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Bayer 04 Leverkusen

Bayer 04 Leverkusen

3
:
1

Halbzeitstand
0:0
Hamburger SV

Hamburger SV


BAYER 04 LEVERKUSEN
HAMBURGER SV
15.
30.
45.





60.
75.
90.














Leverkusen dreht die Partie in der Schlussphase

Pohjanpalo-Wahnsinn: Hattrick in 15 Minuten

Lange sah es für Leverkusen nach einer Niederlage aus, doch dank Joker Joel Pohjanpalo durfte die Werkself am Ende einen 3:1-Heimsieg gegen Hamburg bejubeln. Das Abwehrbollwerk des HSV schien bis in die Schlussphase undurchdringbar, dann aber wurde ein 21-jähriger Finne zum großen Helden: Dem eingewechselten Pohjanpalo gelang binnen 15 Minuten ein lupenreiner Hattrick.

Trauriger Rekord: Bellarabi nach zehn Sekunden verletzt

Kevin Kampl, Nicolai Müller & Wendell
Kaum Räume: Hamburgs Nicolai Müller (M.) wird von Leverkusens Kevin Kampl (l.) und Wendell (r.) bedrängt.
© Getty ImagesZoomansicht

Leverkusens Trainer Roger Schmidt veränderte seine Startelf im Vergleich zur 1:2-Derby-Niederlage in Mönchengladbach auf vier Positionen: Chicharito, Bender, Henrichs und Mehmedi spielten für Aranguiz (angeschlagen nicht im Kader), Baumgartlinger, Jedvaj (beide Bank) und Volland (Mittelhandbruch). Hamburgs Coach Bruno Labbadia brachte nach dem 1:1 gegen Ingolstadt Holtby und Spahic für Djourou (Oberschenkelzerrung) und Jung (nicht im Kader).

Einen echten Albtraum-Start erlebte Bellarabi: Nach nur zehn Sekunden verletzte sich der Flügelflitzer bei seiner ersten Aktion, einer Streckbewegung, hielt sich die linke Leiste und verschwand kurz darauf in der Kabine. Brandt ersetzte ihn (3.) - es war die schnellste Auswechslung in der Vereinsgeschichte der Werkself. Auf dem Rasen wollten derweil beide Mannschaften nach vorne spielen, verhedderten sich dabei aber immer wieder im hart umkämpften Mittelfeld, das kaum Räume offenbarte. Mehmedi (9.) auf der einen sowie Kostic (3.) und Gregoritsch (13.) auf der anderen Seite gaben erste Warnschüsse ab.

Mehmedi und Müller sorgen für angenehme Ausnahmen

Das sollten für lange Zeit die einzigen zu Ende gespielten Offensivaktionen bleiben. Eine hohe Fehlpassquote auf beiden Seiten sowie waches und aggressives Defensivverhalten sorgten dafür, dass sämtliche Angriffswellen auf ein Abwehr-Riff aufliefen. Auf Abschlüsse warteten die gut 30.000 Fans in der ausverkauften BayArena vergebens - seltene Strafraumszenen gab es lediglich nach Standardsituationen zu sehen.

Erst kurz vor der Pause meldeten beide Teams noch einmal Torgefahr an: Mehmedi köpfte einen Calhanoglu-Freistoß aus fünf Metern genau auf Adler (37.), Müller scheiterte nach Zuckerpass von Kostic an Leno (40.) und Wendell zirkelte einen Freistoß knapp am Pfosten vorbei (43.). Entsprechend ging es torlos in die Pause.

Wood vollendet einen Konter

Nach dem Seitenwechsel war Leverkusen die aktivere Mannschaft. Bayer suchte stets den Weg nach vorne, lief sich aber reihenweise fest. Kampl (47.) und Calhanoglu (56.) verbuchten Abschlüsse. In Führung ging dann aber etwas überraschend der HSV, denn die Hanseaten fuhren einen perfekten Konter: Gregoritsch servierte den Ball in den Lauf von Wood, der freie Bahn hatte, am vorbeigrätschenden Leno vorbeisprintete und dann ins leere Tor zum 1:0 traf (58.).

Die Werkself war nun gefordert und intensivierte die Offensivbemühungen bei sehr heißen Bedingungen weiter. Henrichs (60.) und Chicharito, der vom rechten Fünfmetereck den Pfosten traf (63.), hatten ihr Visier aber nicht genau genug eingestellt. Hamburg stand dagegen weiter kompakt in der Defensive und lauerte geduldig auf Konter. Gegen den Ball operierten die Hanseaten in einem 4-4-2-System. Vorne liefen Gregoritsch und Wood abwechselnd die ballführenden Spieler an, dahinter standen die beiden Viererketten eng zusammen und machen die Räume konsequent zu. Leverkusen fand einfach kein Durchkommen.

Hattrick! Joker Pohjanpalo sticht dreimal

Schmidt musste reagieren und brachte mit Pohjanpalo einen frischen Stürmer (72.). Der Joker sollte wenig später stechen: Kampl steckte für Brandt ans rechte Fünfereck durch, der gegen den herauseilenden Adler noch einmal nach innen chippte. Dort lauerte der Finne und köpfte aus der Nahdistanz ins leere Tor ein - 1:1 (79.). Auch in der Folge blieben die Hausherren am Drücker, bissen sich aber zunächst wieder die Zähne aus. In der Nachspielzeit brachen dann alle Dämme: Henrichs servierte den Ball zentral an die Strafraumgrenze, wo Pohjanpalo die aufspringende Kugel mit vollem Risiko abfasste und sehenswert in den rechten Winkel donnerte (90.+1). Doch damit nicht genug: Bei einem Konter wurde erneut Pohjanpalo angespielt - der 21-Jährige machte seinen lupenreinen Hattrick mit einem Schuss ins Torwarteck perfekt (90.+4). Danach war Schluss.

Leverkusen ist am Mittwoch (20.45 Uhr) in der Champions League gefordert und empfängt in der BayArena ZSKA Moskau. In der Liga geht es für die Werkself dann am Samstag (15.30 Uhr) mit einem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt weiter. Gleichzeitig genießt Hamburg Heimrecht gegen RB Leipzig.

Bundesliga, 2016/17, 2. Spieltag
Bayer 04 Leverkusen - Hamburger SV 3:1
Bayer 04 Leverkusen - Hamburger SV 3:1
Freude vor Anpfiff

Bayer Leverkusen verkündete vor dem Heimspiel am 2. Spieltag gegen Hamburg, dass Torwart Bernd Leno bis 2020 verlängert hatte.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Bayer 04 Leverkusen
Aufstellung:
Leno (5) - 
Henrichs (3) , 
Tah (2)    
Toprak (3,5) , 
Wendell (4)    
L. Bender (3,5)    
Kampl (2,5)    
Bellarabi    
Mehmedi (4,5)    
Calhanoglu (4) - 

Einwechslungen:
3. Brandt (2,5) für Bellarabi
72. Pohjanpalo (1)             für Mehmedi
88. Jedvaj für Wendell

Trainer:
Schmidt
Hamburger SV
Aufstellung:
Adler (3)    
G. Sakai (4) , 
Cleber (4) , 
Spahic (5) , 
Ostrzolek (5) - 
Hunt (4,5)    
Holtby (3,5)    
N. Müller (3,5) , 
Gregoritsch (3,5) , 
Kostic (5)    
Wood (2,5)        

Einwechslungen:
66. Ekdal für Holtby
81. Lasogga für Wood
86. Halilovic für Kostic

Trainer:
Labbadia

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Wood (58., Rechtsschuss, Gregoritsch)
1:1
Pohjanpalo (79., Kopfball, Brandt)
2:1
Pohjanpalo (90. + 1, Rechtsschuss, Henrichs)
3:1
Pohjanpalo (90. + 4, Rechtsschuss, Chicharito)
Gelbe Karten
Leverkusen:
Tah
(1. Gelbe Karte)
,
Kampl
(1.)
HSV:
Hunt
(1. Gelbe Karte)

Spieldaten

Bayer 04 Leverkusen       Hamburger SV
Tore 3 : 1 Tore
 
Torschüsse 15 : 6 Torschüsse
 
gespielte Pässe 487 : 299 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 382 : 189 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 105 : 110 Fehlpässe
 
Passquote 78% : 63% Passquote
 
Ballbesitz 62% : 38% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 52% : 48% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 13 : 20 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 18 : 13 Gefoult worden
 
Abseits 4 : 2 Abseits
 
Ecken 4 : 1 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
10.09.2016 15:30 Uhr
Stadion:
BayArena, Leverkusen
Zuschauer:
30210 (ausverkauft)
Spielnote:  3,5
lange Zeit, vor allem in der ersten Halbzeit, eine niveauarme Partie. Die turbulente Schlussviertelstunde entschädigte für so manches.
Chancenverhältnis:
5:2
Eckenverhältnis:
4:1
Schiedsrichter:
Tobias Welz (Wiesbaden)   Note 3
Wendells Handspiel (45.) ließ Welz ungeahndet und im Pausenpfiff untergehen. Sakai hätte für sein Einsteigen gegen Brandt Gelb sehen müssen (64.).
Spieler des Spiels:
Joel Pohjanpalo
Seinem Spitznamen „Danger“ machte Stürmer Joel Pohjanpalo alle Ehre. Mit nur drei Torschüssen erzielte der eingewechselte Finne drei Tore.

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