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VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg

3
:
1

Halbzeitstand
1:1
VfB Stuttgart

VfB Stuttgart


VFL WOLFSBURG
VFB STUTTGART
15.
30.
45.


60.
75.
90.











Schürrle mit Premierentor - 10. Gelbe für Luiz Gustavo

Rodriguez hält den VfL auf Kurs

Wolfsburg sicherte sich gegen Stuttgart nach Anlaufproblemen einen verdienten 3:1-Erfolg. Der VfL agierte im ersten Durchgang ungewohnt fehlerhaft. Nach der schmeichelhaften Führung der Hecking-Elf bestrafte der engagierte und zunächst gleichwertige VfB schlampiges Abwehrverhalten des Favoriten zum 1:1-Pausenstand. Mit Wiederbeginn erhöhte der Tabellenzweite den Druck, dem nachlassende Schwaben letztlich nicht standhalten konnten.

Rodriguez vs. Maxim
Stuttgarts Alexandru Maxim stoppt den Ball elegant vor VfL-Doppeltorschütze Ricardo Rodriguez.
© Getty ImagesZoomansicht

Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking rotierte im Vergleich zum 1:1 beim 1. FSV Mainz 05 gleich sechsmal: Für Jung, Klose, Schäfer, Arnold (Gelbsperre), Schürrle und Bendtner rückten Träsch, Knoche, Rodriguez, Vieirinha, Caligiuri und Dost in die Anfangsformation.

Der Stuttgarter Coach Huub Stevens dagegen beließ es gegenüber dem 3:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt bei einem Personaltausch: Kostic kam für Werner zum Zug.

Beide Teams suchten in der Anfangsphase schnell den Weg vor das gegnerische Tor. Daraus resultierten etliche Standards, bei denen es auf beiden Seiten an Abstimmung mangelte. Luiz Gustavo nach Ecke und Knoche-Kopfball hatte für die Wölfe eine erste Riesenchance (4.), Niedermeier fehlte es per Kopf für Stuttgart jeweils nach Maxims Vorlagen an Timing (8., 10.). Der VfL hatte mehr Ballbesitz, agierte aber im Vorwärtsgang zunächst sehr fehlerhaft. Klappte einmal ein Zusammenspiel, wurde es sofort gefährlich: Ulreich konnte nach Rodriguez-Flanke gegen Dosts Flugkopfball gerade noch den Einschlag verhindern (15.).

Die defensiv disziplinierten Schwaben blieben mutig. Weiterhin misslungene Kombinationen und halbherziges Abwehrverhalten des VfL ermöglichten gefährliche Aktionen des Schlusslichts. Kostic scheiterte mit einer Topgelegenheit frei vor Benaglio am Keeper (16.), Ginzcek und Harnik verpassten eine Doppelchance (18.), Gentner traf den Ball nicht voll (22.).

Gegen aufmerksame Gäste wollte sich Wolfsburger Offensivzauber auch in der Folge kaum einstellen. Initiator De Bruyne, immer wieder von den Kollegen gesucht, sah sich meist gedoppelt, und auch die Standards des Belgiers hatten erhebliches Verbesserungspotenzial.

Harnik antwortet Rodriguez postwendend

Eine Einzelaktion von Caligiuri mündete dann aber kurz vor der Pause in die Führung der Hecking-Schützlinge, Klein holte den Flügelflitzer im Strafraum an der Grundlinie unnötig von den Beinen - Elfmeter. Rodriguez verwandelte sicher (41.).

Doch Stuttgart schlug zurück, diesmal bestraften Kostic und Harnik schlampiges Abwehrverhalten der Gastgeber: Der Österreicher nickte freistehend die Flanke des agilen Serben zum 1:1-Pausenstand ein, den Naldo hatte flanken lassen (44.).

De Bruyne und Dost hießen die Protagonisten der ersten Möglichkeit kurz nach Wiederbeginn, Ulreich reagierte stark (49.). Die Hecking-Elf zog die Zügel an, drückte die Schwaben in deren eigene Hälfte. Die Angriffswellen rollten gegen in dieser Phase nur noch selten Entlastung findende Gäste Richtung Ulreich, der gegen Caligiuri (51.) parierte und bei Vieirinhas Volleyabnahme (56.) das Glück auf seiner Seite hatte.

Der VfB überstand die Drangperiode der Grün-Weißen, für den überraschten Ginzcek war nach Kostics Flanke mehr drin (59.). Nach einer guten Stunde justierte Stevens mit Romeu für den Gelb-verwarnten Serey Dié neu, auf der anderen Seite sollte ein Doppelwechsel - Perisic und Schürrle kamen für Guilavogui und Caligiuri - für neuen Elan sorgen.

Dies sollte gelingen, aber zunächst nutzte Rodriguez seinen zweiten Standard zur erneuten Führung: Der Schweizer brachte einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld in den Strafraum. Naldo kam nicht ran, irritierte aber Ulreich, und der aufsetzende Ball sauste hoch ins linke Eck - 2:1 (65.).

Es lief nun rund bei den Wölfen, die sich mit dem zweiten Tor nicht zufrieden gaben. Stuttgarts Offensivbemühungen lieferten nun den Raum für das Passspiel des VfL, Schürrle (72.) und auf Vorlage des Jokers Dost (73.) standen dicht vor dem 3:1. Wenig später sollte es aber klappen mit dem ersten Tor für Schürrle für seinen neuen Klub: De Bruyne verlängerte glücklich einen weiten Abschlag Benaglios in den Lauf des Weltmeisters, der antrat und aus 13 Metern hoch ins linke Eck einschoss (76.).

Mehr passierte nicht mehr, die Autostädter verwalteten den Vorsprung clever, die Kräfte des VfB erlahmten immer mehr und reichten nicht aus, um noch einmal für Gefahr zu sorgen. Damit ist Wolfsburg weiter klar auf Champions-League-Kurs, während die Situation für Stuttgart im Abstiegskampf prekär bleibt.

Wolfsburg trifft bereits am Dienstag (19 Uhr) im Viertelfinale des DFB-Pokals zu Hause auf den SC Freiburg und reist am Samstag (18.30 Uhr) in der Liga zum Hamburger SV. Stuttgart erwartet am Sonntag (17.30 Uhr) Besuch von Werder Bremen.

1. Bundesliga, 2014/15, 27. Spieltag
VfL Wolfsburg - VfB Stuttgart 3:1
VfL Wolfsburg - VfB Stuttgart 3:1
Warum der kritische Blick?

Dieter Heckings Wölfe gingen als Spitzenreiter der Rückrundentabelle in die Partie gegen Schlusslicht VfB Stuttgart.

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Benaglio (2,5)    
Träsch (4) , 
Naldo (3,5) , 
Knoche (3,5) , 
R. Rodriguez (2)        
Guilavogui (4)    
Luiz Gustavo (3)    
Vieirinha (4) , 
De Bruyne (3)    
D. Caligiuri (3)    
Dost (4)

Einwechslungen:
61. Perisic für Guilavogui
62. Schürrle     für D. Caligiuri
89. M. Schäfer für De Bruyne

Trainer:
Hecking
VfB Stuttgart
Aufstellung:
Ulreich (3) - 
Klein (5) , 
Baumgartl (3,5) , 
Niedermeier (4,5) , 
Hlousek (4) - 
Serey Dié (4,5)        
Gentner (4)    
Harnik (4)        
Maxim (5)    
Kostic (4) - 

Einwechslungen:
58. Oriol Romeu (5)     für Serey Dié
73. Ti. Werner für Harnik
86. Leitner für Maxim

Trainer:
Stevens

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
R. Rodriguez (41., Foulelfmeter, Linksschuss, D. Caligiuri)
1:1
Harnik (44., Kopfball, Kostic)
2:1
R. Rodriguez (65., direkter Freistoß, Linksschuss)
3:1
Schürrle (76., Rechtsschuss, De Bruyne)
Gelbe Karten
Wolfsburg:
Luiz Gustavo
(10. Gelbe Karte, gesperrt)
Stuttgart:
Serey Dié
(4. Gelbe Karte)
,
Oriol Romeu
(7.)

Spieldaten

VfL Wolfsburg       VfB Stuttgart
Tore 3 : 1 Tore
 
Torschüsse 23 : 13 Torschüsse
 
gespielte Pässe 562 : 328 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 463 : 218 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 99 : 110 Fehlpässe
 
Passquote 82% : 66% Passquote
 
Ballbesitz 63% : 37% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 59% : 41% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 14 : 16 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 15 : 14 Gefoult worden
 
Abseits 2 : 0 Abseits
 
Ecken 8 : 7 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
04.04.2015 15:30 Uhr
Stadion:
Volkswagen-Arena, Wolfsburg
Zuschauer:
30000 (ausverkauft)
Spielnote:  3,5
Wolfsburgs Steigerung nach der Pause entschädigte für viel Leerlauf zuvor.
Chancenverhältnis:
10:3
Eckenverhältnis:
8:7
Schiedsrichter:
Tobias Welz (Wiesbaden)   Note 3,5
nicht immer mit klarer Linie, aber mit vertretbaren Entscheidungen. Rigoros bei Kleins Einsteigen gegen Caligiuri, großzügig wiederum bei Niedermeiers Handspiel (72.). Hätte Dié früher verwarnen müssen.
Spieler des Spiels:
Ricardo Rodriguez
Er überzeugte erneut als Mann der ruhenden Bälle. Ricardo Rodriguez traf per Straf- und Freistoß, ebnete so den Weg zum Wolfsburger Heimsieg.

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