Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?
Bor. Mönchengladbach

Bor. Mönchengladbach

5
:
1

Halbzeitstand
2:0
Werder Bremen

Werder Bremen


BOR. MÖNCHENGLADBACH
WERDER BREMEN
15.
30.
45.



60.
75.
90.













Pizarros trauriger Abend trotz Tor und Bundesliga-Marke

5:1! Gladbacher Offensive überrollt schwache Bremer Abwehr

Erst am 15. Dezember 2015 im DFB-Pokal-Achtelfinale hatte der SV Werder Bremen seine Spuren in Gladbach hinterlassen (4:3), nun folgte das Gastspiel in der Bundesliga. Die Borussen ließen sich dieses Mal aber nicht von den Norddeutschen überraschen, sondern dominierten von Beginn an. Letztlich sprang ein etwas zu deutliches 5:1 heraus, mit dem die Hausherren nicht nur ihren Freitags-Fluch ad acta legten, sondern auch den ersten Dreier 2016 feierten. Für Bremens Pizarros war es demnach ein Abend zum Vergessen - trotz Tor und Bundesliga-Jubiläum.

Thorgan Hazard, Lars Stindl und Andreas Christensen (v.l.n.r.)
Gladbach hatte in Hälfte eins reichlich Grund zur Freude: Hier feiern Thorgan Hazard, Lars Stindl und Andreas Christensen (v.l.n.r.).
© Getty ImagesZoomansicht

Gladbachs Trainer Andre Schubert nahm im Vergleich zum 0:1 in Mainz, das den Rückrundenfehlstart (1:3 gegen Dortmund) perfekt gemacht hatte, auf drei Positionen Wechsel vor: Dahoud, Hazard und Elvedi begannen anstelle von Hofmann, Traoré und Korb (allesamt Bank).

Werder-Coach Viktor Skripnik schickte im Vergleich zum furiosen 3:3 gegen Hertha BSC zwei Überraschungen von Beginn an aufs Feld: Neuzugang Kleinheisler startete nach seiner jüngsten Einwechslung für Grillitsch von Beginn an, derweil feierte der aus dem Nachwuchs hochgezogene Guwara sein Bundesliga-Debüt, weil Santiago Garcia gesperrt war (5. Gelbe Karte). Bis dato hatte der deutsche U-20-Nationalspieler 2015/16 ganze 15-mal für Werder II gespielt.

Gladbach spielt im Strafraum Katz und Maus

Mit den neuen Akteuren in der Startelf erwischte Werder auch gleich den besseren Start - allerdings nur bis zur 3. Minute, als Vestergaard Torwart Sommer per Kopf prüfte. In der Folge nämlich übernahmen schnell die Borussen das Zepter und dominierten vor allem mit starkem Kombinationsspiel über die Flügel und trickreichen Aktionen durch die Mitte von Raffael und Dahoud.

Es dauerte nicht lange, ehe die Fohlen diese Dominanz auch in Zählbares umwandelten - und zwar gegen eine zeitweise überfordert wirkende SVW-Abwehr: Dahoud eroberte den Ball, ging ins Dribbling und bediente den freien Hazard. Der Flügelangreifer schaltete am rechten Strafraumeck schnell und passte per Direktpass zu Stindl im Zentrum. Der Stürmer war dort hellwach und schob zum 1:0 ein (12.). Ein ähnliches Bild ereignete sich auch beim etwas später folgenden 2:0 - gleichbedeutend mit dem Halbzeitstand: Raffael tanzte hier bis zur Grundlinie, brach ab und bediente Dahoud. Der Aufbauspieler fackelte nicht lange und spielte etwas glücklich per Außenrist den mitgeeilten Christensen frei. Der Innenverteidiger musste rechts frei vor dem Gehäuse nur abstauben (31.). Es war zugleich sein erster Bundesliga-Treffer - und das im zarten Alter von 19 Jahren und 301 Tagen.

Ein wenig Entlastung für Werder

Und Werder? Die Grün-Weißen taten sich im Grunde äußerst schwer, wenngleich zwischenzeitlich immer mal wieder wenige gute Minuten heraussprangen: Fritz verzog knapp (25.), Pizarro scheiterte an einer rechtzeitigen Grätsche von Hinteregger (25.), Kleinheisler brauchte zu lange (44.) und Djilobodji nickte freistehend nach einem Junuzovic-Eckball drüber (45.).

Pizarros kurzer Hoffnungsschimmer

Nach der Pause dominierten die Hausherren sofort wieder, spielten forsch nach vorne und erwischten Werders Abwehr direkt wieder auf dem falschen Fuß: Raffaels Ecke fand im Zentrum den alleingelassenen Christensen, der unter anderem von Djilobodji nicht gehindert wurde. Der Innenverteidiger schnürte einen Doppelpack (50.) - was bis dato in dieser Saison nur Kölns Maroh als einer der vielen Spieler aus der Abwehrzentrale gelungen war.

Claudio Pizarro
Hier keimte etwas Hoffnung auf: Claudio Pizarro nach seinem Elfmetertor.
© Getty ImagesZoomansicht

Mit dem Mute der Verzweiflung drängten aber plötzlich wieder die Bremer - und bekamen in Form eines klaren Elfmeters (Hinteregger stieg Öztunali auf den Fuß) die Chance auf den Anschluss. Pizarro blieb dabei cool und vollendete ins linke untere Ecke zu seinem 182. Bundesliga-Tor, Platz fünf in der ewigen Bundesliga-Torschützenliste (56.). Die Freude hielt allerdings nicht allzu lange, weil es auf der anderen Seite schließlich auch einen Strafstoß gab: Vestergaard fiel Stindl unglücklich auf die Beine, vom Punkt verwandelte Raffael (70.). Mit dem 4:1 im Rücken agierten die Hausherren schließlich besonnen, wenngleich die Werderaner teilweise - wie auch beim Stand von 1:3 schon - gut kombinierten und zahlreiche Vorstöße generierten. Letztlich gelangen den Nordlichtern aber keine Erfolgserlebnisse mehr - im Gegenteil: Kapitän Nordtveit ließ noch einen Distanzschuss unter die Latte zum 5:1-Entstand heraus (88.).

Der Freitags-Fluch bleibt demnach nur noch in den Kleidern der Norddeutschen hängen: Während die Borussen nach zuvor sechs Spielen ohne Tor (0/1/5) wieder gewannen (zugleich war es der erste Sieg 2016), bleibt Werder seit sieben Partien ohne Erfolgserlebnis an einem Freitag. Für Pizarro, der sein 400. Bundesliga-Spiel bestritt, war es trotz eigenem Treffer ein Abend zum Vergessen.

Bevor es in der Liga weitergeht, trifft Bremen am Dienstag um 19 Uhr im DFB-Pokal-Viertelfinale auf Leverkusen. Am 21. Spieltag empfängt Bremen Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr). Gladbach ist am Sonntag (15.30 Uhr) beim HSV zu Gast.

1. Bundesliga, 2015/16, 20. Spieltag
Bor. Mönchengladbach - Werder Bremen 5:1
Bor. Mönchengladbach - Werder Bremen 5:1
Einen Tick zu spät

Gladbachs Johnson gegen Bremens Keeper Wiedwald.
© Getty Images

vorheriges Bild nächstes Bild
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Bor. Mönchengladbach
Aufstellung:
Sommer (3) - 
Elvedi (2) , 
A. Christensen (1)        
Hinteregger (3,5) , 
Wendt (3,5) - 
Nordtveit (2)        
Dahoud (1)    
Hazard (2,5)        
F. Johnson (3) - 
Stindl (2)    
Raffael (2)        

Einwechslungen:
67. Traoré für Hazard
84. Stranzl für Dahoud
86. Hrgota für Raffael

Trainer:
Schubert
Werder Bremen
Aufstellung:
Wiedwald (5) - 
Vestergaard (5)    
Djilobodji (5) , 
Guwara (5) - 
Fritz (3,5)    
Junuzovic (4,5)        
Öztunali (5) , 
Kleinheisler (4,5)    
Pizarro (3,5)    
Ujah (5)    

Einwechslungen:
57. Bartels (4,5) für Ujah
75. M. Eggestein für Kleinheisler
85. Fröde für Junuzovic

Trainer:
Skripnik

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Stindl (12., Rechtsschuss, Hazard)
2:0
A. Christensen (31., Rechtsschuss, Dahoud)
3:0
A. Christensen (50., Kopfball, Raffael)
3:1
Pizarro (56., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Öztunali)
4:1
Raffael (70., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Stindl)
5:1
Nordtveit (88., Rechtsschuss)
Gelbe Karten
Gladbach:
Hazard
(2. Gelbe Karte)
Bremen:
Vestergaard
(2. Gelbe Karte)
,
Junuzovic
(4.)

Spieldaten

Bor. Mönchengladbach       Werder Bremen
Tore 5 : 1 Tore
 
Torschüsse 17 : 15 Torschüsse
 
gespielte Pässe 394 : 436 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 288 : 323 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 106 : 113 Fehlpässe
 
Passquote 73% : 74% Passquote
 
Ballbesitz 47% : 53% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 54% : 46% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 14 : 12 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 12 : 14 Gefoult worden
 
Abseits 3 : 3 Abseits
 

Spielinfo

Anstoß:
05.02.2016 20:30 Uhr
Stadion:
Borussia-Park, Mönchengladbach
Zuschauer:
51569
Spielnote:  2
ziemlich einseitig, aber höchst unterhaltsam mit vielen sehenswerten Gladbacher Angriffszügen.
Chancenverhältnis:
10:4
Eckenverhältnis:
2:8
Schiedsrichter:
Sascha Stegemann (Niederkassel)   Note 3
keine großen Fehler, aber nicht immer sicher in der Bewertung von Zweikämpfen.
Spieler des Spiels:
Andreas Christensen
Die Mitspieler staunten, und auch der Gegner staunte. Andreas Christensen, sehr stabil in der Defensive, schaltete sich auch vorne ein, traf im Doppelpack.