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Bayer 04 Leverkusen

Bayer 04 Leverkusen

4
:
3

Halbzeitstand
0:0
VfB Stuttgart

VfB Stuttgart


BAYER 04 LEVERKUSEN
VFB STUTTGART
15.
30.
45.





60.
75.
90.



















VfB verspielt eine 2:0- und 3:1-Führung

Mehmedi hat in einem irren Spiel das letzte Wort

Nächstes verrücktes Spiel von Leverkusen! Nach dem furiosen 4:4 in der Königsklasse gegen Rom zwang Bayer den VfB Stuttgart mit 4:3 in die Knie - und erneut war Mehmedi der umjubelte Akteur der Werkself. Nach unterhaltsamem, aber torlosem ersten Abschnitt überschlugen sich die Ereignisse nach dem Seitenwechsel. Die Schwaben verspielten eine 2:0- und eine 3:1-Führung und standen letztlich mit leeren Händen da.

Umkämpft: Leverkusens Angreifer Hernandez (vorne) duelliert sich mit Stuttgarts Insua.
Umkämpft: Leverkusens Angreifer Hernandez (vorne) duelliert sich mit Stuttgarts Insua.
© imagoZoomansicht

Bayer-Trainer Roger Schmidt rotierte nach dem äußerst kurzweiligen 4:4 in der Champions League gegen den AS Rom gleich auf vier Positionen: Für Papadopoulos, Donati, Kramer und Bellarabi (alle Bank) rückten Boenisch, Mehmedi, Brandt und Kießling in die Anfangsformation.

VfB-Coach Alexander Zorniger beließ es nach dem 1:0 gegen Ingolstadt bei zwei Änderungen: Anstelle von Serey Dié (Gelb-Rot-Sperre) und Maxim (Bank) spielten Schwaab und Gruezo von Beginn an.

Leverkusen war von Anfang an bemüht, die Initiative zu ergreifen. Stuttgart hielt beherzt dagegen und die Werkself in der Anfangsphase weit weg vom eigenen Gehäuse. Die erste gute Gelegenheit bot sich Didavi, der nach Insua-Flanke per Volleyabnahme das Außennetz traf (5.). Die Hausherren hatten mehr Ballbesitz, fanden aber keine spielerische Linie. So blieb vieles Stückwerk. Der VfB gefiel in puncto Kampf und Laufbereitschaft und ließ wenig zu.

Bayer wird zwingender - trifft aber nicht

Erst nach 18 Minuten gab Bayer einen ersten Schuss ab: Mehmedi prüfte Tyton, der Stuttgarter Keeper hielt den Ball im Nachfassen fest. Kurz darauf brachte Hernandez einen Kopfball nicht aufs Tor (21.). Die Torraumszenen mehrten sich nun. Auf der Gegenseite verfehlte Werner per Kopf sein Ziel, als er unbehelligt aus rund sechs Metern abschloss (24.). Das Spiel war durchaus unterhaltsam, Stuttgart bot dem Champions-League-Teilnehmer Paroli und versteckte sich keineswegs.

So kamen beide Mannschaften vor der Pause noch zu guten Möglichkeiten: Auf Seiten des VfB scheiterte Didavi per Freistoß an Leno (35.), die übrigen Chancen boten sich den immer entschlossener werdenden Leverkusenern. Mehmedis Distanzschuss (32.) strich ebenso am Ziel vorbei wie Tahs Kopfball (38.) und Calhanoglus Versuch von der Strafraumgrenze (40.). Die größte Gelegenheit bot sich Hernandez in der Nachspielzeit, der Mexikaner bugsierte das Leder in Rücklage aber über das Tor (45.+1). So ging es nach etwas schleppendem Beginn, später zusehends unterhaltsamer Partie torlos in die Kabinen.

Harnik eröffnet den Torreigen

Fünf Minuten nach der Pause eröffnete Harnik den Torreigen der zweiten Halbzeit. Nach einem Didavi-Freistoß herrschte große Unordnung in Leverkusens Strafraum, dem VfB-Kapitän fiel die Kugel vor die Füße, er jagte sie unter die Latte (50.). Nur vier Minuten später erhöhte Didavi per Flachschuss von der Strafraumgrenze - 0:2 (54.).

Es ging nun Schlag auf Schlag in der BayArena. Nahezu jeder Angriff mündete in eine Torchance - oder gar in einen Treffer. Nur sechs Minuten nach dem zweiten Gegentreffer nährte der erst wenige Sekunden zuvor eingewechselte Bellarabi Bayers Hoffnungen auf Punkte: Er markierte den Anschlusstreffer nach einem mustergültigen wie unfreiwilligen Zuspiel von Stuttgarts in dieser Szene indisponiertem Sunjic (57.). Die Ereignisse überschlugen sich nun. Beide Mannschaften gingen mit offenem Visier zu Werke und berannten sich. Auch Stuttgart brauchte nicht lange für die postwendende Antwort und traf durch Rupp nach toller Werner-Vorarbeit zum 1:3 (60.).

Boenisch und Hernandez gleichen aus - 3:3

Die Schwaben blieben am Drücker und hatten durch Harnik (64.) und Ferati (69.) zwei erstklassige Möglichkeiten, die Partie womöglich frühzeitig zu entscheiden. Leverkusen schien jetzt bereits geschlagen, ergab sich aber nicht. Im Gegenteil: Die Schmidt-Elf setzte zu einem Sturmlauf an und ließ Stuttgart nicht mehr aus der eigenen Hälfte kommen. Boenisch (70.) und Hernandez (71.) glichen binnen kürzester Zeit aus - und plötzlich stand es 3:3!

Das Momentum war nun auf einmal auf Seiten der Werkself. Die Gäste waren sichtlich geschockt. Leverkusen ließ eine Angriffswelle nach der anderen auf das Stuttgarter Gehäuse zurollen. Hernandez vergab zunächst eine Großchance (78.), doch wie am Dienstagabend in der Königsklasse hatte Mehmedi das letzte Wort: Er schlenzte die Kugel gefühlvoll unter die Latte - 4:3, der Schlusspunkt hinter einem aberwitzigen Spiel (89.)

Für Bayer war es nach dem Spektakel gegen Rom bereits die zweite irre Partie binnen fünf Tage. Am kommenden Mittwoch (19 Uhr) im DFB-Pokal bei Viktoria Köln dürfte es etwas besonnener zugehen. Der VfB tritt ebenfalls am Mittwoch (20.30 Uhr) im Cup-Wettbewerb in Jena an. In der Bundesliga muss die Schmidt-Elf am kommenden Samstag (18.30 Uhr) beim VfL Wolfsburg ran, während Stuttgart tags darauf (15.30 Uhr) den SV Darmstadt 98 empfängt.

Bundesliga, 2015/16, 10. Spieltag
Bayer 04 Leverkusen - VfB Stuttgart 4:3
Bayer 04 Leverkusen - VfB Stuttgart 4:3
Blick in die BayArena

Hier in der BayArena passierte unter der Woche der verrücktes Fußballspiel - 4:4 zwischen Bayer und der Roma.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Bayer 04 Leverkusen
Aufstellung:
Leno (2,5) - 
Boenisch (4)        
Toprak (4,5)        
Tah (4,5) , 
Wendell (3,5) - 
Calhanoglu (3,5) , 
Kampl (2) - 
Mehmedi (1,5)        
Brandt (4)    
Kießling (3,5)    
Chicharito (3,5)    

Einwechslungen:
57. Bellarabi (1,5)     für Brandt
67. K. Papadopoulos für Toprak
87. Yurchenko für Kießling

Trainer:
Schmidt
VfB Stuttgart
Aufstellung:
Tyton (3) - 
Klein (5) , 
Baumgartl (4,5) , 
Sunjic (5)    
Insua (3,5)    
Schwaab (4)    
Gruezo (5)    
Rupp (3)    
Didavi (2,5)    
Ti. Werner (2)    
Harnik (3)        

Einwechslungen:
46. Ferati (4)     für Gruezo
79. Ristl     für Ferati
85. Kliment für Ti. Werner

Trainer:
Zorniger

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Harnik (50., Linksschuss)
0:2
Didavi (54., Linksschuss, Rupp)
1:2
Bellarabi (57., Rechtsschuss)
1:3
Rupp (60., Rechtsschuss, Ti. Werner)
2:3
Boenisch (70., Rechtsschuss, Bellarabi)
3:3
Chicharito (71., Rechtsschuss, Mehmedi)
4:3
Mehmedi (89., Rechtsschuss, Calhanoglu)
Gelbe Karten
Leverkusen:
Boenisch
(1. Gelbe Karte)
,
Mehmedi
(1.)
Stuttgart:
Sunjic
(4. Gelbe Karte)
,
Schwaab
(2.)
,
Ristl
(1.)
,
Insua
(3.)

Spieldaten

Bayer 04 Leverkusen       VfB Stuttgart
Tore 4 : 3 Tore
 
Torschüsse 19 : 12 Torschüsse
 
gespielte Pässe 497 : 288 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 361 : 159 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 136 : 129 Fehlpässe
 
Passquote 73% : 55% Passquote
 
Ballbesitz 63% : 37% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 54% : 46% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 16 : 13 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 11 : 16 Gefoult worden
 
Abseits 6 : 4 Abseits
 
Ecken 5 : 3 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
24.10.2015 15:30 Uhr
Stadion:
BayArena, Leverkusen
Zuschauer:
30210 (ausverkauft)
Spielnote:  1,5
nach hektischem Beginn explodierte das Spiel mit sieben Toren nach der Pause. Fehlerbehaftet - aber höchst unterhaltsam.
Chancenverhältnis:
11:10
Eckenverhältnis:
5:3
Schiedsrichter:
Dr. Felix Brych (München)   Note 2
in einer zwar sehr fairen, aber intensiven Partie immer auf der Höhe. Wertete Kießlings sehr robusten Einsatz gegen Sunjic vor dem 1:2 nicht als Foul. Die einzige zweifelhafte Entscheidung.
Spieler des Spiels:
Admir Mehmedi
Zum ständigen Unruheherd wurde Admir Mehmedi, der die VfB-Hintermannschaft in Atem hielt – und mit seinem Volltreffer die Partie entschied.

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