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Hertha BSC

Hertha BSC

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0

Halbzeitstand
0:0
Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt


HERTHA BSC
EINTRACHT FRANKFURT
15.
30.
45.





60.
75.
90.








Nullnummer in Berlin: Die Hertha muss noch etwas zittern

Schwere Kost - und ein bisschen Kalou

Im Berliner Olympiastadion wollte die Hertha ihre Klassenerhalt-Party feiern. In einer umkämpften, aber höhepunktarmen Partie, in der spielerisch über weite Strecken schwere Kost serviert wurde, war letztlich ein torloses Remis zu notieren. Rechnerisch ist der Abstieg der gegen Frankfurt spielbestimmenden Dardai-Truppe so noch möglich.

Salomon Kalou (links, Hertha BSC)
Auch dem auffälligen Salomon Kalou gelang es nicht, den Berliner Klassenerhalt am vorletzten Spieltag einzutüten.
© imagoZoomansicht

Hertha-Coach Pal Dardai ließt seine Startformation gegenüber dem 0:2 in Dortmund unverändert. Dies bedeutete auch, dass Brooks - im Revier aufgrund einer Hüftprellung ausgewechselt - von Beginn an verteidigte. Frankfurts Trainer Thomas Schaaf baute sein Team im Vergleich zum 3:1 gegen Hoffenheim zweimal um: Madlung - zwischen 1999 bis 2006 bei den Berliner am Ball - übernahm in der Innenverteidigung für Russ (Gelbsperre). Djakpa, der gegen die Kraichgauer nach langer Verletzungspause (Kreuzbandriss) bereits eingewechselt worden war, kam im Mittelfeld statt Medojevic (Muskelbündelriss) zum Zug.

In den ersten Spielszenen mühten sich die Kontrahenten darum, Sicherheit in ihre Aktionen zu bekommen. In einer langatmigen Anfangsphase überließ die SGE den Hausherren den Ball und begegnete den Berlinern in einer Abwehrstellung. Die Alte Dame verzeichnete auch deshalb Feldvorteile, sehenswert war die Auseinandersetzung aber nicht. Die Rekordkulisse, welche die Hertha in dieser Saison meldete, animierte die Kontrahenten nicht dazu, den Zuschauer schwungvollen Offensivfußball zu servieren.

Madlung ärgert den Ex-Verein

Höhepunkte im Olympiastadion - Fehlanzeige! Dieses Fazit hatte, auch wenn sich die Frankfurter zwischenzeitlich mutiger im Vorwärtsgang gezeigt hatten, bis Mitte der ersten Hälfte Bestand. Dann nahm die Partie endlich Fahrt auf - etwas zumindest, wohlgemerkt. Verantwortlich für mehr Drive war der Hauptstadtklub. Kurz nachdem Pekarik mit einer scharfen Flanke SGE-Schlussmann Trapp die erste Arbeitsprobe abgefordert hatte (23.), geriet der Gästekasten erstmals wirklich in Gefahr: Kalou vernaschte an der Seitenauslinie erst Zambrano, ließ anschließend Hasebe stehen und zog ab. Madlung blockte den Schuss des ehemaligen Champions-League-Siegers in höchster Not (25.).

Nachdem wenig später Brooks das Leder nach guter Plattenhardt-Flanke über das Gehäuse befördert hatte (31.), fand das Berliner Übergewicht aber kaum noch Niederschlag in Form von weiteren Chancen. Auf der anderen Seite war es Stendera, der für eine offensiv weitgehend untätige Eintracht per Freistoß die erste Gelegenheit verbuchte: Die Kreativkraft jagte die Kugel aus der Distanz kernig über den Balken (38.). Diese Szene änderte nichts daran, dass die Hertha im ersten Durchgang mehr von der Partie hatte. Da Kalou nach seinem Sololauf rechts am Tor vorbeizielte (39.), fand dies in einer zusehends nickeliger geführten Partie aber keinen Ausdruck im Halbzeitstand.

Die zweite Hälfte begann, wie sich die erste über weite Strecken präsentiert hatte: ereignisarm. Die Zweikämpfe wurden mitunter gallig geführt, spielerische Leckerbissen auf dem Rasen aber nicht gereicht. Doch auf einmal war sie da, die Riesenchance für die Dardai-Truppe: Ignjovski verschlampte den Ball gegen Kalou. Der Ivorer nahm dem Frankfurter das Leder ab und hatte wenig später nur noch Trapp vor sich. Kurz vor dem Strafraumrand entschloss sich der Hertha-Angreifer für einen Heber, den der SGE-Keeper aber relativ mühelos entschärfte (54.).

Haraguchi vergibt

Was danach folgte, war erneut zähe Kost. Die Hessen konnten die Partie zwar ausgeglichener gestalten. Und die Frankfurter Defensivabteilung - Stürmer Seferovic war in dieser der Vorarbeiter - zeigte sich aufmerksam. Doch auch wenn die Frankfurter robust verteidigten: In der 80. Minute hatten die Hertha-Fans den Torschrei erneut auf den Lippen: Kalou setzte Haraguchi optimal in Szene. Doch der Japaner knallte das Spielgerät etwas zu hektisch links am Tor vorbei.

Die Minuten verstrichen. Im Olympiastadion hatten sie längst mitbekommen, dass den Berlinern angesichts der Zwischenstände in den anderen Arenen das torlose Remis zum Klassenerhalt reichen würde. Doch in der Schlussphase änderte sich diese Konstellation. Rechnerisch kann die Hertha noch absteigen.

Am letzten Spieltag ist Hertha BSC samstags (15.30 Uhr) bei der TSG 1899 Hoffenheim gefordert. Eintracht Frankfurt hat zeitgleich Bayer Leverkusen zu Gast.

1. Bundesliga, 2014/15, 33. Spieltag
Hertha BSC - Eintracht Frankfurt 0:0
Hertha BSC - Eintracht Frankfurt 0:0
Kritik kam auf

Thomas Schaaf wurde zuletzt eine schlechte Führung nachgesagt. Doch die Eintracht hält zu ihrem Trainer.
© Getty Images

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16.05.15
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hertha BSC
Aufstellung:
Kraft (3) - 
Pekarik (3)    
S. Langkamp (3) , 
Brooks (3)    
Plattenhardt (4) - 
Skjelbred (4) , 
Lustenberger (3,5)        
Haraguchi (4,5) , 
N. Schulz (5) - 
Stocker (4,5)    
Kalou (3,5)

Einwechslungen:
77. Ronny für Stocker

Trainer:
Dardai
Eintracht Frankfurt
Aufstellung:
Trapp (2,5)    
Chandler (4) , 
Zambrano (4)    
Madlung (3) , 
Oczipka (3,5)    
Ignjovski (5)    
Hasebe (3)    
Aigner (4)    
Djakpa (5)    
Stendera (4,5)    
Seferovic (4,5)

Einwechslungen:
58. Flum (4) für Ignjovski
90. + 1 N. Valdez für Stendera

Trainer:
Schaaf

Tore & Karten

 
Torschützen
keine
Gelbe Karten
Hertha:
Brooks
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
,
Lustenberger
(3.)
,
Pekarik
(3.)
E. Frankfurt:
Oczipka
(6. Gelbe Karte)
,
Zambrano
(7.)
,
Hasebe
(6.)
,
Djakpa
(1.)
,
Aigner
(8.)

Spieldaten

Hertha BSC       Eintracht Frankfurt
Tore 0 : 0 Tore
 
Torschüsse 9 : 1 Torschüsse
 
gespielte Pässe 292 : 491 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 184 : 382 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 108 : 109 Fehlpässe
 
Passquote 63% : 78% Passquote
 
Ballbesitz 38% : 62% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 53% : 47% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 20 : 26 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 22 : 19 Gefoult worden
 
Abseits 3 : 1 Abseits
 

Spielinfo

Anstoß:
16.05.2015 15:30 Uhr
Stadion:
Olympiastadion, Berlin
Zuschauer:
60168
Spielnote:  4,5
schwere Kost, weil Hertha das letzte Risiko scheute und die Eintracht weitgehend passiv agierte.
Chancenverhältnis:
4:1
Eckenverhältnis:
4:4
Schiedsrichter:
Florian Meyer (Burgdorf)   Note 2,5
kleinere Fehler in der Zweikampfbewertung, ansonsten Herr der Lage. Lag bei den persönlichen Strafen richtig.
Spieler des Spiels:
Kevin Trapp
Ruhig und souverän, war bei Kalous Großchance zur Stelle ? Kevin Trapp war ein Faktor, dass Frankfurt nach mehr als einem Jahr auswärts zu null spielte.