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VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg

6
:
0

Halbzeitstand
2:0
Werder Bremen

Werder Bremen


VFL WOLFSBURG
WERDER BREMEN
15.
30.
45.










60.
75.
90.










Komplett überfordert: Werders Achillesferse ist die Außenbahn

Vieirinha, Kruse und Co. spielen Katz' und Maus

Zuhause ist der VfL Wolfsburg schlicht und ergreifend eine Macht. Das bekam am Samstag auch Werder Bremen am eigenen Leib zu spüren. Die Hanseaten sahen in der VW-Arena kein Land und verloren verdient 0:6. Die Hecking-Elf musste dabei nicht einmal ihre beste Leistung abrufen. Einfachste Mittel genügten an diesem Nachmittag, um die wackelige Bremer Hintermannschaft auszuspielen. Nur bei einem wollte der Knoten einmal mehr nicht platzen.

Unglücklich: Galvez grätscht und trifft dabei ins eigene Tor.
Unglücklich: Galvez grätscht und trifft dabei ins eigene Tor.
© Getty ImagesZoomansicht

VfL-Coach Dieter Hecking wechselte nach der 0:2-Niederlage in Mainz auf drei Positionen: Schäfer, Dost sowie der Ex-Bremer Kruse kamen für Bendtner (Bank), Draxler (Rotsperre) und Rodriguez (familiäre Gründe).

Bei den Gästen aus der Hansestadt veränderte Werder-Trainer Viktor Skripnik seine Startelf im Vergleich zum 2:1-Erfolg in Augsburg dreimal: Zander, Grillitsch und Kapitän Fritz ersetzten Gebre Selassie (Gehirnerschütterung), Ulisses Garcia (Knieprobleme) sowie Öztunali (Bank).

Wirbelnde Wolfsburger, wackelige Werderaner

Die Partie in der VW-Arena begann genau so, wie man es erwartet hatte: Wolfsburg war drückend überlegen und bestimmte das Geschehen auf dem Rasen. Der Champions-League-Teilnehmer übte allen voran über die Außenbahnen, vorwiegend über rechts, viel Druck aus. So fiel dann auch der frühe Führungstreffer: Träsch flankte ins Zentrum, wo Werder in Person von Galvez mithalf - der Spanier wollte vor Dost klären und beförderte das Leder vorbei an Wiedwald ins eigene Tor (11.).

Auch das 1:0 veränderte die Gemengelage nicht. Werder war anfangs fast ausschließlich in der Defensive ge-, manchmal sogar überfordert. Entlastung gab es für die Hintermänner des SVW nur selten. Ebenso selten konnte sich auch Angreifer Ujah in Szene setzen. Wenngleich man den Bremern auch zugutehalten musste: Sie waren bemüht, aber die Mittel gegen defensiv starke Wolfsburger waren einfach begrenzt.

Luiz Gustavo: Erst Pfosten, dann Auswechslung

So hätte Luiz Gustavo wenig später auch das 2:0 für die Niedersachsen erzielen müssen, doch der Brasilianer köpfte freistehend und aus kurzer Distanz an den Pfosten (27.). Besonders bitter: Minuten später wurde er verletzungsbedingt ausgewechselt, Guilavogui ersetzte ihn (35.).

Kruse trifft gegen den Ex-Klub

Werder nahm in der Endphase des ersten Durchgangs noch einmal an Fahrt auf, setzte sich häufiger in der gegnerischen Hälfte fest, musste dann aber nach einem Standard doch noch das 0:2 hinnehmen. Vieirinha flankte gefährlich in den Strafraum, wo sich Kruse im Luftkampf mit Vestergaard behauptete und gegen seinen Ex-Klub einnickte (44.).

Werder reagierte zur Pause und brachte mit Pizarro (für Junuzovic) einen zweiten Stürmer. Allerdings war von mehr Offensive zunächst nichts zu sehen. Stattdessen drängten die Wölfe auf die vorzeitige Entscheidung. Und mitten in jener Drangphase gelang dies auch, einmal mehr über die Außenbahn. Schäfer flankte von links in den Strafraum, wo kein Bremer Vieirinha auf dem Schirm hatte, sodass der Portugiese problemlos auf 3:0 aufstockte (56.).

Nummer 4: Guilavogui trifft nach Vorlage von Schürrle (Hintergrund) zum 4:0.
Nummer 4: Guilavogui trifft nach Vorlage von Schürrle (Hintergrund) zum 4:0.
© Getty ImagesZoomansicht

Schürrle kommt, trifft aber nicht

Und die Wölfe hatten nach wie vor nicht genug. Der eingewechselte Weltmeister Schürrle (für Vieirinha, 65.) vergab Sekunden nach seiner Einwechslung die Großchance zum 4:0, ehe er per Flankenball für Guilavogui den nächsten Treffer eben auflegte, anstatt ihn selbst zu erzielen (67.).

Dost ja, Schürrle nein, Kruse doppelt

Einer fehlte selbstverständlich noch in der Torschützenliste der Wölfe: Angreifer Dost. Und der Niederländer konnte sich in der Schlussphase noch eintragen, nachdem Schürrle und Kruse zu viel Platz bekamen und für Dost auflegten (78.). Einzig bei Schürrle sollte es nicht mehr klappen mit einem eigenen Treffer - Wiedwald verhinderte das Erfolgserlebnis des Weltmeisters (82.). Dafür legte er den Endstand durch Kruse auf, der in den Schlussminuten noch das halbe Dutzend vollmachte (87.).

Wolfsburg geht zunächst auf Champions-League-Reise und spielt am Mittwoch (18 Uhr) bei ZSKA Moskau. Auch in der folgt ein Auswärtsspiel: Am Sonntag (17.30 Uhr ist Augsburg Gastgeber des VfL. Werder erwartet am Samstag, 15.30 Uhr den Hamburger SV zum Nordduell.

1. Bundesliga, 2015/16, 13. Spieltag
VfL Wolfsburg - Werder Bremen 6:0
VfL Wolfsburg - Werder Bremen 6:0
Auch in Wolfsburg ...

... erinnerten die Zuschauer an die tragischen Ereignisse in Paris.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Benaglio (3)    
Träsch (2,5) , 
Naldo (2,5) , 
Dante (3) , 
M. Schäfer (1,5) - 
Arnold (2) , 
Luiz Gustavo (2,5)    
Vieirinha (2)        
D. Caligiuri (3)    
M. Kruse (1,5)        
Dost (2,5)    

Einwechslungen:
35. Guilavogui (2,5)     für Luiz Gustavo
65. Schürrle für Vieirinha
76. Azzaoui für D. Caligiuri

Trainer:
Hecking
Werder Bremen
Aufstellung:
Wiedwald (3) - 
Zander (6)    
Galvez (6)    
Vestergaard (4) , 
S. Garcia (5)    
Bargfrede (5) - 
Bartels (4,5) , 
Fritz (4)        
Grillitsch (5) , 
Junuzovic (5)    
Ujah (4,5)

Einwechslungen:
46. Pizarro (5) für Junuzovic
68. Sternberg für S. Garcia
70. F. Kroos für Zander

Trainer:
Skripnik

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Galvez (11., Eigentor, Rechtsschuss, Träsch)
2:0
M. Kruse (44., Kopfball, Vieirinha)
3:0
Vieirinha (56., Rechtsschuss, M. Schäfer)
4:0
Guilavogui (67., Rechtsschuss, Schürrle)
5:0
Dost (78., Rechtsschuss, M. Kruse)
6:0
M. Kruse (87., Linksschuss, Schürrle)
Gelbe Karten
Wolfsburg:
-
Bremen:
Galvez
(2. Gelbe Karte)
,
Fritz
(5., gesperrt)

Spieldaten

VfL Wolfsburg       Werder Bremen
Tore 6 : 0 Tore
 
Torschüsse 21 : 9 Torschüsse
 
gespielte Pässe 632 : 352 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 535 : 240 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 97 : 112 Fehlpässe
 
Passquote 85% : 68% Passquote
 
Ballbesitz 64% : 36% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 58% : 42% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 12 : 8 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 8 : 12 Gefoult worden
 
Abseits 2 : 1 Abseits
 

Spielinfo

Anstoß:
21.11.2015 15:30 Uhr
Stadion:
Volkswagen-Arena, Wolfsburg
Zuschauer:
30000 (ausverkauft)
Spielnote:  2
Wolfsburger Offensivfeuerwerk, der VfL im zweiten Abschnitt wie im Rausch. Sehr unterhaltsam, allerdings ohne Spannung.
Chancenverhältnis:
14:2
Eckenverhältnis:
7:3
Schiedsrichter:
Peter Sippel (München)   Note 2,5
souveräner Leiter in einem Spiel ohne die ganz kniffligen Situationen.
Spieler des Spiels:
Max Kruse
Zwei Tore, eine Vorlage, zahlreiche gute Aktionen - Max Kruse zeigte sich gegen seinen Ex-Klub nach der Verletzungspause sofort wieder in Topform.