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Hamburger SV

Hamburger SV

2
:
1

Halbzeitstand
1:1
VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg


HAMBURGER SV
VFL WOLFSBURG
15.
30.
45.








60.
75.
90.















VfL verspielt Führung durch schwache zweite Hälfte

Waldschmidt schickt Wolfsburg in die Relegation

Der Hamburger SV hat sich im Schlussspurt den Klassenerhalt gesichert. Die Hanseaten besiegten nach neun Heimspielen ohne dreifachen Punktgewinn den VfL Wolfsburg mit 2:1 und kletterten so noch auf Platz 14. Die Niedersachsen, die in der ersten Hälfte zunächst dominant waren, aber nach der Pause nachließen, müssen in die Relegation.

Christian Mathena (3.v.l.), Robin Knoche (3.v.r.)
Im hohen Bogen zur Führung: Robin Knoche (3.v.r.) trifft per Kopf.
© Getty ImagesZoomansicht

HSV-Coach Markus Gisdol stellte seine Startelf nach dem 1:1 beim FC Schalke 04 auf drei Positionen um: Diekmeier (5. Gelbe Karte) fehlte im Kader, Janjicic und Jatta rutschten auf die Bank. Es begannen Mavraj (nach Gelbsperre), Ekdal und Müller, die beide nach mehrwöchigen Verletzungspausen erstmals wieder aufliefen.

Wolfsburgs Trainer Andries Jonker entschied sich nach dem 1:1 zu Hause gegen Mönchengladbach sogar zu vier - zum Teil recht überraschenden - Wechseln: Wollscheid, Gerhardt (nach Gelbsperre), Blaszczykowski und Malli spielten für Horn, Arnold, Didavi (alle Bank) und Bazoer (Gelbsperre). Luiz Gustavo rückte vor auf die Sechserposition.

Wolfsburg überlegen - bis Wollscheid patzt

Die Niedersachsen starteten hochkonzentriert ins Spiel, attackierten die Hamburger im Aufbau früh und spielten bei Balleroberung konsequent nach vorne. Ein Kopfball von Ntep sorgte in der Anfangsphase aber nur für leichte Gefahr (5.). Fünf Minuten später kam Gomez der Führung schon deutlich näher, als er aus spitzem Winkel Mathenia zu einer guten Parade zwang (10.). Der HSV war in der Offensive zunächst vollkommen abgemeldet und verlor die Bälle zumeist bereits an der Mittellinie.

Nach einer nur kurzen Verschnaufpause nach einer Viertelstunde nahm der VfL schnell wieder Fahrt auf. Blaszczykowski zwang Mathenia mit einem wuchtigen Dropkick aus der Distanz erneut zu einer Glanzparade (22.). Eine Minute später stand es 1:0 für die Gäste: Im Anschluss an einen Eckball beförderte Jung den Ball von rechts gefühlvoll ins Strafraumzentrum, wo Knoche per Kopf im hohen Bogen - und mit leichter Hilfe der Querlatte - zur verdienten Wolfsburger Führung vollstreckte (23.). Nach dem Gegentor zogen sich die Niedersachsen ein wenig zurück und überließen den Hanseaten ein wenig mehr Spielanteile, die diese zunächst nicht zu nutzen wussten.

Dies änderte sich in der 32. Minute, auch aufgrund eines dicken Patzers von Wollscheid, der nach einem Anspiel gegen drei herannahende Gegenspieler zu lange zögerte und so den Ball an Wood verlor, der blitzschnell zu Holtby weiterleitete. Dieser legte sofort in den Strafraum, wo Müller für Kostic durchließ. Der Serbe schob eiskalt zum 1:1 ein. Nun war der HSV plötzlich im Spiel, Kostic verzog vom Strafraumrand knapp (38.). Wolfsburg war ein wenig angezählt, hätte aber dennoch zur Pause führen können. Denn nach einem Stellungsfehler der Hamburger tauchte plötzlich Malli frei am Strafraumrand auf, verfehlte das linke Toreck jedoch um Zentimeter (45.+1).

Waldschmidt sorgt für grenzenlosen Jubel

Nach dem Seitenwechsel brachte Jonker Vieirinha für den angeschlagenen Blaszczykowski. Der Portugiese fügte sich schnell mit einem satten Distanzschuss ein, den Mathenia aber sicher parierte (49.). Nach wenigen Minuten übernahm jedoch der HSV mehr Initiative, während sich Wolfsburg zurückzog und auf Konter lauerte. In der Defensive ließen die Gäste indes kaum etwas zu. Die bis dahin gefährlichste Aktion nach Wiederbeginn hatte so Gomez mit einem Fallrückzieher, der vom Kopf von Ekdal ins Toraus prallte (63.).

Gideon Jung (l.), Filip Kostic
Jubel nach dem 1:1: Gideon Jung (l.) und Torschütze Filip Kostic.
© Getty Images

Gisol erhöhte danach das Risiko und brachte mit Jatta für Ekdal in der 71. Minute eine zusätzliche Offensivoption, zuvor war bereits Gregoritsch für Müller gekommen (64.). Trotz allem Bemühen fehlte den Hanseaten jedoch lange Zeit spielerische Kreativität, Tempo und Durchschlagskraft, um die solide stehende Abwehr der Wolfsburger in ernste Gefahr zu bringen.

In den Schlussminuten wurde es wild im Hamburg. Die Hanseaten rannten an, hatten jedoch im Passspiel ebenso große Probleme wie die Wolfsburg bei ihren Befreiungsversuchen. Die Partie war zerfahren, Torchancen Mangelware. Gisdol setzte alles auf eine Karte und brachte Waldschmidt für die letzten Minuten. Und der Wechsel sollte sich bezahlt machen! Keine zwei Minuten später löste sich der Joker nach starker Vorarbeit von Kostic auf der linken Seite am zweiten Pfosten und traf mit seinem ersten Bundesliga-Treffer zum 2:1 (88.). Nun warf Wolfsburg noch einmal alles nach vorne. In der Nachspielzeit musste Mathenia noch einmal in höchster Not gegen Arnold retten (90.+1), dann war der Klassenerhalt für den HSV geschafft.

Wolfsburg dagegen muss in die Relegation, voraussichtlich gegen den Lokalrivalen Eintracht Braunschweig. Am Sonntag wird es Gewissheit geben. Das Hinspiel findet bereits am kommenden Donnerstag um 20.30 Uhr statt. Der VfL hat dabei Heimrecht. Das Rückspiel findet am 29. Mai ebenfalls um 20.30 Uhr statt.

1. Bundesliga, 2016/17, 34. Spieltag
Hamburger SV - VfL Wolfsburg 2:1
Hamburger SV - VfL Wolfsburg 2:1
Geht die Uhr aus?

Der Hamburger SV musste auch in der Saison 2016/17 akut um den Klassenerhalt bangen. Am 34. Spieltag stand das Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten Wolfsburg an.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hamburger SV
Aufstellung:
Mathenia (1) - 
G. Sakai (4)        
K. Papadopoulos (3)    
Mavraj (4,5) , 
Ostrzolek (4) - 
Ekdal (4,5)    
Jung (3) - 
N. Müller (4)    
Holtby (4)    
Kostic (2)        
Wood (5)

Einwechslungen:
64. Gregoritsch     für N. Müller
71. Jatta für Ekdal
86. Waldschmidt     für Holtby

Trainer:
Gisdol
VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Casteels (3)    
S. Jung (3,5)    
Knoche (2,5)    
Wollscheid (5) , 
Gerhardt (5) - 
Guilavogui (3,5)    
Luiz Gustavo (3)    
Blaszczykowski (3)    
Malli (5)    
Ntep (5) - 
Gomez (3,5)

Einwechslungen:
46. Vieirinha (5)     für Blaszczykowski
76. Osimhen für S. Jung
84. Arnold für Malli

Trainer:
Jonker

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Knoche (23., Kopfball, S. Jung)
1:1
Kostic (32., Linksschuss, Holtby)
2:1
Waldschmidt (88., Kopfball, Kostic)
Gelbe Karten
HSV:
G. Sakai
(7. Gelbe Karte)
,
K. Papadopoulos
(6.)
,
Kostic
(6.)
,
Gregoritsch
(4.)
Wolfsburg:
Guilavogui
(6. Gelbe Karte)
,
Vieirinha
(3.)
,
Casteels
(3.)

Spieldaten

Hamburger SV       VfL Wolfsburg
Tore 2 : 1 Tore
 
Torschüsse 6 : 12 Torschüsse
 
gespielte Pässe 343 : 344 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 211 : 198 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 132 : 146 Fehlpässe
 
Passquote 62% : 58% Passquote
 
Ballbesitz 49% : 51% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 53% : 47% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 12 : 18 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 16 : 12 Gefoult worden
 
Abseits 2 : 1 Abseits
 
Ecken 2 : 8 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
20.05.2017 15:30 Uhr
Zuschauer:
57000 (ausverkauft)
Spielnote:  4
die Partie lebte einzig von der Dramatik, anfangs spielstarke Wolfsburger passten sich dem schwachen HSV an.
Chancenverhältnis:
2:6
Eckenverhältnis:
2:8
Schiedsrichter:
Manuel Gräfe (Berlin)   Note 3
hätte bei Gerhardts Schubser gegen Ekdal auf Freistoß für den HSV entscheiden müssen, Ekdal war beim anschließenden Handspiel keine Absicht zu unterstellen (51.).
Spieler des Spiels:
Christian Mathenia
Schon früh rettete Christian Mathenia den HSV gegen Gomez und Blaszczykowski, in der Nachspielzeit war er dann gegen Arnold zur Stelle.

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