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Hannover 96

Hannover 96

2
:
1

Halbzeitstand
1:0
SC Freiburg

SC Freiburg


HANNOVER 96
SC FREIBURG
15.
30.
45.





60.
75.
90.












96 feiert mit dem ersten Heimsieg 2015 den Ligaverbleib

Petersens Joker-Tor kommt zu spät - Freiburg steigt ab

Michael Frontzeck ist der Held. Hannover feiert den 51-Jährigen als Retter. Freiburg indes muss nach der 1:2-Niederlage in der HDI-Arena den Gang in die 2. Bundesliga antreten. 96 legte im Abstiegskrimi einen Blitzstart hin, kam kurz vor dem Ende auf kuriose Art und Weise zum zweiten Tor - und musste schließlich doch nochmal um den Sieg bangen. Doch Petersens Treffer genügte nicht.

Hiroshi Kiyotake
Torjubel: Kiyotake entsendet nach seinem Führungstreffer einen Dank nach oben.
© getty imagesZoomansicht

Hannovers Trainer Frontzeck musste nach dem 2:1-Erfolg in Augsburg eine Änderung an seiner Anfangsformation vornehmen: Für den gesperrten Sakai (Gelb-Rot) verteidigte Schmiedebach hinten rechts. Freiburgs Coach Christian Streich sah nach dem 2:1-Sieg über den FC Bayern keinen Anlass für Wechsel.

96 bezog von Mittwoch bis Freitag ein Quartier in Harsewinkel im Hotel Klosterpforte. Die Mannschaft sollte sich auf das Abstiegsduell fokussieren - offenbar mit Erfolg. Denn die Niedersachsen waren in der Anfangsphase weitaus aggressiver, wacher und giftiger. Schon nach drei Minuten die frühe Führung für die Hausherren: Schulz bediente Albornoz mit einem weiten Schlag, der Linksverteidiger flankte herein - und Kiyotake nickte unbehelligt ein (3.).

Lange Schläge von Schulz und Sané

Die Entstehung des Treffers war sinnbildlich für die taktische Vorgehensweise von Hannover: Die Frontzeck-Elf operierte häufig mit langen Bällen, meist gespielt von Schulz oder Sané. Albornoz war ein Aktivposten auf der linken Seite und spielte beinahe so offensiv wie ein Außenstürmer. Und Freiburg? Die Breisgauer enttäuschten. Der SCF war nicht auf der Höhe und war sichtlich beeindruckt vom forschen Auftritt von 96.

Stindl hätte nach gut einer Viertelstunde beinahe das 2:0 nachgelegt, doch Bürki fischte seinen Distanzschuss mit den Fingerspitzen über den Querbalken (16.). Nach dieser Chance gönnte sich die Heimelf eine Verschnaufpause und nahm das Tempo etwas raus. Da Freiburg die Mittel in der Offensive fehlten, verflachte die Partie. Rassige Duelle? Torraumszenen? Chancen? Fehlanzeige! Erst in den Schlussminuten des ersten Abschnitts nahm der Unterhaltungswert wieder zu: Klaus fand mit seinen Schüssen zweimal seinen Meister in Zieler (41., 42.). So ging es mit einem knappen Vorsprung für Hannover in die Kabine.

Mehmedi prüft Zieler per Kopf

Freiburg kam engagiert aus der Kabine und gab in den ersten Minuten den Ton in der ausverkauften HDI-Arena an. Mehmedi bot sich eine günstige Gelegenheit nach einer Schmid-Hereingabe, doch Zieler parierte seinen Kopfball (50.). Die Breisgauer spielten nun deutlich offensiver und forscher, gerade Klaus war auf der linken Außenbahn ein Unruheherd. Abgesehen von der Mehmedi-Chance sprangen bei den Bemühungen allerdings keine Möglichkeiten mehr heraus.

Hannover brauchte lange, um wieder in die Partie zu finden. Erst bei Stindls wuchtigem Kopfball, den Bürki sicher fing (67.), war 96 im zweiten Abschnitt angekommen. Trotzdem hatte Freiburg weiterhin mehr Ballbesitz. Einzig die Durchschlagskraft ging der Streich-Elf ab, sie fand kein Mittel, um sich weitere Gelegenheiten herauszuspielen.

Krmas entscheidet das Spiel auf kuriose Art und Weise

Mann gegen Mann: Freiburgs Mehmedi (li.) im Duell mit Hannovers Sané.
Mann gegen Mann: Freiburgs Mehmedi (li.) im Duell mit Hannovers Sané.
© getty imagesZoomansicht

So entschied Krmas die Partie: Nach einem feinen Dribbling von Karaman drückte Briand die Kugel Richtung Tor, Bürki kratzte sie von der Linie, doch der Freiburger Verteidiger bugsierte sie in die Maschen (84.). Damit war 96 der Klassenerhalt quasi sicher. Der SCF ergab sich aber nicht und glaubte weiter an einen Punktgewinn. Die Breisgauer packten nun die Brechstange aus.

Einmal mit Erfolg: Petersen behauptete sich gegen mehrere Gegenspieler und jagte das Leder unter die Latte (90.+2). Der Treffer kam aber zu spät. Denn Hannover brachte den hauchdünnen Vorsprung über die Zeit - und feierte somit den Klassenerhalt. Am Wochenende ab dem 14. August geht für 96 das Kapitel Bundesliga weiter. Freiburg indes muss den bitteren Gang ins Unterhaus antreten.

1. Bundesliga, 2014/15, 34. Spieltag
Hannover 96 - SC Freiburg 2:1
Hannover 96 - SC Freiburg 2:1
Anspannung

Hannovers Trainer Michael Frontzeck fokussiert sich auf den Keller-Krimi gegen Freiburg.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hannover 96
Aufstellung:
Zieler (2,5) - 
Schmiedebach (3)    
Marcelo (3) , 
C. Schulz (3,5)    
Albornoz (4) - 
S. Sané (2) , 
Andreasen (3)    
Stindl (3)    
Kiyotake (2,5)        
Prib (4)    
Briand (3,5)    

Einwechslungen:
34. Karaman (3,5) für Prib
82. Felipe für Andreasen
82. Stankevicius für Kiyotake

Trainer:
Frontzeck
SC Freiburg
Aufstellung:
Bürki (2,5) - 
Mujdza (3,5)    
Krmas (5)    
Mitrovic (4)    
C. Günter (4) - 
Höfler (4,5) - 
Guedé (4)    
Schmid (4,5) , 
Darida (5)    
Klaus (3)    

Einwechslungen:
69. Petersen     für Klaus
76. Philipp für Guedé
83. Frantz für Darida

Trainer:
Streich

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Kiyotake (3., Kopfball, Albornoz)
2:0
Krmas (84., Eigentor, Rechtsschuss, Briand)
2:1
Petersen (90. + 2, Rechtsschuss, Mitrovic)
Gelbe Karten
Hannover:
Schmiedebach
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
,
Briand
(2.)
,
C. Schulz
(7.)
Freiburg:
Mitrovic
(2. Gelbe Karte)
,
Krmas
(6.)

Spieldaten

Hannover 96       SC Freiburg
Tore 2 : 1 Tore
 
Torschüsse 11 : 10 Torschüsse
 
gespielte Pässe 335 : 459 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 225 : 346 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 110 : 113 Fehlpässe
 
Passquote 67% : 75% Passquote
 
Ballbesitz 43% : 57% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 54% : 46% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 17 : 15 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 15 : 17 Gefoult worden
 
Abseits 0 : 3 Abseits
 

Spielinfo

Anstoß:
23.05.2015 15:30 Uhr
Stadion:
HDI Arena, Hannover
Zuschauer:
49000 (ausverkauft)
Spielnote:  3,5
spielerisch viel Leerlauf, aufgrund der Umstände gegen Ende zunehmend spannungsgeladen.
Chancenverhältnis:
4:4
Eckenverhältnis:
3:5
Schiedsrichter:
Wolfgang Stark (Ergolding)   Note 3,5
ruhig und souverän, kleinere Fehler in der Zweikampfbewertung, Makel: Briands nicht bemerktes Nachtreten gegen Guedé (67.).
Spieler des Spiels:
Salif Sané
Den Fixpunkt vor der Abwehr Hannovers bildete einmal mehr Salif Sané mit seiner Zweikampfstärke, Robustheit und großen Übersicht.