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TSG Hoffenheim

TSG Hoffenheim

5
:
3

Halbzeitstand
2:2
Bor. Mönchengladbach

Bor. Mönchengladbach


TSG HOFFENHEIM
BOR. MÖNCHENGLADBACH
15.
30.
45.











60.
75.
90.














Szalai und Demirbay treffen doppelt

TSG gewinnt Acht-Tore-Wahnsinn

Satte acht Tore bot der Fußballnachmittag in Sinsheim. In einer Offensivschlacht besiegte Hoffenheim Mönchengladbach 5:3. Neben vielen Treffern bot die Begegnung auch giftige Zweikämpfe, große Emotionen und jede Menge Diskussionsbedarf. Ein kurzweiliges Spiel, das eigentlich zwei Sieger verdient gehabt hätte, entschieden schließlich gleich zwei Doppelpacker.

Hoffenheim - Mönchengladbach
Strittige Szene: Jonas Hofmann (#23) spielt den Ball mit der Hand - kurz darauf fällt das 2:2.
© picture allianceZoomansicht

Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann veränderte seine Startelf im Vergleich zum 1:2 in Hamburg auf drei Positionen: Demirbay, Szalai und Toljan spielten für Bicakcic, Schwegler (beide Bank) und Terrazzino (nicht im Kader). Mönchengladbachs Coach Dieter Hecking tauschte nach dem 3:2 in Köln zweimal Personal: Hahn und Traoré begannen für Hazard (nicht im Kader) und Raffael (Innenbanddehnung).

Das Aufeinandertreffen zweier offensiv ausgerichteter Mannschaften wurde von Beginn an mit offenem Visier geführt. Schon in der 9. Minute klingelte es zum ersten Mal: Demirbay zirkelte einen Freistoß in den Gefahrenbereich, wo erst Wagner mit einem Kopfball an Sommer scheiterte, doch Szalai aber aus der Nahdistanz abstaubte (9.).

Szalais Doppelpack

In der Folge wurde die Borussia dominanter, ließ den Ball mit vielen Kurzpässen in den eigenen Reihen laufen und hoffte mit vielen Positionswechseln auf Lücken im gegnerischen Defensivverbund. Die TSG glänzte aber mit exzellenter Raumaufteilung, stockte die Dreierkette gegen den Ball zur Fünferkette auf und verengte den Raum im Verbund gekonnt. Nach der Balleroberung schwärmten die Kraichgauer dann aus und zogen das Spiel in die Breite. So hatte die Fohlenelf mehr Spielanteile, doch 1899 verbuchte die besseren Chancen: Kramaric donnerte das Spielgerät an die Latte (22.). Kurz darauf war erneut Szalai zur Stelle, der nach feiner Kombination über Zuber und Rudy seinen Doppelpack perfekt machte (24.).

Gladbachs umstrittener Blitz-Ausgleich

Gladbach schien trotzdem nur wenig beeindruckt und blieb seiner aufwändigen Spielweise treu. Ein Wendt-Freistoß wanderte scharf an der Abseitsgrenze über Christensen und Strobl zu Vestergaard, der die Kugel am linken Pfosten über die Linie drückte (31.). Nur vier Minuten später der schnelle und umstrittene Ausgleich: Hofmann hielt einen Baumann-Befreiungsschlag mit dem Arm auf. Dahoud übernahm, legte quer zu Stindl, der ins leere Tor zum 2:2 traf (35.). Ein Treffer, der nicht hätte zählen dürfen.

Die wilde Fahrt geht weiter: Erst Pfosten, dann 3:2

Für die zweite Hälfte kam Gladbach energiegeladen aus der Kabine, betrieb hohen Aufwand, gab keinen Ball verloren und setzte Hoffenheim mit aggressivem Pressing zu. Beinahe hätte sich die Elf vom Niederrhein direkt wieder für diesen Mut belohnt: Traoré aber schoss knapp vorbei (50.), Hahn vom traf vom rechten Fünfmetereck mit einem Aufsetzer den rechten Pfosten (53.). Dass die Borussia diese Chancen nicht nutzte, sollte sich alsbald rächen: Demirbays Freistoßflanke setzte am Fünfmeterraum auf und schlug im linken Eck ein (58.). Sommer war chancenlos, weil Wagner direkt vor ihm knapp verpasste.

Die Begegnung war mittlerweile hochemotional. Es gab viele giftige Zweikämpfe im Mittelfeld und auch die ein oder andere Rudelbildung. Dahoud war mit einer Gelben Karte gut bedient, als er Demirbay mit beiden Sohlen auf den Spann stieg (64.). Diese hitzige Atmosphäre wussten dann die Hausherren zu beruhigen und nahmen etwas Tempo aus der Partie. Kurz darauf erhöhte Joker Uth, der eine Fackel aus 20 Metern in den rechten Winkel schweißte (75.).

Dahoud macht es wieder spannend

Ein Traumtor, das Ruhe gab? Von wegen! Die Borussen gaben sich nicht geschlagen und drängten weiter nach vorne. Der eingewechselte Drmic wurde mit einem Schuss geblockt, der Abpraller fiel Dahoud vor die Füße, er verkürzte auf 3:4 (78.). Der Druck war plötzlich wieder enorm hoch, doch die TSG versteckte sich nicht und spielte getreu dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" frech nach vorne. Zuber rang Sommer eine Glanzparade ab (86.). Dann tankte sich Kramaric in den Sechzehner, flankte auf den zweiten Pfosten auf Demirbay, der zum 5:3-Endstand einköpfte (89.). Bis zum Schlusspfiff war es aber keineswegs langweilig: Hofmann (90.+1) auf der einen und auf der anderen Seite Joker Amiri (90.+4) hätten das Endergebnis durchaus nach oben schrauben können.

Hoffenheim ist am Freitag (20.30 Uhr) beim 1. FC Köln zu Gast. Mönchengladbach empfängt tags darauf (18.30 Uhr) Borussia Dortmund.

1. Bundesliga, 2016/17, 29. Spieltag
TSG Hoffenheim - Bor. Mönchengladbach 5:3
TSG Hoffenheim - Bor. Mönchengladbach 5:3
Gut gelaunt

Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

TSG Hoffenheim
Aufstellung:
Baumann (3,5) - 
Süle (3) , 
Vogt (3,5)    
B. Hübner (2,5)        
Toljan (3,5) , 
Zuber (2,5) - 
Rudy (2,5)    
Demirbay (2)        
Kramaric (2,5) - 
Szalai (2)            
Wagner (3,5)    

Einwechslungen:
63. Uth     für Wagner
74. Nad. Amiri für Szalai
85. Bicakcic für B. Hübner

Trainer:
Nagelsmann
Bor. Mönchengladbach
Aufstellung:
Sommer (4) - 
Elvedi (4)    
A. Christensen (4,5)    
Vestergaard (4,5)    
Wendt (3) - 
Dahoud (2)        
Strobl (3)    
Traoré (2,5)    
Hofmann (3) - 
Hahn (3)    
Stindl (2,5)            

Einwechslungen:
74. Drmic für Hahn
74. Herrmann für Traoré
85. Benes für Strobl

Trainer:
Hecking

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Szalai (9., Linksschuss, Wagner)
2:0
Szalai (24., Rechtsschuss, Rudy)
2:1
Vestergaard (31., Linksschuss, Strobl)
2:2
Stindl (35., Rechtsschuss, Dahoud)
3:2
Demirbay (58., direkter Freistoß, Linksschuss)
4:2
Uth (75., Linksschuss, Süle)
4:3
Dahoud (78., Rechtsschuss, Drmic)
5:3
Demirbay (89., Kopfball, Kramaric)
Gelbe Karten
Hoffenheim:
B. Hübner
(10. Gelbe Karte, gesperrt)
,
Vogt
(6.)
Gladbach:
Stindl
(7. Gelbe Karte)
,
Elvedi
(2.)
,
A. Christensen
(1.)
,
Dahoud
(2.)

Spieldaten

TSG Hoffenheim       Bor. Mönchengladbach
Tore 5 : 3 Tore
 
Torschüsse 16 : 11 Torschüsse
 
gespielte Pässe 498 : 508 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 417 : 437 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 81 : 71 Fehlpässe
 
Passquote 84% : 86% Passquote
 
Ballbesitz 50% : 50% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 57% : 43% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 6 : 20 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 20 : 6 Gefoult worden
 
Abseits 3 : 6 Abseits
 
Ecken 5 : 1 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
15.04.2017 15:30 Uhr
Stadion:
Wirsol Rhein-Neckar-Arena, Sinsheim
Zuschauer:
30150 (ausverkauft)
Spielnote:  1
ein extrem tempo- und abwechslungsreiches Offensivspektakel auf hohem technischen Niveau mit herausragendem Unterhaltungswert.
Chancenverhältnis:
9:6
Eckenverhältnis:
5:1
Schiedsrichter:
Christian Dingert (Lebecksmühle)   Note 5
übersah Szalais Abseitsstellung vor dem 1:0, Hofmanns Handspiel vor dem 2:2, Vestergaards elfmeterwürdiges Foul an Kramaric (43.), hätte Stindl (8.) und Hahn (60.) verwarnen müssen. Pfiff Kramaric zu Unrecht zurück (72., kein Abseits).
Spieler des Spiels:
Kerem Demirbay
Hoffenheims Kerem Demirbay präsentierte feine Technik und kluge Pässe, erzielte zwei Tore und leitete zudem mit einem weiteren Standard das 1:0 ein.

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