlos. Die Gäste waren zu diesem Zeitpunkt das bessere Team, Frei zwang Drobny zu einer Fußabwehr (55.) und bei Clemens' Schlenzer musste sich der Schlussmann lang machen (57.).

Cordoba und Hajrovic vergeben

Die Gäste blieben weiter dominant, Clemens verzog (62.). Eine Minute später kam es zu einer kuriosen Szene: Bauer spielte Cordoba den Ball genau in die Füße, der Stürmer scheiterte alleine vor Drobny. Im Gegenzug konterten die Bremer, Hajrovic war frei durch und fand im Eins-gegen-eins in Lössl seinen Meister (63.). Die Werderaner hatten nicht mehr die Ordnung, wie noch vor der Pause - auch weil Mainz mehr investierte. Bussmann kam links im Strafraum frei zum Abschluss, verzog aber völlig (67.).

Malli belohnt Mainzer Mut - Nouri muss auf die Tribüne

Die Schmidt-Elf versuchte alles, der Trainer wechselte mit Muto für Bungert (75.) und Holtmann für Frei (82.) sehr offensiv. Der SVW tat sich schwer, für Entlastung zu sorgen, nach einem Gegenstoß kam mal Junuzovic zum Abschluss, verzog aber (79.). Aber in der 87. Minute war es schließlich so weit: Cordoba setzte sich gegen Moisander durch und gab das Leder weiter zu Malli, der vollstreckte eiskalt ins linke Eck - 1:1. Kurz darauf regte sich Werder-Coach Nouri nach einer Gelben Karte für Grillitsch so auf, dass er von Schiedsrichter Wolfgang Stark auf die Tribüne geschickt wurde (89.).

De Blasis schockt Werder

Und für die Hausherren kam es in der zweiten Minute der Nachspielzeit noch dicker: Der eingewechselte Holtmann fand mit seiner Flanke den ebenfalls eingewechselten De Blasis, der Argentinier traf aus kurzer Distanz per Kopf. Damit holten die Mainzer spät drei Punkte und Werder stand zum vierten Mal in Folge mit leeren Händen da.

Bremen empfängt am Samstag den VfL Wolfsburg (18.30 Uhr), Mainz spielt ebenfalls am Samstag zu Hause gegen Bayer Leverkusen (15.30 Uhr).

Bundesliga, 2016/17, 4. Spieltag
Werder Bremen - 1. FSV Mainz 05 1:2
Werder Bremen - 1. FSV Mainz 05 1:2
Der neue Mann an der Weser

Alexander Nouri übernimmt interimsweise das Traineramt beim SV Werder - als Nachfolger des entlassenen Viktor Skripnik.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Werder Bremen
Aufstellung:
Drobny (2,5) - 
L. Sané (3,5) , 
Moisander (5) , 
Ro. Bauer (3,5) - 
Fritz (4)    
Grillitsch (3)    
Hajrovic (2,5)        
Junuzovic (3,5)    
Gnabry (3,5) - 
Manneh (3,5)        

Einwechslungen:
55. Thy (4,5) für Manneh
70. U. Garcia für Hajrovic
79. Fröde für Junuzovic

Trainer:
Nouri
1. FSV Mainz 05
Aufstellung:
Lössl (2,5) - 
Donati (3,5) , 
Balogun (2,5) , 
Bungert (3,5)        
Bussmann (4,5) - 
Brosinski (3,5) , 
F. Frei (4,5)        
Öztunali (4)    
Clemens (3,5) - 
Malli (3)    
Cordoba (3,5)

Einwechslungen:
64. De Blasis         für Öztunali
75. Muto für Bungert
82. Holtmann für F. Frei

Trainer:
Schmidt

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Hajrovic (12., Linksschuss, Gebre Selassie)
1:1
Malli (87., Rechtsschuss, Cordoba)
1:2
De Blasis (90. + 2, Kopfball, Holtmann)
Gelbe Karten
Bremen:
Manneh
(1. Gelbe Karte)
,
Grillitsch
(2.)
Mainz:
F. Frei
(1. Gelbe Karte)
,
De Blasis
(2.)

Besondere Vorkommnisse
Werder-Interimstrainer Nouri wurde wegen Reklamierens aus dem Innenraum verwiesen (89.).

Spieldaten

Werder Bremen       1. FSV Mainz 05
Tore 1 : 2 Tore
 
Torschüsse 13 : 13 Torschüsse
 
gespielte Pässe 334 : 492 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 231 : 373 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 103 : 119 Fehlpässe
 
Passquote 69% : 76% Passquote
 
Ballbesitz 40% : 60% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 49% : 51% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 15 : 14 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 14 : 13 Gefoult worden
 
Abseits 2 : 4 Abseits
 
Ecken 3 : 14 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
21.09.2016 20:00 Uhr
Stadion:
Weser-Stadion, Bremen
Zuschauer:
37108
Spielnote:  3,5
nicht hochklassig, aber intensiv und spannend.
Chancenverhältnis:
5:8
Eckenverhältnis:
3:14
Schiedsrichter:
Wolfgang Stark (Ergolding)   Note 2
souveräne Gesamtleistung.
Spieler des Spiels:
Leon Balogun
Über 90 Minuten gesehen hieß der stärkste Mainzer Leon Balogun. Ein guter, konzentrierter Abräumer, der so seinem Team auf dem Weg zum Sieg half.

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