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Bor. Mönchengladbach

Bor. Mönchengladbach

2
:
0

Halbzeitstand
1:0
SC Paderborn 07

SC Paderborn 07


BOR. MÖNCHENGLADBACH
SC PADERBORN 07
15.
30.
45.






60.
75.
90.









Herrmann trifft den Pfosten

Matchwinner Johnson: Gladbach rehabilitiert sich

Borussia Mönchengladbach hat seinen Europa-League-Fluch besiegelt und erstmals in dieser Saison nach einer Partie auf internationalem Boden dreifach gepunktet. Nach kurzen Anpassungsproblemen schossen Johnson und Joker Herrmann einen ungefährdeten 2:0-Sieg gegen viel zu zurückhaltende Paderborner heraus. Dadurch untermauern die Fohlen ihre Champions-League-Ambitionen, besitzen nun ein Vier-Punkte-Polster auf Rang vier. Durch ihre erste Niederlage an einem Bundesliga-Sonntag fielen die Ostwestfalen dagegen auf den Relegationsrang zurück.

Gladbachs Coach Lucien Favre warf nach dem 2:3 in der Europa League gegen Sevilla die Rotationsmaschine an und tauschte gleich fünfmal: Korb, Nordtveit, Johnson, Traoré und Hrgota erhielten den Vorzug vor Alvaro Dominguez, Kramer, Herrmann, Hazard sowie Kruse.

Paderborns Trainer Andre Breitenreiter beließ es im Vergleich zum 0:6 gegen Bayern München bei drei personellen Veränderungen: Brückner, Stoppelkamp und Lakic spielten für Rafa Lopez (Muskelfaserriss im Adduktorenbereich), Hartherz (Rot) und Koc.

Der Außenseiter aus Ostwestfalen nutzte die Gladbacher Schläfrigkeit zu Beginn, die wohl dem Kräfteverschleiß vom Europa-League-Match geschuldet war. Stoppelkamp marschierte über die auffällig verwaiste rechte Seite, bewies Übersicht und bediente den links in den Sechzehner einlaufenden Meha. Der Freistoßkünstler nickte die Kugel aus 15 Metern knapp über das lange Kreuzeck (2.). Die Fohlen wirkten vom munter aufspielenden Bundesligaaufsteiger beeindruckt und zeigten sich in der Anfangsphase auf dem Weg nach vorne extrem scheu.

Gladbacher Führung
Ist nach Johnsons abgefälschtem Schuss ins falsche Eck unterwegs: SCP-Keeper Lukas Kruse (rotes Trikot).
© imagoZoomansicht

Johnsons Zweiter sitzt

Durch das Offensivpressing des SCP kam die Gladbacher Ballmaschine gar nicht erst ins Rollen - bis die Hausherren ein neues Erfolgsrezept entwickelten: Lange Diagonalbälle. Ein solcher war Ausgangspunkt der ersten Chance, als die Kugel über Hrgota und Johnson bei Initiator Xhaka landete, der Traoré auf der Gegenseite in Szene setzte. Der Flügelflitzer zimmerte volley drauf und forderte von Kruse einen ersten Arbeitsnachweis (12.). Diese Szene avancierte zu einem Knackpunkt der Partie, denn fortan entwickelte sich das zuvor erwartete Spiel. Die Elf vom Niederrhein riss das Ruder fest an sich und kombinierte gefälliger. Erst zog Johnson nach einem weiteren Diagonalball von halblinks zu unpräzise ab (15.), drei Zeigerumdrehungen später durfte der US-Amerikaner aber einen neuen Anlauf starten. Nach Vorlage von Korb probierte es der ehemalige Hoffenheimer aus 20 Metern, sein von Ziegler abgefälschter Schuss schlug unhaltbar im linken Toreck ein - sein erster Saisontreffer (18.)!

Das Momentum lag nun klar aufseiten der Gastgeber, die ihr Heil vor allem durch Vorstöße über die auffälligen Flügelspieler suchten. Bei einem solchen nutzte Traore Brückners Tempodefizite rigoros aus, flankte von der rechten Seite anschließend ins Zentrum. Dort stand Ziegler zwar zur rechten Zeit am rechten Ort, bugsierte das Leder aber unorthodox mit dem Knie an den linken Pfosten (25.).

Nach einer knappen halben Stunde schaltete die Borussia einen Gang runter, kontrollierte das Spielgeschehen aber nach wie vor nach Belieben. Vor allem nach Ballgewinn in der eigenen Hälfte schalteten die Gladbacher blitzschnell um, kamen infolgedessen durch Traoré (32.) und Hrgota (39.) auch noch in ordentliche Abschlusspositionen. Beide ließen dabei jedoch die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen. So nahmen die Gastgeber einen knappen, aber verdienten 1:0-Vorsprung mit in die Pause.

Die ersten Minuten nach Wiederanpfiff erinnerten ein wenig an die Anfangsphase der ersten 45 Minuten. Paderborn schob sein Gesamtkonstrukt weit vor, kam durch Mehas Distanzkracher sogar zu einer sehenswerten Gelegenheit, die Sommer glänzend vereitelte (51.). Zuvor hätte Raffael auf der Gegenseite schon die Vorentscheidung herbeiführen können, wenn er hinter seinen Kopfball aus fünf Metern mehr Druck bekommen hätte (47.).

Fortan kam den Fohlen das Tempo aus dem ersten Spielabschnitt ein wenig abhanden. Der SCP hatte sich auf die quirligen Offensivkräfte eingestellt, minimierte so deren Aktionsradien durch frühes Stören. Mit einer Ausnahme: Traoré entwischte Brückner doch noch einmal, legte die Kugel von rechts in den Rückraum. Dort schlug Xhaka einen Sahnepass und hob die Kugel in den Lauf von Hrgota, der frei vor Kruse nur noch die Fußspitze an den Ball bekam. Paderborns Keeper bekam die Arme gerade noch hoch (63.). Das eigene Offensivspiel stockte bei den Ostwestfalen allerdings gewaltig, sodass die Gladbacher um ihren zarten Vorsprung nicht ernsthaft bangen mussten.

Herrmann macht den Deckel drauf

In der Schlussphase ging SCP-Coach Breitenreiter volles Risiko, setzte mit Ducksch anstelle von Abwehrmann Heinloth auf volle Offensive. Das ging jedoch nach hinten los: Johnson setzte sich links durch, brachte eine gefährliche Hereingabe in die Mitte. Kruse wischte die Kugel direkt vor die Füße von Herrmann, der aus knapp 15 Metern halbrechter Position den Abschluss suchte. Auch hier fälschte ein Paderborner, in diesem Fall Meha, so ab, dass Kruse im Kasten absolut chancenlos blieb - 2:0 (81.). Die Ostwestfalen zeigten Moral, versuchten noch einmal alles - doch es sollte nicht mehr sein. Stattdessen kratzte die Borussia noch am 3:0, Herrmann scheiterte nach einer Energieleistung aber am rechten Pfosten (90.). Dann war Schluss.

Die Gladbacher reisen am kommenden Mittwoch (20.30 Uhr) im DFB-Pokal zu Regionalligist Kickers Offenbach. In der Bundesliga ist die Favre-Elf am Samstag darauf (18.30 Uhr) beim 1. FSV Mainz 05 zu Gast, Paderborn hat unter der Woche frei und spielt sonntags (17.30 Uhr) zu Hause gegen Leverkusen.

1. Bundesliga, 2014/15, 23. Spieltag
Bor. Mönchengladbach - SC Paderborn 07 2:0
Bor. Mönchengladbach - SC Paderborn 07 2:0
Gedenken an Wolfram Wuttke

Die Fohlen gedenken dem kürzlich verstorbenen Wolfram Wuttke per Anzeigentafel.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Bor. Mönchengladbach
Aufstellung:
Sommer (3) - 
Korb (3,5) , 
Stranzl (2,5)    
Jantschke (2,5) , 
Wendt (3,5) - 
Nordtveit (3) , 
G. Xhaka (3) - 
Traoré (2)    
F. Johnson (2,5)    
Raffael (3)    
Hrgota (4)    

Einwechslungen:
68. M. Kruse für Hrgota
73. Herrmann     für Traoré
84. Kramer für Raffael

Trainer:
Favre
SC Paderborn 07
Aufstellung:
L. Kruse (2,5) - 
Heinloth (5)    
Ziegler (5) , 
Hünemeier (4,5)    
Brückner (5) - 
Rupp (4,5)    
Bakalorz (5)    
Stoppelkamp (4,5)    
Meha (4) - 
Lakic (5,5) , 

Einwechslungen:
59. Vrancic (4,5)     für Bakalorz
66. Koc für Stoppelkamp
79. Ducksch für Heinloth

Trainer:
Breitenreiter

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
F. Johnson (18., Linksschuss, Korb)
2:0
Herrmann (81., Linksschuss)
Gelbe Karten
Gladbach:
-
Paderborn:
Rupp
(3. Gelbe Karte)
,
Vrancic
(4.)

Spieldaten

Bor. Mönchengladbach       SC Paderborn 07
Tore 2 : 0 Tore
 
Torschüsse 20 : 17 Torschüsse
 
gespielte Pässe 533 : 440 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 452 : 356 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 81 : 84 Fehlpässe
 
Passquote 85% : 81% Passquote
 
Ballbesitz 54% : 46% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 53% : 47% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 8 : 15 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 13 : 8 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 5 Abseits
 
Ecken 11 : 8 Ecken
 
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Neuer, Manuel
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13
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Hitz, Marwin
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13
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Hradecky, Lukas
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13
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5.
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8
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Spielinfo

Anstoß:
01.03.2015 15:30 Uhr
Stadion:
Borussia-Park, Mönchengladbach
Zuschauer:
53152
Spielnote:  3
temporeiche und relativ einseitige Partie, allerdings garniert mit einigen Durchhängern der Hausherren.
Chancenverhältnis:
8:3
Eckenverhältnis:
11:8
Schiedsrichter:
Michael Weiner (Hasede)   Note 2
souveräne, gute Leistung, lag in allen Situationen richtig, ohne dabei Schwerstarbeit verrichten zu müssen.
Spieler des Spiels:
Ibrahima Traoré
Als ständiger Unruheherd stellte Ibrahima Traoré Paderborns Außenverteidiger Brückner und Heinloth vor teils unlösbare Probleme.

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