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Bayer 04 Leverkusen

Bayer 04 Leverkusen

2
:
1

Halbzeitstand
1:1
TSG Hoffenheim

TSG Hoffenheim


BAYER 04 LEVERKUSEN
TSG HOFFENHEIM
15.
30.
45.





60.
75.
90.








Leverkusen gewinnt das Duell der Pressing-Maschinen

Kießling und Brandt drehen das Spiel

Im Kampf der Pressing-Maschinen Leverkusen gegen Hoffenheim setzte sich Bayer nach einem kräftezehrenden und temporeichen Spiel mit 2:1 durch. Zwar sorgte Zuber für einen Blitzstart der TSG, doch "Schreckgespenst" Kießling traf erneut gegen seinen Lieblingsgegner. Werkself-Trainer Roger Schmidt hatte schließlich noch ein Ass im Ärmel und wechselte den Sieg ein.

Der erste Schuss sitzt: Zuber trifft

Stefan Kießling
Hoffenheims Schreckgespenst: Leverkusens Stefan Kießling traf zum 1:1.
© Getty ImagesZoomansicht

Leverkusens Trainer Roger Schmidt tauschte seine Startelf im Vergleich zum 3:0 im DFB-Pokal bei Regionalligist Lotte nur auf einer Position: Son kam für Mehmedi (Bank) ins Team. Hoffenheims Coach Markus Gisdol wechselte nach dem 0:2 bei Zweitligist 1860 München gleich viermal: Kim, Polanski, Zuber und Kuranyi ersetzten Toljan, Strobl, Rudy (alle drei Bank) und Elyounoussi (nicht im Kader).

Im Duell der beiden Pressing-Maschinen gingen beide Mannschaften wie erwartet zu Werke: Die jeweiligen Viererketten standen recht hoch und vorne wurde der ballführende Spieler sofort aggressiv attackiert und gejagt. So hatten die 22 Akteure auf dem Rasen nur wenig Raum und mussten sofort Entscheidungen treffen. Entsprechend temporeich ging es rasant und pausenlos hin und her. Die erste Chance landete dann auch gleich im Tor: Nach einem grenzwertigen Zweikampf zwischen Kaderabek und Son ließ Schiedsrichter Robert Hartmann weiterlaufen. Die TSG schaltete gedankenschnell, Polanski steckte für den durchgestarteten Zuber durch, der frei vor Leno auftauchte und aus 14 Metern ins linke Eck zum 1:0 einschob (5.). Es war Bayers erstes Heim-Gegentor nach 874 Minuten.

Kießling belohnt den Aufwand spät

In der Folge erhöhte die Werkself den Druck stetig. Die TSG hielt voll dagegen, sodass es in den hart geführten Zweikämpfen regelrecht staubte. Kießling (21.), Son (34.) und Calhanoglu (38., 40.) näherten sich dem Ausgleich an.

Kurz vor dem Pausenpfiff hebelte dann ein Son-Solo die 1899-Defensive aus. Bellarabi legte daraufhin mit der Hacke an die Strafraumgrenze ab, wo Wendell wuchtig abzog. Baumann konnte nur nach vorne klatschen lassen, wo Kießling schon wartete und aus fünf Metern zum leistungsgerechten 1:1-Halbzeitstand abstaubte (45.). Der Blondschopf ist das personifizierte Schreckgespenst für die Kraichgauer: Der Stürmer traf bereits zum zehnten Mal gegen Hoffenheim.

Leverkusen mit klarem Chancenplus - Joker Brandt sticht

Nach dem Seitenwechsel ging es sofort kurzweilig weiter: Volland ballerte eine Schmid-Flanke aus 14 Metern über die Latte (46.), im Gegenzug flankte Hilbert nach einem Tänzchen an der Eckfahne flach auf Kießling, der aus sieben Metern drüber schoss (47.). Fortan war die Werkself spielbestimmend und verzeichnete deutlich mehr Offensivaktionen. Dabei blieben beide Seiten ihrem kräftezehrenden Spiel treu und agierten nach wie vor mit gnadenlosem Pressing.

Während 1899 aber nur noch selten entlastete, sausten immer wieder gefährliche Flanken und Standards in den TSG-Strafraum. Bellarabi (58., 70.), Calhanoglu (59.), Son (60.), Kießling (62., 63.) und Papadopoulos (62.) sorgten für ein klares Chancenplus. Zudem hatten die Kraichgauer Glück, dass Hartmann nach einem Foul von Schär an Joker Mehmedi nicht auf Elfmeter entschied (67.). Auf der anderen Seite deutete einzig Schmid Torgefahr an (61.). So war es nur eine Frage der Zeit, bis Hoffenheims Defensive dem Dauerdruck nachgeben musste: Mehmedi steckte in einem Konterangriff für den ebenfalls eingewechselten Brandt durch, der zum hochverdienten 2:1 einschoss (71.).

Werkself bleibt aktiv

Trotz der Führung igelte sich Leverkusen nicht ein, sondern spielte weiter aktiv mit. Das hielt die Gäste vom eigenen Tor fern und ermöglichte vorne weitere Möglichkeiten: Papadopoulos (78.), Kießling (78.), Mehmedi (80., 86.), Wendell (90.+1) und Brandt (90.+3) hatten eine vorzeitigere Entscheidung zum Greifen nah - am Ende aber blieb es beim knappen 2:1.

Leverkusen ist schon am Dienstag (20.45 Uhr) in der Champions-League-Qualifikation bei Lazio Rom gefordert und muss daraufhin am Samstag (15.30 Uhr) in der Bundesliga bei Hannover 96 ran. Gleichzeitig genießt Hoffenheim Heimrecht gegen den FC Bayern München.

1. Bundesliga, 2015/16, 1. Spieltag
Bayer 04 Leverkusen - TSG Hoffenheim 2:1
Bayer 04 Leverkusen - TSG Hoffenheim 2:1
Bereit machen

Bayer-Trainer Roger Schmidt fokussiert sich auf den Ligastart gegen Hoffenheim.
© Getty Images

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15.08.15
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Bayer 04 Leverkusen
Aufstellung:
Leno (3) - 
Hilbert (3) , 
Tah (2) , 
Wendell (2)    
L. Bender (3)        
Kramer (3,5) - 
Bellarabi (2,5)    
Calhanoglu (4) , 
Son (4)    
Kießling (2)    

Einwechslungen:
60. Mehmedi (2) für L. Bender
64. Brandt     für Son
90. Ramalho für Bellarabi

Trainer:
Schmidt
TSG Hoffenheim
Aufstellung:
Baumann (2) - 
Kaderabek (3) , 
Schär (4,5) , 
Süle (3,5) , 
J.-S. Kim (4,5) - 
Schwegler (3)    
Schmid (3,5)    
Polanski (2,5)    
Zuber (2,5)    
Volland (5) , 
Kuranyi (4,5)    

Einwechslungen:
58. Strobl (3,5) für Kuranyi
72. Uth für Schmid
82. Ochs für Polanski

Trainer:
Gisdol

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Zuber (5., Linksschuss, Polanski)
1:1
Kießling (45., Linksschuss, Wendell)
2:1
Brandt (71., Linksschuss, Mehmedi)
Gelbe Karten
Leverkusen:
Wendell
(1. Gelbe Karte)
Hoffenheim:
-

Spieldaten

Bayer 04 Leverkusen       TSG Hoffenheim
Tore 2 : 1 Tore
 
Torschüsse 25 : 6 Torschüsse
 
gespielte Pässe 396 : 300 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 295 : 173 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 101 : 127 Fehlpässe
 
Passquote 74% : 58% Passquote
 
Ballbesitz 58% : 42% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 59% : 41% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 12 : 18 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 17 : 12 Gefoult worden
 
Abseits 2 : 1 Abseits
 

Spielinfo

Anstoß:
15.08.2015 15:30 Uhr
Stadion:
BayArena, Leverkusen
Zuschauer:
27125
Spielnote:  2,5
hohe Intensität, viele Torchancen, aber kein Fußball der höchsten Sternekategorie.
Chancenverhältnis:
14:3
Eckenverhältnis:
13:5
Schiedsrichter:
Robert Hartmann (Wangen)   Note 4,5
eigentlich unauffällig, hätte aber Kaderabeks Einsteigen gegen Son vor dem 0:1 als Foul werten und Schärs Aktion gegen Mehmedi (67.) mit Strafstoß ahnden müssen.
Spieler des Spiels:
Admir Mehmedi
Nicht nur bei der Vorbereitung des Siegtreffers bewies Admir Mehmedi seine Qualitäten, mit denen der Joker Leverkusens Auftritt Spielkultur verlieh.