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Hamburger SV

Hamburger SV

2
:
1

Halbzeitstand
2:0
Werder Bremen

Werder Bremen


HAMBURGER SV
WERDER BREMEN
15.
30.
45.











60.
75.
90.














Hamburg rettet nach 2:0-Führung den Sieg ins Ziel

Lasogga nutzt Bremer Unzulänglichkeiten eiskalt

Durchatmen beim Hamburger SV! Die Rothosen gewannen das 104. Nordderby gegen Werder Bremen mit 2:1 und entledigten sich damit wohl aller Abstiegssorgen. Die Labbadia-Elf startete bissig und aggressiv und nutzte in der ersten Hälfte katastrophale Fehler in der Bremer Hintermannschaft. Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Grün-Weißen stark verbessert und kamen durch Joker Ujah noch einmal heran. Doch ausgerechnet die Bremer Lebensversicherung ließ beste Chancen liegen.

Doppelpack: Pierre-Michel Lasogga köpft den HSV mit 2:0 in Führung.
Doppelpack: Pierre-Michel Lasogga köpft den HSV mit 2:0 in Führung.
© Picture AllianceZoomansicht

HSV-Trainer Bruno Labbadia zeigte sich nach der 0:3-Niederlage in Dortmund unzufrieden und wechselte viermal: Adler (Rotsperre), Kacar, Ekdal und Cleber wurden durch Drobny, Jung, Gregoritsch und Kapitän Djourou ersetzt.

Werder-Coach Viktor Skripnik wechselte nach der 0:2 Pokal-Niederlage in München dagegen nur einmal: Garcia verteidigte anstelle von Sternberg hinten links.

Werder wackelt gewaltig

Der HSV erwischte den ganz klar besseren Start in das 104. Nordderby. Die Labbadia-Elf zeigte sich bissiger und gewillter. Die Bremer hingegen wirkten drei Tage nach dem Aus im DFB-Pokal noch nicht ganz auf der Höhe und leisteten sich gerade in der Anfangsphase viele Ungenauigkeiten in der Defensive. Einer dieser Patzer unterlief Djilobodji, der sich auf dem Flügel gegen Müller verschätzte und damit die HSV-Führung einleitete. Der Hamburger lief anschließend unbedrängt bis zur Grundlinie durch und legte für Lasogga auf - für den Angreifer war es nach 666 torlosen Minuten der ersten Treffer (5.).

Die Grün-Weißen bekamen nach wie vor keinen Fuß auf den Boden und wirkten offensiv ideenlos. Hinten präsentierte sich die Skripnik-Elf weiter fehleranfällig. Ein erneuter Aussetzer Djilobodjis führte zur nächsten HSV-Chance durch Müller (22.). Von den Bremern war bis zu diesem Zeitpunkt nichts zu sehen, ehe sie einen gefährlichen Konter fuhren, an dessen Ende Drobny gegen Grillitsch parierte (24.).

Lasogga schnürt Doppelpack

Anschließend fanden sich die Werderaner leicht besser im Spiel zurecht, doch dann konterte der HSV im eigenen Stadion und nutzte die Bremer Unzulänglichkeiten in der Defensive eiskalt aus: Ostrzolek flankte von links und Lasogga im Zentrum nickte ungedeckt zum 2:0 ein (32.).

Die Bremer standen also bereits nach einer halben Stunde mit dem Rücken zur Wand und versuchten, noch vor der Pause den Anschluss zu erzielen. Doch Drobny entschärfte einen Fritz-Schuss (40.) und Pizarro (44.) sowie Bartels (45.+2) verfehlten das Tor.

Bremer Sturmlauf beginnt, doch Pizarro scheitert

Trotz der indiskutablen Leistung in den ersten 45 Minuten gab sich Werder noch nicht geschlagen und spielte besser nach vorne. Allerdings fehlte den Grün-Weißen in den meisten Fällen die Stringenz in den Angriffen. Doch nach 56 Minuten foulte Djourou Pizarro im Strafraum. Den Foulelfmeter allerdings ließ der Peruaner kläglich liegen (Drobny hielt den Ball fest), sodass das Zwei-Tore-Polster des HSV bestehen blieb (57.).

Dem HSV war zu diesem Zeitpunkt die Souveränität aus dem ersten Durchgang komplett abhanden gekommen und Werder stürmte fortan mit zwei Stürmern: Ujah war für Yatabaré gekommen (59.). Eine Einwechslung, die sich sofort bezahlt machte, denn der Nigerianer verkürzte aus leicht abseitsverdächtiger Position zum 1:2 (65.). Erneut Ujah (66.), Bartels (68.) und Junuzovic (69.) vergaben unmittelbar danach die Chancen zum Ausgleich.

90.+5: Pizarro vergibt letzte Chance

Die Hamburger fingen sich dann aber wieder und störten die Bremer in ihren Angriffsbemühungen. Dazu boten sich den Rothosen auch gute Konterchancen, die die Labbadia-Elf aber reihenweise liegenließ. So wurde im Volksparkstadion bis zum Schluss gezittert, erst recht bei Pizarros letzter Kopfballmöglichkeit. Doch der Peruaner köpfte Zentimeter neben den rechten Pfosten, womit der Hamburger Sieg nach über 95 Minuten in trockenen Tüchern war.

Hamburg spielt am kommenden Samstag (15.30 Uhr) beim FSV Mainz. Werder kann sich jetzt erst einmal ein paar Tage ausruhen und empfängt erst am übernächsten Montag (20.15 Uhr) zu ungewöhnlicher Zeit den VfB Stuttgart.

1. Bundesliga, 2015/16, 31. Spieltag
Hamburger SV - Werder Bremen 2:1
Hamburger SV - Werder Bremen 2:1
Derby-Time

Hamburgs Coach Bruno Labbadia macht sich auf das 104. Nordderby gegen Bremen gefasst.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hamburger SV
Aufstellung:
Drobny (2)    
G. Sakai (3) , 
Djourou (4,5)    
Spahic (3) , 
Ostrzolek (2) - 
Jung (3) , 
Holtby (3) - 
N. Müller (2)    
Gregoritsch (4)        
Ilicevic (3)    
Lasogga (2)            

Einwechslungen:
46. Kacar (4) für N. Müller
79. Diekmeier für Gregoritsch
87. Cleber für Ilicevic

Trainer:
Labbadia
Werder Bremen
Aufstellung:
Wiedwald (3) - 
Vestergaard (4,5) , 
Djilobodji (5)    
S. Garcia (4,5)    
Fritz (2,5)        
Grillitsch (4)    
S. Yatabaré (4,5)        
Junuzovic (3,5) , 
Bartels (2,5)    
Pizarro (4,5)

Einwechslungen:
59. Ujah (2)     für S. Yatabaré
76. Sternberg für S. Garcia
89. Fröde für Grillitsch

Trainer:
Skripnik

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Lasogga (5., Linksschuss, N. Müller)
2:0
Lasogga (32., Kopfball, Ostrzolek)
2:1
Ujah (65., Kopfball)
Gelbe Karten
HSV:
Lasogga
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
,
Gregoritsch
(5., gesperrt)
,
Drobny
(1.)
Bremen:
S. Yatabaré
(3. Gelbe Karte)
,
Fritz
(13.)
,
Djilobodji
(6.)
,
Bartels
(4.)

Besondere Vorkommnisse
Drobny hält Foulelfmeter von Pizarro (57.)

Spieldaten

Hamburger SV       Werder Bremen
Tore 2 : 1 Tore
 
Torschüsse 12 : 21 Torschüsse
 
gespielte Pässe 397 : 461 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 260 : 329 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 137 : 132 Fehlpässe
 
Passquote 65% : 71% Passquote
 
Ballbesitz 46% : 54% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 50% : 50% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 22 : 11 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 11 : 19 Gefoult worden
 
Abseits 3 : 0 Abseits
 
Ecken 5 : 4 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
22.04.2016 20:30 Uhr
Stadion:
Volksparkstadion, Hamburg
Zuschauer:
57000 (ausverkauft)
Spielnote:  1,5
vom HSV in der ersten Halbzeit spielerisch hochklassig geführt, durchgehend intensiv, bis zur letzten Sekunde packend.
Chancenverhältnis:
6:6
Eckenverhältnis:
5:4
Schiedsrichter:
Manuel Gräfe (Berlin)   Note 2,5
nervenstark in der für ihn persönlich brisanten Partie, kein Heimschiedsrichter, pfiff dennoch ausgewogen. Ujahs minimale Abseitsstellung beim 2:1 war ohne TV-Bild nicht zu erkennen. Fritz hätte fürs Foul an Kacar zwingend Gelb-Rot sehen müssen (75.), bei der Rettungsaktion gegen Lasogga (90./+3) drückte Gräfe gerade noch vertretbar beide Augen zu.
Spieler des Spiels:
Pierre-Michel Lasogga
Die Verwandlung der Müller-Vorarbeit war Formsache für Pierre-Michel Lasogga, danach war er im Spiel: Er arbeitete hart, legte ins 2:0 seine ganze Wucht.

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