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FC Schalke 04

FC Schalke 04

2
:
3

Halbzeitstand
2:0
Bayer 04 Leverkusen

Bayer 04 Leverkusen


FC SCHALKE 04
BAYER 04 LEVERKUSEN
15.
30.
45.











60.
75.
90.










Leverkusen festigt Rang drei, Schalke stagniert

Bellarabi & Co. nutzen den S04-Minutenschlaf

Bayer 04 Leverkusen kam auf Schalke nach zuletzt bärenstarken Leistungen anfangs ein wenig unter die Räder: Choupo-Moting, Sané & Co. erwiesen sich als zu spritzig und zu gefährlich. Die Hypothek von 0:2 war aber schnell wieder Geschichte - genauer gesagt nach sechs kurzweiligen Minuten. Durch das 3:2 bleibt die Werkself die Mannschaft der Stunde in der Bundesliga und surft weiter auf der Erfolgswelle in Richtung direkter Champions-League-Qualifikation. Schalke dagegen erlebte nach anfänglich guter Leistung ein kleines blaues Wunder.

Julian Brandt, Karim Bellarabi und Javier Hernandez (Chicharito)
Innerhalb von sechs Minuten drehte Bayer Leverkusen auf Schalke das Spiel.
© Getty ImagesZoomansicht

Schalke-Trainer André Breitenreiter reagierte auf die jüngste 0:3-Pleite in München mit zwei personellen Wechseln: Meyer verstärkte die Offensive (Riether rückte auf die Bank) und Kolasinac vertrat Aogo (Bank) auf der linken Seite. Zudem agierten die Königsblauen wieder in gewohnter 4-2-3-1-Formation und nicht mit einer variablen Dreier-/Fünferkette. Vorne sollten demnach neben Meyer wieder Sané, Choupo-Moting und Huntelaar Dampf machen und Abschlüsse generieren.

Leverkusens Coach Roger Schmidt konnte an diesem Abend endlich aus dem Vollen schöpfen - nach gefühlten Ewigkeiten: Im Vergleich zum insgesamt souveränen 3:0 gegen Frankfurt starteten Wendell, Toprak, Bender und Kampl für Henrichs, Kramer, Yurchenko und Calhanoglu (allesamt Bank). Kurios: Toprak und Kapitän Bender standen das erste Mal in dieser fast abgeschlossenen Saison gemeinsam auf dem Feld. "Wir haben hervorragende Optionen", so lautete Schmidts Aussage vor dem Spiel.

Huntelaar scheitert an "Katze" Leno

In der Veltins-Arena wollte die "Bayer-A-Elf" dann auch direkt von Beginn an Druck entwickeln - und zwar mit einem hohen Pressing. Doch beim Wollen ist es in den ersten 45 Minuten größtenteils geblieben: Denn Schalke war in Abschnitt eins nicht nur das bessere, sondern auch das effektivere Team. Da konnte auch die vergebene erste Großchance nichts am Selbstbewusstsein der Knappen ändern: Toprak war dem Tempo von Sané im Strafraum nicht gewachsen, es folgte das Foul und der Strafstoß. Leno parierte aber gegen Huntelaars strammen Schuss stark (5.), womit der Bayer-Keeper nunmehr neun von 31 Elfmetern gehalten hat (Rekord unter den aktiven BL-Keepern). Die Negativbilanz des Hunters wuchs damit an: Fünf der letzten sieben Schüsse vom Punkt vergab der Niederländer.

Julian Brandt
Eine erste Halbzeit zum Verstecken lieferten Julian Brandt & Co. auf Schalke ab.
© Getty Images

Lenos Serie reißt

Neun Minuten später war es dann aber um Lenos Serie geschehen: Nach 588 Pflichtspielminuten ohne Gegentor (persönlicher Rekord und Vereinsrekord) kassierte der Schlussmann wieder ein Gegentor. Ein hochverdientes obendrein: Meyer legte kurz nach der Mittellinie ab für Choupo-Moting, der sich aufmachte und bis an den Strafraum sprintete. Dort folgte der Schuss, den der erneut unglücklich agierende Toprak unhaltbar für Leno abfälschte (14.). Beim 1:0 blieb es aber nicht, das hochverdiente 2:0 für offensiv gefällige Königsblaue sollte folgen. Matip spielte steil zu Sané, der direkt für Meyer ablegte. Der Mittelfeldmann stand vor dem Strafraum, wartete und legte überlegt quer zu Sané. Der Nationalspieler blieb frei vor Leno cool und schob mit links ein (29.). Für den 20-Jährigen war es Scorerpunkt Nummer zwölf in dieser Spielzeit (sieben Tore, fünf Assists).

Weitere Chancen vergaben zudem noch Sané (9. und 11.) oder Choupo-Moting (34.). Von Bayer kam derweil wenig, wenngleich das Wenige Gehalt hatte: Brandt vergab zweimal aus aussichtsreicher Lage (10. und 18.), zudem scheiterte Aranguiz via Freistoß (39.).

Leverkusen brennt ein wahres Feuerwerk ab

Trainer Schmidt sah sich in der Pause gezwungen, ein zweites Mal zu reagieren (in Hälfte eins musste schon Henrichs für den verletzten Jedvaj eingewechselt werden): Kießling kam für Bender und bildete mit Chicharito die Doppelspitze.

Max Meyer
Fassungslos: Max Meyer.
© Getty ImagesZoomansicht

Eine Maßnahme, die Wirkung zeigte - genauso wie die Halbzeitpause Wirkung bei Schalke zeigte: Denn die Hausherren waren zwischen der 46. und 60. Minute gedanklich nicht auf dem Platz. Derweil rannte die Werkself an - mit allem, was sie hatte: Bellarabi traf zunächst den rechten Pfosten (51.), ehe Brandt den 1:2-Anschluss mit einem eleganten Außenristschuss aus spitzem Winkel erzielte (54.). Damit hatten die furiosen sechs Bayer-Minuten allerdings erst angefangen: Aranguiz traf die Querlatte (55.), Bellarabi verbuchte das 2:2 und obendrein seine neunte (!) Torbeteiligung aus den letzten fünf Ligaspielen (56.) und Chicharito stellte mit seinem 3:2 die Partie komplett auf den Kopf (60.). Am Rande: Schlussmann Fährmann sah vor allem beim Ausgleich nicht gut aus.

Aranguiz an die Latte, Huntelaar verzweifelt

Hernach fanden auch die Knappen wieder Zugang. Huntelaar scheiterte zum Beispiel mit einem knackigen Hammer an einer starken Parade von Leno (68.). Zwei Minuten vorher hatte dafür aber Aranguiz einen direkten Freistoß an die Querlatte geschlenzt (drittes Mal Aluminium für Bayer in Abschnitt zwei). In der Schlussphase, in der vermehrt wieder die Schalker drückten, verzog zudem Meyer (81.). Letztlich verloren die Hausherren verdient mit 2:3 und treten weiterhin auf der Stelle. In Richtung Königsklasse wird wohl nichts mehr gehen. Bayer dagegen siegte zum sechsten Mal in der Bundesliga in Folge und festigte Rang drei.

Schalke gastiert am Samstag (15.30 Uhr) in Hannover. Leverkusen empfängt am Samstag (18.30 Uhr) Hertha BSC.

Bundesliga, 2015/16, 31. Spieltag
FC Schalke 04 - Bayer 04 Leverkusen 2:3
FC Schalke 04 - Bayer 04 Leverkusen 2:3
Ruhe...

... vor dem Spieltag. Die Schalker Arena.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC Schalke 04
Aufstellung:
Fährmann (5,5) - 
Junior Caicara (4,5)    
J. Matip (4,5) , 
Neustädter (4,5)    
Kolasinac (3,5) - 
Höjbjerg (3,5)        
Geis (5)    
L. Sané (3,5)        
M. Meyer (3) , 
Choupo-Moting (3)    
Huntelaar (5)    

Einwechslungen:
68. Belhanda für Höjbjerg
78. Goretzka für Geis
87. Höwedes für Neustädter

Trainer:
Breitenreiter
Bayer 04 Leverkusen
Aufstellung:
Leno (1) - 
Jedvaj (5)    
Tah (3,5) , 
Toprak (5)        
Wendell (3) - 
L. Bender (4,5)            
Aranguiz (2) - 
Bellarabi (1,5)    
Kampl (3) , 
Brandt (1,5)    
Chicharito (2,5)        

Einwechslungen:
32. Henrichs (2,5) für Jedvaj
46. Kießling (3) für L. Bender
65. Ramalho für Toprak

Trainer:
Schmidt

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Choupo-Moting (14., Rechtsschuss, M. Meyer)
2:0
L. Sané (29., Linksschuss, M. Meyer)
2:1
Brandt (54., Rechtsschuss, Bellarabi)
2:2
Bellarabi (56., Rechtsschuss, Henrichs)
2:3
Chicharito (60., Rechtsschuss, Brandt)
Gelbe Karten
Schalke:
Junior Caicara
(7. Gelbe Karte)
,
L. Sané
(4.)
,
Höjbjerg
(3.)
Leverkusen:
Toprak
(2. Gelbe Karte)
,
L. Bender
(2.)
,
Chicharito
(6.)

Besondere Vorkommnisse
Leno hält Foulelfmeter von Huntelaar (5.)

Spieldaten

FC Schalke 04       Bayer 04 Leverkusen
Tore 2 : 3 Tore
 
Torschüsse 20 : 16 Torschüsse
 
gespielte Pässe 515 : 408 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 419 : 306 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 96 : 102 Fehlpässe
 
Passquote 81% : 75% Passquote
 
Ballbesitz 56% : 44% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 49% : 51% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 18 : 16 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 16 : 16 Gefoult worden
 
Abseits 4 : 3 Abseits
 
Ecken 6 : 4 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
23.04.2016 18:30 Uhr
Stadion:
Veltins-Arena, Gelsenkirchen
Zuschauer:
62271 (ausverkauft)
Spielnote:  1,5
der Westschlager bot alle Facetten eines unterhaltsamen Spiels, vor allem etliche Chancen, Tempo und eine nervenaufreibende Torfolge.
Chancenverhältnis:
9:10
Eckenverhältnis:
6:4
Schiedsrichter:
Wolfgang Stark (Ergolding)   Note 2
bei der Beurteilung von Zweikämpfen nicht immer geradlinig, in entscheidenden Situationen wie beim Strafstoß oder bei Gelben Karten aber sicher.
Spieler des Spiels:
Bernd Leno
Torwart Bernd Leno wehrte erst den Strafstoß von Huntelaar ab und rettete am Ende mit einer Parade gegen den Niederländer Leverkusens Sieg.

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