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Werder Bremen

Werder Bremen

3
:
3

Halbzeitstand
0:2
Hertha BSC

Hertha BSC


WERDER BREMEN
HERTHA BSC
15.
30.
45.









60.
75.
90.














Werder dreht doppelten Rückstand

Pizarro trifft auch wieder zu Hause

Der Wahnsinn an der Weser! Werder Bremen stand gegen Hertha BSC mehrmals mit dem Rücken zur Wand, sah sich einem 0:2- sowie einem 1:3-Rückstand ausgesetzt, ging letztlich aber nicht als Verlierer vom Feld. Die Mannschaft von Viktor Skripnik zeigte vor einer tollen Kulisse Nehmerqualitäten und rang den Hauptstädtern noch einen Punkt ab. Die Berliner mussten sich über zwei verlorene Zähler ärgern, durften sich aber über einen neuen Bundesligavereinsrekord freuen.

Vladimir Darida
Rein ins Glück: Vladimir Darida bringt die Hertha mit einem sehenswerten Distanzschuss in Führung.
© Getty ImagesZoomansicht

Werder-Coach Viktor Skripnik war nach dem 3:1-Sieg auf Schalke zu einem Wechsel gezwungen: Bargfrede, der gegen den S04 mit einer Meniskusverletzung ausgewechselt und unter der Woche in Augsburg operiert worden war, wurde durch Junuzuovic ersetzt. Berlins Trainer Pal Dardai, der 21 Mal selbst das Hertha-Trikot gegen Bremen getragen hat (Rekord), vertraute derselben Elf wie beim 0:0 gegen Augsburg.

Mit gewohnt offensiv ausgerichteten Außenverteidigern und guten Ballstafetten startete die Hertha ins Spiel. Die Folge: Die Dardai-Elf generierte viel Ballbesitz, in der Anfangsviertelstunde gar bis zu 67 Prozent. Eine erste Ibisevic-Chance wurde von Djilobodji entschärft (5.). Wenig später kam auch Werder zu seiner Premiere vor dem gegnerischen Tor: Weiser blockte Grillitschs Volleyabnahme noch rechtzeitig (13.).

Darida packt den Hammer aus

Die Gelegenheit des Österreichers war wie eine Initialzündung für die Grün-Weißen, die sich bei schmuddeligem "Bremer Wetter" durch konsequente Zweikampfführung und teilweise starkes Pressing in die Partie gefightet hatten. Erneut durch Grillitsch wurde es vor dem Berliner Kasten gefährlich, doch Jarstein und Weiser klärten gemeinsam (20.).

Dann aber schlugen die Berliner eiskalt zu. Nach einem Ballgewinn in der Bremer Hälfte fasste sich Darida ein Herz und packte aus über 25 Metern den Hammer aus. Der Tscheche jagte die Kugel ins linke Toreck und ließ Wiedwald keine Chance (29.).

Wiedwald-Fehler zum 0:2

Der Treffer saß richtig. Die Norddeutschen wackelten in der unmittelbaren Folge wie ein angezählter Boxer. Kalou und nochmals Darida (beide 31.) hätten beinahe den Berliner Doppelpack geschnürt. Werder verlor komplett seine Linie und auch die Abstände in der Defensive passten nicht mehr.

Die Hertha nutzte dies mit dem zweiten Treffer: Plattenhardt verwandelte einen direkten Freistoß aus 18 Metern. Werder-Keeper Wiedwald sah dabei sehr schlecht aus (42.). Auf der Gegenseite parierte Jarstein einen Djilobodji-Freistoß und sicherte den Berlinern damit die 2:0-Pausenführung (45.+1).

Herthas Rekord, Bartels' Anschlusstreffer

Skripnik musste etwas verändern und tat dies auch: Er brachte Bartels für Öztunali und stellte im Mittelfeld auf eine Raute mit Pizarro auf der Zehn um. Doch diese taktische Maßnahme fruchtete zunächst noch nicht, weil die Hertha es verstand, das Zentrum dicht zu machen. Werder ließ nicht nach und belohnte sich mit Bartels Anschlusstreffer zum 1:2 (67.), keine zwei Minuten nachdem die Berliner einen neuen Vereinsrekord (398 Minuten ohne Gegentor) aufgestellt hatten.

Auch Dardai sah, dass Werder jetzt alles nach vorne warf und wollte seine Abwehr stabilisieren. Für Haraguchi kam van den Bergh in die Partie. Doch der 29-Jährige schaltete sich zunächst in die Offensive ein und bereitete mit einem Flankenball das 3:1 durch Kalou vor (73.).

Aus 1:3 mach' 3:3: Pizarro netzt doppelt ein

Santiago Garcia
Der Wahnsinn an der Weser: Santiago Garcia freut sich über das 3:3, welches er entscheidend vorbereitete.
© Getty Images

Die Entscheidung? - Nein! Denn erst verkürzte Pizarro aus elf Metern, nachdem Lustenberger Ujah im Strafraum von den Beinen geholt hatte. Für den Peruaner war es das 180. BL-Tor und das erste Heimtor seit Mai 2012. Keine 120 Sekunden später folgte schon Nummer 181: Diesmal drückte "Pizza" einen Garcia-Kopfball nach einer Junuzovic-Ecke über die Linie und glich den Spielstand damit aus. Der typische Werder-Wahnsinn aus vergangenen Zeiten.

Auch die Fans standen nun Kopf und peitschten ihre Elf weiter nach vorne. Doch einen Sieger sollte es in diesem unterhaltsamen Spiel nicht mehr geben, womit Bremens Serie von sieben Heimsiegen gegen Berlin in Folge riss. Dafür feierten die Hanseaten einen vor allem für die Moral wichtigen Zähler im Kampf um den Klassenerhalt.

Am 20. Spieltag (Samstag, 15.30 Uhr) empfängt Hertha Dortmund. Bremen tritt bereits am Freitag um 20.30 Uhr bei Gladbach an.

1. Bundesliga, 2015/16, 19. Spieltag
Werder Bremen - Hertha BSC 3:3
Werder Bremen - Hertha BSC 3:3
Start einer Serie?

Nach dem starken 3:1 auf Schalke stand für Werder und Trainer Viktor Skripnik am 19. Spieltag die Aufgabe gegen Hertha BSC an.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Werder Bremen
Aufstellung:
Wiedwald (5,5) - 
Gebre Selassie (3,5) , 
Vestergaard (3) , 
Djilobodji (2)    
S. Garcia (3,5)    
Fritz (4)        
Junuzovic (3)    
Öztunali (4,5)    
Grillitsch (4)    
Pizarro (3)        
Ujah (3,5)

Einwechslungen:
46. Bartels (2,5)     für Öztunali
63. Kleinheisler für Grillitsch
90. + 2 Fröde für Junuzovic

Trainer:
Skripnik
Hertha BSC
Aufstellung:
Jarstein (3) - 
Weiser (2)    
S. Langkamp (3,5) , 
Brooks (4) , 
Plattenhardt (3,5)    
Lustenberger (4)    
Skjelbred (3)        
Haraguchi (3,5)        
Darida (2,5)    
Kalou (3)    
Ibisevic (4,5)    

Einwechslungen:
69. J. van den Bergh für Haraguchi
86. Stark für Ibisevic
90. + 3 Hegeler für Skjelbred

Trainer:
Dardai

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Darida (29., Rechtsschuss, Skjelbred)
0:2
Plattenhardt (42., direkter Freistoß, Linksschuss)
1:2
Bartels (67., Linksschuss)
1:3
Kalou (71., Rechtsschuss, J. van den Bergh)
2:3
Pizarro (75., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Ujah)
3:3
Pizarro (77., Kopfball, S. Garcia)
Gelbe Karten
Bremen:
S. Garcia
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
,
Fritz
(9.)
,
Djilobodji
(1.)
Hertha:
Haraguchi
(3. Gelbe Karte)
,
Skjelbred
(5., gesperrt)
,
Weiser
(2.)

Spieldaten

Werder Bremen       Hertha BSC
Tore 3 : 3 Tore
 
Torschüsse 16 : 12 Torschüsse
 
gespielte Pässe 447 : 429 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 348 : 328 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 99 : 101 Fehlpässe
 
Passquote 78% : 76% Passquote
 
Ballbesitz 51% : 49% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 53% : 47% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 19 : 16 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 15 : 19 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 1 Abseits
 

Spielinfo

Anstoß:
30.01.2016 15:30 Uhr
Stadion:
Weser-Stadion, Bremen
Zuschauer:
40141
Spielnote:  2
intensive Partie mit zahlreichen Höhepunkten und großem Spannungsfaktor.
Chancenverhältnis:
7:6
Eckenverhältnis:
6:6
Schiedsrichter:
Bastian Dankert (Rostock)   Note 2,5
hätte Vestergaard fürs Einsteigen gegen Darida zwingend Gelb zeigen müssen (50.). Grundsätzlich aber souveräne Spielleitung mit guter Vorteilsauslegung, lag auch bei den persönlichen Strafen ansonsten richtig.
Spieler des Spiels:
Papy Djilobodji
Souveräner Rückhalt als Abwehrchef, dazu heimlicher Spielmacher aus der Tiefe: Papy Djilobodji avancierte zum Garanten für Bremens Punktgewinn.