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VfB Stuttgart

VfB Stuttgart

2
:
1

Halbzeitstand
0:0
Hamburger SV

Hamburger SV


VFB STUTTGART
HAMBURGER SV
15.
30.
45.





60.
75.
90.












Gentner, Werner & Co. vergeben Chance um Chance

Neuling Kravets sorgt für den VfB-Sieg

Der VfB Stuttgart befindet sich auf einer wahren Euphoriewelle: Die lange Zeit dominierenden und in der Chancenverwertung schwächelnden Schwaben setzten sich in einer spektakulären Schlussphase mit Gegentreffer und weiteren Möglichkeiten auf beiden Seiten mit 2:1 durch. Damit ist das Team von Trainer Jürgen Kramny seit fünf Ligaspielen ohne Niederlage. Der HSV um Coach Bruno Labbadia, der auf seinen Ex-Klub (2010 bis 2013) traf, ist dagegen wieder in den Keller abgerutscht (drei Niederlagen in Serie).

VfB Stuttgart
Der VfB Stuttgart bewies den längeren Atem und siegte letztlich verdient mit 2:1.
© Getty ImagesZoomansicht

HSV-Trainer Bruno Labbadia vertraute auf dieselbe Startformation, die am 18. Spieltag schon trotz couragierter Leistung knapp mit 1:2 gegen die Bayern verloren hatte.

Stuttgarts Coach Jürgen Kramny tat es seinem Gegenüber gleich und schickte dieselben elf Akteure wie beim 3:1-Sieg in Köln auf den Rasen.

Stuttgart dominiert und verfehlt

Apropos Rasen: Der Untergrund in der Mercedes-Benz-Arena wurde mit einem heftigen Dauerregen bearbeitet, sodass sich beide Mannschaften mit Spielbeginn erst einmal auf die erschwerten Bedingungen einstellen mussten. Das passierte selbstredend nicht ohne den ein oder anderen Fehlpass.

Dennoch zeigten die ab Minute eins stark pressenden und offensivfreudigen Stuttgarter, dass es trotz des Wetters auch tollen Fußball geben kann. Über die kombinationsfreudigen Kostic, Didavi, Gentner, Rupp und Werner wurden über die gesamten ersten 45 Minuten immer wieder gute Chancen herausgespielt. Beispiele: Gentner brachte den Ball rechts im Strafraum aus spitzem Winkel nicht aufs fast leere Tor (3.), der VfB-Kapitän scheiterte 15 Minuten später gleich erneut mit einem Flachschuss, der dieses Mal haarscharf am rechten Pfosten vorbeizischte. Dann bugsierte Kostic das Leder am Fünfmeterraum mit der Brust nur knapp am Gehäuse vorbei (29.), während Werner in der Schlussphase von Durchgang eins das Tor nur um Zentimeter verfehlte (38.).

Christian Gentner
Vergab allein schon zwei Chancen in Durchgang eins: VfB-Kapitän Christian Gentner.
© Getty Images

Lasogga-Entlastungen

Der Hamburger SV wirkte derweil über weite Strecken zu behäbig. Ilicevic verzettelte sich reihenweise in zu vielen Eins-gegen-eins-Situationen, Hunt bekam kaum Standards serviert und Lasogga hing fast komplett in der Luft. Immerhin traf der bullige Sturmtank die Latte, obwohl fälschlicherweise auf Abseits entschieden wurde (8.), und setzte einen frechen Heber aus spitzem Winkel aufs Tordach (36.). Das änderte aber nichts daran, dass sich der VfB Stuttgart zur Pause eine Führung absolut verdient gehabt hätte. Hätte, denn es blieb nach 45 Minuten beim 0:0.

Adler sorgt für Verzweiflung

Dasselbe Bild zeichnete sich auch nach dem Seitenwechsel direkt ab: Die Hausherren dominierten, initiierten Angriff um Angriff und verbuchten Möglichkeit um Möglichkeit. Einziger Unterschied: Jetzt wurden gewaltige Großchancen liegengelassen! Werner scheiterte frei vor Keeper Adler mit einem versuchten Beinschuss (47.), ehe Großkreutz aus kürzester Distanz mit einem Linksschuss Cleber auf der Linie anschoss und beim Nachschuss Rupp an einer Beinparade von Adler verzweifelte (49.).

Die Erlösung und der Schock

Was lange währt, wird endlich gut - dürften sich die Stuttgarter schließlich in Minute 66 vorgebetet haben: Didavi stieg nach einer Kostic-Ecke am höchsten und nickte den Ball Richtung zweiter Pfosten. Adler streckte sich vergeblich, Hunt wollte auf der Linie retten, doch das Leder prallte bei seiner missglückten Abwehraktion ein kleines Stück über die Torlinie - 1:0 für den VfB. Ende gut, alles gut war damit aber noch lange nicht: Denn nach einem ersten gefährlicheren Kopfball von Cleber (68.) zündete Joker Rudnevs nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung. Der Stürmer wurde einen Sekundenbruchteil von Niedermeier aus den Augen gelassen und konnte so relativ einfach eine Ostrzolek-Flanke von der linken Seite ins Tor nicken - 1:1 (75.).

Das Finale: Ilicevic scheitert - Joker stechen

Artjoms Rudnevs
Eröffnete mit seinem 1:1 die wilde Schlussphase: HSV-Joker Artjoms Rudnevs.
© Getty ImagesZoomansicht

Jetzt avancierte das Abendspiel des 19. Spieltags zu einem wilden Schlagabtausch: Ilicevic scheiterte nach guter Ballbehauptung gegen Großkreutz freistehend vor Tyton (79.), ehe Kostic Adler prüfte (81.) und Lasogga einen Flachschuss haarscharf am linken Pfosten vorbeisetzte (83.). Nach einigen Unterbrechungen und Wechseln verbuchte letztlich das ohnehin stärkere Heimteam den Lucky Punch: Maxim hatte auf der rechten Bahn Zeit zum Flanken und fand in der Mitte den hochsteigenden Kravets. Der Winterneuzugang der Schwaben von Dynamo Kiew stach direkt mit seiner ersten Chance zum 2:1 (88.). Doch eine Chance sollten auch die Nordlichter noch haben: Clebers Drehschuss parierte Tyton jedoch aufmerksam (90.+2).

Stuttgart reist am 20. Spieltag (Samstag, 15.30 Uhr) nach Frankfurt und der HSV empfängt am Sonntag um 15.30 Uhr Köln.

1. Bundesliga, 2015/16, 19. Spieltag
VfB Stuttgart - Hamburger SV 2:1
VfB Stuttgart - Hamburger SV 2:1
Nachdenklich

Nach zwei Niederlagen will Labbadia in Stuttgart einen Sieg.
© Getty Images

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30.01.16
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfB Stuttgart
Aufstellung:
Tyton (2) - 
Großkreutz (3)    
Schwaab (3,5) , 
Niedermeier (3) , 
Insua (3) - 
Serey Dié (1,5) - 
Rupp (2,5) , 
Gentner (3)    
Didavi (2)    
Kostic (2)    
Ti. Werner (3,5)    

Einwechslungen:
78. Kravets     für Ti. Werner
88. Maxim für Didavi
90. + 2 Sunjic für Kostic

Trainer:
Kramny
Hamburger SV
Aufstellung:
Adler (1,5)    
Diekmeier (5) , 
Djourou (5)    
Cleber (5) , 
Ostrzolek (4,5)    
Kacar (6)    
Holtby (4,5) - 
N. Müller (6)    
Hunt (5,5)    
Ilicevic (5,5) - 
Lasogga (4,5)    

Einwechslungen:
62. Gregoritsch für N. Müller
73. Rudnevs     für Kacar
88. Jung für Lasogga

Trainer:
Labbadia

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Hunt (66., Eigentor, Rechtsschuss, Didavi)
1:1
Rudnevs (75., Kopfball, Ostrzolek)
2:1
Kravets (88., Kopfball, Maxim)
Gelbe Karten
Stuttgart:
Großkreutz
(1. Gelbe Karte)
HSV:
Adler
(2. Gelbe Karte)
,
Hunt
(2.)
,
Ostrzolek
(4.)

Spieldaten

VfB Stuttgart       Hamburger SV
Tore 2 : 1 Tore
 
Torschüsse 24 : 12 Torschüsse
 
gespielte Pässe 365 : 458 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 252 : 344 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 113 : 114 Fehlpässe
 
Passquote 69% : 75% Passquote
 
Ballbesitz 46% : 54% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 54% : 46% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 12 : 14 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 14 : 12 Gefoult worden
 
Abseits 3 : 5 Abseits
 

Spielinfo

Anstoß:
30.01.2016 18:30 Uhr
Zuschauer:
46600
Spielnote:  2
eine intensiv geführte, temporeiche und unterhaltsame Partie, deren Gesamteindruck nur der schwache HSV trübte.
Chancenverhältnis:
14:6
Eckenverhältnis:
10:4
Schiedsrichter:
Günter Perl (Pullach)   Note 2
bei allen wichtigen Entscheidungen auf der Höhe, stand allerdings auffällig oft den Spielern im Weg.
Spieler des Spiels:
Serey Dié
Stark in der Balleroberung und kaum zu stoppen: Stuttgarts Serey Dié war der Dreh- und Angelpunkt im VfB-Spiel, kurbelte dieses immer wieder mit an.