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FC Augsburg

FC Augsburg

4
:
2

Halbzeitstand
2:1
Werder Bremen

Werder Bremen


FC AUGSBURG
WERDER BREMEN
15.
30.
45.









60.
75.
90.










Selke erzielt sein erstes Bundesligator

Werner ist Werders Schreckgespenst

Nächste Episode des Augsburg-Fluchs des SV Werder Bremen: Zum vierten Mal reisten die Norddeutschen in die Fuggerstadt, zum dritten Mal blieben alle drei Punkte bei den Hausherren. Diesmal behielten die bayerischen Schwaben in einer kurzweiligen Partie mit 4:2 die Oberhand und feierten den zweiten Dreier in Serie. Werder ging dagegen erstmals in der laufenden Spielzeit als Verlierer vom Platz und muss daher den Blick vorerst nach unten richten.

Selke hellwach

FCA-Coach Markus Weinzierl sah nach dem 1:0-Auswärtssieg bei Eintracht Frankfurt, dem ersten Erfolg nach zwei Auftaktniederlagen, getreu dem Motto "never change a winning team" keine Veranlassung, seine Startelf zu verändern. Bobadilla wich also erneut auf den rechten Flügel aus, während Mölders im Sturmzentrum den Vorzug vor Matavz erhielt. Auch Werders Trainer Robin Dutt schickte exakt die Elf ins Rennen, die beim spektakulären 3:3 in Leverkusen begonnen hatte.

Augsburger Jubel
Torschütze Daniel Baier (li.) bejubelt mit seinen Kollegen den Ausgleich.
© imagoZoomansicht

Die Kontrahenten verschwendeten keine Zeit für eine Abtastphase, sondern strotzten nur so vor Tatendrang und Einsatzbereitschaft. Bei Augsburg schob Baba über links an, setzte Bobadilla mit einer Hereingabe in Szene, der das Leder allerdings nicht richtig traf (2.). Sowohl Ball als auch Tor traf Bremens Selke im Gegenzug, nachdem Garcias Flanke bis zum zweiten Pfosten durchrutschte und der U-19-Europameister nur noch den Fuß hinhalten musste - 1:0 (3.). Eine rundum gelungene Woche für den Angreifer: Erst die Vertragsverlängerung, nun das erste Bundesligator.

Vom Rückstand ließen sich die bayerischen Schwaben nicht entmutigen, der FCA legte sofort wieder den Offensivgang ein. Ob den Hausherren bewusst war, dass der SVW in dieser Saison immer einen Gegentreffer in den ersten 20 Minuten kassierte, ist ungewiss, die Serie erweiterten die Augsburger in jedem Fall: Altintop düpierte die Bremer Defensive mit einem Außenristpass direkt in den Lauf von Baier, der aus zehn Metern halblinker Position ins lange Eck vollstreckte (14.).

Die Akteure gönnten sich daraufhin eine kurze Verschnaufpause - zumindest was Torgelegenheiten betrifft. Kampf- und Laufbereitschaft beiderseits war ohnehin geboten. Bartels brachte dann auch wieder Schwung in den Strafraum, als der ehemalige St. Paulianer nach di Santos Ablage aus acht Metern abzog. Klavan grätschte entschlossen dazwischen und fälschte ab - Hitz bekam die Hand gerade noch hoch (27.). Die Fuggerstädter kombinierten zwar gefällig nach vorne, fanden im Sturmzentrum aber keinen Abnehmer. Sturmtank Mölders wurde über weite Strecken von Prödl kaltgestellt.

Bobadilla fällt, Verhaegh trifft

Die Weinzierl-Elf verlagerte ihr Aufbauspiel mehr und mehr auf die rechte Seite. Eine Maßnahme, die sich noch vor dem Pausenpfiff bezahlt machen sollte: Altintop schickte Verhaegh auf der rechten Seite steil, der sofort ins Zentrum weiterleitete. Dort rauschte Mölders, der sich klar in Abseitsposition befand, am ersten Pfosten vorbei, ehe Bobadilla nach einem leichten Kontakt von Bartels zu Fall gebracht wurde. Schiedsrichter Fritz entschied auf Strafstoß und Gelb für den Bremer (45.). Eine Entscheidung, die für Gesprächsstoff sorgte, Fritz wertete die Bewegung von Mölders nicht als aktiv. Verhaegh war der Trubel egal, der Kapitän vollstreckte knochentrocken und drehte die Partie noch vor der Pause (45 +2.).

Nach Wiederanpfiff machten die Akteure genau so weiter, wie sie im ersten Durchgang aufgehört hatten - und zwar in allen Belangen: Kohr versuchte im eigenen Strafraum zu klären, Bartels ging dazwischen und sackte zu Boden. Wieder zeigte der Referee auf den Punkt. Di Santo behielt aus elf Metern die Nerven und zimmerte die Kugel unter den Querbalken (56.).

Elia kam gerade noch um eine Ampelkarte herum und wurde durch Hajrovic ersetzt (57.). Der Joker hatte dann etwas überraschend die Führung auf dem Fuß, scheiterte jedoch freistehend vor Hitz an einer starken Parade des Keepers. In dieser Phase bot sich den Zuschauern viel Leerlauf, zahlreiche Unterbrechungen hemmten den Spielfluss erheblich.

Tabellenrechner 1.Bundesliga

Weinzierls Riecher

Frische Impulse mussten her. Weinzierl stärkte die Offensive und brachte mit Caiuby einen frischen Mann (76.). Diese Maßnahme sollte schnell Früchte tragen: Wenige Sekunden später schnappte sich der Brasilianer das Leder am Sechzehner und visierte das lange Eck an. Die Kugel klatschte gegen die Latte und fiel Werner direkt in den Lauf, der aus gut 13 Metern im Fallen per Kopf vollstreckte (77.).

Die Dutt-Elf hatte in diesem Jahr schon öfter ihre Comebackqualitäten bewiesen - doch klappte das auch beim Angstgegner? Zwar rannte die Dutt-Elf an, wirkte in ihren Versuchen aber recht kopflos. Der FCA vergab derweil die Vorentscheidung, Werner traf nach einem Konter nur den Pfosten (90.). Der letzte Angriff saß dann aber: Nach einem Steilpass steuerten Werner und Matavz unbedrängt auf Wolf zu, Ersterer bediente uneigennützig seinen Nebenmann, der dieser turbulenten Partie die Krone aufsetzte (90.+2).

In der englischen Woche geht es für Werder Bremen bereits am Dienstag (20 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Schalke 04 weiter. Tags drauf (20 Uhr) reist der FC Augsburg zum Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen.

Bundesliga, 2014/15, 4. Spieltag
FC Augsburg - Werder Bremen 4:2
FC Augsburg - Werder Bremen 4:2
Zufrieden ...

... konnte Werder-Coach Robin Dutt. Sein Team legte furios los.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC Augsburg
Aufstellung:
Hitz (3) - 
Verhaegh (3)        
Klavan (4) , 
Baba (4) - 
D. Baier (3)    
Kohr (3,5)        
Bobadilla (3,5)    
Halil Altintop (2,5) , 
To. Werner (2,5)    
Mölders (4)    

Einwechslungen:
63. Matavz     für Mölders
75. Caiuby für Bobadilla
80. Hong für Kohr

Trainer:
Weinzierl
Werder Bremen
Aufstellung:
Wolf (3,5) - 
Fritz (4,5)        
Prödl (3,5) , 
Lukimya (5) , 
S. Garcia (4)    
Junuzovic (3,5) , 
Galvez (4)    
Bartels (4)    
Elia (4,5)        
Selke (3)    
Di Santo (3)        

Einwechslungen:
58. Hajrovic (4,5) für Elia
58. Busch (4,5) für Fritz
79. Petersen für Galvez

Trainer:
Dutt

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Selke (3., Rechtsschuss, S. Garcia)
1:1
D. Baier (14., Rechtsschuss, Halil Altintop)
2:1
Verhaegh (45. + 3, Foulelfmeter, Rechtsschuss, Bobadilla)
2:2
Di Santo (56., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Bartels)
3:2
To. Werner (77., Kopfball, Caiuby)
4:2
Matavz (90. + 3, Rechtsschuss, To. Werner)
Gelbe Karten
Augsburg:
Kohr
(2. Gelbe Karte)
Bremen:
S. Garcia
(2. Gelbe Karte)
,
Elia
(1.)
,
Bartels
(1.)
,
Di Santo
(1.)

Spieldaten

FC Augsburg       Werder Bremen
Tore 4 : 2 Tore
 
Torschüsse 19 : 13 Torschüsse
 
gespielte Pässe 376 : 358 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 271 : 235 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 105 : 123 Fehlpässe
 
Passquote 72% : 66% Passquote
 
Ballbesitz 51% : 49% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 55% : 45% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 13 : 20 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 18 : 13 Gefoult worden
 
Abseits 3 : 2 Abseits
 
Ecken 6 : 5 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
20.09.2014 15:30 Uhr
Stadion:
SGL-Arena, Augsburg
Zuschauer:
29044
Spielnote:  2
ein Spektakel mit sechs Toren und hohem Tempo, aber auch mit vielen Fehlern.
Chancenverhältnis:
9:4
Eckenverhältnis:
6:5
Schiedsrichter:
Marco Fritz (Korb)   Note 5
insgesamt keine klare Linie bei der Zweikampfbewertung; hätte statt auf Elfmeter für Augsburg auf Abseits entscheiden müssen, da Mölders zuvor aktiv eingriff (45./+1); der Strafstoß für Bremen war korrekt.
Spieler des Spiels:
Halil Altintop
Der Schlüsselspieler in der FCA-Offensive. Mit viel Übersicht und tollen Pässen setzte Halil Altintop seine Kollegen in Szene, sein Assist zum 1:1 war genial.

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