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TSG Hoffenheim

TSG Hoffenheim

2
:
2

Halbzeitstand
1:1
Hamburger SV

Hamburger SV


TSG HOFFENHEIM
HAMBURGER SV
15.
30.
45.






60.
75.
90.







Hoffenheimer Heimserie reißt gegen den Dino

Müller und Kostic sichern verdienten HSV-Punkt

Der Hamburger SV hat die Länderspielpause genutzt und einen Leistungssprung bewerkstelligt. Am Sonntagnachmittag verdienten sich die Rothosen ein 2:2 bei der TSG Hoffenheim. Kostic brachte den Bundesliga-Dino nicht unverdient in Führung, 1899 allerdings fand die passenden Antworten. Das letzte Wort in Sinsheim hatte aber der treffsichere Müller, der bereits gegen Dortmund doppelt zugestochen hatte.

Seltenes Glücksgefühl: Die Hamburger bejubeln das 1:0 durch Filip Kostic (#17, mit Nicolai Müller).
Seltenes Glücksgefühl: Die Hamburger bejubeln das 1:0 durch Filip Kostic (#17, mit Nicolai Müller).
© Getty ImagesZoomansicht

Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann sah nach dem 1:1 in München keinen Grund, seine Anfangsformation zu verändern. Auch die Länderspielpause machte ihm bei diesem Vorhaben keinen Strich durch die Rechnung.

HSV-Coach Markus Gisdol stellte nach dem deutlichen 2:5 gegen den BVB insgesamt viermal um: Mathenia (Bundesliga-Premiere für die Norddeutschen) ersetzte den verletzten Adler (Ellbogen-OP) zwischen den Pfosten, zudem rückten Ostrzolek, Holtby und Kostic für Spahic, Cleber und Lasogga in die Mannschaft.

Kramaric baut Druck auf

Die Partie lief in den ersten Minuten so, wie man den Schlagabtausch zwischen einem Spitzenteam und dem Tabellenletzten erwartet hatte: Es ging ausschließlich in eine Richtung. Kurz nach Anpfiff hätte 1899-Angreifer Kramaric bereits das 1:0 besorgen können, vergab aber freistehend aus acht Metern (3.). In der Folge war es immer wieder der Kroate, der Mathenia prüfte: Erst köpfte Kramaric knapp drüber, dann war der HSV-Debütant aus spitzem Winkel erster Sieger (5., 10.).

Joker Bicakcic ist gleich mittendrin

Die Gäste aus der Hansestadt brauchten eine Viertelstunde, um in Sinsheim wirklich anzukommen. Holtby suchte am zweiten Pfosten Müller, dessen Volleyschuss über den Kasten von Baumann ging (15.). Wenig später musste Hoffenheims Verteidiger Vogt raus, der von Bicakcic ersetzt wurde. Und der Nationalspieler aus Bosnien-Herzegowina rückte direkt in den Mittelpunkt: Erst ging sein Kopfball daneben, dann ließ er sich auf der anderen Seite des Feldes von Kostic vernaschen, der durch die Beine von Baumann die Hamburger Führung besorgte (28.). Das 0:1 war aus Hoffenheimer Sicht ein Wirkungstreffer, der die Hausherren einige Minuten beschäftigte. Bis Wagner kam: Einen Kopfball aus fünf Metern setzte er unbedrängt drüber, scheiterte aus drei Metern wenig später an Mathenia - und besorgte nach Demirbay-Ecke Sekunden vor der Pause doch noch den Ausgleich (39., 44., 45.+1).

Müller findet die Antwort

Bedient: Am Hoffenheimer 2:1 hatte auch HSV-Schlussmann Christian Mathenia seinen Anteil.
Bedient: Am Hoffenheimer 2:1 hatte auch HSV-Schlussmann Christian Mathenia seinen Anteil.
© Getty Images

Nach dem Seitenwechsel ging es praktisch wieder von null los. Allerdings blieb es nicht sehr lange dabei: Rudy bediente den offensivstarken Kaderabek, der für Zuber auflegte - 2:1 für 1899 (49.). Blieb die Frage zu klären, ob der Bundesliga-Dino nun komplett einbrechen würde. Weil Djourou in letzter Sekunde vor Demirbay klärte (54.), durfte Müller verneinen. Nach Süles dickem Patzer fand Kostic über Holtby schließlich Müller, der aus kürzester Distanz vollstreckte - 2:2 (61.).

Wechselspiele bleiben wirkungslos

Einer, der in die HSV-Suppe hätte spucken müssen, war Hoffenheims Kramaric, doch der Kroate ließ in der 71. Minute mal wieder einen Hochkaräter liegen. Wenig später "erlöste" ihn Nagelsmann und brachte Geburtstagskind Vargas (78.). Auf der Gegenseite signalisierte auch Gisdol, dass ihm das 2:2 nicht reichte - und brachte Stoßstürmer Lasogga für den emsigen Gregoritsch (80.).

Die Wechselspiele allerdings blieben in einer zerfahrenen, von Spannung geprägten Schlussphase wirkungslos. Zuber zielte in den letzten Zügen knapp daneben, Rupp war Sekunden zuvor nach einem Kontakt mit Djourou zu Boden gegangen - Hartmann sah keinen Elfmeter (90.). So blieb es schlussendlich beim 2:2, das die Hoffenheimer Heimserie (zuletzt drei Dreier in Folge) beendete.

Hoffenheim reist am Samstag (15.30 Uhr) zur kriselnden Borussia nach Mönchengladbach, der HSV will zeitgleich gegen Werder Bremen im Nordderby den ersten Dreier der Saison einfahren.

Bundesliga, 2016/17, 11. Spieltag
TSG Hoffenheim - Hamburger SV 2:2
TSG Hoffenheim - Hamburger SV 2:2
Verbissen

HSV-Coach Markus Gisdol bei der Ankunft im Stadion
© imago

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

TSG Hoffenheim
Aufstellung:
Baumann (3,5) - 
Süle (4,5) , 
Vogt    
B. Hübner (3) - 
Kaderabek (1,5) , 
Rudy (3)    
Zuber (2,5)    
Nad. Amiri (3) , 
Demirbay (3,5)    
Wagner (2)    
Kramaric (4,5)    

Einwechslungen:
22. Bicakcic (4)     für Vogt
69. Rupp für Demirbay
78. E. Vargas für Kramaric

Trainer:
Nagelsmann
Hamburger SV
Aufstellung:
Mathenia (5) - 
Diekmeier (4) , 
Djourou (5) , 
Jung (4) , 
Douglas Santos (4,5) - 
G. Sakai (4)        
Ostrzolek (3,5) - 
Holtby (3) - 
N. Müller (2,5)            
Kostic (2)        
Gregoritsch (4,5)    

Einwechslungen:
80. Lasogga für Gregoritsch
90. + 2 Hunt für Kostic
90. + 5 Porath für N. Müller

Trainer:
Gisdol

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Kostic (28., Linksschuss, Holtby)
1:1
Wagner (45. + 1, Rechtsschuss, Demirbay)
2:1
Zuber (49., Linksschuss, Kaderabek)
2:2
N. Müller (61., Rechtsschuss, Holtby)
Gelbe Karten
Hoffenheim:
Bicakcic
(3. Gelbe Karte)
HSV:
G. Sakai
(4. Gelbe Karte)
,
N. Müller
(2.)

Spieldaten

TSG Hoffenheim       Hamburger SV
Tore 2 : 2 Tore
 
Torschüsse 17 : 14 Torschüsse
 
gespielte Pässe 497 : 325 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 402 : 225 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 95 : 100 Fehlpässe
 
Passquote 81% : 69% Passquote
 
Ballbesitz 60% : 40% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 45% : 55% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 12 : 25 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 22 : 11 Gefoult worden
 
Abseits 2 : 2 Abseits
 
Ecken 8 : 6 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
20.11.2016 15:30 Uhr
Stadion:
Wirsol Rhein-Neckar-Arena, Sinsheim
Zuschauer:
29512
Spielnote:  2,5
spannend und kurzweilig, aber ohne die große fußballerische Klasse und zu sehr fehlerbehaftet.
Chancenverhältnis:
12:3
Eckenverhältnis:
8:6
Schiedsrichter:
Robert Hartmann (Wangen)   Note 5
mit einem spielentscheidenden Fehler: hätte Strafstoß geben müssen, als Djourou gegen Rupp im Strafraum das Bein stehen ließ (90.).
Spieler des Spiels:
Pavel Kaderabek
Beackerte unermüdlich den Flügel. Pavel Kaderabek überzeugte dabei mit reihenweise Tempo- und Flankenläufen, bereitete so auch das Tor zum 2:1 vor.

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