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VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg

2
:
1

Halbzeitstand
2:1
Bor. Mönchengladbach

Bor. Mönchengladbach


VFL WOLFSBURG
BOR. MÖNCHENGLADBACH
15.
30.
45.










60.
75.
90.










Gladbachs 3-4-1-2-System geht schief

Draxler und Kruse lassen Wolfsburg heranrücken

In einer unterhaltsamen Partie trennten sich Wolfsburg und Mönchengladbach 2:1. Vor allem in der ersten Hälfte war die Partie ansehnlich: Ein schneller Doppelschlag durch Draxler und Kruse brachte den VfL auf die Siegerstraße. Die Borussia stellte daraufhin um, wurde griffiger und kam durch Raffael heran. Am Ende aber jubelten die Wölfe, die bis auf zwei Punkte an die Fohlen heranrückten.

Draxler und Kruse eiskalt

Max Kruse
Eiskalt: Wolfsburgs Max Kruse (2.v.r.) trifft zum zwischenzeitlichen 2:0.
© imagoZoomansicht

Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking brachte im Vergleich zum 4:0 in Hannover Vieirinha für Träsch (Bank) als Rechtsverteidiger. Mönchengladbachs Coach Andre Schubert musste seine Startelf nach dem 4:0 gegen Stuttgart zwangsläufig auf einer Position tauschen: Hinteregger begann für den verletzten Wendt (Muskelfaserriss mit Sehnenteilruptur im rechten Oberschenkel).

Beide Teams waren vom Anpfiff weg auf Ballbesitz aus und standen mit der jeweiligen Defensive relativ hoch. Der VfL ordnete sich im 4-1-2-1-2-System (4-4-2 mit Mittelfeldraute) an, die Borussia lief in einer eher ungewöhnlichen 3-4-1-2-Formation auf. Dabei agierten die Fohlen mit aggressivem Pressing und erschwerten somit den Spielaufbau der Wölfe. Mit fortschreitender Spieldauer aber erarbeiteten sich die Niedersachsen den gewünschten Ballbesitz und näherten sich dem gegnerischen Gehäuse an.

Dort zeigte sich Wolfsburg dann in gleich zwei Szenen eiskalt: Eine Schürrle-Flanke zuckelte durch den Verkehr im Strafraum und landete bei Draxler, der vom Elfmeterpunkt einschoss (15.). Kurz darauf führte ein Bilderbuchkonter zum 2:0, als Arnold Kruse bediente, der Elvedi aussteigen ließ und ins rechte Eck traf (17.).

Taktische Umstellung greift - Raffael trifft traumhaft

Mönchengladbachs Taktik war damit schon früh über den Haufen geworfen - Schubert stellte rasch auf ein 4-4-2 um. Eine Maßnahme, die sofort Wirkung zeigte: Fortan entwickelten die Fohlen mehr Offensivpower, rückten bei Vorstößen schnell nach und schnürten die Wölfe im gegnerischen Strafraum ein. Ein feiner Pass von Johnson spielte Raffael im Sechzehner frei. Aus schier unmöglichen Winkel zog der Brasilianer von links ab und jagte das Spielgerät sehenswert in den linken Winkel (23.).

Bis zum Halbzeitpfiff war die Borussia spielbestimmend und kreierte gute Möglichkeiten durch Raffael (25., 45.), Johnson (27.) und Dahoud (27.) - kam aber nicht zum eigentlich verdienten Ausgleich.

Wolfsburg entlastet gekonnt

Auch in der zweiten Hälfte blieb Gladbach spielbestimmend und kombinierte mit vielen, direkten Kurzpässen auf engstem Raum ansehnlich nach vorne. Die beste Möglichkeit verzeichnete in dieser Phase Stindl, der aufgrund einer Glanzparade von Casteels scheiterte (49.). Mit fortschreitender Spieldauer aber bekam Wolfsburg das Spiel wieder besser in den Griff. Für die Gäste entwickelte sich so ein Geduldspiel. Immer wieder liefen die Angriffswellen der Borussia auf ein VfL-Riff auf. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit vielen Mittelfeldgeplänkeln. Dabei setzten die Niedersachsen sogar Nadelstiche (Schürrle, 60; Rodriguez, 68.).

Schubert legte personell nach und brachte mit Herrmann (68.), Hrgota (76.) und Hofmann (80.) frische Offensivkräfte. Wirklichen Druck konnten die Fohlen aber bis zum Schlusspfiff nicht mehr entwickeln. Es blieb beim 2:1.

Wolfsburg ist nächste Woche erneut am Samstag (15.30 Uhr) gefordert und muss in Hoffenheim antreten. Mönchengladbach genießt gleichzeitig Heimrecht gegen Eintracht Frankfurt.

1. Bundesliga, 2015/16, 25. Spieltag
VfL Wolfsburg - Bor. Mönchengladbach 2:1
VfL Wolfsburg - Bor. Mönchengladbach 2:1
Schwung mitnehmen

Nach dem 4:0 im Niedersachsen-Derby in Hannover ging es für Dieter Heckings Wolfsburg gegen Gladbach weiter.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Casteels (3,5) - 
Vieirinha (5)    
Knoche (3) , 
Dante (2,5) , 
Luiz Gustavo (3)    
Guilavogui (3,5)    
Arnold (1,5) - 
Draxler (2)        
M. Kruse (2,5)    
Schürrle (3,5)        

Einwechslungen:
46. Träsch (3,5) für Vieirinha
74. D. Caligiuri für Draxler
83. M. Schäfer für Schürrle

Trainer:
Hecking
Bor. Mönchengladbach
Aufstellung:
Sommer (3) - 
Elvedi (5) , 
A. Christensen (3)    
Nordtveit (3) - 
F. Johnson (3)    
Dahoud (4)        
G. Xhaka (3)    
Hinteregger (4) - 
Hazard (3,5)        
Stindl (3) , 
Raffael (2)    

Einwechslungen:
68. Herrmann für Dahoud
76. Hrgota für Hazard
80. Hofmann für F. Johnson

Trainer:
Schubert

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Draxler (15., Linksschuss, Schürrle)
2:0
M. Kruse (17., Rechtsschuss, Arnold)
2:1
Raffael (23., Rechtsschuss, F. Johnson)
Gelbe Karten
Wolfsburg:
Schürrle
(2. Gelbe Karte)
,
Guilavogui
(3.)
Gladbach:
Dahoud
(3. Gelbe Karte)
,
A. Christensen
(1.)
,
Hazard
(4.)

Spieldaten

VfL Wolfsburg       Bor. Mönchengladbach
Tore 2 : 1 Tore
 
Torschüsse 12 : 14 Torschüsse
 
gespielte Pässe 513 : 680 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 412 : 574 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 101 : 106 Fehlpässe
 
Passquote 80% : 84% Passquote
 
Ballbesitz 43% : 57% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 51% : 49% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 15 : 13 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 12 : 15 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 2 Abseits
 

Spielinfo

Anstoß:
05.03.2016 15:30 Uhr
Stadion:
Volkswagen-Arena, Wolfsburg
Zuschauer:
29224
Spielnote:  2
temporeiches und taktisch anspruchsvolles Spiel, nach der Pause nicht mehr ganz so spektakulär.
Chancenverhältnis:
3:5
Eckenverhältnis:
1:3
Schiedsrichter:
Daniel Siebert (Berlin)   Note 2
hatte das umkämpfte Spiel gut im Griff, lag auch bei den persönlichen Strafen richtig.
Spieler des Spiels:
Maximilian Arnold
Der Mann mit dem unbändigen Willen. Maximilian Arnold bereitete das 2:0 sehenswert vor, überzeugte durch enormes Laufpensum.