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VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg

2
:
1

Halbzeitstand
1:1
Hertha BSC

Hertha BSC


VFL WOLFSBURG
HERTHA BSC
15.
30.
45.










60.
75.
90.








Hertha bleibt auf einem direkten Abstiegsrang

Doppelpacker Dost macht einfach weiter

Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw, der sich vor allem nach Weltmeister André Schürrle umschaute, wirbelte ein mittlerweile bestens Bekannter erneut: Bas Dost. Eine Option für Löw stellt der aktuelle Dauerbrenner der Liga aber nicht dar - er ist Niederländer. Weil Julian Schieber außerdem zwischenzeitlich den Herthanern Mut mit seinem 1:1 verlieh, taten sich Dost & Co. insgesamt nach der Europa League unter der Woche doch recht schwer. Spektakel? Fehlanzeige! Ein verdienter Arbeitssieg sprang dennoch heraus.

Joachim Löw
Bundestrainer Joachim Löw machte sich an diesem Sonntag nach Wolfsburg auf, um vor allem Weltmeister André Schürrle zu beobachten.
© Getty ImagesZoomansicht

VfL-Coach Dieter Hecking brachte im Vergleich zum verdienten 2:0-Hinspielsieg gegen Sporting Lissabon in Luiz Gustavo einen neuen Akteur. Der Brasilianer, der in der Europa League wegen der 3. Gelben Karte nicht spielberechtigt war, ersetzte quasi Hunt, der wegen eines Innenbandteilabrisses längerfristig ausfällt. Demnach durften auch Jung (hinten rechts) und Träsch auf der Doppelsechs wieder beginnen. Im Angriff lag das Vertrauen natürlich wieder auf Ballermann Dost, der beide Treffer gegen Sporting und zuletzt einen Viererpack beim furiosen 5:4 in Leverkusen erzielte.

Herthas Trainer Pal Dardai reagierte auf das 0:2 gegen Freiburg derweil mit zwei Wechseln: Ndjeng und Lustenberger (zurück nach Gelb-Rot) starteten anstelle von Plattenhardt (Erkältung) und Ronny (Bank).

Wer sonst? Ballermann Dost macht einfach weiter

Bas Dost überwindet Thomas Kraft.
Bas Dost, derzeitiger Dauerbrenner in der Liga, markiert das 1:1 und lässt dabei Keeper Thomas Kraft keine Chance.
© Getty ImagesZoomansicht

Die zehn aufgebotenen Feldspieler machten das in den ersten neun Minuten auch stark, zogen sich tief zurück und machten die Räume eng. Der elfte Spieler, Torhüter Kraft, hatte wahrlich nichts zu tun. Doch in Minute zehn klingelte es dennoch - und zwar direkt mit der ersten Gelegenheit der Hausherren. Wer war es? Natürlich der heißeste Spieler der Bundesliga in dieser Phase: Sturmtank Dost. Vieirinha setzte sich zunächst überragend auf der rechten Seite durch und nahm Tempo auf. Der Portugiese chippte das Leder sehenswert auf Schürrle, der per Kopf zu Dost weiterleitete. Der Niederländer nahm stark an und vollendete wie zurzeit gewohnt knochentrocken (10.). Es war Dosts zehntes Saisontor und zehntes Tor im Jahr 2015 (alle Wettbewerbe) - hier traf nur Barcelonas Lionel Messi häufiger (14). Für Dost sollte außerdem noch ein Treffer folgen.

Schieber springt ab und nickt ein

Es dauerte etwas, ehe sich die Hertha fing und den Gegentreffer abschüttelte. Schieber schickte Stocker schließlich schön die linke Außenbahn entlang. Der Mittelfeldmann blickte auf und schlug eine butterweiche Flanke zu Kalou im Strafraum, der das Spielgerät jedoch nicht verarbeiten konnte. Da wäre mehr drin gewesen (22.). Es zeigte aber, dass die Berliner nun an sich glaubten. Der Erfolg stellte sich außerdem ein: Stocker wurde über die linke Seite steil geschickt, kochte den schwach verteidigenden Jung humorlos ab und setzte den Querpass ins Zentrum. Schieber flog dort in echter Torjägermanier heran und nickte halb auf der Brust liegend ein (30.).

Julian Schieber trifft zum 1:1.
Julian Schieber macht per Flugkopfball knapp über der Grasnarbe das 1:1.
© Getty ImagesZoomansicht

Die Berliner Brust wirkte nun gestählt, wenngleich die Hausherren das Spiel weiter in Sachen Ballbesitz, Torschüsse und Zweikampfquote beherrschten. Kleinere Nadelstiche durch Stocker, Ndjeng und Kalou, der mit fortschreitender Spieldauer eher auf links agierte und Schieber das Sturmzentrum überließ, waren ab und an die Folge. Mehr als eine richtig gute Chance sprang aber nicht mehr heraus: Jung ackerte sich bis an die Strafraumkante vor, bediente mit großer Übersicht Schürrle. Der Nationalspieler legte sich das Leder allerdings einen Tick zu weit vor und traf nur noch ans Außennetz (39.). Das war's mit Halbzeit eins, das Ergebnis ging grundsätzlich in Ordnung.

De Bruyne und Schürrle feuern

Durchgang zwei begann mit einem personellen Wechsel: Der unglückliche Jung wurde durch Arnold vertreten, dafür rückte Träsch von der Doppelsechs nach rechts hinten. Das Spiel derweil brauchte vor zahlreicher Fouls und Mittelfeldgeplänkel dagegen erst ein wenig, um dem Publikum Chancen zu bieten. Es dauerte bis zur 55. Minute: De Bruyne kam aus rund zehn Metern zum relativ freien Abschluss, den Torhüter Kraft jedoch sicherte. Drei Minuten später legte Dost uneigennützig für Schürrle ab, dessen Direktschuss über die Querlatte zog.

Dosts Strähne hält an

Die beiden Chancen entpuppten sich im Nachhinein aber als kurzes Strohfeuer, das nur kurz von Schürrle wieder entfacht wurde. Der Nationalspieler setzte einen Kopfball knapp rechts am Pfosten vorbei (66.). Von den Hauptstädtern kam derweil wenig bis gar nichts, Kalou und Schieber waren abgemeldet. Der letzte Torschuss lag hier schon weit zurück: Minute 30, das Tor von Schieber.

Bas Dost
Treffer am laufenden Band: Bas Dost (2.v.r.).
© Getty ImagesZoomansicht

Die Schlussphase brach an - und mit ihr wurde klar, dass die Niedersachsen nun den Druck erhöhten und auf den Siegtreffer lugten. Der fiel auch direkt - und unglaublicherweise wieder durch Dost: Vieirinha spielte im Mittelfeld quer, legte ab für Luiz Gustavo. Der Brasilianer zog wuchtig ab und hämmerte den Ball an den rechten Pfosten. Von dort prallte das Leder vor Dosts Füße, der eiskalt abstaubte. Gegenspieler Hegeler hatte da schon abgeschaltet (74.). Es war Dosts 11. Saisontreffer. Keine Frage: Mittlerweile war die erneute Führung der Autostädter hochverdient.

Kraft verwehrt Schürrles ersten Treffer

Auch mit den frischen Kräften Ronny und Beerens agierten die Hauptstädter ideenarm, kamen kaum konstruktiv vor den Wolfsburger Strafraum. Letztlich blieb es beim 2:1-Arbeitssieg, der beinahe noch ein 3:1 wurde. Doch Schlussmann Kraft parierte einen tollen Knaller von Schürrle mit einer überragenden Parade (88.). Danach musste dessen gegenüber Benaglio nur noch eine tückische Schieber-Hereingabe sichern (90.+1). Während Wolfsburg das Polster auf Rang drei (Gladbach) auf nunmehr zehn Punkte ausbaute, stand für die Hertha die Erkenntnis, auf einem direkten Abstiegsrang zu verharren.

Für den VfL steht am Donnerstag (21.05 Uhr) das Rückspiel bei Sporting Lissabon in der Europa League an. Hertha BSC hingegen muss erst wieder am Samstag (15.30 Uhr) gegen den FC Augsburg ran. Die Wölfe gastieren schließlich am Sonntag (17.30 Uhr) zum Nordduell bei wieder erstarkten Bremern um Erfolgscoach Viktor Skripnik.

Bundesliga, 2014/15, 22. Spieltag
VfL Wolfsburg - Hertha BSC 2:1
VfL Wolfsburg - Hertha BSC 2:1
Ernste Miene

Angespannt: Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking vor dem Spiel gegen Hertha BSC.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Benaglio (3)    
S. Jung (5)    
Naldo (2,5) , 
Knoche (4) , 
R. Rodriguez (4)    
Träsch (3) , 
Vieirinha (3)    
De Bruyne (3,5) , 
Schürrle (3,5) - 
Dost (2)            

Einwechslungen:
46. Arnold (3,5) für S. Jung
77. D. Caligiuri für Vieirinha
90. Bendtner für Dost

Trainer:
Hecking
Hertha BSC
Aufstellung:
Kraft (2,5) - 
Pekarik (4) , 
Hegeler (4,5) , 
Brooks (4) , 
N. Schulz (4)    
Lustenberger (3,5)    
Skjelbred (4) - 
M. Ndjeng (4)    
Schieber (3)    
Stocker (3)        
Kalou (5)

Einwechslungen:
73. Beerens für M. Ndjeng
77. Ronny für Stocker

Trainer:
Dardai

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Dost (10., Rechtsschuss, Schürrle)
1:1
Schieber (30., Kopfball, Stocker)
2:1
Dost (74., Rechtsschuss, Luiz Gustavo)
Gelbe Karten
Wolfsburg:
R. Rodriguez
(2. Gelbe Karte)
Hertha:
N. Schulz
(1. Gelbe Karte)
,
Stocker
(5., gesperrt)

Spieldaten

VfL Wolfsburg       Hertha BSC
Tore 2 : 1 Tore
 
Torschüsse 17 : 3 Torschüsse
 
gespielte Pässe 741 : 344 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 653 : 243 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 88 : 101 Fehlpässe
 
Passquote 88% : 71% Passquote
 
Ballbesitz 68% : 32% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 57% : 43% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 10 : 14 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 14 : 10 Gefoult worden
 
Abseits 2 : 4 Abseits
 
Ecken 6 : 3 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
22.02.2015 17:30 Uhr
Stadion:
Volkswagen-Arena, Wolfsburg
Zuschauer:
27683
Spielnote:  3,5
eine Partie ohne die ganz großen Höhepunkte.
Chancenverhältnis:
7:1
Eckenverhältnis:
6:3
Schiedsrichter:
Guido Winkmann (Kerken)   Note 1,5
lieferte eine absolut souveräne Leistung in einer allerdings auch leicht zu leitenden Partie.
Spieler des Spiels:
Bas Dost
Wenn es läuft, dann läuft es. Bas Dost bewies einmal mehr seinen Torriecher, war zweimal entscheidend zur Stelle und somit der Matchwinner.

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