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Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt

1
:
0

Halbzeitstand
0:0
FC Schalke 04

FC Schalke 04


EINTRACHT FRANKFURT
FC SCHALKE 04
15.
30.
45.












60.
75.
90.














80 Tore in 21 Frankfurter Partien

Piazon versüßt Schaafs Jubiläum

Für Frankfurts Coach Thomas Schaaf war die Partie gegen Schalke eine ganz besondere, da ein Jubiläum anstand. Sein Team aber fand lange gegen einen massiven und taktisch unter Trainer Roberto di Matteo gewohnt sicheren Defensivverbund aus Schalke keine Lücke. Ab der zweiten Hälfte aber legte die SGE an offensiven Ideen zu, während S04 nun viel zu behäbig nach vorne agierte. Letztlich sprang ein verdientes 1:0 heraus.

Thomas Schaaf
Sein 500. Spiel als Bundesliga-Trainer: Thomas Schaaf.
© Getty ImagesZoomansicht

Thomas Schaaf reagierte auf das 2:2 in Augsburg mit drei Personalwechseln: Madlung, Stendera und Kittel starteten für Zambrano (5. Gelbe Karte), Anderson (Nasennebenhöhlenentzündung) und Inui (Bank). Der Eintracht-Coach feierte an diesem Abend außerdem ein ganz besonderes Spiel: seine 500. Bundesliga-Partie in seiner Karriere. Kurios: Auch das erste hatte einst gegen S04 stattgefunden. Schaaf war dieses Jubiläum aber relativ egal, vielmehr sollte der erste Dreier seit sechs Spieltagen gelingen: "500 Spiele, das ist eine große Zahl, die zeigt, dass man schon ein bisschen dabei ist und einiges erlebt hat. Viel wichtiger ist mir aber das Ergebnis."

S04-Trainer Roberto di Matteo schickte dagegen seine selben elf Spieler wie beim teilweise ermauerten 1:0 gegen Borussia Mönchengladbach aufs Feld. Bedeutet vor allem defensiv aufgestellt: Fünferreihe hinten mit Uchida, Höwedes, Matip, Nastasic, Fuchs und einer Dreierkette mit Höger, Kirchhoff, und Barnetta davor. Im Angriff sollten demnach wieder Boateng und Choupo-Moting wirbeln und Unruhe in der anfälligen Eintracht-Defensive (vorab 41 Gegentore) stiften.

Höger findet in Trapp seinen Meister

Tranquillo Barnetta, Makoto Hasebe und Marco Höger
Nahmen die Frankfurter in die Zange und setzten einige Offensivakzente: Tranquillo Barnetta (links), Marco Höger (Mitte) & Co. (hier gegen Makoto Hasebe).
© Getty ImagesZoomansicht

Bemerkenswert war es direkt von Beginn an, dass sich S04 nicht so destruktiv verhielt wie noch beim 1:0 gegen Gladbach, sondern durchaus Mut nach vorne zeigte. Zwar geschah dies trotzdem über Konter, diese wurden allerdings vornehmlich mit viel Manneskraft gestartet. Gerade Uchida und Fuchs machten gehörig Dampf über die Außenbahnen. Zunächst startete der Japaner über rechts durch, wusste seinen Querpass aber nicht anzubringen (9.), ehe sich Fuchs nach einem Schnittstellenpass von Barnetta auf seine Reise machte: Der Österreicher scheiterte allerdings schon bei der Ballannahme, sodass Trapp per Rutschpartie herankam (18.).

Trapp war es auch, der in der Folge bei einigen guten Gegenzügen der Knappen auf der Höhe war und einige Chancen zunichte machte: Gerade gegen den zweimal komplett freien Höger zeigte die Nummer eins der Hessen sein ganzes Können (21. und 44.). Bei letzteren Abschluss muss Höger aber auch vorgeworfen werden, dass er trotz aller Freiheiten viel zu mittig abschloss.

Meier kommt nicht zum Zug

Haris Seferovic
Ärgert sich: Haris Seferovic.
© Getty ImagesZoomansicht

Die Hausherren dagegen taten sich über die meiste Zeit schwer gegen den in der Defensive massiven Abwehrriegel der Ruhrpottstädter. Immerhin fand Aigner zweimal über rechts eine Lücke zum Flanken, setzte seine Zuspiele auf Meier und Seferovic aber zu weit in den Rücken (23.) oder zu scharf auf den Körper (24.). Apropos Meier: Der Sturmtank kam in der ersten Hälfte kaum zum Zuge, wurde vom Innenverteidiger-Dreierlei Höwedes, Matip und Nastasic komplett verschluckt. Deswegen suchte der Sturmtank in den letzten Minuten eher den Weg ins Mittelfeld, forderte dort die Bälle und verteilte diese. Aufgaben für S04-Keeper Wellenreuther sprangen dabei aber nicht heraus. Es blieb beim 0:0.

Schalke im Elfmeter-Glück

In den zweiten Durchlauf starteten beide Teams mit Offensivwille: Zunächst versuchte sich Seferovic aus rund 25 Metern mit einem wuchtigen Distanzknaller - knapp drüber (46.). Auf der anderen Seite scheiterte Kirchhoff nach einer Ecke von Barnetta mit seinem Kopfball - ebenfalls knapp drüber (50.). Nach einigen Minuten des Mittelfeldgeplänkels raunte ein großer Aufschrei durch die Commerzbank-Arena: Hasebe eilte von links nach innen, spitzelte den Ball an Höwedes vorbei. Der Japaner fiel nach einem klaren Kontakt des deutschen Nationalspielers, doch die Pfeife blieb stumm. Eine Fehlentscheidung (54.). In der Folge erhöhten die Hessen wohl aus Wut den Druck, doch stets fehlte der letzte erfolgreiche Pass. Beinahe klingelte es dennoch, da sich Keeper Wellenreuther bei einer Ecke verschätzte, im Nachfassen aber zupackte (60.).

Piazon belohnt aktive Eintracht

Doch sei's drum, werden sich die Hausherren wenig später gedacht haben. Denn nach einem kleinen Zwischenhoch der Gäste ohne Highlight im Abschluss stach im Anschluss die Eintracht: Chandler, Aigner und Stendera arbeiteten sich über rechts nach vorne. Ersterer setzte schließlich die Flanke, die leicht abgefälscht beim freien Piazon landete. Der Joker hob das Leder per Kopfball souverän über Wellenreuther hinweg ins lange Eck (65.). Aufgemerkt: Das war das 80. Tor in einer Partie mit Frankfurter Beteiligung in dieser Saison (21 Spiele).

Eintracht Frankfurt
Die SGE feiert den Treffer des Tages von Joker Lucas Piazon.
© Getty Images

Trapp bleibt der unüberwindbare Fels

Die Schlussphase begann - und mit ihr hatte Seferovic nach Piazon-Chip die Großchance aufs 2:0, doch Wellenreuther parierte (85.). Auch Schalke zeigte sich noch einmal richtig gefährlich: Joker Platte prüfte den insgesamt sehr starken Trapp per Kopf, der sicher auf der Torlinie zupackte (87.). Es blieb demnach beim verdienten 1:0 - vor allem aufgrund der starken zweiten Hälfte der SGE.

Frankfurt muss am kommenden Samstag (15.30 Uhr) beim 1. FSV Mainz 05 ran. Für die Königsblauen kommt es am Mittwoch in der Champions League zu einem echten Highlight: Der amtierende CL-Sieger Real Madrid gastiert in der Veltins Arena (20.45 Uhr). In der Bundesliga empfängt S04 am Samstag (15.30 Uhr) dann den SV Werder Bremen.

1. Bundesliga, 2014/15, 21. Spieltag
Eintracht Frankfurt - FC Schalke 04 1:0
Eintracht Frankfurt - FC Schalke 04 1:0
500

Frankfurts Trainer Thomas Schaaf (r.) wurde vor dem Spiel gegen Schalke geehrt: Das Samstagabendmatch bedeutete seine 500. Begegnung als Trainer in der Bundesliga. Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen (l.) überreichte einen Blumenstrauß.
© Getty Images

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14.02.15
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Eintracht Frankfurt
Aufstellung:
Trapp (1,5)    
Chandler (3) , 
Madlung (4) , 
Russ (2)    
Oczipka (4,5) - 
Hasebe (3)    
Stendera (3,5)    
Aigner (3,5) , 
Kittel (5,5)        
Seferovic (4,5)        
Meier (4,5)

Einwechslungen:
46. Piazon (2)         für Kittel
88. Medojevic für Stendera
90. Flum für Seferovic

Trainer:
Schaaf
FC Schalke 04
Aufstellung:
Wellenreuther (4,5) - 
Höwedes (3,5)    
J. Matip (4,5) , 
Nastasic (3) - 
Uchida (2,5) , 
Fuchs (3,5)    
Kirchhoff (4) - 
Höger (2,5)    
Barnetta (3,5)    
K.-P. Boateng (5)    

Einwechslungen:
68. M. Meyer für Barnetta
79. Platte für K.-P. Boateng
82. Sam für Fuchs

Trainer:
di Matteo

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Piazon (65., Kopfball, Chandler)
Gelbe Karten
E. Frankfurt:
Kittel
(1. Gelbe Karte)
,
Seferovic
(4.)
,
Russ
(4.)
,
Hasebe
(5., gesperrt)
,
Piazon
(1.)
Schalke:
Höger
(7. Gelbe Karte)

Spieldaten

Eintracht Frankfurt       FC Schalke 04
Tore 1 : 0 Tore
 
Torschüsse 8 : 8 Torschüsse
 
gespielte Pässe 469 : 389 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 370 : 289 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 99 : 100 Fehlpässe
 
Passquote 79% : 74% Passquote
 
Ballbesitz 55% : 45% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 42% : 58% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 21 : 12 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 12 : 21 Gefoult worden
 
Abseits 6 : 10 Abseits
 

Spielinfo

Anstoß:
14.02.2015 18:30 Uhr
Stadion:
Commerzbank-Arena, Frankfurt
Zuschauer:
50400
Spielnote:  3,5
eine nicht hochklassige, aber bis zum Schluss spannende Partie.
Chancenverhältnis:
3:6
Eckenverhältnis:
5:7
Schiedsrichter:
Marco Fritz (Korb)   Note 4
lag mit allen Gelben Karten richtig, hatte die Partie auch jederzeit im Griff, leistete sich jedoch einen gravierenden Fehler: hätte Elfmeter geben müssen, als Höwedes Hasebe von den Beinen holte (54.).
Spieler des Spiels:
Kevin Trapp
In Eins-gegen-eins-Situationen war er nicht zu überwinden: Kevin Trapp hielt die Eintracht erst im Spiel und am Ende auch den Sieg fest.