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Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt

1
:
0

Halbzeitstand
1:0
Hannover 96

Hannover 96


EINTRACHT FRANKFURT
HANNOVER 96
15.
30.
45.




60.
75.
90.











Frankfurt distanziert Hannover auf zehn Punkte

Ben-Hatira entscheidet den Abstiegskrimi

Auf einem recht niedrigen Niveau bewegte sich der Abstiegskrimi zwischen Frankfurt und Hannover (1:0). In einer hart umkämpften, aber spielerisch erschreckend schwachen Partie sorgte Ben-Hatira mit einem schwer erkennbaren Abseits-Tor für eine Vorentscheidung im Abstiegskampf. Zwar distanzierte die Eintracht 96 auf zehn Punkte, doch rutschte die SGE dennoch auf Rang 17 ab.

Zweikampfbetonter Abstiegskrimi

Änis Ben-Hatira, Ron-Robert Zieler & Christian Schulz
Tor: Frankfurts Änis Ben-Hatira (l.) trifft aus spitzem Winkel zum 1:0.
© picture allianceZoomansicht

Frankfurts Coach Niko Kovac griff nach der 0:3-Pleite in Mönchengladbach durch und brachte mit Chandler, Ben-Hatira, Huszti, Stendera und Zambrano fünf Neue in seiner Startelf. Dafür mussten Abraham, Fabian, Hasebe (alle Bank), Medojevic und Regäsel (beide nicht im Kader) weichen. Auch Hannovers Trainer Thomas Schaaf schmiss die Rotationsmaschine an und veränderte seine Mannschaft im Vergleich zur 0:2-Niederlage gegen Köln auf vier Positionen: Gülselam, Hugo Almeida, Prib und Yamaguchi begannen für Fossum, Szalai (beide Bank), Sané und Schmiedebach (beide nicht im Kader).

Der Abstiegskrimi begann sehr zweikampfbetont. In den Duellen gingen beide Teams beherzt zur Sache und suchten durchaus auch den Weg nach vorne. Entsprechend resultierten viele Standardsituationen in der Anfangsphase. Diese blieben jedoch reihenweise ungenutzt. Der erste schöne Angriffszug gehörte 96: Über Kiyotake und Huga Almeida kam Karaman zum Schuss, doch Hradecky rettete mit einem Reflex (8.). Ansonsten gelang spielerisch nur wenig.

Abseits Aigner - Ben-Hatira trifft aus spitzem Winkel

Nach etwa zehn Minuten wurde die Eintracht dann aktiver und übernahm die Spielkontrolle. Während Hannover in dieser Phase gar nicht mehr aufkam, landete der letzte Pass der Frankfurter immer wieder beim Gegenspieler. Trotzdem belohnte sich die SGE für das aufgebrachte Engagement. Aus einem Gewühl am rechten Strafraumeck heraus passte Chandler auf den im Abseits stehenden Aiger, der Ben-Hatira in die Tiefe schickte. Der Angreifer traf daraufhin aus spitzem Winkel zum 1:0 (33.). Das Schiedsrichtergespann um Wolfgang Stark gab den Treffer - die Abseitsstellung war jedoch nur schwer erkennbar.

Die Niedersachsen schafften es in der Folge nicht, den Schalter umzulegen und taten sich gegen kämpferische Hessen schwer, überhaupt ins Spiel zu kommen. Gerade einmal 59 Prozent angekommene Pässe in der ersten Hälfte sowie nur 36 Prozent Ballbesitz belegen dies. Die Hessen behielten die Zügel in der Hand, verpassten es aber, nachzulegen und nahmen die 1:0-Führung mit in die Pause.

Auflösungserscheinungen der 96-Defensive

Schaaf brachte mit Wiederbeginn Anton für den angeschlagenen Innenverteidiger Schulz (Rückenprobleme). Die 96-Defensive war auch sofort wieder gefordert: Seferovic tauchte frei vor Zieler auf, doch der Torwart hielt seine Farben im Spiel (48.). Ansonsten bewegte sich das Kellerduell auf niedrigen Niveau. Immer wieder bremsten haarsträubende Fehlpässe den Spielfluss. Kiyotake streute nach knapp 50 Minuten Leerlauf immerhin einen Fernschuss für 96 ein (55.).

Im weiteren Verlauf wurde es kaum besser. Vor allem Hannover zeigte sich extrem fehleranfällig und servierte den Hausherren Chancen auf dem Silbertablett: Seferovic wurde in letzter Sekunde frei vor Zieler abgegrätscht (61.). Ben-Hatira traf bei einem Alleingang nur das Außennetz (66.). Und Zieler rettete stark gegen den freistehenden Ben-Hatira (71.).

In Hannover gehen die Lichter aus

Schaaf versuchte einzuwirken, brachte mit Saint-Maximin (69.) und Szalai (77.) zusätzliche Offensivkräfte, doch brachten seine Maßnahmen nicht die gewünschte Wirkung. Abgesehen von einem Prib- (79.) und einem Sainz-Maximin-Schuss (90.+1) brachten die Gäste nichts aufs Papier. Die Eintracht nahm den wichtigen Dreier mit, rutschte dennoch auf Rang 17 ab, distanzierte aber 96 auf zehn (!) Punkte und knipste in Hannover damit wohl die Lichter aus.

Frankfurt ist am Samstag, den 2. April (15.30 Uhr) zu Gast beim FC Bayern. Gleichzeitig empfängt Hannover den Hamburger SV.

1. Bundesliga, 2015/16, 27. Spieltag
Eintracht Frankfurt - Hannover 96 1:0
Eintracht Frankfurt - Hannover 96 1:0
Heimdebütant

Niko Kovac stand in Frankfurt erstmals für die SGE an der Seitenlinie.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Eintracht Frankfurt
Aufstellung:
Hradecky (3) - 
Chandler (4) , 
Zambrano (3) , 
Russ (3)    
Djakpa (4,5) - 
Reinartz (4,5)    
S. Aigner (4,5) , 
Stendera (5) , 
Huszti (4,5)    
Ben-Hatira (3)        
Seferovic (5)    

Einwechslungen:
62. Hasebe für Reinartz
82. Abraham für Huszti
88. Kittel für Ben-Hatira

Trainer:
Kovac
Hannover 96
Aufstellung:
Zieler (3,5)    
H. Sakai (5) , 
Milosevic (4) , 
C. Schulz (4)        
Sorg (5) - 
Yamaguchi (5,5)    
Gülselam (5)    
Karaman (5)    
Kiyotake (5) , 
Prib (5) - 
Hugo Almeida (5)    

Einwechslungen:
46. Anton (5,5) für C. Schulz
69. Saint-Maximin für Yamaguchi
77. Szalai für Karaman

Trainer:
Schaaf

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Ben-Hatira (33., Rechtsschuss, S. Aigner)
Gelbe Karten
E. Frankfurt:
Seferovic
(7. Gelbe Karte)
Hannover:
Zieler
(3. Gelbe Karte)
,
Gülselam
(7.)
,
Hugo Almeida
(1.)

Spieldaten

Eintracht Frankfurt       Hannover 96
Tore 1 : 0 Tore
 
Torschüsse 11 : 7 Torschüsse
 
gespielte Pässe 463 : 354 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 318 : 221 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 145 : 133 Fehlpässe
 
Passquote 69% : 62% Passquote
 
Ballbesitz 57% : 43% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 47% : 53% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 17 : 20 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 20 : 17 Gefoult worden
 
Abseits 4 : 5 Abseits
 
Ecken 13 : 3 Ecken
 
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Spielinfo

Anstoß:
19.03.2016 18:30 Uhr
Stadion:
Commerzbank-Arena, Frankfurt
Zuschauer:
43300
Spielnote:  5
ein Spiel, das zu keinem Zeitpunkt Bundesliganiveau erreichte. Etliche Fehler auf beiden Seiten sorgten für sehr unansehnliche 90 Minuten.
Chancenverhältnis:
4:2
Eckenverhältnis:
13:3
Schiedsrichter:
Wolfgang Stark (Ergolding)   Note 4,5
benachteiligte Hannover zweimal entscheidend: Vor dem 1:0 stand Aigner im Abseits, was jedoch sehr schwer zu erkennen war. Bei Reinartz' Grätsche gegen Prib hätte er auf Strafstoß entscheiden müssen (49.).
Spieler des Spiels:
Änis Ben-Hatira
Indem er die Offensive belebte und ein technisch feines Tor schoss, rechtfertigte Änis Ben-Hatira seine Aufstellung. Das 2:0 vergab er leichtfertig (66.).

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