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Bayern München

Bayern München

4
:
0

Halbzeitstand
2:0
SC Paderborn 07

SC Paderborn 07


BAYERN MÜNCHEN
SC PADERBORN 07
15.
30.
45.







60.
75.
90.












Erste Bundesliga-Pleite für Paderborn

Götze ebnet den Bayern den Weg

Häufig wird im Sport die Bibelgeschichte von David gegen Goliath herangenommen, wenn ein Underdog auf einen klaren Favoriten trifft. So war es dann auch vor dem Spitzenspiel des fünften Spieltags zwischen dem FC Bayern München und dem SC Paderborn. Anders als in der Bibel ging es diesmal für den Außenseiter nicht gut aus. Paderborn bekam in München vor allem im ersten Durchgang ganz klar die eigenen Grenzen aufgezeigt.

Augen zu und durch: Bayerns Götze im Duell mit Ziegler (re.).
Augen zu und durch: Bayerns Götze im Duell mit Ziegler (re.).
© Getty ImagesZoomansicht

FCB-Coach Josep Guardiola ließ nach der schmucklosen Nullnummer beim Hamburger SV kräftig rotieren und brachte gleich fünf Neue: Rode, Xabi Alonso, der wiedergenesene Robben, Götze und Lewandowski spielten für Juan Bernat, Rafinha, Höjbjerg, Shaqiri und Pizarro, die sich allesamt auf der Bank wiederfanden.

Paderborns Trainer André Breitenreiter beließ es im Vergleich zum 2:0-Heimsieg gegen Hannover 96 derweil bei zwei Änderungen: Rupp und Ouali verdrängten Vrancic und Koc auf die Bank.

Der Aufsteiger konnte den Bayern eigentlich nur in den ersten sechs Minuten wirklich Paroli bieten. In dieser Phase trat der SCP durchaus couragiert auf, war um Pressing bemüht und durfte durch einen sehenswerten Seitfallzieher von Kachunga sogar den ersten Abschluss für sich verbuchen (4.). Lange sollte es so aber nicht laufen, denn die Bayern ließen ihre Klasse bald aufblitzen und wiesen die Ostwestfalen rasch in die Grenzen. In der achten Minute führte der FCB nach einem tollen Spielzug über Robben, Müller und Vollstrecker Götze bereits mit 1:0.

Das Tor zeigte bei den Gästen Wirkung. Die Paderborner schienen in der Folge vor Ehrfurcht zu erstarren, da half auch die Systemumstellung von 4-4-2 auf 5-4-1 nichts - Ziegler rückte aus dem defensiven Mittelfeld nach hinten und gab fortan eine Art Libero. Stoppelkamp agierte dafür im Mittelfeld, während Kachunga als einzige Spitze fungierte. Das war aber alles Makulatur, da im Grunde nur eine Mannschaft spielte: der FC Bayern! Lewandowski (9.), Alaba (11.) und Götze (13.) kreierten Chancen beinahe im Minutentakt, ehe Lewandowski das hochverdiente 2:0 erzielte - das allerdings aus abseitsverdächtiger Position (14.).

Darüber groß diskutieren musste man nicht, zu deutlich war der Kräfteunterschied auf dem Rasen. Die Zahlen sprachen eine deutliche Sprache: Die Bayern hatten im ersten Durchgang viel mehr Ballbesitz (76 Prozent), gewannen die Mehrzahl der Zweikämpfe (55 Prozent), verfügten über eine starke Passquote von 91 Prozent und führten auch die Torschussstatistik an (13:3).

Ouali scheitert an Neuer - Rafinha, der Innenverteidiger

Robert Lewandowski
Er sorgte früh für klare Verhältnisse: Robert Lewandowski.
© picture alliance

Trotzdem hätte Ouali beinahe für einen Paukenschlag gesorgt, als er in der 24. Minute alleine auf Neuer zulief. Weil der Franco-Algerier den Weltmeister-Torwart nicht bezwingen konnte, änderte sich am Spielverlauf nichts. Beim Pausenpfiff blieb nur noch zu konstatieren, dass die Führung durchaus höher ausgefallen wäre, hätte der FCB den Abschluss konsequenter gesucht (Robben, 32.; 36.; Götze, 42.).

Beide Trainer reagierten in der Pause: Breitenreiter brachte Koc für Heinloth und zog dafür Wemmer nach hinten. Auf der Gegenseite fehlte Boateng, der in der Innenverteidigung fortan von Rafinha vertreten wurde. Am Spielverlauf änderte sich nichts, wenngleich das Tempo geringer wurde. Das lag zu einem Großteil aber an den Münchnern, die es ruhiger angehen ließen, das Zepter dabei allerdings nicht aus der Hand gaben.

Routinierte Bayern geben den Sieg nicht mehr aus der Hand

Tabellenrechner 1.Bundesliga

Der FCB kontrollierte sowohl Ball als auch Gegner, riss sich jedoch kein Bein aus, um zu weiteren Einschussgelegenheiten zu kommen. Der SCP schien damit zufrieden, durfte er nun ab und an sogar am Spiel teilnehmen. Die eigene Hälfte verließen die Ostwestfalen freilich nur ganz selten. Das alles führte dazu, dass die Begegnung im weiteren Verlauf relativ ereignislos vor sich hin plätscherte.

Durch eigene Unkonzentriertheiten brachten die Münchner sich wieder ein wenig in Bedrängnis. So musste Xabi Alonso in letzter Sekunde vor dem lauernden Koc klären (58.), der später auch noch in Neuer seinen Meister fand (70.). In der 78. Minute räumte der Rekordmeister schließlich alle Restzweifel aus dem Weg: Müller scheiterte noch an einem guten Reflex von SCP-Schlussmann Kruse, der gegen Götzes Abstauber allerdings nicht ausrichten konnte - 3:0. Damit stand fest, dass die Münchner auch das 18. Bundesliga-Duell in Folge gegen einen Aufsteiger gewinnen würden. Nur die Höhe stand noch nicht fest. Müller sorgte letzten Endes in der 85. Minute noch für den 4:0-Endstand und besiegelte zugleich die erste Bundesliga-Niederlage der Paderborner.

Für beide Mannschaften geht es am Samstag (15.30 Uhr) weiter: Bayern München reist zum 1. FC Köln und will dort seine Bilanz gegen Aufsteiger weiter ausbauen, Paderborn empfängt zeitgleich Borussia Mönchengladbach.

1. Bundesliga, 2014/15, 5. Spieltag
Bayern München - SC Paderborn 07 4:0
Bayern München - SC Paderborn 07 4:0
Marsch zur Wiesn

Im Vorfeld der Partie stimmte eine Blaskapelle die Fans ein - schließlich war Oktoberfest.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Bayern München
Aufstellung:
Neuer (3) - 
Rode (2,5) , 
J. Boateng (3)    
Dante (3) , 
Alaba (3) - 
Lahm (2,5)    
Xabi Alonso (2)    
Robben (2) , 
M. Götze (2)        
T. Müller (2)    
Lewandowski (2,5)        

Einwechslungen:
46. Rafinha (3,5) für J. Boateng
76. Juan Bernat für Lewandowski
80. Höjbjerg für Xabi Alonso

Trainer:
Guardiola
SC Paderborn 07
Aufstellung:
L. Kruse (4,5) - 
Heinloth (5)    
Strohdiek (4,5) , 
Hünemeier (4)    
Brückner (5) - 
Ziegler (4,5) - 
Wemmer (5) , 
Rupp (4,5)    
Ouali (5)    
Stoppelkamp (3) - 

Einwechslungen:
46. Koc (3) für Heinloth
62. Vrancic für Ouali
76. Ducksch für Rupp

Trainer:
Breitenreiter

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
M. Götze (8., Rechtsschuss, T. Müller)
2:0
Lewandowski (14., Rechtsschuss, Lahm)
3:0
M. Götze (78., Rechtsschuss, T. Müller)
4:0
T. Müller (85., Rechtsschuss, Robben)

Spieldaten

Bayern München       SC Paderborn 07
Tore 4 : 0 Tore
 
Torschüsse 25 : 6 Torschüsse
 
gespielte Pässe 849 : 304 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 765 : 212 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 84 : 92 Fehlpässe
 
Passquote 90% : 70% Passquote
 
Ballbesitz 73% : 27% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 53% : 47% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 8 : 7 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 7 : 8 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 4 Abseits
 
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Bundesliga. Der Stand nach dem 1. Spieltag
Pl. Torhüter Spiele Weisse Westen
1.
Hradecky, Lukas
Hradecky, Lukas
Eintracht Frankfurt
1
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Neuer, Manuel
Neuer, Manuel
Bayern München
1
1x
 
Horn, Timo
Horn, Timo
1. FC Köln
1
1x
 
Casteels, Koen
Casteels, Koen
VfL Wolfsburg
1
1x
 
5.
Esser, Michael
Esser, Michael
SV Darmstadt 98
1
0x
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Spielinfo

Anstoß:
23.09.2014 20:00 Uhr
Stadion:
Allianz-Arena, München
Zuschauer:
71000 (ausverkauft)
Spielnote:  2,5
aufgrund der Vielzahl an Chancen vor allem in der ersten Halbzeit eine unterhaltsame, wenn auch einseitige Partie.
Chancenverhältnis:
14:3
Eckenverhältnis:
9:3
Schiedsrichter:
Sascha Stegemann (Niederkassel)   Note 3,5
übersah die hauchdünne und schwer zu erkennende Abseitsposition von Lewandowski vor dem 2:0. Ansonsten teilweise zu großzügig bei persönlichen Strafen.
Spieler des Spiels:
Mario Götze
Besonders vor der Pause war Mario Götze kaum zu halten. Quirlig und spielfreudig traf er am Ende zweimal und war an vielen guten Aktionen beteiligt.