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Hertha BSC

Hertha BSC

0
:
5

Halbzeitstand
0:3
TSG Hoffenheim

TSG Hoffenheim


HERTHA BSC
TSG HOFFENHEIM
15.
30.
45.








60.
75.
90.












Berlin erlebt Debakel - Hoffenheim beendet Serie

Brooks' vorweihnachtlicher Albtraum

Hertha BSC hat vor Weihnachten ein Debakel erlebt und zu Hause gegen Hoffenheim mit 0:5 verloren. Einen bitterbösen Abend erlebten dabei Brooks und Niemeyer, deren Geschenke das Salz in der Suppe eines ansonsten mittelmäßigen Spiels waren. 1899 feierte den höchsten Sieg der eigenen Bundesliga-Geschichte und beendete zugleich die eigene Negativserie von zuvor vier Spielen ohne Sieg gegen die "Alte Dame".

Zweimal per Strafstoß erfolgreich: Sejad Salihovic (re.).
Zweimal per Strafstoß erfolgreich: Sejad Salihovic (re.).
© Getty ImagesZoomansicht

Hertha-Coach Jos Luhukay tauschte gegenüber dem 4:4 bei Eintracht Frankfurt nur auf einer Position: Ndjeng spielte für den angeschlagenen Beerens (Sprunggelenk). Das bedeutete auch, dass der unzufriedene Kalou abermals nur auf der Bank Platz nehmen musste.

Auf der Gegenseite tauschte Hoffenheims Trainer Markus Gisdol nach der 0:1-Niederlage gegen Bayer Leverkusen dreimal: Polanski, Salihovic und Schipplock ersetzten Rudy, Elyounoussi und Szalai.

Die Partie brauchte lange, ehe sie unterhaltsam wurde. In den ersten 20 Minuten passierte praktisch gar nichts, dafür zeigten sich die Abwehrreihen zunächst zu stabil. Die Hoffenheimer hatten zwar deutlich mehr Ballbesitz, allerdings fehlten ihnen die Ideen, um die Berliner Mauer zu überwinden. So gut sich die "Alte Dame" darauf verstand, keine Chancen aus dem Spiel zuzulassen, so schlecht stellte sie sich bei ruhenden Bällen an - Volland vergab nach einer Viertelstunde die dicke Chance zur Führung.

Etwas später glänzte der Nationalspieler dann aber als Vorbereiter: Zuerst vernaschte Volland Ndjeng auf der Außenlinie und flankte dann nach innen. Dort wollte Brooks retten, beförderte den Ball dann aber ins eigene Netz - 0:1 (23.). Damit nicht genug, denn der US-Amerikaner erlebte nun seinen ganz persönlichen vorweihnachtlichen Albtraum: Nach einem Stockfehler traf er im eigenen Sechzehner Volland. Den fälligen Elfmeter verwandelte Salihovic sicher - 2:0 (26.).

Bis dahin hatte sich Schiedsrichter Peter Sippel, der sein 200. Bundesligaspiel pfiff, keine Fehler erlaubt, doch das sollte sich nun ändern. Nachdem Polanski Herthas Schlussmann Kraft mit einem tückischen Distanzschuss zu einer Glanzparade gezwungen hatte (35.), kam es zu einem Zweikampf zwischen Beck und Schulz im Strafraum der Gastgeber. Beck rutschte dabei aus und ging zu Boden, Sippel entschied zu Unrecht auf Strafstoß. Berechtigt oder nicht? Salihovic war das egal, der Bosnier stellte auf 3:0 (39.). Unglücklich war dann auch eine Szene aus der 44. Minute, als Sippel ein klares Foul an Niemeyer übersah. Den daraus resultierenden Konter unterband Hosogai dann per Foul an Roberto Firmino und sah dafür Gelb. Hätten die Berliner zuvor Freistoß bekommen, wäre es nie zu diesem Konter gekommen und der Japaner würde den Rückrundenstart nicht gesperrt fehlen.

Luhukay wechselt offensiv - Hoffenheim kontert gnadenlos

Er machte eine unglückliche Figur: Schiedsrichter Peter Sippel.
Er machte eine unglückliche Figur: Schiedsrichter Peter Sippel.
© Getty Images

Die Berliner Fans hatten zu diesem Zeitpunkt den Referee längst als Sündenbock ausgemacht, doch das war nur die halbe Wahrheit. Denn die Hertha hatte offensiv überhaupt nichts zustande gebracht und steigerte sich erst nach Wiederanpfiff. In Durchgang zwei legten die Hausherren eine Schippe drauf und hatten in der 55. Minute die dicke Chance, um zu verkürzen - Ben-Hatira schob den Ball aber freistehend aus fünf Metern rechts vorbei.

Ein Treffer hätte der Hertha vielleicht neue Hoffnung gegeben, so kam es nicht dazu. Das große Problem der Berliner war, dass sie das Spiel nicht gestalten konnten. Hoffenheim hatte sich in die eigene Hälfte zurückgezogen, auf Verwaltung geschaltet und ließ die "Alte Dame" mal machen. Und der fiel rein gar nichts ein. Die Partie verflachte zusehends und plätscherte fortan ereignislos ihrem Ende entgegen.

Jos Luhukay versuchte es und erhöhte in der 72. Minute mit der Hereinnahme von Kalou und Wagner, die für Pekarik und Ronny kamen, das Risiko und wurde gnadenlos ausgekontert: Aus einer Berliner Ecke entsprang der Gegenstoß, bei dem der Ball über Salihovic und Roberto Firmino bei Schipplock landete, der ihn nur noch ins leere Tor schieben musste (74.). Die Messe war endgültig gelesen, der Torhunger der Sinsheimer aber noch längst nicht: In der 84. Minute lud Niemeyer mit einem unnötigen Dribbling die TSG ein: Roberto Firmino luchste dem Berliner den Ball ab und bediente den eingewechselten Rudy, der den 5:0-Endstand markierte.

Nach der Winterpause reist Hertha BSC im ersten Spiel des Fußballjahres 2014 am Sonntag, den 1. Februar (15.30 Uhr), zum SV Werder Bremen. Die TSG aus Hoffenheim gastiert am selben Tag (17.30 Uhr) beim FC Augsburg.

1. Bundesliga, 2014/15, 17. Spieltag
Hertha BSC - TSG Hoffenheim 0:5
Hertha BSC - TSG Hoffenheim 0:5
Gisdol zuversichtlich

Gisdol blickt zuversichtlich drein
© Getty Images

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21.12.14
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hertha BSC
Aufstellung:
Kraft (4) - 
M. Ndjeng (5) , 
Hegeler (5) , 
Brooks (6) , 
Pekarik (4)        
Niemeyer (6) , 
Hosogai (6)        
Ben-Hatira (4,5)    
Ronny (6)    
N. Schulz (4) - 

Einwechslungen:
59. Stocker (5)     für Hosogai
72. Wagner für Ronny
72. Kalou für Pekarik

Trainer:
Luhukay
TSG Hoffenheim
Aufstellung:
Baumann (3) - 
Beck (3)    
Strobl (2) , 
Bicakcic (2,5) , 
J.-S. Kim (3) - 
Polanski (2) - 
Schwegler (3)    
Roberto Firmino (2,5)    
Volland (2)    
Salihovic (2)            
Schipplock (2,5)    

Einwechslungen:
77. Rudy     für Volland
85. Herdling für Salihovic
87. Abraham für Schwegler

Trainer:
Gisdol

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Brooks (23., Eigentor, Rechtsschuss, Volland)
0:2
Salihovic (26., Foulelfmeter, Linksschuss, Schipplock)
0:3
Salihovic (39., Foulelfmeter, Linksschuss, Beck)
0:4
Schipplock (74., Rechtsschuss, Roberto Firmino)
0:5
Rudy (84., Linksschuss, Roberto Firmino)
Gelbe Karten
Hertha:
Hosogai
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
,
Stocker
(4.)
,
Ben-Hatira
(2.)
Hoffenheim:
Roberto Firmino
(2. Gelbe Karte)

Spieldaten

Hertha BSC       TSG Hoffenheim
Tore 0 : 5 Tore
 
Torschüsse 8 : 15 Torschüsse
 
gespielte Pässe 338 : 434 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 232 : 308 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 106 : 126 Fehlpässe
 
Passquote 69% : 71% Passquote
 
Ballbesitz 44% : 56% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 44% : 56% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 17 : 17 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 16 : 16 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 2 Abseits
 

Spielinfo

Anstoß:
21.12.2014 15:30 Uhr
Stadion:
Olympiastadion, Berlin
Zuschauer:
39604
Spielnote:  3
Hoffenheim bot einen hohen Unterhaltungswert, Hertha dagegen nur Slapstick.
Chancenverhältnis:
1:8
Eckenverhältnis:
3:9
Schiedsrichter:
Peter Sippel (München)   Note 5
hatte in seinem 200. Bundesligaspiel erhebliche Probleme in der Zweikampfbewertung, bewegte sich bei den persönlichen Strafen (Gelb gegen Roberto Firmino) mitunter auf dem Holzweg. Beim Elfmeter-Pfiff gegen Schulz, Beck rutschte lediglich aus (38.), lag das Gespann daneben.
Spieler des Spiels:
Sejad Salihovic
Gnadenlos sicher vom Elfmeterpunkt, kreativ aus dem Spiel heraus und auch noch Wegbereiter zum 4:0 - Sejad Salihovic war das Maß der Dinge.