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Hamburger SV

Hamburger SV

2
:
2

Halbzeitstand
1:1
SC Freiburg

SC Freiburg


HAMBURGER SV
SC FREIBURG
15.
30.
45.






60.
75.
90.












Petersen bereitet beide Freiburger Tore vor

Hunt trifft und vergibt den Sieg

Der Hamburger SV hatte zuletzt drei Pflichtspiele in Folge ohne ein Gegentor gewonnen. Am 21. Spieltag im Heimspiel gegen den SC Freiburg konnte der Bundesliga-Dino daran nicht mehr ganz anknüpfen: Nach personellen Hiobsbotschaften fing sich der HSV zunächst das 1000. Bundesliga-Heimgegentor, ehe auch aufgrund eines verschossenen Elfmeters nicht mehr als ein 2:2 heraussprang.

Aaron Hunt
Erfolgreich aus dem Spiel heraus, kläglich vom Punkt: Hamburgs Aaron Hunt.
© Getty ImagesZoomansicht

HSV-Coach Markus Gisdol war nach dem 3:0 bei RB Leipzig, dem dritten Pflichtspielsieg in Folge ohne Gegentor, auf gleich zwei Positionen zum Umbau gezwungen: Für den kurzfristig angeschlagen ausfallenden Müller, der jüngst in bestechender Form gewesen war (Gisdol: "Er ist für uns eigentlich unverzichtbar"), startete Hunt. Außerdem sagte kurz vor Anstoß noch Wood ab, sodass Diekmeier aufs Feld beordert wurde.

Freiburgs Trainer Christian Streich nahm derweil mit Hinblick auf den 2:1-Erfolg über den 1. FC Köln zwei Veränderungen vor: Für Frantz und Niederlechner (jeweils Bank) rückten Abrashi und Petersen in die Startelf.

Hunt und Petersen rechtfertigen Startelfberufungen

Im Vergleich zur Vorwoche griffen beide Teams also mit neuen Stürmern an - und beide Akteure sollten entscheidende Rollen im ersten Abschnitt spielen. Zunächst war es Hunt, der die Gäste aus dem Breisgau, die anfangs gut aufgespielt und sich extrem ballgierig präsentiert hatten, schockte: Der ehemalige Bremer tunnelte nach einem ebenfalls mit einem Beinschuss versehenen Zuspiel von Ostrzolek seinen Gegenspieler Söyüncü und verbuchte so das 1:0 für den Bundesliga-Dino (15.).

Der Sport-Club knabberte zunächst am Gegentreffer, wirkte konsterniert - und bedankte sich dann bei einer schlecht gestaffelten Hamburger Hintermannschaft in Form des 1:1: Petersen kam kurz vor dem Strafraum an den Ball. Sakai versuchte Druck zu machen und öffnete so den Raum für den einlaufenden Philipp, der das Zuspiel bekam sowie aus kurzer Entfernung wuchtig ins linke Eck einschoss (23.). Dies war zugleich das 1000. Heimgegentor in der Bundesliga-Geschichte der Hanseaten.

Der dritte HSV-Ausfall

Nach dem 1:1 war die Elf von SCF-Coach Streich wieder etwas feldüberlegen - und hätte das 2:1 verzeichnen müssen: Philipp klaute sich den Ball vom schwach verteidigenden Mavraj und fand über Umwege Abrashi im Rückraum. Der giftige Abräumer hatte aus elf Metern alle Zeit der Welt, feuert das Leder allerdings kläglich drüber (30.). Und dennoch hatten die Hamburger in dieser Szene Pech: Innenverteidiger Papadopoulos, zuletzt auch als Vollstrecker erfolgreich, verletzte sich an der Schulter und musste durch den Ex-Kapitän Djourou ersetzt werden (31.). Nach Müller und Wood brach HSV-Coach Gisdol demnach die dritte Säule an einem Tag weg.

Der Joker sticht

Mit Wiederbeginn wurde das erste Mal freiwillig beim Bundesliga-Dino gewechselt: Der nach Bänderriss im Sprunggelenk genesene Gregoritsch ersetzte Diekmeier und rückte ins Sturmzentrum, dafür bekleidete Hunt die rechte Außenbahn. Ein Wechsel, der sich auszahlen sollte - obwohl der SC Freiburg wie in Abschnitt eins zunächst das bessere Team war und sich Adlers Tor annäherte (48., 49. und 50.). Doch in Minute 57 schlug der HSV eiskalt zu: Holtby - von mehreren Gegenspielern umgeben - fand mit seinem von Petersen abgefälschten Zuspiel Sakai rechts im Strafraum. Der Kapitän blickte auf und spielte die Kugel perfekt links in den Fünfmeterraum, wo sich Gregoritsch davongestohlen hatte und nur noch zum 900. Bundesliga-Gegentor der Gäste einzuschieben brauchte.

Tabellenrechner 1.Bundesliga

Grifo schiebt ein - Hunt vergibt

Vincenzo Grifo
Rettete dem SC Freiburg einen Punkt: Spielmacher Vincenzo Grifo.
© Getty ImagesZoomansicht

Der Führungstreffer verlieh dem Gastgeber zwar neuerliches Selbstvertrauen, an der Tatsache, dass der Sport-Club über die bessere Spielanlage verfügte und schlichtweg gefälliger kombinierte, änderte das nichts. So war das 2:2 nur die logische Folge - und wieder verteidigten die Norddeutschen nicht gut genug: Mavraj machte Druck auf Grifo, doch der Ideengeber legte überlegt für Petersen ab, lief durch und bekam das Zuspiel wieder von seinem Kollegen. Frei vor Adler blieb der 23-Jährige cool und schob rechts unten ein (72.).

Der Schlusspunkt war dies aber immer noch nicht: Hunt holte gegen Torrejon einen berechtigten Elfmeter heraus (87.), den der 30-jährige Offensivmann allerdings kläglich verschoss und so die möglichen drei Punkte liegen ließ.

Der trotz einer zuletzt guten Phase knapp vor dem Relegationsplatz stehende HSV reist am kommenden Samstag (15.30 Uhr) zum Nord-Süd-Duell nach München. Zur selben Zeit empfängt Freiburg im Schwarzwald-Stadion die offensivstarken Westfalen von Borussia Dortmund.

1. Bundesliga, 2016/17, 21. Spieltag
Hamburger SV - SC Freiburg 2:2
Hamburger SV - SC Freiburg 2:2
Konzentration

HSV-Trainer Markus Gisdol wirkt fokusiert, strebt er doch den vierten Pflichtspielsieg in Folge ein.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hamburger SV
Aufstellung:
Adler (3) - 
G. Sakai (4)    
K. Papadopoulos (3)    
Mavraj (4) , 
Ostrzolek (3) - 
Walace (3,5)    
Jung (3,5) - 
Diekmeier (4)    
Holtby (2,5) , 
Kostic (4,5)    
Hunt (3)        

Einwechslungen:
31. Djourou (3,5)     für K. Papadopoulos
46. Gregoritsch (2,5)     für Diekmeier
83. Ekdal für Walace

Trainer:
Gisdol
SC Freiburg
Aufstellung:
Schwolow (2) - 
Kübler (3,5) , 
Torrejon (4) , 
Söyüncü (3) , 
C. Günter (3,5) - 
Abrashi (4)    
Höfler (3)    
Philipp (2)        
Grifo (2)        
Haberer (3)        

Einwechslungen:
62. Frantz für Abrashi
85. Niederlechner für Haberer
90. + 1 O. Bulut für Grifo

Trainer:
Streich

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Hunt (15., Linksschuss, Holtby)
1:1
Philipp (23., Linksschuss, Petersen)
2:1
Gregoritsch (57., Linksschuss, G. Sakai)
2:2
Grifo (72., Rechtsschuss, Petersen)
Gelbe Karten
HSV:
Kostic
(2. Gelbe Karte)
,
Hunt
(2.)
,
Djourou
(6.)
Freiburg:
Philipp
(4. Gelbe Karte)
,
Haberer
(5., gesperrt)

Besondere Vorkommnisse
Schwolow hält Foulelfmeter von Hunt (88.)

Spieldaten

Hamburger SV       SC Freiburg
Tore 2 : 2 Tore
 
Torschüsse 6 : 12 Torschüsse
 
gespielte Pässe 402 : 441 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 265 : 315 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 137 : 126 Fehlpässe
 
Passquote 66% : 71% Passquote
 
Ballbesitz 48% : 52% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 45% : 55% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 15 : 9 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 9 : 15 Gefoult worden
 
Abseits 3 : 2 Abseits
 
Ecken 7 : 5 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
18.02.2017 18:30 Uhr
Stadion:
Volksparkstadion, Hamburg
Zuschauer:
49405
Spielnote:  2,5
viel Tempo, Spannung bis zum Schluss und spielerisch über weite Strecken ansprechendes Niveau.
Chancenverhältnis:
4:4
Eckenverhältnis:
7:5
Schiedsrichter:
Christian Dingert (Lebecksmühle)   Note 3
pfiff Petersen einmal zu Unrecht wegen Abseits zurück (4.), Mavrajs Halten gegen Söyüncü reichte nicht für einen Strafstoß (54.), der Elfmeter für den HSV war korrekt, da Torrejon Hunt am Fuß traf (87.).
Spieler des Spiels:
Nils Petersen
Zu beiden Freiburger Toren leistete Nils Petersen die Vorarbeit und überzeugte auch sonst, war zudem immer anspielbar und gefährlich.

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